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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.01.2020

Ein neuer King!

Der Outsider
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Endlich war es wieder so weit: ich konnte einen neuen Stephen King lesen! Nachdem ich Ende letzten Jahres "Friedhof der Kuscheltiere" gelesen hatte, bin ich großer Stephen King Fan und bis jetzt hat mich ...

Endlich war es wieder so weit: ich konnte einen neuen Stephen King lesen! Nachdem ich Ende letzten Jahres "Friedhof der Kuscheltiere" gelesen hatte, bin ich großer Stephen King Fan und bis jetzt hat mich noch keins seiner Bücher enttäuscht.

"Der Outsider" ist einer der neusten von Kings Bücher und bis jetzt ist nur das Buch "Das Institut" erschienen. Vor dem Buch war ich auf jeden Fall sehr gespannt, ob King seinen Stil in den Jahren verändert hatte und sich das Buch anders liest als die Klassiker wie "Shining" oder "Es". Nun muss ich sagen, dass sich Stephen Kings Stil natürlich in den Jahren verändert hat, doch überhaupt nicht zum schlechteren! Stephen King entführt seine Leser wieder mal in einen spannenden Thriller und schnell konnte man gar nicht mehr aufhören zu lesen. Wieder mal sind die Charaktere authentisch ausgearbeitet und auch der Plot lässt nichts zu wünschen übrig. Auch, wenn dieses Buch mal wie ein Krimi anfängt, hat sich der Autor nicht verändert und eine Menge Spannung und Horror mit hinein gebracht. Was ich dabei besonders toll fand war, dass in "Der Outsider" viele alte Bekannte aus den früheren Büchern auftauchen und so manche Werke von King dadurch eine ganz andere Bedeutung bekommen. Auch bei diesem Buch ist mir aufgefallen, dass der Autor es einzigartig schafft seine Leser über 750 Seiten zu fesseln. Dabei kam kein einziges Mal Langeweile auf und man wollte immer Wissen, wie es weitergeht. Wenn man einmal mit diesem Buch angefangen hat, kann man nicht mehr aufhören!

Übrigens wurde das Buch auch als Serie verfilmt, die Januar 2020 erschien.

Fazit: Wieder Mal hat es richtig Spaß einen King zu lesen. Dieses Buch gehört auf jeden Fall zur oberen Liga im King Universum!

 

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Veröffentlicht am 19.01.2020

Überraschend!

Waldesgrab
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"Waldesgrab" ist der neue Kriminalroman, der Fans von Nele Neuhaus empfohlen wird. Ich muss sagen, dass ich dabei völlig zustimmen kann. Dieses Gefühl, was in Nele Neuhaus Büchern im Taunus entsteht, kann ...

"Waldesgrab" ist der neue Kriminalroman, der Fans von Nele Neuhaus empfohlen wird. Ich muss sagen, dass ich dabei völlig zustimmen kann. Dieses Gefühl, was in Nele Neuhaus Büchern im Taunus entsteht, kann man nämlich auch im Harz nachempfinden. Doch jetzt mal ganz vom Anfang: ich muss ganz ehrlich sagen, dass die ersten Kapiteln des Buches nicht so gut waren. Die Dialoge und Charaktere kamen gestellt rüber und irgendwie kam ich nicht wirklich in das Buch hinein. Enttäuschte Leser, die auf ein ähnliches Buch wie die von Nele Neuhaus gehofft haben, kann ich jedoch beruhigen: Es wird schnell besser! Und mit besser meine ich, dass das Buch richtig gut wird! Nach ungefähr dem Viertel des Buches kam es mir so vor, als hätte eine andere Person dieses Buch geschrieben. Es kommen unglaubliche Wendungen vor und zum Ende hin, erinnert dieses Buch mehr an einen Thriller, als an einen Kriminalroman. Ich muss dabei ganz ehrlich sagen, dass es nicht oft vorkommt, dass mich ein Buch, das mich am Anfang nicht wirklich überzeugen konnte am Ende so gut gefällt. "Waldesgrab" hat dies aber auf jeden Fall geschafft und nun gehört dieses Buch 100%ig zu meinen "5 Sterne Büchern"! Aus diesem Grund kann ich dieses Buch allen Liebhabern von psychologischen Krimis empfehlen. Auch wenn der Anfang etwas zäh ist, schafft es "Waldesgrab" etwas völlig neues zu erschaffen und seine Leser immer wieder zu überraschen. Sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 12.01.2020

"Der zweite Schlaf"

Der zweite Schlaf
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"Der zweite Schlaf" ist für mich das erste Buch von Robert Harris. Ich war schon vorher sehr gespannt auf das Buch, weil ich viel Gutes über den Autor gehört habe. Der Einstieg in das Buch gelingt mir ...

"Der zweite Schlaf" ist für mich das erste Buch von Robert Harris. Ich war schon vorher sehr gespannt auf das Buch, weil ich viel Gutes über den Autor gehört habe. Der Einstieg in das Buch gelingt mir dann auch sehr gut, obwohl ich erst etwas überrascht war, dar ich mich mehr auf einen historischen Roman eingestellt habe, wofür Robert Harris ja auch bekannt ist.
Dieses Buch spielt jedoch in der Zukunft, erinnert jedoch stark an einen historischen Roman. Das liegt daran, dass nach einem Katastrophe sich die Gesellschaft in das Mittelalter zurückgesetzt hat. Diese Idee hat Robert Harris sehr gut und sehr authentisch umgesetzt. Besonders der Protagonist Fairfax kommt dabei sehr authentisch rüber und es ist wirklich spannend den inneren Kampf des jungen Pfarrers zu verfolgen.
Auch, wenn streng genommen das Buch eine Dystopie ist und die Apokalypse im Vordergrund stehen müsste würde ich das Buch eher Lesern von historischen Romanen empfehlen.
Was mir zu diesem Buch tatsächlich sehr gefallen würde ist eine Verfilmung. "Der zweite Schlaf" eignet sich dafür nämlich sehr gut und das wäre auf jeden Fall ein Film, den ich mir ansehen würde. Wie ich gehört habe ist dies bei Büchern Robert Harris auch gar nicht ungewöhnlich.
Einen Kritikpunkt habe ich jedoch: Das Ende hatte so viel Potenzial, doch das hat der Autor wirklich verspielt. Ich war nach den letzten Kapiteln wirklich enttäuscht und hätte mir ein viel spannenderes und kreativeres Ende gewünscht. Doch auch wenn das Ende nicht wirklich perfekt war, bin ich alles in allem mit dem Buch zufrieden und werde in nächster Zeit noch weitere Bücher von Robert Harris lesen.
Abschließend kann ich auf jeden Fall sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat. Robert Harris schafft es wirklich sehr gut die Leser in seine Welt zu entführen.

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Veröffentlicht am 08.01.2020

"Meine Stimme für das Leben"

Meine Stimme für das Leben
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Biografien haben eine ganz besondere Weise ihre Leser zu verändern.

Ein Buch, das dies ohne Frage schafft ist "Meine Stimme für das Leben" von Denis Mukwege. In diesem Buch erzählt der Friedensnobelpreisträger ...

Biografien haben eine ganz besondere Weise ihre Leser zu verändern.

Ein Buch, das dies ohne Frage schafft ist "Meine Stimme für das Leben" von Denis Mukwege. In diesem Buch erzählt der Friedensnobelpreisträger 2018 seine Lebens-geschichte und über die Arbeit in Kongo. Dabei nimmt er seine Leser auf eine beeindruckende Reise mit und hat dadurch auch mich persönlich stark beeindruckt. Es ist unglaublich, wie sich Mukwege gegen Verbrechen an Frauen einsetzt und nicht wegsieht, sondern mit vollem Einsatz hilft. Die Situationen, die er beschreibt, sind unvorstellbar und an manchen Stellen muss man echt sagen, dass das Buch nichts für schwache Nerven ist. Authentisch und ehrlich gibt er seine Überzeugungen weiter und appelliert auch an uns Leser.
Ich persönlich kann mir ganz ehrlich nicht vorstellen, mit welchen Problemen und Gefahren sich die Bürger von Kongo jeden Tag auseinandersetzten. Deswegen hat Denis Mukwege meinen vollsten Respekt und ich bewundere ihn sehr für seinen selbstlosen Einsatz!

Aus diesem Grund kann ich dieses Buch nur empfehlen. "Meine Stimme für das Leben" ist ein Buch, dass uns schonungslos die Realität zeigt und uns auch Hoffnung gibt.
Es ist ein Buch, das zeigt wie viel die Liebe zu anderen Menschen bewirken kann.

Mukwege hat den Friedensnobelpreis 100%ig verdient und ich finde es sehr gut, dass so viel mehr Menschen auf die Gewalt im Kongo aufmerksam geworden sind. So auch ich.
Am Ende kann ich einfach nur sagen, dass dieses Buch unbedingt gelesen werden muss. Es lohnt sich auf jeden Fall, denn nebenbei spendest du mit dem Kauf des Buches auch 1€ an das Krankenhaus von Denis Mukwege.

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Veröffentlicht am 06.01.2020

Ein solider Thriller

Zeit der Vergeltung
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In dem Buch "Zeit der Vergeltung" begleiten wir 24 Stunden eine Gruppe von Freunden, die sich nach langer Zeit wieder getroffen haben. Dabei gibt es viele Differenzen in der Gruppe und auch so kommt es ...

In dem Buch "Zeit der Vergeltung" begleiten wir 24 Stunden eine Gruppe von Freunden, die sich nach langer Zeit wieder getroffen haben. Dabei gibt es viele Differenzen in der Gruppe und auch so kommt es zu einer Menge Probleme.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich in der ersten Hälfte des Buches etwas enttäuscht wurde. Alles dreht sich nur um den sportlichen Aspekt, ob der Boxer Antoine einen wichtigen Kampf gewinnt. Ansonsten hat die erste Hälfte erstmal nichts mit einem Thriller zu tun. Na gut, bei manchen Sachen (wie zum Beispiel der Tod von Antoines Eltern) konnte man schon ahnen, dass sich daraus etwas entwickeln könnte, aber dazu war die erste Hälfte einfach zu schwerfällig.
Bei der zweiten Hälfte wurde es zum Glück schnell besser. Einige Wendepunkte waren echt nicht zu erwarten und die Protagonisten geraten in die ersten ernsthaften Probleme. Zum Ende hin, erkennt man richtig, dass dieses Buch ein Thriller ist und das Debüt von David Albertyn gefiel mir Seite für Seite besser.
Vom Stil her konnte mich das Buch von Anfang an überzeugen. Mit am spannendsten fand ich dabei die Rückblicke von Tyrons Vergangenheit. Diese Stellen brachten echt Spannung in das Buch.
Was ich außerdem sehr gut an "Zeit der Vergeltung" finde ist, dass der Autor es sehr gut schafft viele Erzählstränge miteinander zu verknüpfen und immer den Überblick über die Handlung behält. Während des ganzen Buches konnte man gut den roten Faden gut folgen und der Autor schafft es einmalig alle Fragen zu beantworten.
Einen Punkt, denn ich jedoch nicht so gut fand, war, dass Albertyn nicht das ganze Potenzial der Story nutzte. Das Buch spielt in Las Vegas: einem Ort der Vielfalt und voller dunklen Orten. Dies nutzt der Autor jedoch kaum aus. "Zeit der Vergeltung" hätte auch an jedem anderen Ort spielen können. Dabei könnte er so viele Aspekte hineinbringen, die mehr die dunklen Orte von Las Vegas hervorbringen.

Fazit: Ein solider Thriller, der nach der ersten Hälfte richtig in Fahrt kommt!

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