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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2019

Fesselnder Kriminalroman

Der Mann, der Sherlock Holmes tötete
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Das Buch "Der Mann, der Sherlock Holmes tötete" ist etwas ganz Besonderes. Es spielt nämlich zu zwei verschiedenen Zeiten. Zum einen erleben wir die Spurensuche von dem "Erfinder" Sherlock Holmes, Arthur ...

Das Buch "Der Mann, der Sherlock Holmes tötete" ist etwas ganz Besonderes. Es spielt nämlich zu zwei verschiedenen Zeiten. Zum einen erleben wir die Spurensuche von dem "Erfinder" Sherlock Holmes, Arthur Conan Doyle und zum anderen lesen wir von einem jungen Sherlock Holmes Fan, der etwa 100 Jahre später in einem mysteriösen Mordfall ermittelt. Beide Fälle scheinen irgendwas gemeinsam zu haben, doch sie liegen über 100 Jahre auseinander. Die Story klingt an sich schon unglaublich und ich denke, dass Graham Moore die Umsetzung sehr gut gelungen ist. Man merkt nämlich schnell, dass er sehr viel für dieses Buch recherchiert haben muss. Viele Ereignisse, die Arthur Conan Doyle in diesem Buch wiederfahren, sind in echt so passiert. Allein schon deswegen kann ich dieses Buch jedem Sherlock Holmes Fan empfehlen, weil es wirklich eine Liebe zum Detail hat und ich als großer Sherlock Holmes Fan viele Fakten wieder erkannt habe. Und das sowohl in dem Fall um 1900 als auch in den Fall in der Gegenwart (in dem Buch 2010). Die vielen Insider mögen vielleicht nur Sherlock Holmes Fans erkennen (z.B. merkt ein Fan gleich am Titel, um wen es sich hierbei handeln muss), aber ich denke auch "noch nicht Sherlock Holmes Fans" werden an diesem Fall ihre Freude haben. Doch man muss sich bewusst sein, dass es sich bei diesem Buch mehr um einen historischen Roman handelt, als um einen Krimi. Natürlich sind in diesem Buch viele Krimi-Elemente vorhanden und es wird auch häufig spannend, doch wer dieses Buch nur als Krimi lesen will, wird vielleicht enttäuscht. Trotzdem hat mir das Lesen furchtbar Spaß gemacht und der Roman lässt sich wirklich leicht und flott lesen. Denn, obwohl dieser Fall sehr verstrickt und raffiniert ist, behält man doch immer den Überblick. Der Schreibstil ist zwar nicht so wie in den Sherlock Holmes Geschichten (das Dr. Watson über die Ereignisse berichtet), doch manche Passagen erinnert mich stark an Doyles Erzählungen. Wer dieses Buch jedoch lesen will (was ich nur empfehlen kann!) sollte bedenken, dass Sherlock Holmes in dieser Geschichte nicht selbst auftaucht. Es ist eher so, dass Menschen (u.a. Artuhr Conan Doyle selbst) versuchen wie der geniale Detektiv zu ermitteln. Das ist mal für mich etwas ganz anderes und es macht wirklich Spaß Graham Moore's Geschichte zu lesen. Eine andere Sache, die mir sehr gut gefallen hat, war, dass über jedem neuem Kapitel ein Zitat von z.B. Sherlock Holmes steht. Generell finde ich die Gestaltung dieses Buches sehr gut. Das Cover ist sehr gut und passend gewählt und man bekommt gleich ein Sherlock Holmes Feeling. Außerdem finde ich den Titel wirklich genial gewählt.

Fazit: Eine wirklich geniale und raffinierte Geschichte, die ich besonders Sherlock Holmes Fans empfehlen kann! Jedoch muss man bedenken, dass es sich hierbei nicht nur um einen Kriminalroman handelt. 

Veröffentlicht am 26.01.2019

Ostseejagd von Eva Almstädt

Ostseejagd
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Das Buch fängt gleich rasant an, denn im ersten Kapitel wird erstmal wie in so vielen Krimis eine Leiche gefunden. Jedoch kann sie von keinem identiviziert werden und die Person wird auch nicht vermisst. ...

Das Buch fängt gleich rasant an, denn im ersten Kapitel wird erstmal wie in so vielen Krimis eine Leiche gefunden. Jedoch kann sie von keinem identiviziert werden und die Person wird auch nicht vermisst. Pia Korittkis ist ratlos und ermittelt in alle Richtungen, bis die nächste Leiche auftaucht...Ich persönlich fand die Story sehr spannend und abwechslungsreich. Die Charaktere sind alle sehr lebendig und glaubwürdig. Auch die Orte, die die Autorin in ihren Roman mit einbaut kommen sehr real und idylisch vor. Besonders gut gefallen hat mir, dass Almstädt es wirklich sehr gut schafft durch ganz kleine Dinge eine sehr große Spannung aufzubauen. So kam es, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen und die Story die ganze Zeit spannend blieb. Obwohl auch der sehr gute Stil der Autorin dazu beigetragen hat.  Vom Stil her erinnert mich ihr Buch stark an die Werke von Nele Neuhaus, was mir sehr gut gefiehl.Ich persönlich wurde von diesem Buch richtig "gepackt" und habe es in einen Zug durchgelesen. Nochmal interessanter wurde das Buch dadurch, dass man auch zwischendurch etwas aus Pias Privatleben erfuhr. Ein Punkt, der mich an diesem Buch störte war, dass es einem so vorkamm, als würden zu viele Zufälle aufeinmal kommen. Das hat mich aber nicht weiter gestört und die Geschichte blieb trotzdem logisch und spannend und nicht bei den Haaren herbei gezogen.

Auf jeden Fall hat diese Serie Suchtfaktor und ich werde mir bald mal die anderen Bände von Eva Almstädt angucken...

Ein sehr guter Krimi, denn besonders Nele Neuhaus Fans lieben werden!

Die Original Rezension erschien auf meinem Blog:
https://www.bookexplorer-fynnliest.com

Veröffentlicht am 18.04.2019

Auserwählt

Auserwählt
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In dem Buch „Auserwählt“ beschäftigt sich Stefan Haas mit Bibelstudien über die Auserwählung des Volkes Israel. Er möchte dadurch auf den wachsenden Antisemitismus aufmerksam machen, der sich seiner Meinung ...

In dem Buch „Auserwählt“ beschäftigt sich Stefan Haas mit Bibelstudien über die Auserwählung des Volkes Israel. Er möchte dadurch auf den wachsenden Antisemitismus aufmerksam machen, der sich seiner Meinung nach immer mehr unter uns Christen verbreitet.

Ich finde es sehr interessant, dass Haas ausgerechnet Bibelstudien zu diesem Thema heranzieht und nicht etwa Erlebnisberichte aus der heutigen Zeit. Viel mehr verweist er auf viele Bibelstellen im Alten Testament. Er beschäftigt sich aber auch mit Versen aus dem Neuen Testament, was ich sehr wichtig finde.

Negativ aufgefallen ist mir, dass er in manchen Kapiteln zu viele Verse untereinander aufgereiht hat und nichts weiter zu ihnen erklärt. Wiederum an anderen Stellen waren zu viel Erklärungen und zu wenig Bibelstellen. Ansonsten hat mir aber der Schreibstil des Autoren sehr gut gefallen und indirekt lädt er dazu ein, mal wieder sich ein bisschen mehr mit dem Alten Testament zu befassen.

Das Buch gibt außerdem eine neue Denkweise und ich glaube, es ist für viele der erste Schritt anders über Gottes Volk zu denken und sich damit auch weiter zu beschäftigen.

Vorschläge wie man sich weiter damit beschäftigen kann, gibt er am Ende des Buches. In manchen Kapiteln ist mir aufgefallen, dass Stefan Haas oft mehrdeutig schreibt und man deswegen sehr genau lesen muss, um die Grundbotschaft des Kapitels zu finden.

Was das Lesen besonders erleichtert hat, war, dass der Autor seine Anmerkungen, die er durch kleine Zahlen markiert hat, nicht alle in den Anhang gepackt hat. Stattdessen konnte man die jeweilige Anmerkung immer unten auf der Seite finden. Das hat das Lesen stark vereinfacht und man musste nicht immer hin und her Blättern, um die Anmerkung zu lesen.

Ich würde das Buch nur Leuten empfehlen, die sich schon mit der Bibel auskennen und keine „Anfänger“ mehr sind. Ansonsten könnten für „Anfänger“ nämlich viele Missverständnisse entstehen. Beispielsweise schreibt Stefan Haas in einer Stelle, dass der Auftrag von Jesus zuerst exklusiv für das Volk Israel war, doch er sagt für mich nicht eindeutig genug, dass die Apostel danach auch in die ganze Welt gesandt wurden um das Wort auch unter den Heiden zu verkünden. Wer das noch nicht weiß, könnte leicht auf den Gedanken kommen, dass wir Jahrtausende lang auf der falschen Spur waren und das Evangelium immer noch exklusiv an das Volk Israel gerichtet ist. Und wir Christen wissen ja, das es nicht so ist und jeder Gottes Wort hören kann.

Veröffentlicht am 18.04.2019

Seid laut

Seid laut!
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In seinem neuen Buch „Seid laut!“ wirbt Burkhard Hose für ein politisch engagiertes Christentum. Ihm ist es wichtig, dass wir Christen uns politisch positionieren und nicht unpolitisch sein wollen. Für ...

In seinem neuen Buch „Seid laut!“ wirbt Burkhard Hose für ein politisch engagiertes Christentum. Ihm ist es wichtig, dass wir Christen uns politisch positionieren und nicht unpolitisch sein wollen. Für sein Anliegen greift er aktuelle Themen auf, wie zum Beispiel die Debatte um das Kreuz als Wahlkampfsymbol oder den Politikstil von Donald Trump. Das finde ich sehr spannend und das macht das Buch sehr aktuell. Er schreibt aber auch viel über die Zeit des Nationalsozialismus und das etwas in dieser Art nie wieder passieren darf. In den Vordergrund stellt er hierbei das Fehlverhalten der Kirchen und was wir heute als Christen anders machen können.

Sehr gut finde ich von dem Autor, dass er in seinem Buch nicht vorschreibt, welche Partei ein Christ wählen muss, damit man sich richtig positioniert, sondern welche Werte diese Partei haben muss und was man vielleicht selbst zur politischen Situation beitragen kann. Dadurch versucht er die Leser nicht auf irgendeine Art zu beeinflussen.

Schade finde ich, dass das Buch so schnell zu Ende war. Das Buch ist zwar sehr handlich (ideal für unterwegs) aber das hat leider den Nachteil, dass es ein bisschen zu kurz ist. Mich hätte es nämlich wirklich gefreut, wenn Burkhard Hose über noch mehr politische Themen diskutiert hätte, denn sein Schreibstil ist wirklich sehr angenehm und seine Texte regen zum Nachdenken an.

Was das Buch so interessant machte war, dass Burkhard Hose auch sehr persönlich geschrieben hatte. Er sagte zu vielen Themen offen seine eigene Meinung und erzählte auch viel aus seinem eigenen Leben. Manchmal liest sich das Buch wie eine Biographie. Außerdem luden die meisten Argumente dazu ein selbst aktiv zu werden. Dadurch wurde man richtig dazu eingeladen nicht nur innerkirchlich als Christ zu stehen, sondern auch sich öffentlich mehr zu engagieren.

Veröffentlicht am 18.04.2019

Der Zorn Gottes

Der Zorn Gottes
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In dem Buch „Der Zorn Gottes – Denkanstöße zu den Feiertagen“ setzt sich Heribert Prantl mit verschiedenen Themen und Fragen auseinander, die sich sowohl Christen als auch Atheisten stellen. Zu jedem Thema ...

In dem Buch „Der Zorn Gottes – Denkanstöße zu den Feiertagen“ setzt sich Heribert Prantl mit verschiedenen Themen und Fragen auseinander, die sich sowohl Christen als auch Atheisten stellen. Zu jedem Thema hat er hierzu einen Leitartikel geschrieben, der schon vor einiger Zeit veröffentlicht wurde. Diese Leitartikel sind durchschnittlich vier Seiten lang. Die Kürze der Kapitel hat den Vorteil, dass diese als Denkanstöße dienen und der Leser sich weitere Gedanken zum jeweiligen Thema machen kann. Leider hat das aber auch den Nachteil, dass die Fragen nicht ausreichend beantwortet werden und es so scheint, als fehlten Aspekte.

Heribert Prantl hat dieses Buch in drei Teile eingeteilt: Weihnachten, Ostern und Gott und die Welt. Das macht das Werk interessant. Die zwei ersten Teile lassen sich zudem gut um die jeweiligen Feiertage herum lesen. In den verschiedenen Kapiteln schreibt der Autor immer sehr unterschiedlich. Manchmal erzählt Prantl sehr sachlich, später auch sehr persönlich. Bei den sachlichen Teil empfand ich es als etwas störend, dass Prantl immer nur von „der Kirche“ oder „den Christen“ schreibt. Das hat aber vielleicht auch den Vorteil, dass dieses Buch auch für Atheisten interessant ist, weil sich der Autor wirklich kritisch mit den Ängsten aller Menschen auseinandersetzt. Trotzdem finde ich, dass man manche Aussagen in diesem Buch nicht ganz kritiklos stehenlassen darf. Beispielsweise setzt der Autor sich in einem Kapitel nur mit dem Zorn Gottes auseinander, aber erwähnt dort mit fast keinem Wort die Liebe Gottes.

Sehr gut finde ich aber, dass Heribert Prantl sich zum einen mit etwas älteren Problemen auseinandersetzt, zum anderen aber auch sehr aktuelle Themen anspricht. Hierbei macht er einige sehr wichtige Aussagen, die durchaus hörenswert sind.