Bodo ist biblioman. In einer Selbsthilfegruppe begegnet er Menschen, die Bücher auf ganz unterschiedliche Art und Weise verehren. Im Programm der 12 Schritte soll Bodo geheilt werden, doch nichts läuft nach Plan. Tamara liest er Bukowski-Gedichte vor, mit einer Internetbekanntschaft tauscht Bodo geheime Wünsche und Sehnsüchte aus, die sich zu gleichen Teilen auf Sex und Bücher beziehen. Er kauft Bücher in Mengen, die er nie lesen kann, stellt einige in der Gruppe wie in einem Lesekreis vor und arbeitet nebenbei in einer Buchhandlung. Schließlich tüftelt er an der Revolution des Buchkonsums durch einen Pulverisator und eine Lesekapsel, in der die Zeit stehen bleibt. »Ein Muss für alle, die verrückt nach Büchern sind.«
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Dieses herrliche Buch stolperte mir beim Besuch der Leipziger Buchmesse direkt in meine Tasche... mit weiteren des Autors und dieses Verlags.. und noch einigen mehr...
Wenn man nun mal Buchverrückt ist, ...
Dieses herrliche Buch stolperte mir beim Besuch der Leipziger Buchmesse direkt in meine Tasche... mit weiteren des Autors und dieses Verlags.. und noch einigen mehr...
Wenn man nun mal Buchverrückt ist, sollte man dieses Buch über Bodo, den bibliophilen Typen unbedingt lesen. Es ist wild, verrückt, philosophisch, einfühlsam, verwirrend, informativ... Hach, es ist kaum zu beschreiben! vielseitig ist es auch noch und macht Lust auf noch mehr Lesen... wenn sich auch ab und an ein seltsames Gefühl einschleicht... Aber ein Leben ohne Bücher - einfach unvorstellbar!
Hallo, ich heiße Bodo, ich bin biblioman..." Mit diesen Worten stellt sich Bodo bei seinem ersten Treffen in der Selbsthilfegruppe für Büchersüchtige vor, gezwungenermaßen, denn seine Mutter ist davon ...
Hallo, ich heiße Bodo, ich bin biblioman..." Mit diesen Worten stellt sich Bodo bei seinem ersten Treffen in der Selbsthilfegruppe für Büchersüchtige vor, gezwungenermaßen, denn seine Mutter ist davon überzeugt, Bodo hätte ein Problem, als ob drei-, viertausend Bücher, die meisten davon noch ungelesen, ein Problem wären. Leider droht Mutti damit Bodo den Geldhahn zuzudrehen wenn er sich nicht helfen lässt und so fügt sich dieser in sein Schicksal und macht das Beste aus der Situation. Immerhin trifft er so auf die faszinierende Tamara, die ihn kurzerhand zu ihrem ganz persönlichen Vorleser macht.
Ich kann mir vorstellen, dass man als Autor natürlich selber ein bisschen buchverrückt ist. Über die Größe der hauseigenen Bibliothek von Mark Jischinski kann ich nur spekulieren, aber ich denke es steckt schon ein gutes Stück von Bodo in ihm. Ich konnte mich natürlich direkt mit Bodo identifizieren, auch wenn ich es nicht auf eine so große Anzahl ungelesener Bücher schaffe, ist mein Stapel, im Fachjargon SUB genannt schon etwas größer, wobei Stapel nicht das richtige Wort ist, in meinem Fall trifft es Schrank schon eher und natürlich finden sich auch bei mir, genauso wie bei Bodo, in jedem Raum Bücher, außer auf der Toilette, da bin ich raus.
Bodo hat also direkt meine Sympathie, genauso wie auch die anderen doch eher skurrilen Figuren in dieser Geschichte, die der Autor mit wunderbar schwarzem Humor erzählt. Genau wie Bodo kenne auch ich das problem, dass die Zeit einfach nicht ausreicht, um all die tollen Bücher zu lesen, die es gibt. Familie, Haushalt, Arbeit, alles Störfaktoren, die für Bodo zwar nicht gelten, die Sache deshalb aber keinesfalls einfacher machen. Und so kann ich nachvollziehen, dass er eine Lösung für dieses Dilemma sucht. Seine Idee Bücher zu Pulver zu verarbeiten um dieses dann zu schniefen, wäre jetzt eher nicht meins (obwohl es für jeden Schüler die Rettung wäre, einfach morgens, kurz vor Beginn der Deutschstunde eine Prise "Faust Der Tragödie erster Teil" geschnuppft und der Aufsatz kann kommen), seine Forschung an der Lesekapsel hingegen finde ich mega spannend.
Wer jetzt beim Lesen denkt, hä?, was?, den kann ich natürlich verstehen, aber man muss es einfach gelesen haben, um die wunderbare Absurdität dahinter zu erkennen. Mark Jischinski treibt hier die Liebe zu Büchern auf die Spitze. Jeder Buchverrückte wird sich ein klein wenig in der Geschichte wiederfinden, die natürlich von den Übertreibungen, den überzeichneten, teilweise klischeehaft dargestellten Figuren (Therapeut Volker mit seinen Birkenstocks) und dem spitzzüngigen Humor lebt. Das Buch ist Hommage und Satiere zugleich und soll natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass man Suchtthematiken ernst nehmen und sich Hilfe suchen sollte.
Wie bei den meisten Büchern des Autors, ich kenne und liebe bereits einige davon, wird es Leser geben, die begeistert sind, so wie ich, aber auch solche, die damit überhaupt nichts anfangen können. Liegt wohl in der Natur der Sache. Ich habe mich köstlich amüsiert, so viele Kleinigkeiten in der Geschichte entdeckt, die mir ein Lächeln, oder ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert haben. Ich habe mit Bodo gelitten, als er ohne ein Buch anzusehen durch den Thalia laufen musste, habe mich über seine unbeholfene Verliebtheit gefreut, begeistert mit ihm Bukowski-Gedichte gelesen und am Ende sogar getrauert. Und als wäre das noch nicht genug, liefert der Autor noch reichlich Futter für meine Buchseele, denn Bodo erzählt von so vielen Schätzchen aus seiner Sammlung, dass mein SUB wohl in nächster Zeit einiges an Zuwachs bekommen wird.
Absolute Empfehlung für Leseratten und Büchermenschen, ich hab schon einige im Kopf, die das Buch von mir geschenkt bekommen werden.
„Bibliomanie“ von Mark Jischinski ist ein humorvoller Roman der vom büchersüchtigen Bodo handelt.
Bodo kauft Bücher in Mengen die er niemals lesen kann, außerdem tüftelt er an der Revolution des Buchkonsums ...
„Bibliomanie“ von Mark Jischinski ist ein humorvoller Roman der vom büchersüchtigen Bodo handelt.
Bodo kauft Bücher in Mengen die er niemals lesen kann, außerdem tüftelt er an der Revolution des Buchkonsums durch einen Pulverisator und eine Lesekapsel, in der die Zeit stehen bleibt.
Seine Mutter macht sich große Sorgen um ihn und überredet ihn zu einer Selbsthilfegruppe zu gehen um sich mit anderen Bibliomanen auszutauschen.
Für mich war es das erste Buch des Autoren und ich mochte seinen flüssigen und lockeren Schreibstil.
Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und hatte eine wirklich schöne und abwechslungsreiche Lesezeit.
In einigen Punkten können wir uns wohl alle gut in Bodo hineinversetzen, denn wer hätte nicht gerne eine Lesekapsel 😄
Ich kann euch das Buch wirklich sehr empfehlen, denn „Bibliomanie“ ist ein unterhaltsamer und humorvoller Must Read für alle Bücherverrückten.