Cover-Bild Frankenstein
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17,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Manesse
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Klassisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Ersterscheinung: 02.10.2017
  • ISBN: 9783641214531
Mary Shelley

Frankenstein

oder Der moderne Prometheus. Roman
Alexander Pechmann (Übersetzer)

«Eine der großen moralischen Erzählungen der europäischen Literatur.» (Jürgen Kaube, Frankfurter Allgemeine Zeitung)Die Faszination des Frankenstein-Mythos ist bis heute ungebrochen. Mary Shelleys spannendes Meisterwerk lotet die Grenzen unserer Fantasie aus und erweckt einen ewigen Traum zum Leben: den Traum von der Erschaffung eines menschenähnlichen Wesens.Nach Jahren des Experimentierens ist es dem ehrgeizigen Forscher Victor Frankenstein gelungen, aus toter Materie einen künstlichen Menschen zu erschaffen. Doch das Ergebnis seiner alchemistischen Versuche erschüttert ihn bis ins Mark. Entsetzt überlässt er das Wesen seinem Schicksal. Dessen verzweifelte Suche nach Nähe und Akzeptanz endet in Chaos und Verwüstung. Als das Wesen nach und nach Rache an Frankensteins Familie nimmt, beschließt dieser, seine Kreatur zu jagen und zu töten… Das Erstlingswerk einer 19-Jährigen entstand als Gruselgeschichte zum Vorlesen im Freundeskreis. Der jungen Mary Shelley gelang einer der berühmtesten Romane der Weltliteratur, der seit nunmehr 200 Jahren und auch heute noch gültige Fragen zur Verantwortung des Menschen über seine Schöpfung stellt. Zum Jubiläumsjahr veröffentlichen wir eine Übersetzung der Urfassung von 1818.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Krissi in einem Regal.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2022

Absolut Lesenswert

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Wer kennt es nicht, das Monster des Victor Frankenstein? Denn wirkliche Berühmtheit erlangte er vor allem durch die zahlreichen Verfilmungen. Doch auch wenn man meint die Geschichte um das Monster zu kennen, ...

Wer kennt es nicht, das Monster des Victor Frankenstein? Denn wirkliche Berühmtheit erlangte er vor allem durch die zahlreichen Verfilmungen. Doch auch wenn man meint die Geschichte um das Monster zu kennen, empfehle ich dieses Buch einmal zu lesen. Mary Shelley erzählt die phantastische Geschichte um die Erschaffung eines künstlichen Wesens, was allerdings alles andere als vorprogrammiert verläuft.
Wobei eben hier nicht der Horror im Vordergrund steht, sondern eher das Einfühlungsvermögen in die gepeinigte Seele des Monsters. Denn durch sein Aussehen verbreitet es Angst und Schrecken und ist doch letztlich nur auf der Suche nach Liebe und Akzeptanz – allerdings mit schlimmen Folgen...
Der Roman wird größtenteils als Briefwechsel erzählt und vereint alle Elemente, die einen guten Schauerroman ausmachen, nämlich Vollmondnächte, unwirtliches Wetter, einen Wissenschaftler der von seiner Arbeit vollkommen vereinnahmt wird und der nachts auch mal auf dem Friedhof nach Leichenteilen gräbt. Wenn man sich einmal von den Verfilmungen lösen kann, erhält man mit dem Buch eine etwas anderes Sicht auf die Geschichte um die Entstehung und das Leben/Leiden von Frankensteins Monster. Absolut Lesenswert.

Veröffentlicht am 20.04.2026

Ein Klassiker

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Frankenstein ist wohl eine der verkanntesten Geschichten unserer Zeit und deshalb freue ich mich, dass ich sie endlich selbst gelesen habe und besser verstehe, was der Sinn ist. Mary Shelly hat eine Geschichte ...

Frankenstein ist wohl eine der verkanntesten Geschichten unserer Zeit und deshalb freue ich mich, dass ich sie endlich selbst gelesen habe und besser verstehe, was der Sinn ist. Mary Shelly hat eine Geschichte über Menschlichkeit, über Nature vs. Nurture und über Gottkomplexe geschrieben, wie sie für eine 18-Jährige absolut beeindruckend ist.

Der Erzählstil ist dabei besonders interessant und erinnert an Sturmhöhe, im Prinzip ist es eine Geschichte in einer Geschichte in einer Geschichte und wir hören die Erzählungen aus teilweise bis zu dritter Hand. Gleichzeitig ist die äußerste Erzähllinie super fein mit der Geschichte Frankensteins verbunden. Die Natur nimmt in der Erzählweise einen besonderen Platz ein, ist quasi selbst mit Charakter der die inneren Zustände der Figuren spiegelt - sei es Frankensteins Aufstieg in das ewige Eis oder die glücklichen Tage des Monsters im Frühling. Das ist meisterhaft gemacht und erschließt sich erst beim zweiten Hinschauen.

Die Figuren sind ebenfalls extrem vielschichtig und vor allem teilweise extrem schlecht. Wer denkt, dass Monster ist hier der Böse hat noch nicht das Gesabbel von Frankenstein selbst gehört. Er ist ein selbstbezogener Träumer im Gewand eines Wissenschaftlers, er sucht aktiv Ausflüchte, um sein Handeln zu rechtfertigen und versucht, die Leser auf seine Seite zu ziehen. Stattdessen wird er aber im Verlaufe des Buches einfach nur weinerlicher, und damit schafft Shelly es, gepaart mit den Erzählungen des Monsters selbst, dass wir ihm eher vergeben, auch wenn er wirkliche Verbrechen vollbracht hat. Die Dialoge zwischen dem Monster und seinem Schöpfer sind so geladen von Gefühlen, das ist wirklich intensiv zu lesen.

Mary Shelly hält mir ihrer Botschaft nicht hinter dem Berg - Sie will uns darauf stoßen, dass wir mit beeinflussen wie Menschen werden, sie will uns einen Spiegel vorhalten und unser eigenes Verhalten reflektieren. Deshalb ist die Perspektive des Monsters so genial - es löst die Message von der schrecklichen Figur Frankensteins und macht sie universal gültig. Gleichzeitig schafft es auch ein bisschen mehr Liebe für das Menschsein an sich. Die Momente, in denen das Monster lernt, wie es die Welt sieht sind zart und verleiten dazu, das Leben selbst etwas schöner zu sehen.

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