Romance Ranch
Fever DreamFever Dream war meine erste Cowboy-Romance, mein erstes Elsie Silver Buch und ganz überzeugen konnte es mich nicht. Am Anfang war ich noch wirklich positiv überrascht, das Setup, warum Emmet bei einer ...
Fever Dream war meine erste Cowboy-Romance, mein erstes Elsie Silver Buch und ganz überzeugen konnte es mich nicht. Am Anfang war ich noch wirklich positiv überrascht, das Setup, warum Emmet bei einer Dating Show mitmacht erschien mit schlüssig, er hat sich anfangs wirklich verhalten wie eine moderne Green-Flag und die Kapitel waren kurz und haben schnell eine Sogwirkung erzeugt. Ab der Mitte ist es allerdings für mich ganz schön abgefallen, vor allem weil das Erzähltempo eine komische Mischung aus zu schnell und zu langsam war - und das will bei fast 500 Seiten schon was heißen.
Ich konnte die widersprüchlichen Gefühle von Emmet und Julia zueinander nicht wirklich nachvollziehen, es wirkte für mich nicht konsistent. Genauso Emmets Verhalten: Mal war er wie gesagt eine totale Green Flag, dann wieder ein Matcho, das hat für mich alles nicht wirklich zusammengepasst und es so schwer gemacht, mich wirklich auf die Geschichte einzulassen. Die Chemie zwischen den beiden Protas ging für mich deshalb auch etwas flöten, weil ich nicht verstehen konnte, wie sie wirklich zueinander stehen sollen. Außerdem hatte ich vor allem am Anfang das Gefühl, dass Elsie Silver ihren Leser:innen nicht zutraut, der Geschichte zu folgen. Manche zentralen Beweggründe wurden so oft wiederholt, dass ich es schon sehr auffällig fand, wie sehr man hier versucht, einen Punkt zu zementieren.
Mein größtes Problem war allerdings, dass ich das Gefühl hatte wir versinken mit jeder Seite tiefer in den gängigen Klischees und Tropes des Genres. Die Sätze wurden immer abgedroschener, der Spice war eher vulgär statt sexy und die Konflikte am Ende einfach zu platt und schnell gelöst. Vor allem beim Spice hatte ich oft das Gefühl, er ist nur um des spices willen da und nicht, weil er zur Geschichte beiträgt.
An sich hatte ich mir dem Buch stellenweise eine sehr gute Zeit, am Ende hat es mich doch etwas enttäuscht aber ich denke für heißen Eskapismus ist das Buch auf jeden Fall die richtige Wahl.