Cover-Bild Die Villa in Weimar
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17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: HarperCollins Paperback
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 27.05.2025
  • ISBN: 9783365008508
Michelle Marly

Die Villa in Weimar

Roman | Historischer Künstlerroman im Zentrum der Dichter und Denker | Von der SPIEGEL-Bestsellerautorin | Verbindung von Zeitgeschichte mit hervorragend recherchierten Fakten

Sommer 1897: Die weltberühmte Schauspielerin Marie Seebach hat einen Teil ihres großen Vermögens in einer kürzlich gegründeten Stiftung angelegt und damit ein einzigartiges Altersheim für mittellose Bühnenkünstler in Weimar geschaffen. Da erfährt sie von Unregelmäßigkeiten. Misstrauisch verfolgt sie die Vorgänge aus ihrem Urlaubsdomizil Sankt Moritz und bittet Lotte Wernitz, eine junge Krankenschwester, nach Weimar zu fahren und sich inkognito umzusehen.

Doch bevor Lotte erste Briefe an die alte Dame schreiben kann, werden alle Beteiligten in Weimar durch eine traurige Nachricht aufgeschreckt: Marie Seebach ist an einer Lungenentzündung gestorben. Offenbar ist ihre Schwester Wilhelmine die Universalerbin und damit die Frau, an der nunmehr der Fortbestand der Stiftung hängt. Die alten Herrschaften sind in Aufregung, überlegen, was zu tun ist, um ihren Alterssitz auf jeden Fall zu retten – denn Wilhelmine scheint ihnen nicht wohlgesonnen …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.07.2025

Historisches Lesevergnügen

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Die Autorin Michelle Marly kann mich immer wieder begeistern und auch mit diesem Buch hat mir die Autorin herrlich spannende Lesestunden bereitet.

Diesmal befinden wir uns in Weimar Ende des 19. Jahrhunderts. ...

Die Autorin Michelle Marly kann mich immer wieder begeistern und auch mit diesem Buch hat mir die Autorin herrlich spannende Lesestunden bereitet.

Diesmal befinden wir uns in Weimar Ende des 19. Jahrhunderts. Eine Zeit in der es viele Menschen nicht leicht haben. Hier erleben wir auch die Protagonisten dieser spannenden Geschehnisse. Allen voran Marie Seebach, eine berühmte Schauspielerin, die, nach dem Tod ihres Sohnes, in Weimar ein Heim für hilfsbedürftige Bühnenkünstler stiftete. Nachdem es dort zu Unregelmäßigkeiten kommt, beschließt sie eine junge Krankenschwester, Lotte Wernitz, nach Weimar zu schicken. Während Lotte nach Weimar reist, bleibt Marie Seebach in St. Moritz zurück, wo sie allerdings verstirbt. Ihr Erbe geht an ihre Schwester Wilhelmine, die allerdings nicht allzu sehr an der Stiftung hängt.

Ich fand es super spannend zu erleben, die Frau Marly historische Fakten mit Fiktion vermischt. So habe ich auch erfahren das es tatsächlich eine Frau Seebach gab, die ein eben jenes Heim bis zu ihrem Tode leitete. Die Schauspielerin und Opernsängerin hat in vielen Stücken von z.B. Shakespeare und Goethe mitgewirkt und eine wichtige Stiftung ins Leben gerufen, die sicherlich so manchen Künstler gerettet hat.

Mit "Die Villa in Weimar" schafft es die Autorin die damalige Zeit, ihre Stimmung und auch die gesellschaftliche Situation auf die Seiten zu bringen. Wieder erlebt man auch in ihrem neusten Buch eine Zeitreise die mit völlig gepackt hat. Dank der vielschichtigen Charaktere wird die Handlung richtig lebendig und authentisch und man leidet und fiebert auch ein bisschen mit. Ich fand es auch schön, wieder einmal etwas neues zu erfahren, Marie Seebach kennenzulernen und auch Weimar aus einem anderen Blickwinkel zu erleben.

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Veröffentlicht am 12.06.2025

Lotte in Weimar

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Weimar 1897: Marie Seebach war einst eine gefeierte Schauspielerin und verdiente, anders als viele ihrer KollegInnen, sehr gut. Aus sozialem Engagement stiftete sie 700.000 Goldmark, mit denen ein Altenheim ...

Weimar 1897: Marie Seebach war einst eine gefeierte Schauspielerin und verdiente, anders als viele ihrer KollegInnen, sehr gut. Aus sozialem Engagement stiftete sie 700.000 Goldmark, mit denen ein Altenheim für sechs bedürftige ehemalige Bühnenkünstler errichtet wurde. Die Verwaltung der Stiftung hat eine Anwaltskanzlei übernommen, die Leitung des Hauses ein Hausmeisterehepaar.

Während Marie zur Sommerkur in St. Moritz weilt, erhält sie mehrere anonyme Briefe mit dem Verdacht, das Stiftungsgeld werde veruntreut. Ihre Schwester Wilhelmine, die sich um das Problem kümmern soll, erreicht leider nichts. Also bittet Marie die Krankenschwester Lotte Wernitz, nach Weimar zu fahren und sich in dem Haus um eine Stelle zu bewerben – mit Erfolg. Zwar wird Lotte nicht als Krankenschwester gebraucht, die Bewohner sind noch zu rüstig, aber als Mädchen für alles.
Schon bald bestätigt sich der Verdacht: Auf Hausrechnung bestellte Waren verschwinden „Der Keller birgt anscheinend eine Menge Schätze, die nicht ihrer ursprünglich geplanten Verwendung zugeführt werden.“ (S. 206).

Dabei wollte Lotte, die ursprünglich aus der Nähe von Potsdam stammt, eigentlich gar nicht aus der Schweiz weg und hat auch keine Ahnung, wie sie in Weimar Nachforschungen anstellen soll. Doch Marie bleibt hartnäckig, und so findet sich Lotte auf einer anstrengenden 24-stündigen Zugreise nach Weimar wieder, die an ihren Nerven und Kräften zehrt.
Im Heim gelingt es ihr rasch, das Vertrauen der Bewohner zu gewinnen, einer illustren Runde einstiger Theater- und Operngrößen, die ihre Marotten und Auftritte nicht verlernt haben. Eine frühere Sopranistin liebt noch immer Rosenbouquets, eine Schauspielerin rezitiert als Gretchen aus dem „Faust“, obwohl sie die Tageszeit vergisst. Ein anderer hat stets das passende Goethe-Zitat parat, während sein Kollege die Rolle als Lüstling nie ganz abgelegt hat. Lotte bewahrt Ruhe und Übersicht – und vergisst dabei nie Maries Auftrag.
Unterstützt wird sie vom Anwalt der Stiftung, Bernhard Gaspari. Ihm imponiert, dass sie nicht gefallen will oder sich verstellt – und auch privat findet er sie sehr reizvoll. „Eine junge Frau, die als Lotte in Weimar unterwegs ist, regt jedermanns Fantasie an.“ (S. 71) Doch Lotte ist diesbezüglich ein gebranntes Kind.

Michelle Marlys „Die Villa in Weimar“ ist ein gelungener Mix aus historischem Krimi und Romanbiografie. Marie Seebach, die Stiftung und das Altenheim gab / bzw. gibt es wirklich in Weimar, es war das erste seiner Art, während Lotte und ihre Ermittlungen der Fiktion entspringen.

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Macht Lust auf eine Reise nach Weimar

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Ich habe im Laufe der Jahre nun schon mehrere historische Romane aus der Feder von Michelle Marly gelesen (insbesondere ihre Romanbiografie "Romy und der Weg nach Paris" hatte ich geliebt), daher wusste ...

Ich habe im Laufe der Jahre nun schon mehrere historische Romane aus der Feder von Michelle Marly gelesen (insbesondere ihre Romanbiografie "Romy und der Weg nach Paris" hatte ich geliebt), daher wusste ich im Vorfeld, dass der Schreibstil mir sehr wahrscheinlich zusagen würde.

Der Inhalt klang vielversprechend:

♡ eine Undercover-Mission gegen Ende des 19. Jahrhunderts,

♡ im Fokus: pensionierte Künstler:innen sowie eine junge Krankenschwester - interessant auch im Hinblick auf die Rollenverteilung in der Gesellschaft,

♡ Setting: die charmante und kulturell ansprechende Stadt Weimar - Heimat von Johann Wolfgang von Goethe, dessen Figur in "Die Leiden des jungen Werther" Lotte ihren Namen verdankt.

Was mir nicht gefallen hat - wobei dies keineswegs der Autorin anzulasten ist: Der Klappentext nimmt zu viel Information vorweg. Meiner Meinung nach hätte beispielsweise der Tod Marie Seebachs darin überhaupt nicht erwähnt werden müssen, da er sich erst ziemlich spät in der Handlung ereignet und somit ein wichtiges Spannungselement der Story direkt zunichte gemacht wird.

Weiterhin haderte ich ein wenig mit der Vielzahl an Perspektiven. Von der alternden Diva (und Auftraggeberin) Marie und ihrer Pflegerin Lotte war ich ausgegangen, doch hinzu kamen auch die Sichtweisen von Thea, Dorothee, Bernhard … Mir wären maximal zwei Perspektiven lieber gewesen, aber das ist natürlich Geschmackssache. Die Figuren waren technisch gut ausgearbeitet, gekonnt vermischt die Autorin Fakten mit Fiktion.

Die zart aufkeimende Romanze und die atmosphärischen Beschreibungen ließen die eigentliche Story - die Aufklärung der Geschehnisse in der Villa - für mich in den Hintergrund rücken. Dafür war das Ende kein übertriebener Zuckerguss, sondern überzeugte durch eine realistische Entwicklung.

Mein liebstes Zitat:
»[…] Im Gespräch findet man schneller eine Lösung als im einsamen Nachdenken.«

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Solider, gut recherchierter historischer Roman - von mir gibt es eine Empfehlung für Fans des Genres und Weimar-Begeisterte.

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