Historisches Lesevergnügen
Die Autorin Michelle Marly kann mich immer wieder begeistern und auch mit diesem Buch hat mir die Autorin herrlich spannende Lesestunden bereitet.
Diesmal befinden wir uns in Weimar Ende des 19. Jahrhunderts. ...
Die Autorin Michelle Marly kann mich immer wieder begeistern und auch mit diesem Buch hat mir die Autorin herrlich spannende Lesestunden bereitet.
Diesmal befinden wir uns in Weimar Ende des 19. Jahrhunderts. Eine Zeit in der es viele Menschen nicht leicht haben. Hier erleben wir auch die Protagonisten dieser spannenden Geschehnisse. Allen voran Marie Seebach, eine berühmte Schauspielerin, die, nach dem Tod ihres Sohnes, in Weimar ein Heim für hilfsbedürftige Bühnenkünstler stiftete. Nachdem es dort zu Unregelmäßigkeiten kommt, beschließt sie eine junge Krankenschwester, Lotte Wernitz, nach Weimar zu schicken. Während Lotte nach Weimar reist, bleibt Marie Seebach in St. Moritz zurück, wo sie allerdings verstirbt. Ihr Erbe geht an ihre Schwester Wilhelmine, die allerdings nicht allzu sehr an der Stiftung hängt.
Ich fand es super spannend zu erleben, die Frau Marly historische Fakten mit Fiktion vermischt. So habe ich auch erfahren das es tatsächlich eine Frau Seebach gab, die ein eben jenes Heim bis zu ihrem Tode leitete. Die Schauspielerin und Opernsängerin hat in vielen Stücken von z.B. Shakespeare und Goethe mitgewirkt und eine wichtige Stiftung ins Leben gerufen, die sicherlich so manchen Künstler gerettet hat.
Mit "Die Villa in Weimar" schafft es die Autorin die damalige Zeit, ihre Stimmung und auch die gesellschaftliche Situation auf die Seiten zu bringen. Wieder erlebt man auch in ihrem neusten Buch eine Zeitreise die mit völlig gepackt hat. Dank der vielschichtigen Charaktere wird die Handlung richtig lebendig und authentisch und man leidet und fiebert auch ein bisschen mit. Ich fand es auch schön, wieder einmal etwas neues zu erfahren, Marie Seebach kennenzulernen und auch Weimar aus einem anderen Blickwinkel zu erleben.