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Veröffentlicht am 26.03.2026

Schöner Feel-Good-Read

Vintage-Kleiderträume in Primrose Hill
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Mit ihrer Bloomsbury-Reihe hatte Annie Darling mich damals komplett verzaubert - und seitdem habe ich sehnsüchtig auf neuen Lesenachschub gewartet. Umso größer war die Freude, nun endlich wieder in eine ...

Mit ihrer Bloomsbury-Reihe hatte Annie Darling mich damals komplett verzaubert - und seitdem habe ich sehnsüchtig auf neuen Lesenachschub gewartet. Umso größer war die Freude, nun endlich wieder in eine neue Geschichte aus ihrer Feder eintauchen zu dürfen. Und was soll ich sagen? Ich habe mich wieder unglaublich wohlgefühlt.

Schon das Cover ist ein Träumchen - so luftig, verspielt und voller Charme, dass man am liebsten direkt nach Primrose Hill reisen möchte. Und genau dieses Gefühl setzt sich auch im Inneren fort: Der Schreibstil ist wunderbar leicht, fließend und angenehm zu lesen, sodass man ganz mühelos durch die Seiten gleitet. Gekonnt ist eben gekonnt.

Die weibliche Hauptfigur hatte ich schnell ins Herz geschlossen. Sophys Leben läuft, gelinde gesagt, so gar nicht nach Plan. Kein Wunder, dass ihr die Möglichkeit, nach Australien auszuwandern, wie ein Wink des Schicksals erscheint. Wären da nur nicht die paar vorab zu klärenden Formalitäten - Visum, Finanzen, etc. hüstel

Witzigerweise hatte ich den Klappentext zunächst ganz anders interpretiert - ich war davon ausgegangen, dass Sophy den Laden ihres Dads alleine übernimmt. Tatsächlich arbeitet sie jedoch im Team, mit Vorgesetzten und Kolleg:innen, was der Geschichte eine herrliche, ganz eigene, lebendige Dynamik verleiht - denn gerade diese zwischenmenschlichen Konstellationen machen einen großen Teil des Charmes aus. Stichwort: Phoebe … sagen wir's mal so: Sie ist definitiv ein Charakter, den man nicht so schnell vergisst … aber auch nicht vermisst, hihi.

Der Vintage-Laden selbst ist ein wahres Highlight für sich. Es wäre ein absoluter Traum für mich, dort einzukaufen! Wahrscheinlich würde ich das renommierte Geschäft zwar bankrott, dafür aber immerhin mit einigen wunderschönen Kleidern verlassen. Man spürt beim Lesen richtig, wie viel Herz in diesen Shop-Beschreibungen steckt.

Und dann ist da natürlich die Liebesgeschichte, die sich ganz entspannt und eher ruhig entfaltet. (Wie neidisch war ich auf den Trip nach Bath!) Klassiker aka Ironie des Lebens: Sophy beginnt, sich angekommen zu fühlen - genau zu dem Zeitpunkt, an dem sie eigentlich aufbrechen will. Ihr Traum von Australien steht im Raum, plötzlich greifbar nah … und prompt stellt das Leben ganz andere Fragen.

Auch wenn dieses Werk für mich (noch) nicht ganz an meine geliebte Bloomsbury-Reihe heranreicht, hat es mir unglaublich schöne, vergnügte Lesestunden geschenkt. Es ist warm, unterhaltsam, romantisch und genau das Richtige, wenn man sich einfach mal treiben lassen möchte. Ich freue mich schon jetzt sehr auf Band 2 ("Glück zum Anfassen"), der hoffentlich wieder genauso viel Wohlfühlatmosphäre mit sich bringen wird.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Klare Empfehlung für Fans von romantischen Feel-Good-Reads!

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Veröffentlicht am 18.03.2026

So hot! 🔥

Riding The High
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"»Ogni momento solo una volta. Jeder Moment ist einmalig« […]."

Ich habe diesem dritten Band der Silver Pines-Reihe wirklich entgegengefiebert - und was soll ich sagen … ich habe genau das bekommen, was ...

"»Ogni momento solo una volta. Jeder Moment ist einmalig« […]."

Ich habe diesem dritten Band der Silver Pines-Reihe wirklich entgegengefiebert - und was soll ich sagen … ich habe genau das bekommen, was ich mir erhofft hatte: eine extrem heisse Cowboy-Romance, die mich von der ersten bis zur letzten Seite bestens abgeholt hat.

Cole & Ginger - ihre Dynamik ist einfach wunderbar! Zum einen die heftige Chemistry zwischen ihnen, die frechen Wortgefechte … zum anderen ihr inniges, vertrautes Miteinander, denn ihre Fake-Marriage-Geschichte baut auf einer bereits bestehenden Verbindung auf. - Ich sage nur: vermeintlich unerwiderte Teenie-Schwärmerei (Stichwort: peinlicher verpatzter Kuss - "»Du warst die beste Freundin meiner kleinen Schwester.«") und Friends-to-Lovers ("Nervensäge", "Brooklyn99").

"»Und was genau brauche ich, Sheriff?«, frage ich und verschränke die Arme vor der Brust. Cole reibt sich übers Kinn und denkt nach. […] »Nachos und ... irgendeinen Ort, an dem es Country Music gibt.«"

"Yes, please!", kann ich nur sagen, in jeglicher Hinsicht! Cole als charismatischer alleinerziehender Dad hat mein Herz im Sturm erobert. - Seine Liebe zu Mabel, seine Fürsorge, dieses Beschützerische… ich konnte gar nicht anders, als hin und weg zu sein. Mabel selbst war natürlich sowieso zuckersüß. Ginger wiederum ist genau die Art von Protagonistin, die ich gerne lese: sassy, schlagfertig, clever, warmherzig und mutig, ohne dabei überzeichnet zu wirken. Sie lässt sich nicht verbiegen und bringt gleichzeitig viel Gefühl in die Geschichte.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm locker und humorvoll; die Mischung aus Smalltown-Atmosphäre, Country-Vibes und dieser ganz besonderen Ranch-Romantik hat bei mir komplett ins Schwarze getroffen. Ich wäre am liebsten direkt selbst nach Laurel Creek gezogen!

Was den Spice betrifft hüstel … Definitiv hot, hot, hot! Nicht vulgär geschrieben, sehr präsent und absolut passend zum "Books that make you blush"-Vibe. Für meinen persönlichen Geschmack nahm die körperliche Anziehung stellenweise einen recht umfangreichen Storyanteil ein, aber ganz ehrlich - es passt absolut zur zur Dynamik der beiden.

Auch optisch ist das Buch ein kleines Highlight - ich liebe, liebe, liebe dieses warme, detailverliebte Coverdesign mit den Cowboy-Elementen! Wunderschön!

Apropos 'Highlight' - inhaltlich waren es für mich zwei besondere Passagen:

1. die Szene rund um das "G"-Tattoo schluck, und
2. der "Holy"-Moment … mein Herz!! (Überhaupt sind die Country-Music-Elemente ein absoluter Traum für mein Country-Herz … und insbesondere dieses eine Lied habe ich schon immer sooo geliebt …!)

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Ein gleichermaßen prickelnder wie herzlicher Liebesroman, der mich bestens unterhalten hat. Für Fans von Paisley Hope, der Reihe und generell für alle, die spicy Smalltown-Romance mit Cowboys, Fake Dating und ganz viel Gefühl lieben, ist dieses Buch eine absolute Empfehlung!

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Richtig toll geschrieben!

Moorland. Die Zwillinge
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"Das war es, was dieses Moor mit den Menschen machte. Es täuschte und trog, verwirrte und belog, bis man nicht mehr wusste, was Wahrheit war oder Märchen."

Wow! Mit dem vorliegenden Werk ist Erfolgsautor ...

"Das war es, was dieses Moor mit den Menschen machte. Es täuschte und trog, verwirrte und belog, bis man nicht mehr wusste, was Wahrheit war oder Märchen."

Wow! Mit dem vorliegenden Werk ist Erfolgsautor Andreas Winkelmann ein enorm fesselnder Auftakt zu einer neuen Reihe gelungen, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat.

Spannungsaufbau: Sowas von gelungen! Am Anfang liegt der Fokus klar auf der Charaktervorstellung, was ich sehr begrüßt habe; zudem wird uns das Setting präsentiert - und das geschieht dermaßen bildreich, detailliert und eindringlich, das sofort Bilder im Kopf entstehen und man sich beim Lesen mitten im Geschehen wähnt. Gänsehaut pur! Das Moor wirkt fast wie eine eigene Figur, bedrohlich und voller ungelöster Rätsel.

Mit den Charakteren habe ich mich schnell verbunden fühlt, überhaupt habe ich die vielschichtige Figurenzeichnung geliebt! Schon jetzt bin ich mega gespannt darauf, in den kommenden Bänden mehr über Kommissarin Malia Gold, ihren Bruder Erik und Ruth zu erfahren, gerade auch in Bezug auf die besondere Familiendynamik (und Vergangenheit) der Sichlers.

Im Fortgang der Handlung gerät man in einen regelrechten Sog - selbst bei knapper Lesezeit dachte ich mir während der Lektüre: "Ach, eine Seite geht sich noch aus … na gut, bis zum Kapitelende zumindest.." - genau so soll es sein bei einem wirklich gut geschriebenen Buch!

Die Story selbst hält gleich mehrere überraschende Wendungen parat, die mich wirklich kalt erwischt haben - hätte ich so nicht kommen sehen (auch im Hinblick auf die Auflösung). Again: ein Zeugnis von Winkelmanns Schreibkunst.

Erzählton: Klar, modern, absolut mitreißend, herrlich atmosphärisch - ich bin begeistert!

Ein weiteres Highlight ist für mich die Aufmachung des Buches: Das düstere, geheimnisvoll anmutende Cover passt einfach perfekt zur Stimmung der Geschichte, und der Farbschnitt macht das Buch zu einem richtigen Eyecatcher im Regal.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Ein rundum packender Kriminalroman, der von seinen durch und durch atmosphärischen Beschreibungen lebt und mit starken Figuren punktet, mit denen man gerne mitfiebert. Ich freue mich jetzt schon riesig auf die Fortsetzung und kann es kaum erwarten, aus der Sicherheit meines Lesesessels heraus wieder ins geheimnisvolle Moorland zurückzukehren. Klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Interessanter Read

Revolutions. Wie Frauen auf dem Fahrrad die Welt veränderten
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"Das Gefühl, in die Pedale zu treten, den Wind in den Haaren zu spüren, sich beim Bergabfahren ein wenig vorzukommen, als könne man fliegen - all das wird einfach nie langweilig."

Mit diesem gleichermaßen ...

"Das Gefühl, in die Pedale zu treten, den Wind in den Haaren zu spüren, sich beim Bergabfahren ein wenig vorzukommen, als könne man fliegen - all das wird einfach nie langweilig."

Mit diesem gleichermaßen unterhaltsamen wie informativen Werk über die (aus weiblicher Sicht erzählte) Geschichte des Radfahrens hat Autorin Hannah Ross ein wirklich ungewöhnliches Sachbuch geschrieben, das mich während der Lektüre immer wieder überrascht hat.

Es ist weit mehr als ein Buch über Fahrräder - vielmehr erzählt es von Frauen, die mit Mut, Entschlossenheit und zwei Rädern ein Stück gesellschaftlichen Wandel mitgestaltet haben. Sie wehrten sich gegen gesellschaftliche & politische Einschränkungen und erkämpften sich - aller Widerstände zum Trotz - ihre persönliche Freiheit.

"[…] die Schriftstellerin Evelyn Everett-Green musste feststellen, dass sie durch ihre Fahrt auf dem Rad Taxifahrer zu verärgern schien, die sie regelmäßig als »Flittchen« bezeichneten, und auch manche Frauen nannten sie ekelhaft«. Ihre Freunde und ihre Familie versuchten, ihr vom Radfahren in London abzuraten, da sie es für »nicht sehr schicklich« hielten."

"Andere Radfahrpionierinnen sahen sich mit echter körperlicher Gewalt konfrontiert. Lady Dorothea Gibb wurde mit Steinen beworfen, als sie auf ihrem Safety durch York fuhr […]. Emma Eades, angeblich eine der ersten Frauen, die in London Rad fuhr, wurde von Männern wie Frauen ebenfalls mit Steinen beworfen."

Besonders beeindruckt hat mich die große Bandbreite an Geschichten, die die Autorin zusammengetragen hat. Man begegnet außergewöhnlichen Frauen aus ganz unterschiedlichen Zeiten und Ländern, Pionierinnen, Abenteurerinnen, Rennfahrerinnen oder schlicht mutigen Menschen, die sich nicht davon abhalten ließen, ihren eigenen Weg zu gehen. Viele dieser Episoden lesen sich wie kleine historische Erzählungen, und doch weiß man beim Lesen: All das ist tatsächlich passiert.

"Frauen sollten zu Hause bleiben und sich um ihre Familien kümmern, anstatt sich für alle sichtbar herumzutreiben; in dieser Rolle, in der sie weder über politische Macht noch wirkliche Bewegungsfreiheit verfügten, waren Frauen viel leichter zu kontrollieren, sie waren praktisch Gefangene in ihren eigenen Häusern. Zudem wurde ihnen als dem »schwachen Geschlecht« gesagt, dass sie einen völligen Zusammenbruch riskierten, sollten sie sich geistig oder körperlich zu sehr anstrengen. Vor dem Gesetz gehörten sie, solange sie ledig waren, ihren Vätern, und wenn sie heirateten, mussten sie ihren Besitz und ihren Körper dem Ehemann überlassen, ebenso wie ihren Lohn, falls sie arbeiteten. Die Bereiche des öffentlichen und sozialen Lebens, wie Arbeit, Politik und Bildung, waren eine reine Männerdomäne."

Der Schreibstil hat mir insgesamt prima gefallen - ich empfand ihn als angenehm zugänglich und es war offensichtlich, wie viel Recherche und Leidenschaft in diesem Werk stecken. Historische Entwicklungen, gesellschaftliche Hintergründe und persönliche Geschichten wurden geschickt miteinander verbunden, wodurch ein lebendiges Bild davon entsteht, welche Bedeutung das Fahrrad für Freiheit, Mobilität und die Frauenbewegung hatte.

Auch die persönliche Note des Buches ist ein großes Plus. Gerade im Nachwort wird spürbar, welche Rolle das Radfahren im eigenen Leben der Autorin spielt. Diese Offenheit macht das Buch noch greifbarer und verleiht ihm eine sehr authentische, nahbare Atmosphäre.

Für mich war die Lektüre vor allem deshalb so interessant, weil ich die erwähnten Persönlichkeiten und Ereignisse zuvor überhaupt nicht gekannt habe.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Nicht nur für Radfans ein ganz tolles Sachbuch über Frauen, die mit ihrem Mut und zwei Rädern die Welt ein kleines Stück verändert haben. Für mich war es definitiv eine besondere Leseerfahrung.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Packende Fantasy mit beeindruckendem Worldbuilding

Fateless. Die Diebin
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"Das Schicksal konnte man nicht überlisten. Es war allwissend. Man konnte sich nicht unbemerkt an das Schicksal heranschleichen, konnte ihm keinen Sand in die Augen streuen. Es kannte all unsere Ziele, ...

"Das Schicksal konnte man nicht überlisten. Es war allwissend. Man konnte sich nicht unbemerkt an das Schicksal heranschleichen, konnte ihm keinen Sand in die Augen streuen. Es kannte all unsere Ziele, all unsere Pläne, noch bevor man selbst auch nur die Idee dazu hatte."



Dieser mitreißende Fantasy-Schmöker hat mich wirklich positiv überrascht! Schon nach wenigen Seiten war ich komplett fasziniert von dem unglaublich gut durchdachten, komplexen, atmosphärischen und bis ins Detail ausgearbeiteten Worldbuilding. Die Welt mit ihren Zwillingssonnen, die Staubwüste, das klar strukturierte Klassensystem, die strengen gesellschaftlichen Regeln und Glaubenssätze … All das verleiht der Geschichte eine intensive, greifbare Kulisse, die mich immer tiefer in die Handlung hineingezogen hat.



"[…] das große Staubmeer - endlose, in ewiger Bewegung befindliche Sandwogen, die alles verschluckten, was schwerer war als eine Schriftrolle. Durchqueren konnte man das Staubmeer nur mithilfe großer Sandschiffe oder gigantischer mechanischer Apparaturen, die als Sandläufer bekannt waren. Sie waren es auch, die exotische Güter und wilde Geschichten aus den fernen Ländern jenseits des Meeres in die Stadt brachten: Gerüchte über Menschen, die auf dem Rücken riesiger Käfer die Wüste durchquerten und diese monströsen Insekten als Nutztiere hielten wie wir unsere Esel und Ochsen. Erzählungen von Clans, deren Krieger zur Hälfte Katzenwesen waren, mit scharfen Krallen, spitzen Zähnen und so scharfen Augen, dass sie selbst bei Dunkelheit alles sahen."



Die Autorin erschafft gekonnt Bilder, die sich mühelos im Kopf entfalten und zu einem Film zusammensetzen. Was mich dabei besonders begeistert hat, ist die gelungene Mischung aus Magie, Action und emotionalen Momenten. Die Geschichte bleibt durchgehend spannend und entwickelt einen richtigen Sog, dem man sich kaum entziehen kann.



Auch die Figurenzeichnung hat mir sehr gut gefallen - die weibliche Hauptfigur wirkt weder hilflos noch übertrieben heroisch, sondern angenehm authentisch und nahbar: Sparrow ist stark, mutig, clever, entschlossen … und doch mit Zweifeln und Gefühlen ausgestattet. Gerade ihre Reaktion auf den Verrat und auf die erschütternden Wahrheiten in ihrem engsten Umfeld fand ich sehr glaubwürdig dargestellt. Man spürt förmlich, wie sich ihre Perspektive verändert und sie langsam beginnt, die Wahrheit hinter den Ereignissen zu begreifen.



Der Romance-Aspekt ist ebenfalls vorhanden, bleibt jedoch angenehm dosiert und entwickelt sich in einem Tempo, das perfekt zur Geschichte passt. Für mich stand hier ganz klar die allgemeine Handlung und die Charakterentwicklung im Mittelpunkt.



Ein weiteres schönes Detail ist das Cover mit der Sanduhr (- als Serien-Fan musste ich beim ersten Anblick direkt an das Intro von "Days of our Lives" denken, hihi -), das wunderbar zum zentralen Thema von Schicksal, Bestimmung und Zeit passt.



"Wir alle hatten eine uns zugewiesene Rolle, sei sie nun erhaben oder gering, welterschütternd oder unbedeutend. Unsere Bestimmung, unser Schicksal, war so unausweichlich wie der Lauf der Zeit selbst. Schon bei der Geburt legte die Vorsehung den Platz eines jeden auf dieser Welt fest. […] sobald das Schicksal einem eine Rolle zugewiesen hatte, konnte allein der Tod sie wieder von einem nehmen. Was man in der Zwischenzeit tat und wie man sein Leben lebte, bestimmte dann, welche neue Rolle einen nach der Wiedergeburt erwartete."



Dieses Motiv (und die Frage, ob man seinem vorgegebenen Weg wirklich ausgeliefert ist) zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und verstärkt die geheimnisvolle Atmosphäre des Romans.



𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

Eine wirklich mitreißende Fantasy-Lektüre mit starkem Worldbuilding, spannender Handlung und interessanten Charakteren. Ich bin schon jetzt neugierig auf die Fortsetzung (und liebäugele bis dahin mit der englischsprachigen Ausgabe - "Deathless" erscheint im Sommer 2026). Klare Leseempfehlung für alle Fantasyfans!

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