Winterlicher Krimi
Mit Angus Stuart geht es eigentlich in einen entspannten Weihnachtsurlaub an die englische Küste. Doch der Plan scheitert schnell: Schnee – und zwar sehr, sehr viel Schnee – legt alles lahm. Statt Meerblick ...
Mit Angus Stuart geht es eigentlich in einen entspannten Weihnachtsurlaub an die englische Küste. Doch der Plan scheitert schnell: Schnee – und zwar sehr, sehr viel Schnee – legt alles lahm. Statt Meerblick findet man sich schließlich gemeinsam mit einigen anderen Gestrandeten in einem Gasthof wieder.
Ein ideales Setting für einen winterlichen Krimi, denn an eine Abreise ist nicht zu denken. Die dadurch entstehende Atmosphäre wird wunderbar eingefangen. Zunächst kommt man ganz in Ruhe im Gasthaus an und lernt nach und nach die einzelnen Charaktere kennen. Sie sind sehr unterschiedlich, teils eigenwillig und bringen alle ihre ganz eigenen, manchmal ungewöhnlichen Eigenschaften mit.
Zu Beginn entwickelt sich die Geschichte eher gemächlich, was ich jedoch als sehr passend für Stimmung und Handlung empfunden habe. Sobald die Tat geschieht, kommt spürbar Bewegung ins Geschehen. Plötzlich steht jeder unter Verdacht, und man beginnt gemeinsam mit Stuart zu grübeln und zu rätseln. Genau das hat mir großen Spaß gemacht.
Auch die Auflösung konnte mich überzeugen: überraschend und wirklich sehr gelungen. Denn selbst wenn manches zunächst offensichtlich wirkt, ist letztlich alles deutlich vertrackter, als es scheint.
Insgesamt kann ich das Buch absolut empfehlen – ein klassischer britischer Krimi mit einem perfekten Setting für den Winter.