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Veröffentlicht am 02.04.2026

Leider nicht meins gewesen

Die Riesinnen
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Drei Generationen Frauen im Schwarzwald – allen gemein sind die kupferfarbenen Haare und ihre Größe. Sie ragen heraus, und das nicht nur wegen ihrer Körpergröße.

Mich hatten das Setting im Schwarzwald ...

Drei Generationen Frauen im Schwarzwald – allen gemein sind die kupferfarbenen Haare und ihre Größe. Sie ragen heraus, und das nicht nur wegen ihrer Körpergröße.

Mich hatten das Setting im Schwarzwald sowie der Klappentext neugierig gemacht. Drei Frauen in einem kleinen Dorf zu begleiten, klang schon sehr spannend.

So richtig warm wurde ich aber leider weder mit dem Schreibstil noch mit der Geschichte. Ich brauchte lange, um Sätze nicht mehr mehrfach lesen zu müssen, um sie zu verstehen. Das legte sich zwar mit der Zeit, trotzdem stellte sich bei mir nie das Gefühl ein: „Das lese ich echt gerne.“

Das lag auch an der Geschichte. Ich spürte nicht so richtig, wohin der Verlauf führen soll. Man beginnt mit Liese, die sich in ihrer Ehe und in der Dorfgemeinschaft schwertut. Später folgt Cora, die so manches Abenteuer erlebt, mir aber irgendwie zu abstrakt blieb. Ihr Abenteuer endet dann recht abrupt wieder daheim. Und so kommt die dritte Generation ins Dorf.

Dabei habe ich den Anschluss verloren und beschlossen, es erst einmal dabei zu belassen. Ich habe das Buch einfach nicht gefühlt. Die Themen kamen bei mir nicht an. Es wollte viel, fand mich aber nicht.

Vermutlich war es einfach nicht die richtige Zeit für uns. Irgendwie fühlte ich mich auch etwas übersättigt von solchen Geschichten.

Vielleicht knüpfe ich später noch einmal daran an, stelle es jetzt aber erst einmal unvollendet ins Regal.

Kommt vor – schade, klar, aber eben manchmal so.

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Zwischen Stall und Realität

Erstmal für immer
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Vom Hörsaal in den Kuhstall ist der Untertitel des Buchs – und das trifft es genau auf den Punkt. Madeleine schließt ihr Studium ab und geht nahtlos in das Leben auf einem Bauernhof über. Ich glaube, so ...

Vom Hörsaal in den Kuhstall ist der Untertitel des Buchs – und das trifft es genau auf den Punkt. Madeleine schließt ihr Studium ab und geht nahtlos in das Leben auf einem Bauernhof über. Ich glaube, so manch einer hegt diesen Traum – ich beispielsweise auch. Daher hat mich das Buch direkt angesprochen.

Madeleine nimmt einen mit auf ihre Geschichte: wie sie zu dem Stall kam und sich dort in die Kühe und später in Lukas verliebt. Nach und nach erzählt sie Geschichten aus dem Alltag – manche lustig, andere eher hart. Es sind genau die Geschichten, bei denen man denkt: Darüber könnte man doch ein Buch schreiben.

Man erhält einen Einblick in den harten Alltag, der noch immer gerne romantisiert wird. Dabei spürt man, wie sehr Madeleine es liebt, aber auch, wie tief die unschönen Seiten gehen. Zum Beispiel, wenn Milchkühe alt werden oder Stiere geboren werden und abgeholt werden. Sie vermittelt den „Kreislauf“ anschaulich – und zeigt zugleich, wie stark die Gefühle für die Tiere sind und was das mit einem macht.

Auch der Campingplatz bringt eigene Herausforderungen mit sich: von ungestümen Kindern bis hin zu Followern, die sich als Freunde ausgeben und dabei Grenzen überschreiten.

Trotz allem steht die Liebe zu dem Job und den Tieren immer im Vordergrund – was ich wirklich beeindruckend fand.

Nicht jede Geschichte hat mich gepackt, aber insgesamt ist das Buch stimmig, lässt sich flüssig lesen und hat mich gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Wunderschön

JAPAN – Kultur, Landschaft, Menschen & ein Leben mit Ikigai
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Japan steht riesig drauf – und damit war eigentlich schon klar: Ich muss zumindest reinschauen. Wenn dann das Innenleben auch noch überzeugt, ist es sowieso um mich geschehen.

Und ja, genau so kam es. ...

Japan steht riesig drauf – und damit war eigentlich schon klar: Ich muss zumindest reinschauen. Wenn dann das Innenleben auch noch überzeugt, ist es sowieso um mich geschehen.

Und ja, genau so kam es. Das Buch hat überzeugt – und steht jetzt in meinem Regal. Wunderschön gestaltet, mit tollen Fotos und stimmigen, gut aufbereiteten Informationen. Nichts wirkt überladen oder zu verspielt, sondern angenehm reduziert und auf den Punkt. Dazu hochwertige Aufnahmen, die das Ganze rund machen.

Aufgeteilt in die vier Jahreszeiten nimmt es einen mit auf eine Reise quer durch Japan. Nebenbei gibt es kleine, gut dosierte Infos und immer wieder Inspiration für eigene Reiseziele.

Besonders schön: die Anleitung zum Kranichfalten. Die habe ich direkt mit passendem Origamipapier vom EMF Verlag ausprobiert. Und wer weiß – bei 1.000 Kranichen geht ja vielleicht wirklich ein Wunsch in Erfüllung.

Das Papier ist auch für Notizen ist wunderbar, und mit dem liebevollen Stickerset lässt sich alles noch individueller gestalten. Mein Journal freut sich auf jeden Fall über beides.

Ein rundum gelungener Ratgeber, der nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch einiges hermacht – und sich zusammen mit Origamipapier und Stickern perfekt als Geschenk eignet. Zur Not eben einfach für sich selbst.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Wild

Es ist hell und draußen dreht sich die Welt
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Zwei Kindheitsfreunde fahren mit ihren Partnerinnen gemeinsam in den Urlaub. Die einen haben Kinder, die anderen einen unerfüllten Kinderwunsch. Das kann durchaus etwas mit einem machen, wenn die anderen ...

Zwei Kindheitsfreunde fahren mit ihren Partnerinnen gemeinsam in den Urlaub. Die einen haben Kinder, die anderen einen unerfüllten Kinderwunsch. Das kann durchaus etwas mit einem machen, wenn die anderen etwas „haben“, was man sich selbst so sehnlichst wünscht.

Ich ging davon aus, dass dies der zentrale Punkt der Geschichte sei, doch daneben wird noch viel mehr in den Bungalow geworfen: Eigen- und Fremdwahrnehmung, Oberflächlichkeit in Freundschaften, Solidarität, diverse Macken und mehr.

Am Anfang ist das spannend und unterhaltsam, denn der Fokus liegt auf den beiden Frauen, die sich nach und nach annähern und dabei einige Themen und Details freilegen. Das bringt einen dazu, weiterlesen zu wollen, um zu erfahren, wie sich alles zuspitzt und endet.

Allerdings verheddert es sich am Ende gewaltig: Es kommt zu einem großen Knall, und auf einmal wird es einfach nur wild. Ich habe das Ende ehrlich gesagt nicht mehr nachvollziehen können.
Und genau das macht es so schade. Denn bis dahin liest es sich wirklich gut. Auch wenn die Handlung teilweise sprunghaft ist und viel Raum für eigene Interpretation lässt, liegt gerade darin der Reiz – diese latente Unsicherheit zwischen den Frauen und auch den Männern.

Umso stärker wirkt dann der Bruch: Das Ende kippt so sehr ins Skurrile, dass es für mich eher unabschlossen in der Luft hängen bleibt.

Starker Anfang, aber ein Ende, das mich leider mit vielen Fragezeichen zurücklässt. Vielleicht habe ich es auch schlichtweg nicht verstanden.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Wölfe im Beziehungswald

Die 13 Beziehungswölfe
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In 13 unterschiedlichen Wölfen erklärt das Therapeutenpaar anhand von Beispielen aus ihrer Klient:innenarbeit Themen wie Streit, Herkunft oder Finanzen. Es geht um viele heikle Aspekte, und vermutlich ...

In 13 unterschiedlichen Wölfen erklärt das Therapeutenpaar anhand von Beispielen aus ihrer Klient:innenarbeit Themen wie Streit, Herkunft oder Finanzen. Es geht um viele heikle Aspekte, und vermutlich erkennt sich jede:r Leser:in in mindestens einem der Wölfe wieder.

Den Ansatz fand ich grundsätzlich sehr interessant, und auch die Gestaltung ist gelungen. Das Farbschema mit knalligem Pink ist ein echter Hingucker. Im Innenteil finden sich zudem schöne Illustrationen der Wölfe. Nach jedem Kapitel gibt es eine kurze Charakterkarte, die die wichtigsten Punkte zusammenfasst.

Der Aufbau der Kapitel folgt einem klaren Schema aus Fallbeispiel, Erklärung und anschließenden Fragen zur gemeinsamen Reflexion. Die Fallbeispiele bringen dabei ein Stück Realität hinein, was das Ganze greifbarer und durchaus spannend macht.

Trotzdem war es letztlich nicht so richtig mein Buch. Ich bin nicht ganz in das Format hineingekommen: Anfangs fand ich den Aufbau noch interessant, mit der Zeit gingen die einzelnen Themen für mich jedoch etwas im allgemeinen „Wald“ unter.

Auch wenn es mich persönlich nicht vollständig abgeholt hat, ist die Idee dahinter originell und hebt sich von klassischen Ratgebern ab. Wer Lust auf einen etwas anderen Zugang zu Beziehungsthemen hat, könnte hier durchaus fündig werden.

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