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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.07.2026

🐱 📚 Nicht jedes Buch findet seinen Menschen.

Einatmen und ausrasten
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Der Titel sprang mir sofort ins Auge und der Klappentext ließ mich danach nicht mehr los.

Der Ex zieht kurzerhand zu seiner neuen Freundin, die ausgerechnet gegenüber wohnt, und lässt Maxi mit ihrer pubertierenden ...

Der Titel sprang mir sofort ins Auge und der Klappentext ließ mich danach nicht mehr los.

Der Ex zieht kurzerhand zu seiner neuen Freundin, die ausgerechnet gegenüber wohnt, und lässt Maxi mit ihrer pubertierenden Tochter zurück. Eine Ausgangssituation, die für mich nach einer unterhaltsamen Sommerlektüre mit viel Witz und Charme klang.

Leider habe ich den Einstieg nicht gefunden. Ich bin weder mit dem Schreibstil noch mit Maxi richtig warm geworden. Dabei wollte ich das Buch wirklich mögen, denn die Grundidee hat mir richtig gut gefallen und auch die Begegnungen sorgen immer wieder für unterhaltsame Momente.

Die Charaktere wirken abwechslungsreich und nah am echten Leben. Trotzdem konnte ich keine richtige Verbindung zu ihnen aufbauen. Dadurch fiel es mir immer schwerer, in die Geschichte einzutauchen.

Obwohl das Buch Humor mitbringt und immer wieder für Abwechslung sorgt, verlor es mich beim Lesen zunehmend, sodass ich mich schließlich dazu entschlossen habe, es abzubrechen.

Ich habe gar keinen konkreten Kritikpunkt. Es war einfach keines dieser Bücher, bei denen der Funke überspringt. Deshalb würde ich trotzdem jedem empfehlen, den der Klappentext anspricht, selbst einen Blick hineinzuwerfen. Nicht jedes Buch passt zu jeder Person – und genau das könnte hier der Fall gewesen sein.

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Veröffentlicht am 01.07.2026

Die Quest geht weiter

Drachenmacht
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Die Heldenreise geht weiter – und fühlt sich dieses Mal noch mehr wie eine klassische RPG-Quest an. In diesem Band verfolgt die Gruppe Baron Stoke weiter und reist dabei durch so manches unwirtliche Gebiet, ...

Die Heldenreise geht weiter – und fühlt sich dieses Mal noch mehr wie eine klassische RPG-Quest an. In diesem Band verfolgt die Gruppe Baron Stoke weiter und reist dabei durch so manches unwirtliche Gebiet, ohne ihr Ziel aus den Augen zu verlieren.

Baron Stoke erhält dieses Mal etwas mehr Raum, wodurch man Einblicke in seine Persönlichkeit bekommt. Er ist allerdings ein klassischer Bösewicht, der kaum Graustufen zulässt. Das muss man mögen, denn allzu viel Tiefe bringt seine Figur nicht mit.

Dafür bekommt die Heldentruppe umso mehr Aufmerksamkeit. Die verdienten Erfahrungspunkte wurden offensichtlich gut investiert, denn die Charaktere entwickeln sich spürbar weiter. Besonders die Wurrlinge können mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten überzeugen. Mir hat dabei gefallen, dass die Elfen nicht als allwissend oder allmächtig dargestellt werden, sondern andere Völker ebenfalls ihre Stärken haben.

Die Geschichte fühlte sich für mich wie eine klassische Quest aus einem RPG an: Hierhin reisen, mit einer Figur sprechen, eine Aufgabe erledigen und anschließend das nächste Ziel ansteuern. Genau solche Abenteuer mag ich sehr, weil sie mich an viele ältere Rollenspiele erinnern. Mir ist aber auch bewusst, dass dieser eher klassische Erzählstil heute nicht mehr jeden anspricht.

Besonders gut gefallen hat mir außerdem das neue Setting mit Wüste und Gebirge. Dadurch wirkt die Welt noch einmal deutlich größer und abwechslungsreicher. Die zusätzlichen Stationen auf der Reise lockern die Handlung auf, ohne sie durch unnötige Nebenquests auszubremsen.

Auch wenn manche Entwicklungen vorhersehbar sind, hat mich die Geschichte dennoch gut mitfiebern lassen. Das Ende kam für mich überraschend, weil ich nicht damit gerechnet hatte, dass diese Etappe der Reise bereits dort ihren Abschluss findet. Umso gespannter bin ich, was der dritte Band bereithält.

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Veröffentlicht am 29.06.2026

Schöne Sammlung

Japanische Weisheit
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Ich liebe ja das kleine Reclam-Format. Und mit japanischen Weisheiten bekommt man mich ohnehin sofort.

Nach einer kurzen Einleitung, die einen verständlich in die verschiedenen Glaubensrichtungen Japans ...

Ich liebe ja das kleine Reclam-Format. Und mit japanischen Weisheiten bekommt man mich ohnehin sofort.

Nach einer kurzen Einleitung, die einen verständlich in die verschiedenen Glaubensrichtungen Japans einführt, folgen die Weisheiten thematisch sortiert – unter anderem zu Mensch und Natur, Ruhm und Reichtum oder dem Regieren.

Dadurch deckt das Büchlein viele unterschiedliche Lebensbereiche ab. Manche Weisheiten bestehen aus nur ein oder zwei Sätzen, andere erzählen auf einer halben Seite eine kleine Geschichte. Der jeweilige Verfasser wird ebenfalls genannt, sodass man bei Interesse direkt weiterstöbern kann.

Am liebsten habe ich das Buch nicht von vorne bis hinten gelesen, sondern immer wieder spontan darin geblättert und geschaut, bei welcher Weisheit ich hängen bleibe. Gerade dadurch konnten die einzelnen Texte ihre Wirkung besser entfalten. Viele der Weisheiten wirken erstaunlich zeitlos und beschäftigen einen oft noch eine Weile nach dem Lesen. Liest man alles am Stück, gehen manche Gedanken für mich etwas in der Masse unter.

Ein schönes kleines Büchlein mit einem gelungenen Cover und einer abwechslungsreichen Auswahl an Weisheiten. Perfekt, um immer mal wieder darin zu blättern und sich den einen oder anderen Gedanken mit in den Tag zu nehmen.

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Veröffentlicht am 28.06.2026

Unerwarteter Plottwist

2084
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Kajus lebt im Jahr 2084 – einer futuristischen Welt, in der nahezu jede Form von Kommunikation und Interaktion online stattfindet. Hinter Avataren und Nicknames entstehen Beziehungen, Nähe und Gefühle. ...

Kajus lebt im Jahr 2084 – einer futuristischen Welt, in der nahezu jede Form von Kommunikation und Interaktion online stattfindet. Hinter Avataren und Nicknames entstehen Beziehungen, Nähe und Gefühle. Doch all das fühlt sich anders an als in der analogen Welt.

Auch Kajus hebt sich von den meisten Menschen ab. Er hat mit einem anderen Menschen zusammengelebt und versucht nun, den Verlust und die Trauer nach der Trennung zu verarbeiten. Dabei nimmt Kajus einen mit in eine digitale Welt, die wie ein Deckmantel über der gebeutelten Offline-Welt liegt. Erst nach und nach werden kleine Risse in dieser Fassade sichtbar.

Etwas gewöhnungsbedürftig waren für mich die häufigen Sprünge zwischen den einzelnen Szenen und Handlungssträngen. Gerade zu Beginn haben mich die abrupten Wechsel gelegentlich aus dem Lesefluss gerissen. Mit der Zeit fügt sich das jedoch gut zusammen und verliert seinen störenden Charakter.

Besonders beeindruckt hat mich, wie viele Themen das Buch aufgreift, ohne dabei überladen zu wirken. Liebe, Verlust, Identität, Digitalisierung, Verantwortung – all das wird ganz selbstverständlich miteinander verwoben. Das Buch streift viele dieser Themen zunächst nur, entfaltet aber nach und nach eine erstaunliche Tiefe. Vieles davon hat mich sogar erst nach dem Lesen richtig beschäftigt.

Nicht jede Frage wird beantwortet. Wie genau es um die Erde steht, bleibt beispielsweise bewusst offen, während andere Aspekte der Welt spannend weitergedacht werden. Einige Wendungen haben mich wirklich überrascht – allen voran das Ende. Der Plot ist hervorragend durchdacht und lädt dazu ein, das gesamte Buch im Nachhinein noch einmal mit anderen Augen zu betrachten.

Eine kluge Dystopie, die zum Nachdenken anregt, gleichzeitig spannend unterhält und ihre Anlehnung an 1984 sinnvoll und stimmig nutzt. Für mich eine absolute Empfehlung.

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Veröffentlicht am 19.06.2026

Alles aus Katzensicht - wundervoll

Meneertje
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Meneertje ist der gute Kater aus der Nachbarschaft, der seine Dosenöffnerin und die Bewohner seines Viertels stets im Blick hat. Mit großer Selbstverständlichkeit streift er durch die Straßen und nimmt ...

Meneertje ist der gute Kater aus der Nachbarschaft, der seine Dosenöffnerin und die Bewohner seines Viertels stets im Blick hat. Mit großer Selbstverständlichkeit streift er durch die Straßen und nimmt dabei einen festen Platz im Leben vieler Menschen ein.

An diesem Cover konnte ich einfach nicht vorbeigehen – eine schwarze Katze, you got me. Da dazu mag ich Geschichten, die aus der Sicht von Tieren erzählt werden, und genau das gelingt hier wunderbar.

Meneertje nimmt einen mit auf seine Streifzüge durch die Nachbarschaft und stellt dabei nach und nach seine Nachbarn vor – sowohl Menschen als auch Tiere. Manche spielen eine größere Rolle, andere bleiben eher Randfiguren, doch alle verbindet eine besondere Zuneigung zu dem kleinen Kater. Und natürlich springt dabei auch immer mal ein Leckerbissen für ihn heraus – schließlich soll sich die ganze Aufmerksamkeit ja lohnen.

Die Geschichte wird ruhig erzählt und lebt von ihren vielen liebevollen Details. Wer Spannung oder große Abenteuer erwartet, wird hier vermutlich nicht fündig. Stattdessen stehen Beziehungen, Zusammenhalt, Verluste und die kleinen Begegnungen des Alltags im Mittelpunkt. Gerade das hat für mich den Reiz des Buches ausgemacht. Es vermittelt eine angenehme Ruhe und lädt dazu ein, einfach etwas Zeit mit seinen Figuren zu verbringen.

Besonders gut gefallen hat mir der Erzählstil. Meneertje schildert seine Gedanken und Erlebnisse in einer klaren, direkten Sprache, die wunderbar zu seinem Charakter passt. Dadurch fühlt es sich fast so an, als würde man ihn auf seinen Streifzügen begleiten.

Auch seine „Chefin“ hat mir sehr gefallen. Sie ist eine Frau mit Ecken und Kanten, Prinzipien und einer ganz eigenen Art, die sie zu einer wunderbar lebendigen Figur macht. Einige Szenen zwischen Mensch und Haustier haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht, weil sie so treffend und alltäglich wirken.

Eine warmherzige Geschichte mit liebenswerten Charakteren, viel Katzencharme und einer ruhigen Atmosphäre. Perfekt zum Abschalten, Wohlfühlen und für alle, die gerne einmal die Welt durch Katzenaugen betrachten möchten.

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