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Veröffentlicht am 20.08.2026

🐱 📚 Etwas verwirrt, aber weiterhin begeistert.

Into the Riverlands (Die Chroniken von Chih)
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Chih reist im dritten Teil der Reihe durch die Flusslande und trifft dabei auf einige außergewöhnliche Menschen, die ihre Geschichtensammlung weiter anwachsen lassen.

Die Flusslande sind ein schwer zu ...

Chih reist im dritten Teil der Reihe durch die Flusslande und trifft dabei auf einige außergewöhnliche Menschen, die ihre Geschichtensammlung weiter anwachsen lassen.

Die Flusslande sind ein schwer zu regierender Abschnitt mit ganz eigenen Regeln und Geschichten. Beim Lesen erinnerte mich das Setting ein wenig an Vietnam oder Louisiana. Es gefiel mir daher wieder richtig gut, weil es erneut etwas ganz Neues in die Welt bringt und für Abwechslung sorgt.

Leider wurde ich dieses Mal mit der Geschichte an sich nicht so richtig warm. Ich hatte Schwierigkeiten, die verschiedenen Charaktere auseinanderzuhalten, und dadurch gerieten auch die Zusammenhänge für mich etwas durcheinander. Der rote Faden hat sich mir deshalb leider nicht vollständig erschlossen.

Dafür gab es deutlich mehr Action als bisher, denn diesmal kommen auch einige Kämpfe dazu. Die Kampfszenen fand ich gut aufgebaut und ich hatte dabei eigentlich immer das Gefühl, dass noch eine andere Wendung kommen könnte.

Weiterhin schön finde ich dieses leicht Mystische, das immer zwischen den Zeilen mitschwingt. Genau das macht die Reihe für mich so besonders. Es bringt gleichzeitig dieses Unvorhersehbare mit sich, das manchmal eintritt und manchmal eben auch nicht.

Neben dem Mystischen ist das Worldbuilding für mich eine der großen Stärken der Reihe. Die Flusslande sind dabei eine tolle Ergänzung und erweitern die Welt noch einmal um einen ganz eigenen Bereich.

Auch wenn mich dieser Band nicht ganz so packen konnte, empfehle ich die Reihe weiterhin absolut und freue mich schon riesig auf Chihs nächste Reise.

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Veröffentlicht am 17.08.2026

Achtsam gelesen. Wann fliegen wir nach Japan?

Shosa. Japans Handwerk und Traditionen. Die Kunst der Achtsamkeit
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Shosa beschreibt den allumfassenden Respekt, den man Menschen und ihrer Arbeit entgegenbringen kann. Und gleichzeitig ist es so viel mehr. Der Autor reist durch Japan, besucht Menschen aus unterschiedlichen ...

Shosa beschreibt den allumfassenden Respekt, den man Menschen und ihrer Arbeit entgegenbringen kann. Und gleichzeitig ist es so viel mehr. Der Autor reist durch Japan, besucht Menschen aus unterschiedlichen Handwerken und stellt ihnen dabei die Frage, was Shosa für sie bedeutet.

Ein wundervolles Buch, das dieses Thema sehr passend aufgreift. Wunderschöne Aufnahmen, perfekt platziert, und so unterschiedliche Geschichten, dass die Vielfalt von Shosa richtig gut zur Geltung kommt.

Die einzelnen Portraits beschreiben die Tätigkeit der Menschen, geben ein wenig Hintergrund und natürlich ihr persönliches Empfinden von Shosa. Dabei wird schnell deutlich, wie unterschiedlich dieses kleine Wort verstanden und empfunden werden kann.

Gleichzeitig zeigt das Buch, wie viel Respekt hinter einem Handwerk steckt. Egal, ob es um die Zubereitung von Tee, Tatamimatten oder eine Holzskulptur geht. Allen dargestellten Personen ist dabei eines gemeinsam: Sie lieben ihr Handwerk.

Mir hat es großen Spaß gemacht, dieses Buch achtsam zu lesen. Ich habe es bewusst langsam gelesen, immer mal wieder ein Kapitel, und dafür die Fotos umso öfter angeschaut. So konnte ich die einzelnen Geschichten und Bilder viel mehr auf mich wirken lassen.

Mich begeistert sowieso die tiefere Bedeutung von Begriffen wie Hygge oder Zen. Shosa war mir bisher neu, aber jetzt ist mir seine Bedeutung umso bewusster.

Wer sich für solche Themen interessiert, ist hier genau richtig. Und auch jeden Japanfan kann man damit vermutlich glücklich machen – mich auf jeden Fall. 🖤

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Veröffentlicht am 16.08.2026

😼📚 Sprachlich großartig. Erzählerisch nicht mein Fall.

Die Geschichte des Klangs
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Lionel und David lernen sich in einer Bar kennen. Im Sommer ziehen sie gemeinsam durch New England, um Volkslieder zu sammeln. Danach bricht der Kontakt unvermittelt ab und für Lionel bleibt David die ...

Lionel und David lernen sich in einer Bar kennen. Im Sommer ziehen sie gemeinsam durch New England, um Volkslieder zu sammeln. Danach bricht der Kontakt unvermittelt ab und für Lionel bleibt David die Liebe seines Lebens. Jahrzehnte später erinnert er sich mithilfe der Wachszylinder noch einmal an diesen Sommer.

Es fing so wunderbar an. Die Geschichte von Lionel und David hat mich wirklich berührt und ich hätte sehr gerne noch viel mehr von ihrer Reise gelesen. Vor allem hätte mich interessiert, wie Lionel mit der Erinnerung an David über die Jahre umgeht.

Leider wechselt im zweiten Teil die Perspektive zu Annie, die die Wachszylinder findet, auf denen David und Lionel ihre Volkslieder gesammelt haben.

Für mich ging da der Vibe komplett verloren. Der Fokus verschiebt sich ziemlich stark auf Annie und die Geschichte von Lionel und David rückt dabei immer mehr in den Hintergrund. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet und kam danach leider gar nicht mehr richtig in die Geschichte. Irgendwann habe ich deshalb nur noch die Passagen gelesen, in denen es nicht um Annie ging.

Sprachlich fand ich das Buch dagegen grandios. Mit wenigen Worten wird unglaublich viel erzählt und Gefühl vermittelt, was ich wirklich selten erlebe. Auch die Beschreibung der Reise durch den Sommer hat bei mir Bilder im Kopf entstehen lassen, fast wie in einem Film. Dafür gibt es von mir wirklich große Anerkennung.

Ich bleibe deshalb mit gemischten Gefühlen zurück. Der erste Teil hat mich sehr berührt und sprachlich fand ich das Buch großartig. Der Wechsel zu Annie hat mir allerdings den Zugang zur Geschichte genommen. Trotzdem würde ich es aufgrund der besonderen Sprache und des ersten Teils durchaus empfehlen.

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Veröffentlicht am 12.08.2026

🐱📚 Seltsame Menschen, seltsame Liebe. Passt.

Alles Liebe
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Fünf Kurzgeschichten über fünf Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen. Allen gemein ist eine etwas andere Sicht auf die Liebe.

Jede Geschichte beleuchtet einen Aspekt, der für mich nicht unbedingt ...

Fünf Kurzgeschichten über fünf Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen. Allen gemein ist eine etwas andere Sicht auf die Liebe.

Jede Geschichte beleuchtet einen Aspekt, der für mich nicht unbedingt mit Liebe beschrieben werden kann. Für menschliche Abgründe geht es dann doch zu weit, aber irgendwo dazwischen würde ich das Buch einordnen. Klassische Liebesgeschichten mit Happy End sind es auf jeden Fall nicht.

Dafür baut die Autorin geschickt Persönlichkeiten auf, die jeweils ihre ganz eigene, teilweise abstruse Geschichte erzählen. Und trotzdem denkt man bei jeder einzelnen: Das könnte durchaus so passiert sein. Crazy, aber absolut nachvollziehbar.

Anfangs wusste ich noch nicht so richtig, wohin die Reise gehen sollte. Der Titel hatte mich tatsächlich auf eine ganz andere Fährte gelockt. Doch nach und nach verfiel ich dem Sog und habe die Geschichten förmlich eingeatmet.

Jede einzelne lässt einen über einen anderen Aspekt nachdenken: Lügen, Einsamkeit, Wahrnehmung, Liebe ... Und dann ist da noch dieser zunächst unscheinbare rote Faden, der sich durch die Geschichten zieht. Irgendwann wird er einem bewusst und in der letzten Geschichte schließt sich der Kreis auf eine richtig schöne Art.

Ich fand es großartig und hätte noch eine ganze Weile weiterlesen können. Für mich perfekt für den Sommer – gerade weil es mal etwas abseits der üblichen Liebes- und Feelgoodgeschichten ist.

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Veröffentlicht am 10.08.2026

🐱 📚 Überraschend dunkel. Überraschend schön.

Tamons Geschichte
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Tamon ist ein Schäferhundmischling, der nach dem Tōhoku-Erdbeben quer durch Japan reist und dabei verschiedene Menschen begleitet. Jeden von ihnen ein Stück des Weges – und bei jedem bleibt die Frage: ...

Tamon ist ein Schäferhundmischling, der nach dem Tōhoku-Erdbeben quer durch Japan reist und dabei verschiedene Menschen begleitet. Jeden von ihnen ein Stück des Weges – und bei jedem bleibt die Frage: Wohin möchte dieser Hund eigentlich?

Tamons Reise hat mich mehrfach überrascht, allen voran durch die unvorhersehbare Entwicklung der Geschichte. Am Anfang war ich tatsächlich etwas geschockt, weil ich mit dieser Richtung überhaupt nicht gerechnet hatte. Mit der Zeit kehrt dann etwas Ruhe ein und vor allem entwickelt sich nicht jede Begegnung mit Tamon nach dem gleichen Muster. Das fand ich sehr erfrischend, denn gerade bei solchen Geschichten schleicht sich schnell ein ähnliches Schema ein.

Dass man in jedem Kapitel eine neue Figur begleitet, hat mir ebenfalls gut gefallen. Trotzdem erfährt man immer genug über die jeweilige Person, um sich ein gutes Bild von ihr machen zu können. Dabei bringt jedes Kapitel seinen eigenen Ton mit, wobei die Geschichten meist eher von einer dunkleren Stimmung geprägt sind.

Umso schöner ist es, wenn sich am Ende endlich erschließt, wohin Tamon eigentlich möchte. Dadurch bekommt die Geschichte noch einmal eine andere, hellere Richtung und vieles vorherige wirkt plötzlich in einem anderen Licht.

Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen. Ich kam schnell in den Lesefluss und fühlte mich mit dem eher ungewöhnlichen Verlauf der Geschichte sehr wohl.

Tatsächlich hatte ich eher eine Feelgood-Lektüre erwartet und wurde dann positiv von etwas ganz anderem überrascht. Eine schöne, ungewöhnliche Geschichte, die ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.

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