emotionale und intensive Geschichte aus der Elena Deveraux-Reihe
Nalini Singh – Engelsschwur
Siebenhundert Jahre nach den letzten Ereignissen steigt Illium auf. Seine Erzengelmacht zwingt ihn dazu, Raphaels Hof zu verlassen und wird fortan geprägt davon sein, sein ...
Nalini Singh – Engelsschwur
Siebenhundert Jahre nach den letzten Ereignissen steigt Illium auf. Seine Erzengelmacht zwingt ihn dazu, Raphaels Hof zu verlassen und wird fortan geprägt davon sein, sein Territorium gegen alle Wiedrigkeiten zu beschützen. Doch wird er seine alten Freunde vergessen oder kann sein Leben vor dem Aufstieg, ihm wichtige Verbündete sichern?
Genau wie siebenhundert Jahre zuvor, als er gemeinsam mit seinem Gefährten Aodhan Morde aufklären und dafür tief in der Vampir- und Engelwelt abtauchen muss. Gerade dieser Fall fällt Aodhan sehr schwer, erinnert er ihn doch an sein eigenes Leid.
Werden Glockenblümchen und Fünckchen auch in siebenhundert Jahren Seite an Seite stehen?
Ich habe bisher alle bereits erschienen Bücher von Nalini Singh aus der Gestaltwandler und Gilde der Jäger-Reihe gelesen.
Auch mit dem neuen Buch habe ich wieder ein paar gute Lesestunden verbracht. Die Geschichte wird auf zwei Ebenen erzählt. Zum einen in der Vergangenheit, wo Aodhan und Illium besagte Morde aufklären müssen, und zum anderen siebenhundert Jahre später, als Illium von seinem Aufstieg überrascht wird und sich von Raphaels Hof verabschieden muss, und, soviel darf ich verraten, seinen eigenen Hof gründet mit Menschen, Vampiren und Engeln, die wir bereits gut kennen. Und es ist nicht übertrieben, wenn ich sage, ich brauchte ein paar Taschentücher, weil wir uns natürlich auch von einigen Figuren über die Jahrhunderte verabschieden müssen.
Im Grunde genommen fühlt sich diese Geschichte wie ein Abschied und gleichzeitig auch wie ein Neuanfang an. Es war ja abzusehen, das Illium irgendwann aufsteigen wird, und hier spielt die Autorin mit den Emotionen der Leserschaft, weil es natürlich ein epischer Moment ist.
Ich will gar nicht mal auf die verschiedenen Charaktere eingehen, da sie hinreichend bekannt sein sollten. Dieses Buch eignet sich nicht, wenn man nicht bereits mit der Welt vertraut ist, denn viele Begebenheiten oder Charaktere werden nur kurz angerissen.
Es wird turbulent, wir dürfen uns auf Hochzeiten aka Bernsteinfeste, Geburten, Verbündete und tiefe Freundschaften freuen, auf jede Menge Liebe aber auch mit den Verlusten mittrauern, die unweigerlich kommen werden.
Wie immer wirkt das Worldbuilding stimmig, sowohl in der Gegenwart als auch in der Zukunft.
Ich habe die Story aus dem Gilde der Jäger-Universum sehr gerne gelesen und kann auch diese Geschichte gern weiter empfehlen.
Ich fand es schön, dass wir noch mal eine Liebesgeschichte zwischen Illium und Aodhan erleben durften, da das ursprüngliche Buch mich seinerzeit auf emotionaler Ebene nicht besonders abholen konnte.
Ich bin gespannt wann und ob es eine Fortsetzung geben wird, aber andersherum sind die Geschichten von Eve oder Zoe Elena noch nicht auserzählt. Natürlich würde ich auch gerne wissen, wie es dem Nachwuchs ergeht.
Die Geschichte ist wieder berührend, wirkt aber gerade in der Zukunft etwas überhastet und als müsste jede Figur noch mal zur Sprache kommen, damit wir auf dem neuesten Stand sind.
Ein weiterer Kritikpunkt: Über all die Jahre hieß Illium Glockenblümchen und Aodhan Fünckchen, jetzt bekommen sie seit einiger Zeit den Namen Blue und Sparkle. Das sind Änderungen, die nicht hätten sein müssen und mir ein Gefühl von Distanz zu den beiden Figuren vermittelt. Auch bei einigen der Sieben sind die Ränge plötzlich verändert worden.
Trotzdem hatte ich Freude an der Geschichte und deswegen gibt es wieder eine Leseempfehlung von mir.
Das Cover passt gut zur Reihe.
Fazit: emotionale und intensive Geschichte aus der Elena Deveraux-Reihe. Knappe 5 Sterne.