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Veröffentlicht am 18.10.2019

Ein Duell zwischen Aloysius und seinen Bruder Diogenes, der bereit ist, alles zu vernichten, was dem Special Agent wichtig ist. Sehr spannend.

Maniac
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Douglas Preston/Lincoln Child – Maniac, Fluch der Vergangenheit

Special Agent Pendergast scheint des mehrfachen Mordes an seinen Freunden überführt, das FBI ist davon überzeugt, Laura Hayward zweifelt ...

Douglas Preston/Lincoln Child – Maniac, Fluch der Vergangenheit

Special Agent Pendergast scheint des mehrfachen Mordes an seinen Freunden überführt, das FBI ist davon überzeugt, Laura Hayward zweifelt zwar daran, hat aber keine Spuren die das Gegenteil beweisen und D´Agosta weiß, dass nicht Aloysius sondern sein Bruder Diogenes für die Morde und dem Raub im Museum verantwortlich ist. Doch all das nutzt nichts, denn es gibt keine Beweise.
Während Special Agent Coffee seine Macht ausnutzt und Pendergast zum reden bringen will, planen D´Agosta und Co seinen Ausbruch.
Aber auch Diogenes ruht nicht, denn er hat sich vorgenommen, seinem Bruder alles zu nehmen, was ihm lieb und teuer ist... und so ist es nicht verwunderlich, dass er sich Constance vornimmt. Wird sie ihm wiederstehen können?
Und was ist der ultimative Plan von Diogenes, der die Menschheit zerstören will?

„Maniac“ ist der siebte Teil um Special Agent Aloysius Pendergast vom FBI und der dritte Teil, der sich um seinen Bruder Diogenes dreht und in diesem Band seinen „Abschluss“ findet.
Auch hier kann das Autorenduo Preston/Child wieder mit einem flotten Thriller, mehreren, komplexen Handlungssträngen, durchgängige Spannung und einem locker, modernem Schreibstil punkten, der einmal quer durch die gesamte Gefühlspalette sämtliche Emotionen mit einfließen lässt und genauso spannend und nervenaufreibend ist, wie bereits die Vorgänger.
Da ich die Vorgängerbände kenne, waren mir die bereits bekannten Charaktere vertraut, wirkten auch hier wieder lebendig und gut ausgearbeitet.
Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass gerade Neuleser das eine oder andere Problem haben werden, die Zusammenhänge zu erkennen, da es nur wenige Rückblicke gibt, und vielleicht findet, dass gerade die Hauptfiguren nur unzureichend dargestellt werden. Von daher an dieser Stelle meine Empfehlung: Der direkte Vorgänger „Dark Secret“ sollte auf jeden Fall bekannt sein, besser noch wäre, wenn beide voran gegangenen Teile bekannt sind („Burn Case“ und „Dark Secret“).
Aloysius Pendergast sitzt anfänglich in einem Hochsicherheitsgefängnis und wir kennen seinen distanzierte und stoische Art ja schon, er verweigert die Aussage, was natürlich Coffee ärgert, der ja schon seit dem allerersten Fall nicht sonderlich gut auf Pendergast zu sprechen ist. Der Alltag im Knast wird ganz gut beschrieben, auch wie sich der isolierte Pendergast an seinen Mitgefangenen annähert. Im Verlauf des Buches hatte ich das Gefühl, das er nicht sonderlich auftaut und hier eher eine „Nebenrolle“ spielt, auch wenn er wieder mit der einen oder anderen Idee punkten kann und die Ermittlungen an sich zieht.
Hauptaugenmerk liegt auf seinem Bruder Diogenes, der wirklich an allen Fronten mitmischt und uns kleine Einblicke in seinen Masterplan gibt. Obwohl er ein Bösewicht ist, und wir erst mal rätseln müssen, was Aloysius ihm „so Schreckliches“ angetan hat und wofür er Rache fordert, belegt er gleich mehrere Handlungsstränge und eine zeitlang konnte ich in ihm tatsächlich auch das Opfer sehen. Wir wissen ja wer sein Alter Ego ist und hier dreht er vollkommen auf, natürlich ist auch die Angst um Margot Green immer noch vorhanden.
Es gibt natürlich ein Wiedersehen mit dem Journalisten Bill und seiner Ehefrau Nora, den Museumsdirektor Collopy, Proctor, Viola und natürlich Constance, die mir in diesem Buch besonders gut gefallen hat.
Bisher habe ich sie immer als sehr zurückhaltend wahrgenommen, aber wenn man sie aus ihrer Wohlfühlzone verdrängt, kann sie auch anders. Bravo. Was wir schon lange geahnt haben, wird hier dann auch noch bestätigt und ich kann nur sagen, diesmal hat es mir besonders gut gefallen, wie alle Figuren einbezogen werden.
Ansonsten sind auch hier wieder die Schauplätze anschaulich ausgearbeitet. Egal ob das Gefängnis, die arktische Kälte im Polizeirevier oder das Grab im Museum, ich konnte mir alles sehr gut vorstellen.
„Maniac, der Fluch“ ist für mich der bisher beste Band aus der Reihe, zum einen weil es mich durchgängig gefesselt hat, aber auch weil mal „die anderen“ eine größere Rolle bekommen haben. Der Thriller hat mir öfter die Gänsehaut über den Rücken gejagt und das kurzweilige Abenteuer auf knapp 600 Seiten hat mich mitgerissen und mir einige schön-furchtbare, fesselnde und schaurige Lesestunden garantiert.

Fazit: Ein Duell zwischen Aloysius und seinen Bruder Diogenes, der bereit ist, alles zu vernichten, was dem Special Agent wichtig ist. Sehr spannend. 5 Sterne.

Veröffentlicht am 15.10.2019

Leider ging auf den über 800 Seiten zu viel Spannung verloren.

Der Untergang der Könige
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Jenn Lyons – Der Untergang der Könige, 1, Drachengesänge

Khirin war ein Dieb und befindet sich in der Gegenwart in einem Gefängnis, dass von einem Ungeheuer bewacht wird. Klaue, das Ungeheuer das der ...

Jenn Lyons – Der Untergang der Könige, 1, Drachengesänge

Khirin war ein Dieb und befindet sich in der Gegenwart in einem Gefängnis, dass von einem Ungeheuer bewacht wird. Klaue, das Ungeheuer das der Kerker bewacht, ist langweilig und erhofft sich von Khirin eine spannende Geschichte, wie es dazu kam, dass der einstige Dieb plötzlich wie ein Prinz behandelt und im Anschluss im Kerker landet. Doch wer ist Khirin wirklich?

Eigentlich habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich sehr gerne epische, komplexe, Fantasygeschichten mit vielen Handlungssträngen, den verschiedensten Personen und Orten mag, die mich fesseln und in Atem halten können. Die Leseprobe habe ich regelreicht verschlungen, aber letztendlich bin ich enttäuscht von dem Buch, dass teils sehr langatmig, teils sehr chaotisch und durch die Namensähnlichkeiten etwas unübersichtlich war, ganz zu schweigen von den vielen Fußnoten und ich gehöre zu denen, die eine Namensübersicht lieber am Anfang als am Ende des Buches haben möchten, damit ich ggf. zurückblättern kann, und nicht erst am Ende feststelle, dass es ein Verzeichnis gibt, zumal das in Ebookform sich etwas komplizierter gestaltet.
Ich habe jetzt fast drei Wochen an diesem Buch gelesen, habe zwei mal neu angefangen und bin trotzdem nicht richtig in der Geschichte drin gewesen, die überaus komplex und vielschichtig aufgebaut wird und somit intensive Aufmerksamkeit bedarf, um der Geschichte folgen zu können, ich brauche wirklich sehr selten so lange für ein Buch und habe es auch hinterher mit einer gewissen Unlust gelesen.
Einzelne Handlungsstränge waren durchaus interessant, auch wenn nicht immer sofort nachvollziehbar, in welcher Zeit besagter Strang gerade spielt oder wie die einzelnen Figuren zueinander stehen (wie gesagt ein Namensverzeichnis am Ende nützt da nicht wirklich viel). Dennoch gab es Passagen, die mich dann auch wieder mitgerissen haben, wo die Spannung aufgebaut wurde, wo mir Khirin näher war, aber leider zerfiel das kurz darauf schon wieder, was ich wirklich sehr schade finde.
Vielleicht hätte man das Buch an einigen Stellen kürzen können, vielleicht hätte man gerade Khirin deutlich sympathischer machen können, denn bis zum Schluss hat er es nicht geschafft, mich für sich einzunehmen, vielleicht hätte die Geschichte einen Touch emotionaler und weniger distanziert sein können, mehr Spannung wäre wünschenswert, das Gewusel mit den Fußnoten hätte man vielleicht auch mit Klammersätzen beheben können, damit sich die Story flüssiger lesen lässt, aber letztendlich sollte sich kein Leser von Fantasygeschichten davon abhalten lassen, das Buch zu lesen, denn hierbei handelt es sich um meine persönliche Meinung und manchmal passt der Leser einfach nicht zum Buch. Warum letztendlich die Chemie nicht gestimmt hat, obwohl ich den Plot durchaus interessant fand, kann ich gar nicht genau sagen.
Während viele der Charaktere blass und eindimensional blieben, haben mich die Schauplätze aber beeindrucken können, die anschaulich und bildhaft beschrieben wurden. Eine Welt, die mich faszinieren konnte, die ich mir vorstellen konnte und die dazu angefertigten Karten haben mir ebenfalls ein Stück weiter geholfen und diese Welt für mich realer werden lassen.
Es tut mir so leid, dass ich keine positivere Rezension schreiben kann, aber mich konnte es einfach nicht so packen wie erhofft.
Es ist eine solide Fantasygeschichte, aber die Aha-Momente blieben bei mir einfach aus. Ich glaube nicht, dass ich die Fortsetzung lesen werde, vielleicht werde ich aber irgendwann mal was anderes der Autorin lesen.

Das Cover hat mir gut gefallen, genau wie die Leseprobe.

Fazit: Leider ging auf den über 800 Seiten zu viel Spannung verloren. Solide Fantasygeschichte. Knappe 3 Sterne.

Veröffentlicht am 15.10.2019

Sehr spannende, fantastische und magische Geschichte über Eiswölfe vs. Feuerdrache.

Beast Changers, Band 1: Im Bann der Eiswölfe
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Amie Kaufman – Beast Changers 1, Im Bann der Eiswölfe

Die Zwillinge Rayna und Anders wachsen als Waisenkinder in Vallen auf, einer kleinen Stadt, die seit dem Krieg mit den Feuerdrachen von den Eiswölfen ...

Amie Kaufman – Beast Changers 1, Im Bann der Eiswölfe

Die Zwillinge Rayna und Anders wachsen als Waisenkinder in Vallen auf, einer kleinen Stadt, die seit dem Krieg mit den Feuerdrachen von den Eiswölfen beschützt wird. Die Angst vor Angriffe der Drachen sitzt bei den Bewohnern noch sehr tief, da sie immer wieder Kinder entführen und sogar Spione in die Stadt einschleusen. Als Rayna und Anders bei der Hadda-Zeromonie ein paar Leute bestehlen wollen, passiert das Unfassbare: sie werden erwischt und reden sich damit heraus, dass sie die Prüfung der Eiswölfe machen wollen. Alle Zwölfjährigen berühren dazu den Hadda-Stab, ein Artefakt, dass dazu führt, das sich die Kinder mit Eiswolf-Blut in einen Wolf verwandeln. Doch als die toughe Rayna den Stab berührt, verwandelt sie sich in einen Feuerdrachen und flieht. Anders hingegen ergreift den Stab und wird zu einem Eiswolf und flieht ebenfalls, denn wenn die Anführerin der Eiswölfe herausfindet, dass seine Schwester ein Feuerdrache ist, gibt das mächtig Ärger.
Schon bald muss er sich entscheiden, denn wenn er mehr über die Feuerdrachen heraus finden will, bleibt ihm nichts anderes übrig als an die Ulfar-Akademie zu gehen, und dort eine Möglichkeit zu finden, Wissen anzuhäufen um seine Schwester zu finden.
Zum ersten mal in seinem Leben hat er ein warmes Bett, regelmäßig Essen und Freunde, die ihn so nehmen wie er ist. Doch kann er auch nur einem davon vertrauen?

Ich war sehr neugierig auf das Buch und ich muss sagen, ich war angenehm überrascht, wie locker und spannend die Geschichte geschrieben und mich schnell in ihren Bann ziehen konnte.
Ich kannte bisher noch kein Buch von Amie Kaufman, aber ich weiß schon jetzt, dass ich den zweiten Teil der Reihe unbedingt lesen muss, da mich die Story von Anders und Rayna total begeistert hat.
Die Autorin hat eine Welt erschaffen, in der Feuerdrachen und Eiswölfe verfeindet sind, aber wie sich im Verlaufe des Buches heraus stellt, war das nicht immer so.
Während wir Anders in diesem Buch begleiten, bleibt Rayna in weiten Teilen des Buches eher eine Randfigur, was aber nicht schlimm ist, denn zum Ende hin fügt sich die Geschichte zusammen und endet in einem kleinen fiesen Cliffhanger, was ich mir aber schon gedacht habe.
Anders hat mit ein paar Schwierigkeiten zu kämpfen, aufgrund der Tatsache, dass er ein Straßenkind ist kann er nicht lesen und vertraut nur wenigen. Als er sich dann seinen neuen Freunden öffnen soll, fällt ihm das nicht so leicht, was die Autorin hier glaubhaft beschreibt. Außerdem kämpft er mit seiner neuen Identität, denn eigentlich wollte er nie ein Eiswolf sein und kann auch im Unterricht nicht unbedingt punkten, schon gar nicht in der Kampfkunst. Das alles macht Anders zu einer interessanten Figur, die ich schnell sehr gerne hatte und ist im großen und ganzen das genaue Gegenteil von Rayna, die mir persönlich viel zu anstrengend und temperamentvoll, ja schon distanziert und frech war. Vielleicht ändert sich das im nächsten Buch, aber eins muss man auf jeden Fall sagen, es passt zu dem Temperament des Feuerdrachens und die Gegensätze sind hier sehr schön herausgearbeitet.
Die Autorin kann ebenfalls mit den bildhaften Beschreibungen ihrer Schauplätze punkten, egal ob die Stadt, die Akademie oder der Weg zum Drachenhorst, ich konnte die Orte praktisch vor mir sehen.
Es gibt eine ordentliche Portion Magie, viel Spannung und ein klein wenig Action, was mir hier sehr gut gefiel.
Ich mag die Welt, die die Autorin erschaffen hat und ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung und ich möchte an dieser Stelle das Buch sehr gerne empfehlen. Zwar ist es als Jugendbuch ausgezeichnet, aber wer Gestaltwandler mag, wird auch an diesem Buch seine Freude haben.

Das Cover mit dem Eiswolf ist sehr hübsch, hat mich sofort angesprochen und ich bin schon auf das Cover des Feuerdrachen gespannt.

Fazit: Sehr spannende, fantastische und magische Geschichte über Eiswölfe vs. Feuerdrache. 5 Sterne.

Veröffentlicht am 15.10.2019

Nach diesem Buch überlegt man es sich dreimal, ob man sich auf ein „Digitales Detox“ einlässt. Sehr spannend

Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.
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Arno Strobel – Offline

Jenny und ihre Mitarbeiter nehmen an einem „Digital Detox“ - Seminar teil. Geplant sind ein paar Tage ohne Handy, Laptop und Co, einfach mal entspannen und nicht ständig die Zeit ...

Arno Strobel – Offline

Jenny und ihre Mitarbeiter nehmen an einem „Digital Detox“ - Seminar teil. Geplant sind ein paar Tage ohne Handy, Laptop und Co, einfach mal entspannen und nicht ständig die Zeit im Internet verbringen. Dazu geht es in die Berge in ein renovierungsbedürftiges Hotel ohne Komfort mit fremden Teilnehmern und einem Schneesturm. Kurz darauf verschwindet einer der Teilnehmer und wird schwer verletzt augefunden. Wer hat ihn so zugerichtet? Ist der Täter einer der Teilnehmer? Befindet sich außer den beiden Hausmeistern noch jemand im Hotel? Kurz darauf gibt es ein weiteres Opfer und die Panik bricht aus, denn der Täter könnte jeder sein...

Ich habe vor einiger Zeit schon die extralange Leseprobe bei einer Aktion gelesen und das Buch hat mich so gefesselt, dass ich es komplett lesen musste. Bisher kannte ich noch kein Buch des Autoren, aber das wird sich in Zukunft ändern.
Bis auf ein paar Kleinigkeiten hat mir die Story super gefallen, die Spannung wird auf hohem Niveau gehalten und wie angekündigt, habe ich das Buch tatsächlich nicht aus der Hand legen können. Der Grusel im einsamen Hotel, das Misstrauen untereinander, das Katz-und Maus-Spiel war sehr gut ausgearbeitet und hat mich neugierig bleiben lassen. Die Angst und Panik, die einhergeht, wenn man eingeschneit und ohne Handyempfang/Telefon irgendwo festsitzt, ohne die Möglichkeit auf Hilfe, war nervenaufreibend beschrieben. Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich das Buch gefesselt, allerdings muß ich sagen, dass das erwartete explosive Finale dann doch etwas schwach ausfiel und ich mir gerade zum Ende hin, etwas mehr Action gewünscht hätte, aber das ist reine Geschmackssache. Auch der Epilog ließ jetzt noch einige Fragen offen, aber es passte insgesamt zur Story.

Die Charaktere wirkten gut ausgearbeitet, die Kapitel die aus der Sicht des zweiten Opfers geschrieben sind, waren eindrucksvoll und haben mich berührt. Die verschiedenen Charaktere wirkten glaubhaft und lebendig. Das Chaos und das irrationale, unberechenbare Verhalten in der Stresssituation konnte ich nachempfinden, da die Atmosphäre des Buches düster und erdrückend war und mich in den Thriller gezogen hat.
Die Schauplätze sind ebenfalls anschaulich ausgearbeitet, ich konnte mir das Hotel sehr genau vorstellen, ohne dass der Autor übertrieben detailliert war.
Arno Strobel hat es mit seinem lockeren Erzählstil geschafft, mich während des Lesens zu fesseln und mir eine Gänsehaut nach der anderen den Rücken hinunter zu jagen. Er hat mich die Zeit vergessen lassen, sodass ich das Buch gestern abend angefangen und heute Nacht beendet habe.
Ich kann den Thriller trotz des etwas schwachen Finales auf jeden Fall weiter empfehlen.

Das Cover in Form eines Handys gefällt mir sehr gut, schlicht aber dennoch passend zur Story.

Fazit: Nach diesem Buch überlegt man es sich dreimal, ob man sich auf ein „Digitales Detox“ einlässt. Sehr spannend. 4 Sterne.

Veröffentlicht am 08.10.2019

schöne, erotische Liebesgeschichte

New York Affair
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Louise Bay – New York Affairs

Anna ist wütend auf ihren Ex, der in kriminelle Machenschaften verstrickt war und sie in Gefahr gebracht hat. Da ist es genau richtig, dass sie mit Leah und deren Partner ...

Louise Bay – New York Affairs

Anna ist wütend auf ihren Ex, der in kriminelle Machenschaften verstrickt war und sie in Gefahr gebracht hat. Da ist es genau richtig, dass sie mit Leah und deren Partner eine Woche Urlaub in New York macht, um sich von den Schrecken zu erholen. Doch schon am ersten Abend trifft sie den gutaussehenden Ethan, der genau weiß was er will. Obwohl Anna eigentlich kein Typ für One-Night-Stands ist, geht sie mit ihm ins Hotel und verbringt dort die heißeste Nacht ihres Lebens. Keine echten Namen, keine Gefühle, kein Telefonnummern austauschen, kein weiter Kontakt.
Doch Ethan, der selbst strenge Regeln hat und nie datet, hat noch nicht genug von der Frau, die ihm auf den ersten Blick den Kopf verdreht. Er braucht nicht lange, um sie dazu zu überreden, die gesamte Woche mit ihm zu verbringen, bis sie wieder zurück nach London geht. Der Abschied fällt beiden schwer, aber werden sie sich wieder treffen, wenn tausende Meilen zwischen ihren Leben liegen?

Louise Bay konnte mich schon mit ihrer „King“ und Co Reihe absolut begeistern, deswegen war ich auf das neue Buch von ihr sehr neugierig.
Der Erzählstil ist auch hier wieder locker und modern, die Story liest sich schnell weg, da sie eine durchgängige Spannung hat und auch wenn ca 85 Prozent aus Bettgymnastik besteht, konnte mich die Story schnell fesseln. Im Gegensatz zu anderen Büchern der Autorin, tritt die Hauptgeschichte etwas im Hintergrund um dem erotischen Liebesspiel, das in allen Details beschrieben ist, Platz zu lassen.
Auf den ersten Seiten hatte ich leichte Schwierigkeiten in der Story anzukommen, das verlief sich aber nach wenigen Seiten.
Mit viel Charme und Wortwitz kann die Autorin auch diesmal wieder überzeugen und die Geschichte um Anna und Ethan wirkt glaubwürdig und lebendig, genau wie die Hauptfigurenausarbeitung. Bei den Nebenfiguren blieben die Charaktere etwas blass, auch wenn ich sie mir durchaus vorstellen konnte.
Ich mochte Anna auf Anhieb. Sie stellt Regeln auf, will sich daran halten, doch Ethan macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Gut, hier werden ziemlich viele Klischees bedient, die für mich aber zu einem Roman aus dem Romance-Genre unbedingt dazu gehören. Vielleicht könnte man bemängeln, dass der Handlunsstrang um Anna´s Ex ein wenig zu inszeniert wirkt, ganz sicher wirkt der eingebaute Twist in London in der Kanzlei etwas übertrieben, aber ich habe mich trotzdem gut unterhalten gefühlt.
Von Anfang an hält Ethan nicht hinter dem Berg, dass er sich von Anna angezogen fühlt. Das beide nur erotische Bettgymnastik im Sinn haben, ist da nicht verwunderlich. Schön, dass es trotz all der Liebelei noch ein bisschen Handlung gab. Er hat großartige Freunde und eine nette Schwester, und ich bin gespannt, ob wir in anderen Büchern vielleicht noch mal von ihnen lesen werden.
Die Handlungsorte konnte ich mir ebenfalls vorstellen, blieben aber im allgemeinen blass, kein Wunder, der Fokus der Story liegt ja auf etwas anderem.

Nicht falsch verstehen, ich mochte das Buch, hab es gern gelesen, auch wenn es mich nicht wirklich überraschen konnte. Ich mochte die beiden Protagonisten und auch die Nebenfiguren, ich mochte den Schreibstil und den Plot, allerdings kann das Buch mit anderen Romanen der Autorin nicht ganz mithalten, und ich hätte gern etwas mehr Story dafür weniger Erotik gehabt, aber das ist jammern auf hohem Niveau. Es ist eine schöne Geschichte, die zauberhaft und auch romantisch war. Ich kann das Buch auf jeden Fall weiter empfehlen.

Das Cover passt zu den Büchern von Louise Bay und ist ein netter Eye-Catcher.

Fazit: schöne, erotische Liebesgeschichte. 4 Sterne.