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Veröffentlicht am 16.10.2017

Highlight aus dem John Sinclair Universum

Brandmal
4 0

John Sinclair – Brandmal

Die Privatdetektivin Jane Collins hat einen Auftrag in Sachen Versicherungsbetrug angenommen, als sie ihren Verdächtigen verfolgt und dabei Zeugin wird, wie ein Mann auf der Straße ...

John Sinclair – Brandmal

Die Privatdetektivin Jane Collins hat einen Auftrag in Sachen Versicherungsbetrug angenommen, als sie ihren Verdächtigen verfolgt und dabei Zeugin wird, wie ein Mann auf der Straße verbrennt. Alles geht so schnell, dass sie nicht mal sicher ist, ob es da eine übernatürliche Komponente gibt.
Unterdessen werden John und Suko zu einem merkwürdigen Todesfall an einem Londoner See gerufen, das Opfer ist ebenfalls verbrannt. Im Freundeskreis der Toten fangen sie an zu ermitteln und die beiden Kollegen werden durch einen Zwischenfall getrennt...

In Deutschland ermittelt Johns Kollege Harry Stahl vom BKA auch in einem seltsamen Todesfall, eine Frau aus der Psychiatrie ist auf ihrer Liege verbrannt, aber nichts anderes wurde in Mitleidenschaft gezogen. Doch Harry bekommt prominente Unterstützung, der freiberufliche Kriminalbiologe Mark Benecke wird hingezogen, der weder an das Übernatürliche glaubt, noch eine schnelle Erklärung findet, aber in der spontanen Selbstentzündung der Frau ein großes wissenschaftliches Rätsel wittert. Er und seine Kollegin Tina folgen den Spuren bis in die Slowakei, wo sie auf John Sinclair und Jane Collins treffen.
Doch spätestens da muss Mark zugeben, dass es einige suspekte Dinge gibt, die sich wissenschaftlich – noch – nicht erklären lassen.
Im Team arbeiten die Vier zusammen und müssen gleich an mehreren Ecken die aufkommenden Brandherde löschen.

Wow!
Ich hatte vor einiger Zeit wieder mit den Büchern und Romanheften von John Sinclair angefangen, und als ich gesehen habe, dass neben Florian Hilleberg auch Mark Benecke an diesem Roman gearbeitet hat, musste ich das neue Buch einfach lesen.

Ich bin begeistert!
Die Geschichte hat mich sofort einfangen können, sie wird sehr schnell zum Pageturner und die Handlung ist angenehm gruselig, spannend, mitreißend, kreativ und die wissenschaftlichen Fakten werden so geschickt mit in die Story verwoben, dass das Buch dadurch noch faszinierender wird. Es gibt viele Überraschungen, die Handlung ist abwechslungsreich und durch die verschiedenen Perspektivwechsel und kleinen Cliffhanger an den Kapitelenden wird die Spannung durchgängig auf hohem Niveau gehalten und man kann das Buch einfach nicht nicht aus der Hand legen.
Die Grundstimmung des Buches ist eher düster, jedoch wird durch den verbalen Schlagabtausch der Charaktere die Stimmung immer wieder aufgelockert.

Die Schauplätze sind anschaulich beschrieben, die bildhaften Details lassen das Kopfkino anwerfen und ich habe mir alles sehr gut vorstellen können.

Die Charaktere sind lebendig, vielseitig, facettenreich und detailliert ausgearbeitet, wurden mit einer besonderen emotionalen Tiefe ausgestattet. Der Kreativität wurden hier keine Grenzen gesetzt und gerade die Geschöpfe der Hölle wurden gruselig beschrieben.
Anfänglich war es für einige Seiten irritierend, wie fiktive und reale Charaktere in der Geschichte ihren Platz einnahmen, aber das verging sehr schnell wieder.
Das Zusammenspiel war harmonisch und stimmig, selbst das zwei Autoren an dem Werk gearbeitet haben, fiel überhaupt nicht auf.

John Sinclair ist wieder charmant, tough und clever. Ich mag seinen coolen Sprüche, seine direkte Art. Seine Art zu denken ist immer spannend zu lesen, mir gefällt wie unerschütterlich er streckenweise wirkt und für alles eine Lösung zu haben scheint.
Mark Benecke steht dem allerdings in nichts nach, im Gegenteil, er legt eine gute Portion an Humor, Charme und Schlagfertigkeit drauf, was ihn sofort sympathisch machte.
Auch seine Kollegin Tina ist schlagfertig (im wahrsten Sinne des Wortes), tough und konnte mich sehr schnell für sich einnehmen und überzeugen, und ich muss zugeben, dass ich sehr gerne mehr von ihr gelesen hätte, zumal zum Ende hin ja doch noch ein wenig Spielraum für Spekulationen bleibt.
Jane Collins hat mir auch in diesem Buch wieder sehr gut gefallen, auch wenn ich mir ein wenig „mehr“ Initiative gewünscht hätte. Sie blieb diesmal eher ein wenig entspannter in ihren Entscheidungen.

Zu kritisieren habe ich nichts, denn ich habe mich von der ersten bis zur letzten Seite sehr gut unterhalten gefühlt, hatte Freude beim Lesen, durfte mich gruseln und es blieb spannend.
Vielleicht kann man bemängeln, dass es einen kleinen Cliffhanger zum Ende gibt und wenige Fragen nicht beantwortet wurden, allerdings sehe ich das eher gelassen, denn ich hoffe auf einen Folgeband.

Das Cover ist schwarz mit gelber Schrift. Die brennende Hand ist ein Blickfang und verleiht dem Buch etwas mystisches und gefährliches.

Fazit: Highlight aus dem John Sinclair Universum. 5 Sterne und eine glasklare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 30.04.2018

anfangs etwas zäh, aber dann hat mich die Story gefesselt

Hidden Legacy - Das Erbe der Magie
3 0

Ilona Andrews – Hidden Legacy, Das Erbe der Magie

Nach dem Tod ihres Vaters ist Nevada die Vorsitzende ihres Familienunternehmens, eine Privatdektei, in einer Welt, die von Magie beherrscht wird. Nevada´s ...

Ilona Andrews – Hidden Legacy, Das Erbe der Magie

Nach dem Tod ihres Vaters ist Nevada die Vorsitzende ihres Familienunternehmens, eine Privatdektei, in einer Welt, die von Magie beherrscht wird. Nevada´s eigene Magie ist praktisch kaum vorhanden und so verschweigt sie diese auch, denn wenn herauskommt, dass sie ein lebender Lügendetektor ist, würde sie schon bald einem Job nachgehen, der ihr weniger Freude bereitet.
Da der Tod des Vaters allerdings auch finanzielle Einbußen für die Famile bedeutet, hat das Haus Montgomery einem Darlehen zugestimmt, nicht ohne die Detektei zwangsverpflichten zu können.
Ausgerechnet jetzt bekommt Nevada den Auftrag, den Sohn einer reichen und hochbegabten magischen Familie zu suchen und lebendig auszuliefern. Denn die Behörden wollen ihn tot sehen, da er mit seiner Magie einen Menschen getötet hat. Nevada zweifelt daran, Adam Pierce jemals dazu überreden zu können, sich seiner launischen wie mächtigen Mutter zustellen und als sie dann plötzlich gekidnappt wird, wird der ganze Part noch verworrener und schwieriger.
Connor „Mad“ Rogan, ein hochbegabter Magier ist ebenfalls auf der Suche nach Adam Pierce, und dabei trifft er auf die faszinierende Privatdektevin, die sich nicht seinem Willen beugt und die sich vehement weigert mit ihm zusammen zu arbeiten, selbst als er sie dazu zwingt, kann sich Nevada ihm entgegen stellen... bis ihre Familie angegriffen wird und Nevada in Mad die beste Chance sieht, sich zu rächen und dabei gleich mehrere Ziele verfolgen kann.
Das es dabei heftig zwischen den beiden knistert, ignorieren beide, denn wenn man sich auf hochbegabte Magier einlässt, kann das nur schief gehen...

„Hidden Legacy, Das Erbe der Macht“ ist der erste Band des Mehrteilers von Ilona Andrews und auch mein erstes Buch von ihr.
Der Einstieg war etwas zäh, trotz des modernen und flüssigen Schreibstils, was aber im Nachhinein verständlich ist, da man erst mal ein klein wenig Grundwissen aufbauen muss, in einer Welt, die von Magie beherrscht wird, in der die Magiestärken eingeteilt werden und die mächtigsten Familien in „Häuser“ aufgeteilt werden.
Danach geht es aber temporeich, spannend und vor allem überraschend und abwechslungsreich weiter und die Story wird zu einem richtigen Pageturner. Eine sehr gute Balance zwischen Action, Emotionen und Humor wurde hier gefunden.
Die Dialoge zwischen den verschiedenen Figuren haben mich oft zum schmunzeln gebracht. Die Charaktere selbst sind detailliert und facettenreich ausgearbeitet, wirken lebendig und authentisch, hatten Ecken und Kanten, was mir unheimlich gut gefiel.
Ich konnte mich ihnen nahe fühlen und Nevada war unglaublich sympathisch und tough. Die junge Frau hat ihren eigenen Kopf, einen ausgeprägten Beschützerinstinkt und ihre Magie bleibt erst mal ein kleines Geheimnis für ihre Umwelt. In ihr lauert eine angenehme Stärke, aber sie tritt auch derweil in das eine oder andere Fettnäpfchen und hat ihre Schwächen. Da wir einen Großteil der Story aus ihrer Sicht mitbekommen, und wir so einen Einblick in ihre Gedanken bekommen, konnte ich sehr oft schmunzeln, wenn sie etwas anderes tat, als sie eigentlich dachte.
Connor „Mad“ Rogan ist ein gefährlicher Mann, der ohne mit der Wimper zu zucken tötet, ein hochbegabter Magier ist und eigentlich erwartet, dass sich alle seinem Willen beugen. Nun die meisten machen das auch, allerdings gibt es da die gewisse Ausnahme, und gerade die Dynamik zwischen den beiden zu verfolgen, ist ein schönes Highlight der Geschichte.
Aber auch Adam Pierce, ebenfalls hochbegabt, ist anfänglich charmant und durchaus ein Part mit dem man rechnen muss. Fast schon kann er bei der Familie einem Leid tun und er schafft es viele zu manipulieren...
Besondes gelungen finde ich auch die Schauplatzbeschreibungen, die fast schon filmreif, vor allem aber intensiv und bildlich beschrieben wurden.
Zu jeder Zeit hatte ich das Gefühl, ich würde alles vor mir sehen, wäre mitten im Chaos und in der Stadt.

Eine tolle Story, kurzweilig, temporeich und spannend, mitreißend, fesselnd und humorvoll. Mir hat die Story super gefallen und ich bin gespannt auf die Fortsetzung, denn natürlich hat das Buch einen Cliffhanger, da es sich um einen Mehrteiler handelt.

Das Cover ist eher dezent, dennoch hat es mich sofort angesprochen.

Fazit: Sehr gelungener Einstieg in die Welt von Nevada und Connor, anfangs etwas zäh, aber dann hat mich die Story gefesselt. 4,5 Sterne.

Veröffentlicht am 01.01.2018

fantastischer Abschluss der Bourbon-Saga, die man sich nicht besser hätte wünschen können

Bourbon Lies
3 0

J. R. Ward – Bourbon Lies, 3

Auf Easterly ist das Chaos ausgebrochen: Edward sitzt im Gefängnis wegen des Mordes am Familienoberhaupt William Baldwine, Aurora liegt im Sterben, da der Krebs sie zu besiegen ...

J. R. Ward – Bourbon Lies, 3

Auf Easterly ist das Chaos ausgebrochen: Edward sitzt im Gefängnis wegen des Mordes am Familienoberhaupt William Baldwine, Aurora liegt im Sterben, da der Krebs sie zu besiegen scheint, Lane kämpft mit Jeff um den Erhalt der BBC, doch die Schulden häufen sich immer weiter, Lizzie ist gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe, Gin und Richard streiten sich heftiger als zuvor und Samuel T versucht Gin nicht zu hassen und Max will einfach nur schleunigst das Weite suchen...
Für jedes Geheimnis das aufgedeckt wird, gibt es ein weiteres das noch verborgen liegt und nichts ist wie es scheint... schafft Lane es die Firma und Lizzie zu halten, wird Edward zugeben, was er getan hat und wird Gin endlich erwachsen genug werden, um sich den wichtigen Dingen des Lebens anzunehmen?

„Bourbon Lies“ ist der Finalband der Reihe um die Familie Bradford Baldwine, die ihr Firmenimperium mit der Herstellung von Bourbon aufgebaut hat. Macht, Intrigen und Geld sind die Eckpfeiler der Geschichte, die von der Autorin spannend, temporeich, emotional aber auch sinnlich, fesselnd und mitreißend erzählt wird. Noch wichtiger als Geld und Macht sind die zwischenmenschlichen Beziehungen der verschiedenen Charaktere die voller Leid, Missgunst, Neid aber auch wahrer Freundschaft und vor allem Liebe in dieser Geschichte bestehen.
Die Figuren sind allesamt lebendig und facettenreich ausgearbeitet, werden mit jedem Band weiter entwickelt und so kommt es mir als Leser zu vor, als würde ich mitten in Easterly sitzen und das Schauspiel direkt aus der Nähe betrachten.
Es bedurfte wieder nur wenige Seiten und ich war so im Bann der Geschichte versunken, dass ich das Buch am liebsten gar nicht zur Seite gelegt hätte.
Lane ist der jüngste Sohn und nachdem er bereits im ersten Band um Lizzie gekämpft hat, kämpft er nun um das Familienimperium, denn sein Vater hat einigen Schaden angerichtet. Als Hauptfigur mag ich ihn gerne, er versucht alles zusammen zu halten, ist familiär, kämpft für das was ihm wichtig ist, aber er zeigt auch Schwäche, denn er weiß, woran er zu arbeiten hat.
Edward, der den Mord an dem Familienoberhaupt gesteht, war mir der faszinierendste Bruder der Geschwister. Sein Leid hat viel in mir bewegen können, seine Entführung, jetzt das Gefängnis, dazwischen die Alkoholkrankheit und wie verloren er gewirkt hat, da hat die Autorin eine wirklich Meisterarbeit geleistet, dass diese Figur so authentisch und gebrochen rüber kommt.
Gin hat in den letzten Bänden gezeigt, dass sie sehr egoistisch ist, doch hat mir die Wandlung die sie in diesem Band durchgemacht hat extrem gut gefallen. Ich bin ehrlich überrascht, dass sie mehr ist, als das verwöhnte Püppchen.
Ich bin froh, dass es in diesem Band ein paar Happy Ends gibt, das allerdings der eine oder andere für mich viel zu leicht davon gekommen ist, hat mir nicht so gut gefallen, aber im Großen und Ganzen sind alle Fragen geklärt.

Eine kurzweilige, spannende und mitreißende Story, die mich von der ersten bis zur letzten Seite wieder gut unterhalten konnte.
Insgesamt kann ich nur immer wieder über den lockeren Schreibstil und die herrlich sarkastischen Bemerkungen in diesem Buch mit der doch recht düsteren Grundstimmung staunen, denn obwohl vieles tragisch ist, nimmt sich die Autorin die Zeit, die Stimmung hin und wieder ein wenig aufzulockern.

Das Cover passt zur Reihe und ist wieder ein ansehnlicher Blickfang.

Fazit: fantastischer Abschluss der Bourbon-Saga, die man sich nicht besser hätte wünschen können. 5 Sterne.

Veröffentlicht am 11.09.2017

kurzweiliges, super spannendes Highlight und Auftakt einer neuen Fantasyreihe, die man unbedingt gelesen haben sollte.

Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt
3 0

Akram El-Bahay ­ Bücherstadt, Flüsternde Schatten

Samir ist ein Dieb und er ist sehr gut darin. Ein letzter Auftrag soll noch für die „Elstern“ erledigt werden, danach will er ein anderes Leben antreten. ...

Akram El-Bahay ­ Bücherstadt, Flüsternde Schatten

Samir ist ein Dieb und er ist sehr gut darin. Ein letzter Auftrag soll noch für die „Elstern“ erledigt werden, danach will er ein anderes Leben antreten.
Die königliche Palastwache ist sein Ziel und er hat Glück, er bekommt einen Job, doch zuerst muss er sich beweisen. Er soll eines der Eingangstore zur Bücherstadt bewachen.
Jeden Abend kommt die Beraterin Sabah des weißen Königs in die Bücherstadt und dringt in das Herz von Paramythia ein, um sich ein Buch für die Nacht auszusuchen.
Doch schon bald geschehen seltsame Dinge und Sam kann seinen Augen nicht trauen, als er und die anderen Wächter angegriffen werden. Geflügelte Wesen bringen den Tod und mittendrin ist eine Dienerin, die keine Angst zu haben scheint.

Wow!
Akram El-Bahay hat nach seiner Trilogie „Flammenwüste“ nun ein weiteres Fantasyhighlight geschrieben, der den Auftakt zu einer neuen Serie gibt.
„Bücherstadt, Flüsternde Schatten“ ist genauso spektakulär, faszinierend, mitreißend, spannend und kreativ, sodass ich das Buch nicht zur Seite legen konnte und in eine Welt voller Fantasy, magischer Wesen, Geheimnisse und Rätsel eingetaucht bin. Es gibt Helden, es gibt Bösewichte, es gibt Überraschungen und es gibt Wendungen, mit denen man nicht rechnen kann.
Ein lockerer, flüssiger Schreibstil zieht uns in die Welt von Mythia und Paramythia, die kaum bildhafter beschrieben werden könnte, sodass ich hätte denken können, ich würde mir einen Film anschauen.

Die Charaktere sind allesamt detailliert und facettenreich beschrieben, sodass sie zum Leben erwachen und man sich ihnen Nahe fühlen kann. Egal ob Bösewicht oder Held, egal ob Kreatur oder Beraterin des Königs, die Charaktere harmonieren in dieser Geschichte so perfekt miteinander, sodass sie rund und stimmig wirkt.
Samir, Sam, will bei den Elstern aussteigen, eine Diebesbande zu denen er von Kindesbeinen an gehört. Ein schwerer Verlust bewegt ihm zum umdenken und er hat wirklich vor, sein Leben zu ändern. Aber manchmal plant das Leben eben anders. Er ist von Anfang an sympathisch, obwohl er ein Gesetzesbrecher ist. Er ist mutig, er hat das Herz am rechten Fleck und er hat einen ausgeprägten Beschützerinstinkt.
Kani hat es mir zu Anfang gleich leicht gemacht, sie zu mögen. Sie ist mutig und anfänglich hat man das Gefühl, dass sie ein Geheimnis hat. Sie ist schlagfertig, liebenswert, aber auch ein wenig störrisch.
Shagyra hat mich hier besonders beeindrucken können, er erinnert mich an einen Mustang, voller Wildheit, Tatendrang und Stolz, ein Kämpfer, schlagkräftig aber mit einer Weichheit und Sensibilität ausgestattet, die mich sehr gerührt hat.
So könnte ich wahrscheinlich noch mehr schreiben, aber ich will nicht spoilern.

Das Cover ist ein Blickfang, die goldene Schrift, die nachtblaue Farbe, das Buch im Vordergrund, die Bibliothek im Hintergrund. All das spiegelt den Inhalt der Story wieder.

Ich kann das Buch jedem Fantasy-Fan empfehlen, egal ob jung oder alt. Es gibt Geheimnisse zu lösen, Schlachten zu schlagen und zu sich selbst zu finden. Dabei ist die Kulisse die der Autor erschafft eindrucksvoll und besonders. Wer „Flammenwüste“ kennt, weiß, dass der Autor viele Überraschungen in seine Geschichten einbringt und so bleibt man neugierig und die Spannung bleibt von Anfang bis Ende erhalten.
Ich bin begeistert.

Fazit: kurzweiliges, super spannendes Highlight und Auftakt einer neuen Fantasyreihe, die man unbedingt gelesen haben sollte. 5 Sterne.

Veröffentlicht am 21.05.2018

Solide Story, die mich leider nicht ganz überzeugen konnte

Zu nah
2 0

Olivia Kiernan – Zu nah

Nach einer schweren Verletzung ermittelt Detective Frankie Sheehan wieder, denn eine Frau wird erhängt in der Wohnung aufgefunden. Der zuerst vermutete Selbstmord stellt sich als ...

Olivia Kiernan – Zu nah

Nach einer schweren Verletzung ermittelt Detective Frankie Sheehan wieder, denn eine Frau wird erhängt in der Wohnung aufgefunden. Der zuerst vermutete Selbstmord stellt sich als Mord heraus und kurz darauf wird eine weitere junge Frau ermordet aufgefunden, allerdings ist der Tathergang diesmal ein anderer, obwohl es auch Paralellen gibt. Zufall?
Frankie wird immer wieder von Flashbacks eingeholt und vermutet recht bald, dass die beiden Fälle zusammen gehören könnten. Doch dann taucht eine weitere Leiche auf, und die Ermittlungen müssen aus einer ganz anderen Perspektive betrachtet werden.

Ich kannte bisher noch kein Buch aus der Feder von Olivia Kiernan und „Zu Nah“ habe ich in der Hörbuchversion in einer Leserunde gewonnen. An dieser Stelle herzlichen Dank an den Verlag und an „Lesejury“ für die Bereitstellung, natürlich beeinflusst dies nicht meine ehrliche Meinung.

Die Sprecherin Sabine Godec hat die Geschichte spannend, temporeich und mit dem richtigen Maß an Emotionen bzw. Gefühlskälte interpetiert, sodass ich ihr gerne zugehört habe. Das Hörbuch besteht aus 6 CDs mit mehreren kürzeren Tracks, sodass ein Wiedereinstieg jederzeit möglich ist. Insgesamt ist eine Laufzeit von 445 Minuten bei 101 Tracks angegeben.

Insgesamt war es eine solide Story, jedoch fehlte es hin und wieder an Spannung. Gerade das erste Drittel beschäftigt sich überwiegend mit der Gefühlswelt der Protagonistin Detective Frankie Sheehan aus Dublin, die vor einigen Monaten schwer verletzt wurde, als sie einen Täter gebeugt über eine Frauenleiche vorgefunden hat.
Am Anfang war für mich schwer zu erkennen, das Frankie gerade einen Flashback hat, mit der Zeit wurde es dann besser, denn da hatte ich dann auch ein Gefühl für die Story.
Keiner der Charaktere ist so wirklich sympathisch und fesselnd, denn jeder hat so seine Geheimnisse, Ecken und Kanten, was aber ganz angenehm war und die Story etwas spannender gemacht hat. Aber die Hauptfigur ist hier detailliert und facettenreich ausgearbeitet, sodass sie lebendig wirkt.
Es gibt sehr viele Verdächtige, einige Mordopfer und das Finale... nun das kam plötzlich und hat mich persönlich etwas ratlos zurück gelassen, aber insgesamt hat die Autorin hier einen soliden Thriller auf die Beine gestellt, der mich unterhalten konnte.

Es fehlte mir einfach von allem ein bisschen, ein bisschen mehr Spannung, ein bisschen mehr Sympathie, ein bisschen mehr Feuer, damit der Funke überspringt.
Dennoch gerade im Mittelteil habe ich mich gut unterhalten gefühlt und ich kann das Buch allen Lesern empfehlen, die mehrere Handlungsstränge mögen, eine Hauptfigur mit Ecken und Kanten und wo der Thrill nicht ganz so im Vordergrund steht.

Das Cover ist eher langweilig, die blaue und orange Schrift ist aber ein Blickfang.

Fazit: Solide Story, die mich leider nicht ganz überzeugen konnte. 3 Sterne.