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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.07.2026

Oberflächlich und unfokussiert

Die Zucker-Revolution
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Leider konnte mich dieses Buch überhaupt nicht überzeugen. Die Grundidee fand ich zunächst durchaus spannend, gerade weil das Thema Zucker oft sehr einseitig dargestellt wird. Am Ende hatte ich aber eher ...

Leider konnte mich dieses Buch überhaupt nicht überzeugen. Die Grundidee fand ich zunächst durchaus spannend, gerade weil das Thema Zucker oft sehr einseitig dargestellt wird. Am Ende hatte ich aber eher das Gefühl, ein unfokussiertes Buch mit vielen Behauptungen als einen gut aufgebauten Ratgeber gelesen zu haben.
Der Autor stellt seine Entdeckung rund um das Molekül bzw. Gen TKTL1 wird sehr stark in den Mittelpunkt gestellt und deren Bedeutung wird meiner Meinung nach etwas zu sehr stilisiert. Für den eigentlichen Inhalt des Buches hätte es diese ständige Hervorhebung gar nicht gebraucht.

Man merkt außerdem deutlich, dass der Autor Biologe und weder Arzt noch Ernährungswissenschaftler ist. Es werden viele biologische Details erklärt, teilweise sehr ausführlich, dann aber an entscheidenden Stellen wieder so oberflächlich oder unverständlich, dass die eigentlichen Zusammenhänge für mich nicht klar wurden. Hinzu kommt ein Schreibstil mit unzähligen Klammern und Einschüben, der das Lesen unnötig anstrengend macht.

Besonders gestört hat mich der Aufbau. Immer wieder werden Fachbegriffe verwendet, die erst viele Kapitel später erklärt werden. Dadurch musste ich ständig überlegen, ob ich etwas überlesen habe. Insgesamt fehlte mir ein roter Faden. Inhaltlich konnte ich viele Schlussfolgerungen ebenfalls nicht nachvollziehen. Der Autor spricht sich klar für Zucker aus, warnt gleichzeitig aber sehr deutlich vor Samenölen wie Rapsöl und vor Blutzuckerspitzen. Dabei sind Blutzuckeranstiege nach dem Essen zunächst einmal normale physiologische Vorgänge.

Auch die wissenschaftliche Herangehensweise fand ich nicht immer gelungen. Studien werden häufig als endgültiger Beweis angeführt, ohne ihre Aussagekraft, Methodik oder die tatsächliche Größe der Effekte kritisch zu beleuchten. Dadurch wirkte vieles auf mich eher oberflächlich behauptet als wirklich fundiert erklärt.

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Veröffentlicht am 30.06.2026

Gesunde Rezepte

Mein Ballaststoff-Masterplan
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Ich finde das Thema dieses Buches richtig gelungen. Viele Menschen essen deutlich zu wenig Ballaststoffe und genau hier setzt es an. Neben einem gut verständlichen Theorieteil gibt es viele praktische ...

Ich finde das Thema dieses Buches richtig gelungen. Viele Menschen essen deutlich zu wenig Ballaststoffe und genau hier setzt es an. Neben einem gut verständlichen Theorieteil gibt es viele praktische Tipps, wie man nach und nach mehr Ballaststoffe in den Alltag integrieren kann.

Besonders gut gefallen hat mir der Rezeptteil. Die knapp 50 Rezepte sind alltagstauglich, abwechslungsreich und reichen von Frühstück über Hauptgerichte bis hin zu Desserts. Die Baked Chocolate Oats haben mir richtig gut geschmeckt und sobald wieder Saison ist, möchte ich unbedingt die Schwarzwurzelsuppe und die Topinambur-Waffeln ausprobieren. Auch die Brownies mit Himbeeren, in denen ganze Datteln, Zucchini und Kichererbsen stecken, haben mich neugierig gemacht. Ich bin gespannt, wie sie schmecken.

Insgesamt wirkt das Buch angenehm bodenständig. Die Rezepte sind nicht unnötig kompliziert, sondern lassen sich gut in den Alltag integrieren. Wer seine Ernährung ballaststoffreicher gestalten möchte und dafür Inspiration sucht, findet hier viele gute Ideen und verständliche Erklärungen. Für mich ein gelungenes Gesamtpaket.

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Veröffentlicht am 30.06.2026

An den Fotos gespart

Die Longevity-Food-Formel für das Gehirn
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So langsam verliere ich ja den Überblick, wie viele Bücher von Matthias Riedl ich inzwischen gelesen habe. Entsprechend hoch waren auch meine Erwartungen. Leider bleibt dieses für mich etwas blasser als ...

So langsam verliere ich ja den Überblick, wie viele Bücher von Matthias Riedl ich inzwischen gelesen habe. Entsprechend hoch waren auch meine Erwartungen. Leider bleibt dieses für mich etwas blasser als viele seiner anderen Bücher. Der Fokus liegt ganz klar auf dem Theorieteil, der sich mit psychischer Gesundheit, Ernährung und Longevity beschäftigt. Das fand ich durchaus spannend und gut verständlich erklärt.

Der Rezeptteil konnte mich dagegen nicht ganz überzeugen. Mit knapp 50 Rezepten ist er ohnehin eher überschaubar und viele Gerichte sind für meinen Geschmack etwas zu simpel. Außerdem sind mir einige Rezepte bekannt vorgekommen, weil ich sie in ähnlicher Form schon aus anderen Büchern von Matthias Riedl kannte.
Mein größter Kritikpunkt ist allerdings die Fotos. Nur ungefähr die Hälfte der Rezepte hat überhaupt ein Bild. Für mich ist das bei einem Kochbuch wirklich ein Unding, weil ich mich gerne inspirieren lasse und ohne Foto oft gar keine richtige Lust bekomme, ein Rezept auszuprobieren.

Insgesamt also ein interessantes Buch, wenn man sich vor allem für den theoretischen Teil interessiert. Wer sich hingegen hauptsächlich neue Rezepte erhofft, wird meiner Meinung nach bei anderen Büchern von Matthias Riedl eher fündig.

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Veröffentlicht am 15.06.2026

Kein einziges Rezeptbild

Der 30-Gramm-Plan
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Da ich selbst manchmal Schwierigkeiten habe, auf genügend Ballaststoffe zu kommen, klang dieses Buch für mich erst einmal sehr interessant. Der Theorieteil nimmt ungefähr das erste Drittel des Buches ein. ...

Da ich selbst manchmal Schwierigkeiten habe, auf genügend Ballaststoffe zu kommen, klang dieses Buch für mich erst einmal sehr interessant. Der Theorieteil nimmt ungefähr das erste Drittel des Buches ein. Für Einsteigerinnen und Einsteiger ist das sicherlich hilfreich, wer sich aber schon etwas länger mit Ernährung beschäftigt und bereits einige Bücher zu dem Thema gelesen hat, wird hier vermutlich nicht viel Neues finden. Mir persönlich war der Inhalt etwas zu oberflächlich.

Größer war für mich allerdings die Enttäuschung beim Rezeptteil. Mit rund 60 Rezepten ist die Auswahl ohnehin nicht riesig, was grundsätzlich kein Problem wäre. Was mich jedoch wirklich überrascht hat: Es gibt kein einziges Rezeptfoto. Gerade bei einem Kochbuch finde ich Bilder wichtig, weil sie Lust aufs Nachkochen machen und Orientierung geben. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich das Buch wahrscheinlich gar nicht erst gelesen.

Die Rezepte selbst wirken überwiegend einfach und alltagstauglich, konnten bei mir aber wenig Begeisterung auslösen. Insgesamt fehlte mir etwas die Inspiration und die Vorfreude aufs Ausprobieren. Zwar finde ich die Grundidee des Buches nach wie vor sinnvoll und interessant, allerdings konnte die Umsetzung nicht mit den Erwartungen mithalten, vor allem angesichts des Preises.

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Veröffentlicht am 31.05.2026

Fleisch, Fisch, Alkohol & ungenaue Angaben

Sommer satt
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Ein wirklich schön gestaltetes Buch, das sofort Sommerstimmung verbreitet. Die Fotos machen Lust aufs Nachkochen und insgesamt wirkt alles sehr leicht und entspannt.

Man sollte allerdings wissen, dass ...

Ein wirklich schön gestaltetes Buch, das sofort Sommerstimmung verbreitet. Die Fotos machen Lust aufs Nachkochen und insgesamt wirkt alles sehr leicht und entspannt.

Man sollte allerdings wissen, dass viele Rezepte Fisch, Fleisch oder Alkohol enthalten. Das ist überhaupt nicht schlimm, aber für manche Menschen ist die Auswahl dadurch etwas eingeschränkter. Die Cocktailrezepte lassen sich natürlich oft alkoholfrei abwandeln, bei manchen Gerichten geht das weniger einfach.

Trotzdem habe ich einige Rezepte entdeckt, die mich direkt angesprochen haben. Besonders spannend fand ich die Beignets ohne Frittieren, das Tiramisu mit Aperol, die Armen Ritter mit Orangensauce oder die Zucchiniblüten-Beignets. Die Getränke, die ich bisher ausprobiert habe, sind ebenfalls gut gelungen.

Was mich etwas irritiert hat, sind ungenaue Angaben in einzelnen Rezepten. Wenn dort beispielsweise „1 Becher Joghurt“ steht, frage ich mich schon, welche Menge gemeint ist. Das kann für mich alles von 200 g bis 600 g bedeuten. Solche Dinge sollten in einem Kochbuch eigentlich nicht vorkommen.

Schade finde ich außerdem, dass nicht jedes Rezept ein eigenes Foto bekommen hat. Das ist zwar nur bei wenigen Rezepten der Fall, aber gerade bei Gerichten, die man noch nicht kennt, schaue ich mir das Ergebnis vorher gerne an.

Insgesamt ist das Buch aber eine schöne Sammlung an sommerlichen Rezepten mit einigen kreativen Ideen und vielen Gerichten, die man nicht in jedem Kochbuch findet. Gerade wer gerne mediterran kocht und neue Anregungen sucht, dürfte hier einiges entdecken.

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