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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.07.2026

Umfangreich

Vegetarisch express
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Ein wirklich tolles Kochbuch mit einer riesigen Auswahl an Rezepten. Ich habe 153 Rezepte gezählt und durch diese Vielfalt dürfte hier wirklich jede und jeder fündig werden. Egal ob schnelle Feierabendküche ...

Ein wirklich tolles Kochbuch mit einer riesigen Auswahl an Rezepten. Ich habe 153 Rezepte gezählt und durch diese Vielfalt dürfte hier wirklich jede und jeder fündig werden. Egal ob schnelle Feierabendküche oder etwas Besonderes fürs Wochenende. Mein bisheriges Highlight ist ganz klar der Frozen Joghurt mit Limette und Honig. Der war richtig lecker und wird definitiv öfter gemacht.

Auch sonst sind einige Rezepte dabei, auf die ich mich schon sehr freue. Besonders gespannt bin ich auf die Filoteig-Lasagne mit Waldbeeren, das Dutch Baby mit Pecorino und die Crostini mit Bohnencreme. Das sind genau die etwas ausgefalleneren Ideen, die ich in Kochbüchern gerne entdecke. Gleichzeitig fehlen aber auch die Klassiker nicht. Pizza, Grillspieße oder Shepherd’s Pie mit Linsen sorgen dafür, dass wirklich für jeden Geschmack etwas dabei ist. Von Vorspeisen über Hauptgerichte bis hin zu Desserts ist alles vertreten. Nur Frühstücksrezepte sucht man hier vergeblich, was ich aber verschmerzen kann.

Insgesamt ist das einfach ein richtig umfangreiches Kochbuch für alle, die schnelle vegetarische Gerichte mögen. Die Mischung aus Klassikern und neuen Ideen ist gelungen und ich freue mich schon darauf, mich weiter durch die vielen Rezepte zu kochen.

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Veröffentlicht am 12.07.2026

Mal wieder ein Einstiegswerk

Unshame
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Leider hatte ich ganz andere Erwartungen an dieses Buch. Was mich besonders interessiert hat, war Louisa Dellerts Perspektive als ehemalige Fitness-Influencerin. Gerade weil sie selbst jahrelang Teil dieser ...

Leider hatte ich ganz andere Erwartungen an dieses Buch. Was mich besonders interessiert hat, war Louisa Dellerts Perspektive als ehemalige Fitness-Influencerin. Gerade weil sie selbst jahrelang Teil dieser Welt war, hatte ich auf persönliche Einblicke und eine intensive Auseinandersetzung mit Social Media, Körperbildern und ihrem eigenen Wandel gehofft. Genau das kommt für meinen Geschmack aber viel zu kurz.

Stattdessen versucht das Buch auf knapp 150 eigentlichen Inhaltsseiten eine Vielzahl an Themen unterzubringen. In 15 Kapiteln geht es unter anderem um Diätkultur, Body Positivity, Schönheitsideale, Kleopatra, Mommy Makeovers und viele weitere Aspekte rund um den weiblichen Körper. Das Problem ist nur: Alles wird angerissen, aber kaum ein Thema bekommt den Raum, den es verdient hätte. Dadurch bleibt vieles recht oberflächlich. Besonders schade fand ich, dass Louisa Dellerts eigene Geschichte so wenig Platz einnimmt. Dabei ist genau diese Perspektive für mich der eigentliche Selling Point des Buches. Ihre Erfahrungen als Fitness-Influencerin, der Druck auf Social Media und ihr persönlicher Weg hätten das Buch für mich deutlich spannender gemacht. Stattdessen bleibt es über weite Strecken erstaunlich unpersönlich.

Insgesamt ist das Buch für mich deshalb eher eine Einstiegslektüre zum Thema weiblicher Körper im Patriarchat. Wer sich bisher noch wenig mit Themen wie Diätkultur, Body Positivity oder Schönheitsnormen beschäftigt hat, bekommt hier einen verständlichen ersten Überblick. Ich selbst habe allerdings schon einige Bücher zu diesen Themen gelesen und hatte deshalb auf mehr Tiefe, mehr Einordnung und vor allem mehr persönliche Reflexion gehofft.
Unterm Strich war das Buch für mich deshalb leider nicht das Manifest, das der Verlag verspricht, sondern eher ein Überblick über viele Themen, die jeweils nur kurz angeschnitten werden. Ich hatte mir gerade aufgrund der Autorin deutlich mehr erhofft.

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Veröffentlicht am 10.07.2026

Flach und lieblos

Der Endometriose-Balance-Plan
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Leider bin ich von diesem Buch wirklich enttäuscht, obwohl ich mittlerweile wirklich viele Bücher von Matthias Riedl im Regal stehen habe. Umso größer war leider auch die Enttäuschung.

Der Theorieteil ...

Leider bin ich von diesem Buch wirklich enttäuscht, obwohl ich mittlerweile wirklich viele Bücher von Matthias Riedl im Regal stehen habe. Umso größer war leider auch die Enttäuschung.

Der Theorieteil beschäftigt sich zwar mit Endometriose, bleibt für meinen Geschmack aber auf einem sehr grundlegenden Niveau. Wirklich Neues wird man hier eher nicht lernen. Die Themen werden wahnsinnig schnell abgehandelt und bevor sie richtig erklärt werden, geht es schon weiter. Mir hat vor allem ein Überblick über die Studienlage zur Verbindung von Ernährung und Endometriose gefehlt. Genau das hätte ich von einem Buch wie diesem erwartet. Stattdessen bleibt vieles recht allgemein. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie intensiv sich der Autor wirklich mit Endometriose beschäftigt hat oder ob es am Ende doch bei dem geblieben ist, was er selbst beschreibt: ein Gespräch mit Dr. Sylvia Mechsner. Wer sich wirklich fundiert mit dem Thema beschäftigen möchte, sollte meiner Meinung nach lieber direkt zu den Büchern von Dr. Sylvia Mechsner greifen.

Das hätte ich noch verschmerzen können, denn eigentlich war ich vor allem auf die Rezepte gespannt. Leider wurde ich auch hier enttäuscht. Knapp ein Drittel der Rezepte hat kein Foto. Für mich ist das bei einem Kochbuch nach wie vor ein absolutes No-Go, weil genau die Bilder Lust aufs Nachkochen machen. Noch dazu kannte ich ungefähr ein weiteres Drittel der Rezepte bereits aus anderen Büchern von Matthias Riedl. Klar, die Rezepte passen grundsätzlich zum Thema und können ebenfalls entzündungshemmend sein. Trotzdem wirkt das Ganze auf mich wenig liebevoll zusammengestellt.

Die Auswahl der Gerichte ist grundsätzlich in Ordnung. Für ein Buch, das sich an Schmerzpatientinnen richtet, hätte ich mir aber deutlich mehr unkomplizierte Rezepte gewünscht. One-Pot-Gerichte, einfache Ofengerichte oder allgemein Gerichte mit wenig Arbeitsaufwand hätten meiner Meinung nach besser gepasst. Stattdessen gibt es auffallend viele Bowls und Salate. Das finde ich etwas unglücklich, weil größere Mengen Rohkost für manche Betroffene eben nicht immer gut verträglich sind. Wirklich spannende neue Rezepte habe ich außerdem kaum entdeckt.

Insgesamt wirkt das Buch auf mich leider nicht wie aus einem Guss. Der Balance-Plan fühlt sich eher zusammengewürfelt an und der Rezeptteil macht den Eindruck, als hätte man viele bereits vorhandene Rezepte einfach noch einmal verwendet. Dafür finde ich den Preis ehrlich gesagt zu hoch. Wer wirklich gute Rezepte sucht, ist meiner Meinung nach mit der Medical-Cuisine-Reihe deutlich besser beraten. Und wer sich fundiert über Endometriose informieren möchte, sollte lieber direkt zu einem Buch greifen, das sich ausschließlich mit dieser Erkrankung beschäftigt.

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Veröffentlicht am 01.07.2026

Oberflächlich und unfokussiert

Die Zucker-Revolution
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Leider konnte mich dieses Buch überhaupt nicht überzeugen. Die Grundidee fand ich zunächst durchaus spannend, gerade weil das Thema Zucker oft sehr einseitig dargestellt wird. Am Ende hatte ich aber eher ...

Leider konnte mich dieses Buch überhaupt nicht überzeugen. Die Grundidee fand ich zunächst durchaus spannend, gerade weil das Thema Zucker oft sehr einseitig dargestellt wird. Am Ende hatte ich aber eher das Gefühl, ein unfokussiertes Buch mit vielen Behauptungen als einen gut aufgebauten Ratgeber gelesen zu haben.
Der Autor stellt seine Entdeckung rund um das Molekül bzw. Gen TKTL1 wird sehr stark in den Mittelpunkt gestellt und deren Bedeutung wird meiner Meinung nach etwas zu sehr stilisiert. Für den eigentlichen Inhalt des Buches hätte es diese ständige Hervorhebung gar nicht gebraucht.

Man merkt außerdem deutlich, dass der Autor Biologe und weder Arzt noch Ernährungswissenschaftler ist. Es werden viele biologische Details erklärt, teilweise sehr ausführlich, dann aber an entscheidenden Stellen wieder so oberflächlich oder unverständlich, dass die eigentlichen Zusammenhänge für mich nicht klar wurden. Hinzu kommt ein Schreibstil mit unzähligen Klammern und Einschüben, der das Lesen unnötig anstrengend macht.

Besonders gestört hat mich der Aufbau. Immer wieder werden Fachbegriffe verwendet, die erst viele Kapitel später erklärt werden. Dadurch musste ich ständig überlegen, ob ich etwas überlesen habe. Insgesamt fehlte mir ein roter Faden. Inhaltlich konnte ich viele Schlussfolgerungen ebenfalls nicht nachvollziehen. Der Autor spricht sich klar für Zucker aus, warnt gleichzeitig aber sehr deutlich vor Samenölen wie Rapsöl und vor Blutzuckerspitzen. Dabei sind Blutzuckeranstiege nach dem Essen zunächst einmal normale physiologische Vorgänge.

Auch die wissenschaftliche Herangehensweise fand ich nicht immer gelungen. Studien werden häufig als endgültiger Beweis angeführt, ohne ihre Aussagekraft, Methodik oder die tatsächliche Größe der Effekte kritisch zu beleuchten. Dadurch wirkte vieles auf mich eher oberflächlich behauptet als wirklich fundiert erklärt.

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Veröffentlicht am 30.06.2026

Gesunde Rezepte

Mein Ballaststoff-Masterplan
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Ich finde das Thema dieses Buches richtig gelungen. Viele Menschen essen deutlich zu wenig Ballaststoffe und genau hier setzt es an. Neben einem gut verständlichen Theorieteil gibt es viele praktische ...

Ich finde das Thema dieses Buches richtig gelungen. Viele Menschen essen deutlich zu wenig Ballaststoffe und genau hier setzt es an. Neben einem gut verständlichen Theorieteil gibt es viele praktische Tipps, wie man nach und nach mehr Ballaststoffe in den Alltag integrieren kann.

Besonders gut gefallen hat mir der Rezeptteil. Die knapp 50 Rezepte sind alltagstauglich, abwechslungsreich und reichen von Frühstück über Hauptgerichte bis hin zu Desserts. Die Baked Chocolate Oats haben mir richtig gut geschmeckt und sobald wieder Saison ist, möchte ich unbedingt die Schwarzwurzelsuppe und die Topinambur-Waffeln ausprobieren. Auch die Brownies mit Himbeeren, in denen ganze Datteln, Zucchini und Kichererbsen stecken, haben mich neugierig gemacht. Ich bin gespannt, wie sie schmecken.

Insgesamt wirkt das Buch angenehm bodenständig. Die Rezepte sind nicht unnötig kompliziert, sondern lassen sich gut in den Alltag integrieren. Wer seine Ernährung ballaststoffreicher gestalten möchte und dafür Inspiration sucht, findet hier viele gute Ideen und verständliche Erklärungen. Für mich ein gelungenes Gesamtpaket.

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