„Die Jahre der Toten“ ist ein schon etwas älterer aber kompromissloser, temporeicher Endzeitroman, der die Eskalation einer globalen Seuche mit erschreckender Konsequenz erzählt. David Nathan hebt das ...
„Die Jahre der Toten“ ist ein schon etwas älterer aber kompromissloser, temporeicher Endzeitroman, der die Eskalation einer globalen Seuche mit erschreckender Konsequenz erzählt. David Nathan hebt das Hörbuch auf ein hohes Spannungsniveau – seine Stimme macht aus der ohnehin dichten Handlung ein intensives, filmisches Erlebnis.
Wer dystopische Geschichten mit militärischem Einschlag mag, für den ist dieses Hörbuch ein Volltreffer. Die Fortsetzungen können für mich nicht schnell genug kommen, obwohl bereits vor Jahren gelesen.
Summer Heat spielt einem luxuriösen „Resort“ an der Algarve, wo Mia eine Stelle als Animateurin und Yogalehrerin annimmt. Dort begegnet sie Yanis, einem Barkeeper, und zwischen beiden entsteht schnell ...
Summer Heat spielt einem luxuriösen „Resort“ an der Algarve, wo Mia eine Stelle als Animateurin und Yogalehrerin annimmt. Dort begegnet sie Yanis, einem Barkeeper, und zwischen beiden entsteht schnell eine Beziehung. Allerdings ahnt Yanis nichts von Mias Plan. Sie hat einen ganz eigenen, persönlichen Grund, weshalb sie überhaupt in das Resort gekommen ist.
Das Cover hat mich angesprochen und neugierig gemacht und war auch letztendlich mit ausschlaggebend für meinen Kauf. Leider konnte die Geschichte nicht mithalten, zumindest für mich nicht.
Der Einstieg fiel mir überraschend schwer. Ich brauchte lange, um mich in der Handlung zurechtzufinden. Das erste Drittel zog sich für mich irgendwie, hier hätte ich mir eine straffere Handlung gewünscht
Im zweiten Drittel kommt durch Perspektivenwechsel zwischen Mia und Yanis etwas mehr Bewegung ins Spiel. Diese bringen zwar etwas Dynamik rein, aber die Spannung bleibt weiterhin auf der Strecke.
Der weitere Verlauf der Geschichte wirkte leider auch wenig überzeugend. Sowohl Mias als auch Yanis’ Verhalten erschien mir oft unlogisch, sodass ich ihre Entscheidungen kaum nachvollziehen konnte. Von tödlichen Geheimnissen und düsterer Atmosphäre -wie im Klappentext angekündigt war nichts zu finden.
Daher von mir keine Empfehlung.
Ich habe einige Romane von Andreas Eschbach gelesen bzw. gehört, zuletzt „Die Abschaffung des Todes“ ebenfalls gelesen von Matthias Koeberlin. Ins fahle Herz des Sommers kommt für mich mit etwas über 5 ...
Ich habe einige Romane von Andreas Eschbach gelesen bzw. gehört, zuletzt „Die Abschaffung des Todes“ ebenfalls gelesen von Matthias Koeberlin. Ins fahle Herz des Sommers kommt für mich mit etwas über 5 Stunden Laufzeit wie eine Kurzgeschichte daher.
Dystopien gehören zu meinen liebsten Genres, und „Ins fahle Herz des Sommers“ entfaltet trotz seiner Kürze eine eindrucksvolle Atmosphäre: Europa ist durch die Klimaerwärmung unbewohnbar geworden, parallel dazu greift eine rätselhafte Seuche um sich. Fausto, der den rechtzeitigen Aufbruch aus welchen Gründen auch immer verpasst hat, lebt in einem kleinen, verlassenen französischen Dorf mit einer alten Dame und einem Pfarrer als Nachbarn. Nur in Vollmondnächten wagt er sich mit seinem Fahrrad hinaus, um in den Häusern nach Werkzeugen und Lebensmitteln zu suchen.
Eine Tages taucht eine junge Frau auf, die der Hitze auf unerklärliche Weise trotzt. Fausto verliebt sich natürlich in sie, mit all den Konsequenzen, die eine solche Welt bereithält.
Die Geschichte zieht einen richtig hinein und schafft eine tolle Stimmung, das Ende ist zwar stimmig, kommt für mich aber trotzdem plötzlich – fast so, als würde sie genau dann aufhören, wenn man sich noch ein bisschen mehr davon wünscht.
Für alle die Geschichten in einem dystopischen Setting mögen ist dieses Hörbuch eine klare Empfehlung – zumal Matthias Koeberlin wie immer großartig liest.
„Meeresdunkel“ ist ein Thriller, den ich nur schwer einordnen kann. Phasenweise hat er mich ganz gut unterhalten, doch je näher das Ende rückte, desto unglaubwürdiger wurde die Handlung.
Ausgangspunkt ...
„Meeresdunkel“ ist ein Thriller, den ich nur schwer einordnen kann. Phasenweise hat er mich ganz gut unterhalten, doch je näher das Ende rückte, desto unglaubwürdiger wurde die Handlung.
Ausgangspunkt ist die Doppelbuchung einer Finca auf Mallorca, um die sich düstere Geheimnisse ranken. Dort treffen das Paar Hans und Marie mit ihren 14‑jährigen Zwillingen Esme und Finn auf Henrike und Samuel, die mit ihrem achtjährigen Sohn Juri anreisen. Begleitet werden sie von Freddy, Henrikes frisch geschiedenem Bruder. Anfangs verläuft das erzwungene Zusammenleben überraschend harmonisch. Auch die Kinder verstehen sich gut, wobei Juri für mich von Beginn an ein auffällig irritierendes Verhalten zeigt.
Nach und nach zieht der Krimi die Spannungsschraube an: ein Unwetter, ein Stromausfall, mysteriöse Vorfälle und schließlich ein Todesfall. Doch statt Nervenkitzel erzeugt das alles eher eine diffuse Neugier – die Atmosphäre ist düster, aber nicht wirklich packend. Schnell wird außerdem klar, dass beide Paare am Ende ihrer Beziehung stehen, was die Dynamik zusätzlich belastet.
Spätestens als eines Tages eine Leiche auf dem Küchentisch liegt, kippt die Geschichte für mich ins Überzogene. Die anfänglich interessante Ausgangssituation verliert an Glaubwürdigkeit, und der Thriller kann die Spannung, die er verspricht, nicht einlösen.
Das Ende war für mich der Moment, in dem die Geschichte komplett auseinanderfiel. Es wirkte konstruiert, überzogen und in seiner Logik kaum nachvollziehbar. Zusätzlich fiel es mir schwer, eine Verbindung zu den Figuren aufzubauen. Keiner der Charaktere war mir sympathisch, und ihr Verhalten blieb für mich durchgehend unverständlich. Dadurch fehlte mir am Schluss nicht nur die Glaubwürdigkeit der Handlung, sondern auch jede emotionale Beteiligung.
Alexandra Bell entführt in eine magische Welt voller Zeitreisen. Besonders der Einstieg hat mich gefesselt: Eve betritt das verfallene Hotel, findet sich plötzlich in der Vergangenheit wieder, die bildhaften ...
Alexandra Bell entführt in eine magische Welt voller Zeitreisen. Besonders der Einstieg hat mich gefesselt: Eve betritt das verfallene Hotel, findet sich plötzlich in der Vergangenheit wieder, die bildhaften Beschreibungen lassen einen alles direkt miterleben. Während sie versucht, das Suchspiel zu gewinnen verschwimmen die Zeiten immer stärker.
Was ich auch schade fand: Die angedeutete Liebesgeschichte kommt entweder zu kurz oder wirkt stellenweise sperrig, als würde sie nicht richtig in den Erzählfluss passen. Statt emotionaler Tiefe bleibt sie eher blass und verliert sich zwischen den vielen Zeitebenen. Doch je näher das Ende rückte, desto verwirrender wurde es für mich. Am Schluss hatte ich das Gefühl, den Überblick zu verlieren.
Insgesamt ein Roman mit viel Potenzial und beeindruckender Atmosphäre, der jedoch zum Schluss für mich deutlich an Wirkung verliert.
Das Cover wirkt leicht surreal auf mich Die Kombi aus dem eleganten Hotel, den kühlen Farbtönen und dem auffälligen Oktopus‑Motiv erzeugt eine Atmosphäre, die sowohl magisch als auch ein wenig unheimlich wirkt. Es deutet an, dass dieser Ort mehr ist als ein gewöhnliches Hotel.