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Veröffentlicht am 23.01.2026

Der Traum vom Haus

Tödliches Angebot
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„Kein Haus, kein Baby. Kein Haus, keine Familie. Kein Haus, kein Leben.“ Das ist das Mantra von Protagonistin Margo in dem Psychothriller TÖDLICHES ANGEBOT von Marisa Kashino. Margo hängt mit ihrem Ehemann ...

„Kein Haus, kein Baby. Kein Haus, keine Familie. Kein Haus, kein Leben.“ Das ist das Mantra von Protagonistin Margo in dem Psychothriller TÖDLICHES ANGEBOT von Marisa Kashino. Margo hängt mit ihrem Ehemann in einer Wohnung fest, die zu klein ist für den heißersehnten Nachwuchs. Der Immobilienmarkt ist hart umkämpft. Als Margo dann ihr Traumhaus findet, will sie es sich auf keinen Fall durch die Lappen gehen lassen.
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Ich sage es, wie es ist: Die Alte hat gehörig einen an der Klatsche. Margo ist ganz sicher keine Protagonistin, die man ins Herz schließt. TÖDLICHES ANGEBOT beginnt harmlos, alltäglich und durchaus noch nachvollziehbar. Das Geschehen wird ruhig erzählt und nimmt scheinbar nur langsam Fahrt auf. Ehe man es sich aber versieht, steckt man mittendrin. Margo steigert sich auf sehr ungesunde Art und Weise in etwas hinein. Ihr Verhalten setzt eine Handlungsspirale in Gang, bei der ihr gesunder Menschenverstand abhandenkommt.
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TÖDLICHES ANGEBOT ist ein fein gesponnener Psychothriller, der durchaus zu unterhalten weiß. Zwischendurch hätte ich Margo einfach gerne etwas mehr verstanden. Schade fand ich auch, dass die anderen Charaktere hier nur Statisten sind, was die Story dann doch etwas eindimensional macht.
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Fazit: Ich habe TÖDLICHES ANGEBOT insgesamt gerne gelesen. Der Ansatz ist richtig gut. Was Marisa Kashino daraus macht, hat seine Berechtigung. Ich finde, dass die Autorin mit einer etwas anderen Ausrichtung aber noch viel mehr aus der Story hätte herausholen können. In der vorliegenden Form ist der Psychothriller für mich weder richtig gut, noch richtig schlecht. Vielmehr bleibt er irgendwo im luftleeren Raum stecken und verpasst die Chance richtig Eindruck zu hinterlassen.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Mega-tolle Fortsetzung

Dorn. Ruf der Toten
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Mit DORN – RUF DER TOTEN setzt Jan Beck seine im vergangenen Jahr angelaufene neue Thriller-Reihe fort. Ich war davon überzeugt, dem Auftaktband bereits die volle Punktzahl gegeben zu haben. Der Blick ...

Mit DORN – RUF DER TOTEN setzt Jan Beck seine im vergangenen Jahr angelaufene neue Thriller-Reihe fort. Ich war davon überzeugt, dem Auftaktband bereits die volle Punktzahl gegeben zu haben. Der Blick zurück hat allerdings gezeigt, dass er von mir doch noch mit leicht vorsichtiger Zurückhaltung und vier Sternen bewertet wurde. Beim zweiten Teil gibt es aber kein Vertun: Jetzt sind die fünf Sterne fällig.
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Jan Beck ist die große Kunst gelungen, eine Fortsetzung zu schreiben, mit der ich nahtlos und ohne zu fremdeln wieder in die Reihe einsteigen konnte. Es kam mir nicht so vor, als wäre ein ganzes Jahr Lesezeit zwischen den beiden Bänden vergangen. Die Tür zum Hotel Dornwald hat sich geöffnet und es war, als wäre ich nie weg gewesen. Das will schon was heißen!
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Beck steigt direkt mit einer spannenden Szene ins Geschehen ein und hat mich damit sofort gecatcht. Dann bin ich auch direkt wieder bei dem titelgebenden Protagonisten Simon Dorn gelandet. Kurze Kapitel, Orts- und Perspektivwechsel sorgen für Tempo und Abwechslung. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe das Buch innerhalb eines einzigen Tages angefangen und ausgelesen.
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Simon Dorn und das heruntergekommene ehemalige Hotel Dornwald sind Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Auch Ermittlerin Lea Wagner mag ich hier wieder sehr. Mein Liebling ist aber diesmal eindeutig Leas Bruder Karl, der von seiner Schwester aus Gründen bei Dorn einquartiert wird und das Leben des Einsiedlers gehörig durcheinanderwirbelt.
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Zur Story möchte ich gar nicht mehr verraten. Lasst euch einfach in die rasante Handlung reinziehen und mitreißen. Der Thriller ist durchweg spannend und hat keinerlei Längen. Am Schluss gibt es noch einen Cliffhanger, der sich gewaschen hat und für erhöhten Puls sorgt. Damit ist klar: Ich kann es kaum erwarten, mit Simon Dorn das nächste Zimmer im Hotel Dornwald zu betreten!

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Liebe & Spannung im Savoy

Nächte im Savoy -
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Ein Regency-Liebesroman mit sympathischen und interessanten Charakteren, die in einem tollen Setting platziert werden und dazu noch eine Story mit einem Hauch von Krimi – das ist DER BLICK EINES VISCOUNTS, ...

Ein Regency-Liebesroman mit sympathischen und interessanten Charakteren, die in einem tollen Setting platziert werden und dazu noch eine Story mit einem Hauch von Krimi – das ist DER BLICK EINES VISCOUNTS, der zweite Band der NÄCHTE IM SAVOY-Reihe von Laura Lee. Der Roman bietet einfach gute Unterhaltung mit Herz und garantiert für schöne Lesestunden.
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Darum geht’s: Delia Stratham gerät als Veranstaltungsplanerin im Savoy mit dem neuen Hotelmanager Simon Hayden aneinander. Das Hotel schreibt rote Zahlen und Simon soll herausfinden, warum. Er verdächtigt Delia, heimlich Geld abzuzweigen…
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Die kurze Inhaltsinfo lässt es schon vermuten: Zwischen den Protagonisten sprühen die Funken. Zunächst aus Feind- und dann zunehmend auch aus Leidenschaft. Das, was über Delia in Band 1 bereits angedeutet wurde, hatte mir schon richtig Laune auf sie als Hauptfigur gemacht. Als junge Frau ist sie bereits dreifach verwitwet und steht herzerfrischend selbstbewusst ihren Mann im Londoner Leben des Jahres 1898. Sich gegen Simon, den scheinbar so arroganten Viscount of Calderon zu behaupten, wird zur besonderen Herausforderung. Dieses Pärchen ergibt einfach ein tolles Gespann. Irgendwie unkonventionell. Die spritzigen Dialoge, die sie sich liefern, sind ein Träumchen.
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Laura Lee hat hier wieder einen tollen Regency-Liebesroman vorgelegt. Ihr flüssiger und angenehmer Schreibstil hat mich auch diesmal überzeugt. Handlung und Pärchen-Bildung fand ich in diesem Band sogar noch stärker als im Vorgänger. Vor allem ist aber die Atmosphäre des Savoy-Hotels besser zum Tragen gekommen. Das hatte ich mir ja auch so gewünscht.
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Fazit: DER BLICK EINES VISCOUNTS bietet jetzt keine großartige Überraschung in Bezug auf das Genre. Ich habe bekommen, was ich erwartet habe: Eine kurzweilige Lovestory in historischem Setting. Macht immer wieder Laune, zwischendurch mal in so eine schöne Geschichte abzutauchen.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

3. Versuch geglückt

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Ich war kein Fan von Emily Rudolfs vorangegangenen beiden Thrillern. Trotzdem hatte ich bei DIE HOUSESITTERIN dieses kurze Fingerzucken und, Schwupps, war das eBook auf meinem Reader gelandet. Man kennt ...

Ich war kein Fan von Emily Rudolfs vorangegangenen beiden Thrillern. Trotzdem hatte ich bei DIE HOUSESITTERIN dieses kurze Fingerzucken und, Schwupps, war das eBook auf meinem Reader gelandet. Man kennt es, oder? Meine Leseerwartung hatte ich zurückgeschraubt – und bin dann positiv überrascht worden.
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Darum geht’s: Cecilia ist Housesitterin. Zu ihren Auftraggebern gehört auch die einflussreiche Familie Waldner, mit deren Sohn Johannes Cecilia seit Kurzem zusammen ist. Als sie auf eine Villa der Waldners auf einer einsamen Ostseeinsel aufpassen soll, lädt Cecilia ihre besten Freunde zu einem Kennenlern-Wochenende mit Johannes ein. Dabei kommen dunkle Geheimnisse ans Licht…
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Mit dem Buchtitel versucht man hier vielleicht ein bisschen auf den erfolgreichen Zug der Housemaid-Reihe von Freida McFadden aufzuspringen. Damit hat DIE HOUSESITTERIN aber so gar nichts gemeinsam. Das Thema Housesitting ist auch eher Mittel zum Zweck, um die Handlung in Gang zu bringen. Die nimmt jetzt zwar nicht unbedingt rasant Fahrt auf, hat es mit viel düsterer Atmosphäre aber trotzdem geschafft, mich schnell in den Strudel der Ereignisse hineinzuziehen.
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Für mich ist DIE HOUSESITTERIN auf jeden Fall das bisher stärkste Buch von Emily Rudolf. Ein Thriller nach meinem Geschmack, der sich zu einem Pageturner entwickelt, den ich größtenteils innerhalb eines Tages verschlungen habe. Neben der Atmosphäre hat mich die psychologische Ausarbeitung der Charaktere überzeugt. Und dann war da dieser ständige unterschwellige Nervenkitzel… Emily Rudolf entwickelt den Plot so, dass ich unbedingt am Ball bleiben musste. Die Handlung nimmt zahlreiche Wendungen. Stück für Stück habe ich mehr über die Protagonisten und ihre Beweggründe erfahren. Und immer, wenn ich gerade dachte, eine Person greifen zu können, war schon im nächsten Moment doch wieder alles ganz anders.
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DIE HOUSESITTERIN ist ein perfider und spannender Thriller, in dem jeder eine Rolle spielt. Emily Rudolf hat mich bis zum Schluss getäuscht und überrascht. Das Buch hat mir insgesamt echt gut gefallen und bekommt eine entsprechende Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Ohne Pfiff

Sturmmeer
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Meine Erwartungen an den neuen Thriller von Stina Westerkamp waren groß. Mit NACHTFLUT hatte mich die Autorin zuvor bereits begeistern können. Da war ich eigentlich davon ausgegangen, dass STURMMEER quasi ...

Meine Erwartungen an den neuen Thriller von Stina Westerkamp waren groß. Mit NACHTFLUT hatte mich die Autorin zuvor bereits begeistern können. Da war ich eigentlich davon ausgegangen, dass STURMMEER quasi ein Selbstläufer wird. Hinter dieser Hoffnung ist das Buch aber weit zurückgeblieben.
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Darum geht’s: Ella freut Sich auf einen romantischen Segeltörn mit ihrem neuem Freund Jan. Allerdings findet Ella sich bald in einer bedrohlichen Lage wieder. Wird sie sich daraus retten können?
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Die Prämisse ist gut. Aber irgendwie wird nichts daraus gemacht. Stina Westerkamp ist wieder bemüht eine spannende und mitreißende Atmosphäre zu schaffen – nur gelingt es ihr diesmal nicht. Ich bin weder mit der Story noch mit den Charakteren warm geworden. In STURMMEER bleibt alles irgendwie an der Oberfläche. Nichts wirkt richtig greifbar. Die Kapitel sind aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, wobei ich aber keiner der jeweiligen Personen irgendwie nähergekommen bin. Es gibt eine Bedrohungslage. Es gibt Geheimnisse. Und trotzdem haben mir die großen Spannungsmomente gefehlt. Die Story erscheint im Laufe der Handlung zunehmend konstruiert und dreht sich teilweise auch extrem um die eigene Achse.
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STURMMEER lässt sich sehr schnell mal eben so zwischen Tür und Angel konsumieren. Für Zwischendurch mag es reichen, aber ein Knaller ist der Thriller nicht. Eher ein Paradebeispiel für ein Buch, dass man nach dem Lesen zuschlägt und dann auch ruckzuck wieder vergessen hat.

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