Gegensätze ziehen sich an
Practice Makes PerfectIch war wieder in Rome! Sarah Adams hatte mich bereits früher im Jahr mit “When in Rome” in die beschauliche Kleinstadt entführt. Da hatte ich mich total in das Setting, die Bewohner und die Geschichte ...
Ich war wieder in Rome! Sarah Adams hatte mich bereits früher im Jahr mit “When in Rome” in die beschauliche Kleinstadt entführt. Da hatte ich mich total in das Setting, die Bewohner und die Geschichte um die Protagonisten Amelia und Noah verliebt. Entsprechend groß war meine Freude, nochmal dorthin zurückzukehren und eine weitere Geschichte an Ort und Stelle erleben zu dürfen.
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Floristin Annie sucht den Mann fürs Leben. Das brave Kleinstadtmädchen fühlt sich ausgerechnet zu Bodyguard Will hingezogen. Der will alles, nur keine feste Beziehung. Als ihr Dating-Coach kommt er Annie dann näher, als ihm lieb ist…
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Sofort bin ich wieder in Rome angekommen. Annie und Will sind schließlich keine Fremden. Annie ist die Schwester von Noah und Will der Angestellte von Amelia. Somit ist der Bezug zu Band 1 hergestellt. Ich dachte, dass ich mich in die zweite Rome-Story genauso verlieben würde. Das war aber nicht so ganz der Fall.
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Sarah Adams schreibt wieder locker und humorvoll. Das Wiedersehen mit den Kleinstadt-Bewohnern war schön. Es war aber auch ein bisschen wie aufgewärmter Kaffee. Bezogen auf das Buch, könnte man sagen, dass der Zauber des Neuen eben verflogen war. Ich wusste, was mich erwartet. Und obwohl ich Annie und Will einerseits ganz süß fand, gingen sie mir andererseits doch auch etwas auf die Nerven. Der Opposites Attract-Trope hat für mich nicht so 100%ig funktioniert. Er ist halt sehr klischeebehaftet und vorhersehbar. Ja, das war die Geschichte in Band 1 auch. Aber sie hatte für meinen Geschmack noch etwas mehr Charme. WHEN IN ROME habe ich geliebt. PRACTICE MAKES PERFECT ist auch nett. Das Erfolgskonzept aus Band 1 hat hier aber nicht nochmal in gleicher Form funktioniert. Was von vornherein klar wie Kloßbrühe ist, erscheint mir zu sehr künstlich in die Länge gestreckt, ohne dass die Story es wirklich trägt.
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Fazit: Blumenfee meets Bad Boy. Friends-to-Lovers. Nicht neu und auch nicht überraschend. Dafür aber herrlich cosy und angenehm zu lesen. Allerdings passt die Geschichte eher zur Lese-Gefühlslage im Frühling und nicht unbedingt zur jetzigen Herbststimmung.