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Veröffentlicht am 08.11.2021

Super Fortsetzung der Trilogie

Amissa. Die Vermissten
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Hart, härter, Kodiak. "Die Vermissten" ist Teil 2 der Amissa-Trilogie von Frank Kodiak aka Andreas Winkelmann. Ich war bereits vom Auftakt "Die Verlorenen" begeistert - habe da aber auch noch Luft nach ...

Hart, härter, Kodiak. "Die Vermissten" ist Teil 2 der Amissa-Trilogie von Frank Kodiak aka Andreas Winkelmann. Ich war bereits vom Auftakt "Die Verlorenen" begeistert - habe da aber auch noch Luft nach oben verspürt. Teil 2 treibt die Story nun bereits dermaßen voran, dass ich mich frage, wie der Autor das im Finale noch steigern will - habe aber keinen Zweifel, dass ihm das gelingt. 😱
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Die Privatdetektive Rica und Jan Kantzius versuchen mehr über die dubiosen Machenschaften der vermeintlich ach so wohltätigen Organisation "Amissa" rauszufinden. Die Spur führt zu "Missing Order". Das Motto: Wer Geld hat, kann sich alles kaufen – auch Menschen!
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Was passiert hier bitte alles? Der Plot ist ultra-spannend, hart und nimmt unglaubliche Twists. Ich habe mich für die Hörbuch-Fassung des Thrillers entschieden. Schon zwei mal war ich von Charles Rettinghaus Interpretation der Winkelmann-Bücher begeistert. Diesmal sogar noch mehr. Normalerweise lese ich Krimis und Thriller lieber. Bei Hörbüchern schaltet mein Gehirn zwischendurch meist automatisch mal ein bisschen ab. Bei komplexen Handlungen und Entwicklungen verliere ich dann schnell den Faden. Diese Gefahr bestand hier nicht ansatzweise. Von der ersten bis zur letzten Minute war ich gefesselt und mitgerissen. Hörpausen? Fast unmöglich. Die Kombination der spannungs- und actiongeladenen Handlung mit der charismatisch-facettenreichen Sprecher-Stimme hat mich nicht losgelassen. Ich wurde eingesogen und erst am Ende wieder ausgespuckt. Meine Aufmerksamkeit ist zusätzlich noch verstärkt worden, weil meine Stadt Duisburg in der Geschichte auch eine Rolle spielt.
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Fazit: Macht euch auf was gefasst! Teil 2 der "Amissa"-Trilogie ist der Wahnsinn. Die Story verlangt dem Leser/Hörer emotional aber auch einiges ab. Böse. Brutal. Unfassbar. Unfassbar gut! Und die Jagd ist noch nicht zu Ende...

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Veröffentlicht am 05.11.2021

Wunderbar weihnachtliche Wohlfühl-Geschichte

Herzfunkeln und Winterträume
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In der Vorweihnachtszeit trifft Weihnachtsliebhaberin Hanna auf Weihnachtsgrinch Jared. Die 18-Jährige ist dabei, sich von ihrer Familie abzunabeln. Kurz vor den Feiertagen bricht sie nach London auf, ...

In der Vorweihnachtszeit trifft Weihnachtsliebhaberin Hanna auf Weihnachtsgrinch Jared. Die 18-Jährige ist dabei, sich von ihrer Familie abzunabeln. Kurz vor den Feiertagen bricht sie nach London auf, wo sie ein Praktikum machen will. Auf dem Weg dorthin trifft sie Jared wieder. Für beide wird es eine turbulente Reise. Hanna blickt hinter Jareds Grinch-Fassade. Es knistert zwischen den beiden.
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OMG! Wie wunderschön ist diese Geschichte. Lichterglanz, Plätzchenduft, Liebe. Was will man mehr? Nichts! Ich bin rundum zufrieden. Die Story hat mich vom ersten Moment an mit ganz viel Atmosphäre, Herz und Humor abgeholt. Gleich das erste Aufeinandertreffen von Hanna als leidenschaftliche Weihnachtselfe und Jared als Weihnachtsmann wider Willen hat mich verzaubert. Der Tripp nach London im Weihnachtsmobil ist auch einfach herrlich beschrieben. Und die Metropole selbst kann mich ohnehin immer begeistern. Ein weiteres Highlight sind die absurd-komischen Kauderwelsch-Textnachrichten von Hannas Mutter. Dazu gibt's noch eine wohldosierte Portion Herzschmerz. Fertig ist ein charmant-leicht-liebevoller Weihnachtsroman.
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Dem Sprecher-Duo Julia Preuß & Alexander Pensel bin ich hier jetzt zum zweiten Mal begegnet. Bei "What to say next" von Julie Buxbaum haben sie mir nicht so gut gefallen. In die Rollen von Hanna und Jared finden sie sich für meinen Geschmack dagegen perfekt ein. Ich konnte mich einfach fallen lassen und genießen.
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Fazit: Eine Wohlfühlstory mit Kuscheldecken-Feeling und Heißgetränk-Ambiente. Hach, einfach rundum schön! Bei mir hat der Weihnachtszauber gezündet. Gefühle, Träume und Humor. Corinna Wieja hat den stimmungsvollen Mix 1A umgesetzt. So wie Filme, die man sich jedes Jahr in der Weihnachtszeit anschaut, hat dieses Hörbuch das Potenzial, ein traditioneller weihnachtlicher Immer-Wieder-Hörer zu werden.

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Veröffentlicht am 29.10.2021

Versuch einer Hommage an Agatha Christie

Mord am Strandweg
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Mit seinem Krimi "Mord am Strandweg" misst sich Mike Powelz mit der Queen of Crime. Der Autor hat in der Coronakrise die Krimis von Agatha Christie analysiert. Sein Ziel: Selbst einen klassischen Kriminalroman ...

Mit seinem Krimi "Mord am Strandweg" misst sich Mike Powelz mit der Queen of Crime. Der Autor hat in der Coronakrise die Krimis von Agatha Christie analysiert. Sein Ziel: Selbst einen klassischen Kriminalroman im typischen Christie-Stil zu schreiben. Ist ihm das gelungen? Ja und Nein zugleich.
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Ein ermordetes Mädchen. Ein Locked Room-Rätsel. Jeder der Anwesenden ist verdächtig. Das ist Christie pur. Powelz' Detektiv ist allerdings merkwürdig geschlechts- und gesichtslos und auch eher unsympathisch. Kein Vergleich zum skurrilen Charme einer Miss Marple oder eines Hercule Poirot. Auch mit allen anderen Charakteren habe ich gehadert, weil sie eher leblos wie Schachfiguren erscheinen.
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Was wiederum gelungen ist, ist die Befragung und Beweisaufnahme. Ich hätte mir eine Zeitachse, einen Lageplan und eine Indizienliste anlegen müssen, um alle Informationen wirklich in Relation setzen zu können. So war mir das Superhirn des Ermittlers immer voraus. "Was für ein Schauspiel!" heißt es auf S.199. Das trifft es eigentlich ganz gut. Ich war eine Zuschauerin. Aus der Distanz habe ich eine perfekte Inszenierung verfolgt.
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Fazit: Mike Powelz hat den Stil von Agatha Christie gut getroffen. Ich habe die Queen of Crime überall wiederentdeckt. Auf der Strecke geblieben sind die gewisse Leichtigkeit und das Herz, wie ich es von Christies bekanntesten und beliebtesten Werken kenne. "Mord am Strandweg" habe ich teilweise als eher anstrengend und etwas schwergängig empfunden. Lesenswert ist es allemal, wie es Mike Powelz gelingt, den klassischen Krimistil zu imitieren. Der Funke ist aber nicht in Gänze übergesprungen

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Veröffentlicht am 24.10.2021

Endlich: Sebastian Bergman ist zurück!

Die Früchte, die man erntet
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Drei Jahre nach dem letzten Fall "Die Opfer, die man bringt" habe ich diese Fortsetzung sowas von heiß ersehnt. Beinahe hatte ich schon befürchtet, dass das Autoren-Duo Hjorth & Rosenfeldt nicht mehr weiterschreibt ...

Drei Jahre nach dem letzten Fall "Die Opfer, die man bringt" habe ich diese Fortsetzung sowas von heiß ersehnt. Beinahe hatte ich schon befürchtet, dass das Autoren-Duo Hjorth & Rosenfeldt nicht mehr weiterschreibt und sich anderen Einzel-Projekten widmet. Dann kam aber die erlösende Nachricht, dass es doch einen neuen Sebastian Bergman-Krimi gibt. Entsprechend habe ich "Die Früchte, die man erntet" beim Lesen gefeiert und zelebriert.

Drei Jahre sind im realen Leben vergangen. Und eben so viele sind es auch in der Handlung zwischen den Büchern. Einiges ist in dieser Zeit passiert. Die Reichsmordkommission hat sich verändert. Die Figuren haben einiges erlebt und sich auch verändert. Und trotzdem gab es keinen einzigen befremdlichen Moment. Sebastian, Vanja, Torkel, Ursula und Billy - sofort war das vertraute Verhältnis wieder da. Schnell war ich darüber im Bilde, was meinen "Freunden" in den letzten Jahren widerfahren ist. Da hat es gute und schlechte Entwicklungen gegeben und etwas, was unterschwellig stetig weitergeköchelt ist.

Vor allem Hauptfigur Sebastian Bergman hat sich verändert. Zum Positiven. Er scheint zur Ruhe gekommen, angekommen und ein gutes Stück geerdet. In dem Krimi spielt er über weite Strecken nur eine untergeordnete Rolle. An den Ermittlungen der Reichsmordkommission ist er diesmal nicht beteiligt. Aber auch ohne ihn entwickelt sich der Fall einer Mordserie sehr spannend.

Ich kann es nicht anders sagen: Die Mordserie ist nur Staffage. Die Bonnie & Clyde-Nummer ist nach der Hälfte des Buches abgeschlossen - und liefert den wichtigsten Impuls für das, was den Leser eigentlich interessiert. Ab da, kommt das Leser-Blut erst richtig in Wallung, ein Adrenalinschub jagt den nächsten und es geht auf den großen Showdown zu.

Hjorth/Rosenfeldt sind für mich die Meister der Cliffhanger. Und nach drei Jahren der Abstinenz laufen sie in "Die Früchte, die man erntet" zur Cliffhanger-Hochform auf. Etwas kommt zu einem schmerzlichen Abschluss. Etwas Unglaubliches tut sich auf. Und etwas Neues wird antizipiert. Ich hoffe jetzt nur, dass ich nicht nochmal so gefühlt unendlich lange auf eine Fortsetzung warten muss.

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Veröffentlicht am 18.10.2021

Jugendbuch im Stil von "Ziemlich beste Freunde"

What to say next
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"What to say next - Vielleicht genügt ein Wort" von Julie Buxbaum
Hörbuch: Lübbe Audio
Sprecher: Julia Preuß & Alexander Pensel
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Der Young Adult-Roman "What to say next" ist eine "Ziemlich beste Freunde"-Variante ...

"What to say next - Vielleicht genügt ein Wort" von Julie Buxbaum
Hörbuch: Lübbe Audio
Sprecher: Julia Preuß & Alexander Pensel
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Der Young Adult-Roman "What to say next" ist eine "Ziemlich beste Freunde"-Variante für Kids. Die beliebte Kit muss mit einem schweren Schicksalsschlag klarkommen. Das Mitleid ihrer Freundinnen erträgt sie nicht. Deshalb setzt sie sich in der Pause einfach mal an den Tisch von Sonderling David. Das löst einen Erdrutsch der Aufmerksamkeit aus. Der Typ mit dem Asperger-Syndrom avanciert auf einmal zu Mr. Cool - und muss in seinem Leben mit ganz neuen Perspektiven klarkommen.
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Die Geschichte hat nette Momente. Am besten fand ich, wie David sich von seiner Schwester seelisch auf eine Party vorbereiten lässt - voller Sorge, dass ihm besoffene Kids da vor die Füße kotzen könnten. Alexander Pensel spricht den Außenseiter, der alles mit mathematischer Genauigkeit angeht, stockend, unsicher, sensibel und irgendwie süß. Das Highlight ist aber Julia Preuß als Kit. Ihrer Stimme hat diesen kratzigen Unterton, durch den ich sofort das Bild einer frechen, kleinen Kröte vor Augen hatte. Dabei ist Kit aber weniger ein Gör, sondern eher verletzlich, schmerz- und schulderfüllt. Trotz dieser Diskrepanz gilt, dass es toll gesprochen ist.
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Kit und David freunden sich tatsächlich an. Einer lernt vom anderen. Ein bisschen Liebe spielt mit rein. Und ein düsteres Geheimnis droht alles zu zerstören. Letztendlich war ich froh, dass die Autorin das Ende nicht allzu rosarot geschrieben hat. Statt dessen gibt es ein eher realistisches Happy-End. Und das ist gut so, finde ich.
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Fazit: "What to say next" ist ein typisches Jugendbuch. Ein bisschen Freundschaft. Ein bisschen Liebe. Ein paar Probleme. Nett erzählt und für Zwischendurch gut geeignet.

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