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Veröffentlicht am 01.06.2022

Thomas Finn weiß wieder zu begeistern

Whispering Fields - Blutige Ernte
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Aus Erfahrung kann ich sagen, dass man mit Thomas Finn gar nichts falsch machen kann. Aus diesem Grund habe ich mir das Buch auch blind geholt ohne zu wissen um was es dabei geht. Ich habe nur gesehen, ...

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass man mit Thomas Finn gar nichts falsch machen kann. Aus diesem Grund habe ich mir das Buch auch blind geholt ohne zu wissen um was es dabei geht. Ich habe nur gesehen, dass es sich wieder um einen Horror-Thriller handelt und damit war die Entscheidung gefallen „Das Buch muss ich lesen!“. Ich kenne andere Werke von Ihm wie Bermuda oder Lost Souls, welche mich beide begeistert haben. Und genau das was ich erwartet habe, habe ich bei „Whispering Felds“ auch bekommen.

Finn typisch werden Mythen und Sagen behandelt und ich kann euch verraten, dass es jeden Fall abgefahren wird! Was sehr mysteriös beginnt wird zur Fahrt samt Hexen, Muhmen und Vogelscheuchen. Die Story beruht diesmal kleiner Spoiler auf der Sage von Krabat, der eine schwarze Schule für magische Künste betrieben haben soll. Und außerdem um unheimliche Kornkreise Spoiler Ende. Wie das zusammenpasst gilt es in dieser rasanten Story herauszufinden. Das Szenario ist wieder toll und konnte mich oft überraschen. Da kannste echt keine großen Pausen einlegen, die Geschichte ist viel zu interessant und muss einfach verschlugen werden.

Was mich zu Beginn etwas verwirrt hat, war dieser doch sehr amateurhafte Schreibstil. Ich war im ersten Moment über die teilweise laienhafte Erzählweise schon schockiert. So kannte ich Thomas Finn bis dato nicht. Irgendwas ist mMn im Lektorat danebengegangen. Als ob ein anderer Autor die ersten Kapitel geschrieben hat. Auch Fehler schleichen sich ein, wo z.Bsp. im Osten die Sonne untergeht u.ä. Keine Ahnung was da passiert ist. Aber nach den ersten Kapiteln steigert sich das Niveau extrem und auf einmal habe ich Thomas Finn wieder erkannt. Dafür muss ich jedoch leider einen Punkt abziehen.

Wer Thomas Finn bereits gelesen hat und seine Bücher mag, kann bedenkenlos zugreifen und wird hier seine wahre Freude haben. Unentschlossene Leser müssen sich darüber im Klaren sein, dass es übersinnlich, abgedreht und phantastisch wird. Für mich ein tolles Lesevergnügen. Seinen Büchern bleibe ich weiterhin treu.

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Veröffentlicht am 11.04.2022

Herausragender 3. Teil

Engel des Todes
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Mit hochgesteckter Erwartung habe ich dem dritten Teil der Stainer-Reihe entgegengefiebert. Jetzt hielt ich das Buch endlich in den Händen und konnte mich erneut auf eine Reise in die Nachkriegszeit der ...

Mit hochgesteckter Erwartung habe ich dem dritten Teil der Stainer-Reihe entgegengefiebert. Jetzt hielt ich das Buch endlich in den Händen und konnte mich erneut auf eine Reise in die Nachkriegszeit der 20er Jahre begeben.

Optik:

Die Aufmachung des Buches ist wieder richtig gut gelungen. Die Verarbeitung ist wertig, es ist sehr leicht und hat ein angenehmes Format. Das Motiv ist ganz klassisch, passt hervorragend in die Zeit und ist optisch stimmig zu den vorhergehenden Teilen. Macht sich echt hübsch im Bücherregal.

Meinung:

Ich bin von dieser Geschichte in vielerlei Hinsicht sehr überrascht. Wo die ersten beiden Teile sehr persönlich waren und der Fokus auf Stainers Charakterentwicklung lag, haben wir es hier mit einem waschechten Kriminalfall zu tun. Was die Geschichte aber umso facettenreicher macht. Stainer ist zwar noch Mittelpunkt des Geschehens, allerdings werden auch andere Schauplätze und Figuren sehr stark beleuchtet. Ihnen werden genau so viel Platz eingeräumt wie der Hauptfigur. Das bringt Schwung in die Erzählstruktur und erzeugt einen hohen Spannungsbogen. Was anfangs wie die Sammlung kleiner, scheinbar nicht zusammenhängender Geschichten beginnt, wird im Laufe der Handlung geschickt verwebt. So gewinnen Nebensächlichkeiten schnell an Bedeutung und bilden ein Gesamtkonstrukt was keine Fragen offenlässt.

Ein ganz starker Teil. Definitiv anders als erwartet, aber genau diese Neuausrichtung hat dieses Buch für mich vorerst zum besten Teil der Reihe gemacht.

Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung. Aber Achtung! Unbedingt mit Teil 1 beginnen! Man kann diesen Kriminalfall auch ohne Vorkenntnisse lesen, jedoch verpasst man dann die interessante Entwicklung von Stainer zu dem Mann der er jetzt ist.

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Veröffentlicht am 11.04.2022

Herausragender 3. Teil

Engel des Todes
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Mit hochgesteckter Erwartung habe ich dem dritten Teil der Stainer-Reihe entgegengefiebert. Jetzt hielt ich das Buch endlich in den Händen und konnte mich erneut auf eine Reise in die Nachkriegszeit der ...

Mit hochgesteckter Erwartung habe ich dem dritten Teil der Stainer-Reihe entgegengefiebert. Jetzt hielt ich das Buch endlich in den Händen und konnte mich erneut auf eine Reise in die Nachkriegszeit der 20er Jahre begeben.

Optik:

Die Aufmachung des Buches ist wieder richtig gut gelungen. Die Verarbeitung ist wertig, es ist sehr leicht und hat ein angenehmes Format. Das Motiv ist ganz klassisch, passt hervorragend in die Zeit und ist optisch stimmig zu den vorhergehenden Teilen. Macht sich echt hübsch im Bücherregal.

Meinung:

Ich bin von dieser Geschichte in vielerlei Hinsicht sehr überrascht. Wo die ersten beiden Teile sehr persönlich waren und der Fokus auf Stainers Charakterentwicklung lag, haben wir es hier mit einem waschechten Kriminalfall zu tun. Was die Geschichte aber umso facettenreicher macht. Stainer ist zwar noch Mittelpunkt des Geschehens, allerdings werden auch andere Schauplätze und Figuren sehr stark beleuchtet. Ihnen werden genau so viel Platz eingeräumt wie der Hauptfigur. Das bringt Schwung in die Erzählstruktur und erzeugt einen hohen Spannungsbogen. Was anfangs wie die Sammlung kleiner, scheinbar nicht zusammenhängender Geschichten beginnt, wird im Laufe der Handlung geschickt verwebt. So gewinnen Nebensächlichkeiten schnell an Bedeutung und bilden ein Gesamtkonstrukt was keine Fragen offenlässt.

Ein ganz starker Teil. Definitiv anders als erwartet, aber genau diese Neuausrichtung hat dieses Buch für mich vorerst zum besten Teil der Reihe gemacht.

Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung. Aber Achtung! Unbedingt mit Teil 1 beginnen! Man kann diesen Kriminalfall auch ohne Vorkenntnisse lesen, jedoch verpasst man dann die interessante Entwicklung von Stainer zu dem Mann der er jetzt ist.

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Veröffentlicht am 06.01.2022

Eine Spannende Reise ins 14. Jahrhundert

Die Brücke der Ewigkeit
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Was für ein Start in das Lesejahr 2022. Das erste Buch im neuen Jahr beendet und dann gleich so ein Schmankerl. Mit „Die Brücke der Ewigkeit“ hat Hector Wolf gekonnt die geschichtlichen Ereignisse um 1367 ...

Was für ein Start in das Lesejahr 2022. Das erste Buch im neuen Jahr beendet und dann gleich so ein Schmankerl. Mit „Die Brücke der Ewigkeit“ hat Hector Wolf gekonnt die geschichtlichen Ereignisse um 1367 in Prag mit einer fiktionalen Handlung verknüpft. Zu Beginn des Buches werden die historischen Fakten kurz benannt und die Figuren vorgestellt, wobei kenntlich gemacht wurde, wer von den Protagonisten tatsächlich gelebt hat und wer der Phantasie des Autors entsprungen ist.

Die Handlung startet dramatisch und lässt mich schon zu Beginn vermuten wo die Reise hingeht. Interessant ist es dann natürlich der Hauptfigur Jan Otlin zu folgen und mit ihm gemeinsam den Weg des Baumeisters, des später unter dem Namen „Karlsbrücke“ genannten Bauwerkes, zu gehen. Man merkt einfach wie detailverliebt die Geschichte ist. Immer wieder wird mir der Lebensstil des 14. Jahrhunderts vor Augen geführt und diese harte Zeit mit vielen Sinnbildern ausgeschmückt. Es ist für mich sehr spannend zu erfahren, wie der Mensch sich an alle Gegebenheiten anpasst und die Schwierigkeiten des Lebens im späten Mittelalter meistert, für mich heutzutage undenkbar. Diese Situationen lassen mich kopfschüttelnd oder schmunzelnd zurück, auf jeden Fall verfehlen sie nicht ihre Wirkung, weil Sie teilweise beeindruckend oder unglaublich skurril sind.

Die Figuren sind für mich ganz klar die größte Stärke des Buches. Sie sind vielschichtig und alle samt unterschiedlich, Stereotypen sucht man hier vergebens. Ich konnte mich deshalb mit Ihnen sehr gut identifizieren und es wirkte zu keiner Zeit konstruiert.

Wer seinen Wissendurst stillen möchte oder einfach Spaß an einer ausgereiften und unterhaltsamen Geschichte haben möchte, liegt mit dem Buch „Die Brücke der Ewigkeit“ genau richtig. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 06.01.2022

Eine Spannende Reise ins 14. Jahrhundert

Die Brücke der Ewigkeit
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Was für ein Start in das Lesejahr 2022. Das erste Buch im neuen Jahr beendet und dann gleich so ein Schmankerl. Mit „Die Brücke der Ewigkeit“ hat Hector Wolf gekonnt die geschichtlichen Ereignisse um 1367 ...

Was für ein Start in das Lesejahr 2022. Das erste Buch im neuen Jahr beendet und dann gleich so ein Schmankerl. Mit „Die Brücke der Ewigkeit“ hat Hector Wolf gekonnt die geschichtlichen Ereignisse um 1367 in Prag mit einer fiktionalen Handlung verknüpft. Zu Beginn des Buches werden die historischen Fakten kurz benannt und die Figuren vorgestellt, wobei kenntlich gemacht wurde, wer von den Protagonisten tatsächlich gelebt hat und wer der Phantasie des Autors entsprungen ist.

Die Handlung startet dramatisch und lässt mich schon zu Beginn vermuten wo die Reise hingeht. Interessant ist es dann natürlich der Hauptfigur Jan Otlin zu folgen und mit ihm gemeinsam den Weg des Baumeisters, des später unter dem Namen „Karlsbrücke“ genannten Bauwerkes, zu gehen. Man merkt einfach wie detailverliebt die Geschichte ist. Immer wieder wird mir der Lebensstil des 14. Jahrhunderts vor Augen geführt und diese harte Zeit mit vielen Sinnbildern ausgeschmückt. Es ist für mich sehr spannend zu erfahren, wie der Mensch sich an alle Gegebenheiten anpasst und die Schwierigkeiten des Lebens im späten Mittelalter meistert, für mich heutzutage undenkbar. Diese Situationen lassen mich kopfschüttelnd oder schmunzelnd zurück, auf jeden Fall verfehlen sie nicht ihre Wirkung, weil Sie teilweise beeindruckend oder unglaublich skurril sind.

Die Figuren sind für mich ganz klar die größte Stärke des Buches. Sie sind vielschichtig und alle samt unterschiedlich, Stereotypen sucht man hier vergebens. Ich konnte mich deshalb mit Ihnen sehr gut identifizieren und es wirkte zu keiner Zeit konstruiert.

Wer seinen Wissendurst stillen möchte oder einfach Spaß an einer ausgereiften und unterhaltsamen Geschichte haben möchte, liegt mit dem Buch „Die Brücke der Ewigkeit“ genau richtig. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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