Cover-Bild Engel des Todes
(27)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Wunderlich
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 08.03.2022
  • ISBN: 9783805200615
Thomas Ziebula

Engel des Todes

Leipzig, März 1920: Der Kapp-Putsch bricht aus. Frustrierte Reichswehrsoldaten haben die Regierung in Berlin für abgesetzt erklärt. In Leipzig, wie in vielen deutschen Städten, kommt es zu blutigen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Putschisten. Die bürgerkriegsähnlichen Zustände halten Kriminalinspektor Stainer in Atem – auch innerhalb der «Wächterburg», da die völkisch-nationalen unter Stainers Kollegen die Weimarer Republik zur Hölle und die Putschisten an die Macht wünschen. Damit nicht genug, bemerkt Stainer unter den vielen Toten in den Straßen einzelne Opfer, die in auffälliger Manier erwürgt oder erstochen wurden. Jemand scheint die Gunst der Stunde zu nutzen, um seine Morde unter dem Deckmantel der Unruhen zu begehen. Hinweise der Straßenbahnfahrerin Josephine König und ihrer Tochter Mona, die es sich in den Kopf gesetzt hat, Polizistin zu werden, lotsen Stainer und Junghans ins Theatermilieu – wo jemand seinen ganz eigenen Rachefeldzug führt …

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2022

Paul Stainer ermittelt in den Wirren des Kapp-Putsches...

0


Dies ist der 3. Band von Thomas Ziebula um den Kriminalinspektor Paul Stainer (1. Band: „Der rote Judas“, 2. Band: „Abels Auferstehung“). Die Zeiträume zwischen den einzelnen Bänden sind erstaunlich kurz, ...


Dies ist der 3. Band von Thomas Ziebula um den Kriminalinspektor Paul Stainer (1. Band: „Der rote Judas“, 2. Band: „Abels Auferstehung“). Die Zeiträume zwischen den einzelnen Bänden sind erstaunlich kurz, so dass sie zeitlich fast nahtlos ineinander übergehen.
Diesmal sind es die Tage im März 1920 während des Kapp-Putsches... Ja, ich wusste, es gab den Kapp-Putsch, der die junge deutsche Demokratie fast zum Scheitern gebracht hätte – und das war's auch schon...Aber der Autor nimmt uns gekonnt mit in diese Zeit: wir erleben die verschiedenen Gruppierungen „hautnah“ mit, sei es durch die Schimpftiraden von Paul Stainers Vater, der das „verfluchte rote Schweinepack besonders herzhaft zur Hölle“ (S.36) wünscht, sei es dass wir mit Mona, Fine und Rosa fast in eine Schlägerei zwischen Spartakisten und Weißgardisten geraten, wir nehmen an Demonstrationen teil – kurz: wir erleben deutsche Geschichte mit – besser, deutlicher und näher geht es nicht! Hier sei dem Autor ein großes Kompliment ausgesprochen, dass er die komplizierte und vielschichtige historische Situation so plastisch, verständlich und nachvollziehbar beschrieben hat, Chapeau, Herr Ziebula!
Schon allein deswegen lohnt sich die Lektüre dieses Buches, aber es gibt ja auch noch einen anderen Strang: anscheinend nutzt ein Serienmörder das Chaos der Zeit, um wahrlich bestialische Morde zu begehen. Kriminalinspektor Stainer und seine Abteilung ermitteln unter Druck, wie und wo ergibt sich eine Verbindung zwischen den Ermordeten?
Da wissen wir Leser*innen immerhin schon etwas mehr: wir dürfen verschiedene Behandlungsprotokolle lesen, in denen wir einiges über den Täter erfahren... Zuerst ahnen wir es nur, langsam verdichtet sich der Verdacht – und wir haben auch so unsere Vermutungen, wer noch gefährdet sein könnte... In der Zwischenzeit ermitteln Paul und seine Assistent Siegfried Junghans in verschiedene Richtungen, da ihnen der „rote Faden“ fehlt... So, aber nun genug über den kriminalistischen Inhalt geschrieben... Auch die „Verzahnung“ der beiden Stränge ist gut gelungen!
Ich habe mich gefreut, Paul, seine Kollegen und seine Freunde wieder zu treffen, das mag ich an gut durchdachten Reihen: wir erleben die Entwicklungen der Menschen mit, können an ihrem Lebensweg teilnehmen – und werden hier noch mit einer besonderen Überraschung konfrontiert!
Aber der wirklich große Verdienst von Thomas Ziebula ist, wie liebevoll er auch scheinbar nebensächliches „Menscheln“ detailliert beschreibt, ich war z.B. ganz gerührt von einer Szene, in der ein kleiner Junge während einer Demonstration auf einmal seine Eltern nicht mehr wiederfinden konnte und wie „unbürokratisch“ ihm einer der Protagonisten geholfen hat ...
Gefallen hat mir auch, dass der Autor die Begrifflichkeiten benutzt, die damals verwendet wurden: Mona verdient einen Teil ihres Einkommens in einer „Schwachsinnigenschule“ - klar, im ersten Moment hält man inne und stutzt, aber das war eben der damalige Sprachgebrauch (und es gab sicherlich noch „bösere“ Worte!).
Kurz: ein großartiges Buch, von dem ich begeistert bin, was ich sehr gern weiterempfehle – und ich freue mich schon heute auf den nächsten Band!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.05.2022

Runde 3

0

Die Geschichte um Kriminalinspektor Paul Stainer geht nathlos weiter.

Der Autor versteht es wunderbar seine Leser mit auf diese spannende Zeitreise zu nehmen. Die politischen Hintergründe kommen hier ...

Die Geschichte um Kriminalinspektor Paul Stainer geht nathlos weiter.

Der Autor versteht es wunderbar seine Leser mit auf diese spannende Zeitreise zu nehmen. Die politischen Hintergründe kommen hier sehr gut zur Geltung, spielen sie doch eine große Rolle bei den Ermittlungen.

Die fiktive Verbindung zwischen Stainer, seinen Kollegen und den Putschisten ist sehr gelungen. Man fühlt sich direkt am Puls der damaligen Zeit.

Ich bin begeistert von der Story. Man lernt nicht nur interessante Protagonisten kennen. Die Arbeit der Polizei, die privaten Probleme, das soziale Umfeld ergeben ein großes Ganzes.

Ich würde mich freuen, wenn Paul Steiner noch einen spannenden Fall bekommen würde!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.05.2022

Historischer Krimi von Leipzig 1920

0

Historischer Krimi von Leipzig 1920.

Dieses Buch von Thomas Ziebula ist der 3. Band um Kommissar Paul Stainer.
Das Geschehen spielt im März 1920 in Leipzig. Der Kapp-Putsch bricht aus. In Leipzig kommt ...

Historischer Krimi von Leipzig 1920.

Dieses Buch von Thomas Ziebula ist der 3. Band um Kommissar Paul Stainer.
Das Geschehen spielt im März 1920 in Leipzig. Der Kapp-Putsch bricht aus. In Leipzig kommt es zu blutigen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Putschisten. Gleichzeitig treibt ein Serienmörder sein Unwesen, der sich hier auf einen brutalen Rachefeldzug begibt. Er verstümmelt seine Opfer und enthauptet sie. Paul Stainer und sein Kollege Siegried Junghans nehmen die Ermittlungen auf.

Die historischen Ereignisse in diesem Buch haben mich dazu veranlasst, die geschichtlichen Gegebenheiten noch einmal zu recherchieren.
Ich finde, der Autor Thomas Ziebula kann diese historische Situation ziemlich gut beschreiben. Durch seinen bildhaften Schreibstil und die umfänglich dargestellten politischen und spannenden Ereignisse im historischen Leipzig, haben mich diese gut in diese Situationen hineinfühlen lassen können. Sehr viele politische Geschehnisse lassen diesen Kriminalfall gleichzeitig als historischen Roman lesen.

Das Cover ist sehr gut gelungen und spigelt die Zeit von 1920 wider. Der historische Stadtplan von Leipzig in den Umschlagseiten und auch historische Abdrucke von Zeitungsartikeln haben mir sehr gut gefallen. Das Lesebändchen lässt diese Ausgabe hochwertig erscheinen.

Insgesamt hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Ich finde, es ist sehr anspruchsvoll, es ist gut recherchiert und auf jeden Fall eine Lesempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.05.2022

Stainer ermittelt wieder

0

Der dritte Band um Kriminalinspektor Paul Stainer führt ins Jahr 1920. Die politische Lage ist äußerst brisant und es kommt in vielen deutschen Städten zu blutigen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und ...

Der dritte Band um Kriminalinspektor Paul Stainer führt ins Jahr 1920. Die politische Lage ist äußerst brisant und es kommt in vielen deutschen Städten zu blutigen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Putschisten

Das nutzt scheinbar ein Mörder für seine Zwecke und mischt seine Opfer unter die, der bürgerkriegsähnlichen Zustände des Kapp-Putsches...

Thomas Ziebula versteht es wunderbar historische Fakten mit einem fiktiven Kriminalfall zu verbinden. Er nimmt seine Leser mit auf eine Zeitreise in die Weimarer Republik und lässt sie lebendig werden. Man bekommt einen guten Einblick in die damalige Zeit, die Lebensumstände, die Polizeiarbeit und das Privatleben des Ermittlers. Neben alten Bekannte kommen neue Figuren ins Spiel und bereichern die Geschichte.

Man kann die Bücher einzeln lesen, es gibt immer einige Informationen zu den Personen, damit man den Zusammenhang versteht. Aber möchte man das? Nein! Alle Teile in der richtigen Reihenfolge machen es erst komplett und bescheren dem Leser ein wahres Lesevergnügen!!!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2022

Historischer Kriminalroman

0

Bereits zum dritten Mal dürfen wir Paul Stainer nun bei seinen Ermittlungen begleiten, die genau mit den Tagen des Kapp-Putsches im März 1920 zusammenfallen.

Die Polizei steht vor einem Rätsel: An jedem ...

Bereits zum dritten Mal dürfen wir Paul Stainer nun bei seinen Ermittlungen begleiten, die genau mit den Tagen des Kapp-Putsches im März 1920 zusammenfallen.

Die Polizei steht vor einem Rätsel: An jedem Tatort, zu dem sie gerufen werden, finden sie einen geköpften Leichnam vor, dem die Zunge herausgeschnitten wurde. Wäre schon dieser Anblick schwer zu verkraften, geraten einige Kollegen in die Unruhen des Putsches und werden Opfer der sinnlosen Gewaltausschreitungen. Es gibt also nicht nur einen brisanten Fall, sondern auch jede Menge geschichtlichen Zündstoff.

Die Geschichte lebt von Gegensätzen: Wo der eine den Aufschwung der 20er voll auskostet und das Leben genießt, kämpft manch anderer noch stark mit den Nachwehen des Krieges. Viele, die einfach zurück in den Alltag geworfen wurden, finden nicht mehr richtig ins Leben zurück. Auch Stainer gerät immer wieder mit seinem Vater aneinander, da dieser voll falschem Stolz die Kaiserzeiten glorifiziert. Diese Reibungspunkte vermitteln ein gutes Gefühl für die angespannte Stimmung dieser Zeit, die Unruhen und Sorgen der Menschen.

Auch wenn der Aufbau des Krimis dieses Mal ein bisschen anders ist, da recht schnell klar wird, wer der Täter ist, tut dies der Spannung überhaupt keinen Abbruch. Man weiß wer auf der Liste des Mörders steht und so kann man das Wettrennen zwischen Täter und Stainers Team ebenso atemlos verfolgen, als wenn man als Leser völlig im Dunkeln tappen würde. Da dieser Fall während einer politisch spannenden Zeit spielt, muss dem Ganzen auch sein Platz eingeräumt werden, was mir wiederum gut gefällt, da man wie nebenbei noch vieles lernen kann.

Ich finde, dass diese Art Krimi in Kombination mit den historischen Ereignissen sehr gut gelungen ist. Da dieser Zeitabschnitt allein schon so viel Spannung zu bieten hat, wäre ein hochkomplexer Fall mit vielen möglichen Tätern zu viel gewesen. So können beide Handlungsstränge wunderbar nebeneinander herlaufen oder sich auch mal ineinander verstricken, ohne das einer in Vergessenheit gerät.

Wieder einmal hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen, da alles so lebhaft beschrieben wurde, dass mir viele der Szenen gut als Film umgesetzt vorstellen kann. Kleine Einschübe aus damaligen Zeitungen oder Behandlungsprotokolle in Schreibmaschinen Optik lockern auf und bringen das gewisse Etwas an Authentizität in die Geschichte mit ein. Die Charaktere sind wunderbar gegensätzlich und interessant und geben Einblicke in ganz verschiedene Lebenssituationen, Träume und Alltage. Die brodelnde Stimmung ist greifbar und lässt einen selbst in diese Zeitspanne eintauchen.

Für alle Stainer Fans sowieso ein Muss. Allen, die gerne einen guten Krimi mit viel geschichtlichem Hintergrund schätzen, kann ich „Der Engel des Todes“ nur empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere