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Veröffentlicht am 24.01.2025

Seiner Herkunft kann man einfach nicht entkommen...

Pirlo - Gegen alle Regeln
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Zum Buch: Der Unternehmer Florian von Späth wird erstochen in seinem Haus aufgefunden. Da nichts auf einen Einbruch hindeutet, ist für den Staatsanwalt der Täter schnell ausfindig gemacht: Marlene von ...

Zum Buch: Der Unternehmer Florian von Späth wird erstochen in seinem Haus aufgefunden. Da nichts auf einen Einbruch hindeutet, ist für den Staatsanwalt der Täter schnell ausfindig gemacht: Marlene von Späth, seine Ehefrau. Vieles deutet darauf hin, weil die am Ende schien. Der Rechtsanwalt Dr. Anton Pirlo übernimmt den Fall trotzdem, weil er ihn dringend braucht. Einmal, weil er beruflich vor dem Aus steht und andererseits braucht er privat Geld. So aussichtslos der Fall auch scheint - irgendetwas gibt es immer. Zusammen mit der jungen Strafverteidigerin Sophie Mahler findet er auch etwas…

Meine Meinung: Nachdem ich „Gegenspieler“ von Ingo Bott und Arno Strobel gelesen habe, wurde ich neugierig auf diesen doch recht unkonventionellen Anwalt Pirlo. Und wurde nicht enttäuscht! Denn ich habe hier die ganzen Hintergründe von seiner Familie erfahren und wie mit Sophie Mahler alles begann. Manchmal scheint Pirlo wirklich ein selbstverliebtes Arschloch zu sein, aber irgendwie muss man ihn auch mögen. Denn er kann auch sehr charmant sein. Auch Sophie hat einen schwierigen familiären Hintergrund. Und gerade das macht die beiden sehr authentisch!

Der Fall scheint ausweglos, und doch finden die beiden etwas in den Firmenakten, was jemand anderen belastet als die Ehefrau. Da der Autor selber Jurist ist, bekommt man als Leser einen guten Eindruck, wieviel Arbeit wirklich hinter so einem Fall steckt. Durch wie viele Akten und Urteile man sich quälen muss. Das hat mir sehr gut gefallen!

Der Schreibstil ist locker und liest sich trotz der ganzen Juristerei sehr flüssig. Einzig in der Mitte gab es mal einen Durchhänger, da die beiden auch nicht wirklich weitergekommen sind. Aber dann wurde es wieder sehr spannend! Ich werde die Reihe weiterlesen, weil mir die Charaktere ans Herz wachsen könnten!

Mein Fazit: Der erste Fall von Pirlo hat mir gut gefallen, auch der Schreibstil sagt mir zu! Ich vergebe hier gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung, wenn man Justiz-Krimis mag! Ich werde die beiden weiterverfolgen, denn ich wurde sehr gut unterhalten!

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Veröffentlicht am 22.01.2025

Wer hat noch eine Rechnung mit Max offen?

Mörderfinder – Stimme der Angst
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Zum Buch: Max Bischoff traut seinen Augen nicht – auf der Beerdigung seines Mentors Professor Bormann sieht er eine Frau, die Jenny zum Verwechseln ähnlich sieht. Seiner Ex-Freundin, die ihm auf brutalste ...

Zum Buch: Max Bischoff traut seinen Augen nicht – auf der Beerdigung seines Mentors Professor Bormann sieht er eine Frau, die Jenny zum Verwechseln ähnlich sieht. Seiner Ex-Freundin, die ihm auf brutalste Weise genommen wurde! Er kommt mit Dominique ins Gespräch und ehe er sich versieht, gerät er in einen Strudel aus Gewalt. Denn es hat noch jemand eine Rechnung mit ihm offen…

Meine Meinung: Meiner Meinung nach ist dieser Teil der spannendste von allen Teilen! Ich habe das Buch in kürzester Zeit regelrecht verschlungen! Dem Autor ist es hier gelungen, gute Twists einzubauen, die man so nicht vorhersehen kann! Immer wenn man denkt, dass man auf dem Weg zur richtigen Lösung ist, passiert wieder etwas, was dazu nicht passt.

Hilfe bekommt Max auch in diesem Band von seinem neuen Freund, dem Psychologen Dr. Marvin Wagner. Ohne ihn wäre er, glaube ich, völlig aufgeschmissen! Denn nicht nur, dass sein alter Freund und Kommissar Horst Böhmer schwer verletzt wird, nein, auch seine Freundin Jana ist plötzlich verschwunden.

Das ist wirklich eine unglaublich spannende Geschichte, die nicht an Sogwirkung verliert! Hier hatte ich stellenweise Angst um den einen oder anderen Charakter.

Mein Fazit: Man kann auch den vierten Teil der Serie um Max Bischoff für sich lesen, aber man sollte meiner Meinung nach die Reihenfolge schon einhalten. Sonst könnte das Hintergrundwissen fehlen, auch wenn der Autor das etwas anreißt. Und spannend sind sie auch noch! Auch hier gibt es von mir wieder eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 16.01.2025

Die Wahrheit möchte endlich an die Oberfläche...

Reykjavík
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Zum Buch: Im Sommer 1956 verschwand auf der kleinen Insel Videy vor Reykjavík ein junges Mädchen. Bis heute ist der Fall ungeklärt. Der junge engagierte Journalist Valur bringt eine Serie in einem Wochenblatt ...

Zum Buch: Im Sommer 1956 verschwand auf der kleinen Insel Videy vor Reykjavík ein junges Mädchen. Bis heute ist der Fall ungeklärt. Der junge engagierte Journalist Valur bringt eine Serie in einem Wochenblatt darüber heraus. Doch je mehr er sich mit der Geschichte von Lára beschäftigt, umso mehr fesselt ihn diese. Außerdem bekommt er nach dreißig Jahren endlich wichtige Hinweise darauf, was mit Lára geschehen sein kann. Doch nicht jeder möchte, dass die Wahrheit ans Licht kommt…

Meine Meinung: Der Fall entwickelt sich, zuerst erfährt man vom damaligen Kriminalkommissar Kristján, was er damals ermittelt hat. Doch wie sich schnell herausstellt, wurde er ausgebremst in seinen Ermittlungen. Auch ihn hat der Fall bis heute nicht losgelassen. Man geht davon aus, dass Lára nicht mehr lebt, aber wissen tut es niemand. Zumindest fast niemand…
Durch die erneuten Nachforschungen gerät Valur aber in die Schusslinie von einigen Leuten. Und dann entwickelt sich die Geschichte so rasant, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte!

Der Schreibstil ist flüssig, die Kapitel sind mit dem jeweiligen Datum versehen, diese Timeline war für mich ziemlich hilfreich. Zwar unaufgeregt, wie ich es auch schon von anderen isländischen Autoren kenne, aber dennoch spannend! Auch toll fand ich das Namensregister, wo man alle nochmal nachschauen kann, denn es gibt so einige Personen, die hier mitspielen. Am Ende kann man noch ein wenig isländisch lernen, wenn man möchte, hier wird die Aussprache der wichtigsten Laute erklärt. Alleine deswegen behalte ich das Buch schon einmal!

Mein Fazit: Dieser Cold Case hat mich mal wieder mitgenommen an einen Sehnsuchtsort, der aber auch manchmal menschenfeindlich ist… Tolle Geschichte, von den beiden Autoren spannend erzählt! Von mir gibt es 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 16.01.2025

Wölfe im Frankfurter Stadtwald?

Frankfurt Hunters
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Zum Buch: Im Frankfurter Stadtwald gehen merkwürdige Dinge vor. Der Obdachlose Heinrich bemerkt, dass das Damwild nicht mehr da ist. Kurze Zeit später sieht er Wölfe… oder waren es diese Wolfshunde? Das ...


Zum Buch: Im Frankfurter Stadtwald gehen merkwürdige Dinge vor. Der Obdachlose Heinrich bemerkt, dass das Damwild nicht mehr da ist. Kurze Zeit später sieht er Wölfe… oder waren es diese Wolfshunde? Das würde das fehlende Wild erklären. Doch nicht die Tiere sind hier die Gefahr. Es sind die Menschen. Rocker in diesem Fall. Sie haben sich eine Jagd ausgedacht, die alle Vorstellungskraft sprengt…

Meine Meinung: Die Geschichte an sich hat mir wirklich gut gefallen, auch der Aufbau der Story ist gut. Es wird auf mehreren Ebenen jeweils über eine Person erzählt, die Kapitel sind mit dem jeweiligen Namen versehen. Man hat hier mehrere lose Fäden in der Hand, die am Ende zusammenkommen. Alles soweit gut. Dennoch hat mir leider die Sprache nicht gefallen, sie wirkte mir oft zu gestelzt. Wer sagt denn z.B. „Danke, aber ich habe noch ein Stück Brot in der Tasche“? Auch die Gespräche der Rocker untereinander mögen ja in der Realität so sein, ich fand das ziemlich platt. Klischees lassen grüßen. Schade, ich hatte mich so auf das Buch gefreut, weil ich auch bei einer Lesung der Autorin gewesen bin und mir das Buch wirklich zugesagt hatte.

Aber insgesamt ist es eine gute Geschichte mit einem Ende, was mich zufrieden gestellt hat. Vielleicht haben andere Leser keine Probleme mit der Sprache, dann ist das Buch mit Frankfurter Lokalkolorit auf jeden Fall etwas!

Mein Fazit: Die Geschichte fand ich gut, aber den Schreibstil leider nicht. Ich kann nicht mehr als drei Sterne vergeben, so gerne ich das möchte, aber das würde mein persönliches Bewertungssystem in Frage stellen. Aber das ist ja nur meine Meinung und das ist auch gut so!

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Veröffentlicht am 11.01.2025

Leise und zauberhaft wie der Schnee ringsherum...

Das Schneemädchen
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Zum Buch: Die fünfjährige Madison Culver verschwand vor drei Jahren in den winterlichen Wäldern von Oregon. Niemand hat auch nur eine Spur von ihr gefunden. Die verzweifelten Eltern wenden sich an Naomi, ...

Zum Buch: Die fünfjährige Madison Culver verschwand vor drei Jahren in den winterlichen Wäldern von Oregon. Niemand hat auch nur eine Spur von ihr gefunden. Die verzweifelten Eltern wenden sich an Naomi, eine Privatermittlerin, die sich auf das Auffinden von verschwundenen Kindern spezialisiert hat. Sie weiß, was in den Kindern vorgeht, denn sie wurde selber damals verschleppt und „gefunden“…

Meine Meinung: Die Geschichte entwickelt sich langsam. Man lernt Naomi kennen und ihre Art, wie sie sich auf die Suche macht, was für sie wichtig ist, was übersehen wird und so weiter. Naomi ist ein wenig anders als die Normalität, was natürlich kein Wunder ist, wenn man ihre Geschichte kennt. Und die wird hier erzählt. Leise wie die winterliche Landschaft um sie herum beschreibt das „Schneemädchen“, wie sie die letzten Jahre verbracht und überlebt hat. Dass sie gefangen gehalten wird unter der Erde, dass sie mit niemandem sprechen kann und dass sie nicht weiß, was richtig oder falsch ist. Aber sie macht intuitiv vieles richtig.

Der Schreibstil ist sehr unaufgeregt und erzählt hier nicht nur die Geschichte vom Schneemädchen, auch mit Märchen wird der Leser hier verzaubert und natürlich mit Naomis Geschichte. Die einen als Leser berührt. Diese langsame Erzählweise muss man vielleicht mögen, ich fand sie etwas in die Länge gezogen und ziehe daher einen Stern ab. Manchmal musste ich mir einen Ruck geben, weiterzulesen, weil mir der Spannungsbogen gefehlt hat.

Mein Fazit: Eine unglaubliche Geschichte, nein, eigentlich sind es zwei Geschichten von wirklich starken Mädchen, die überlebt haben! Mir hat die Geschichte gut gefallen, auch wenn es nicht ganz für die volle Punktzahl gereicht hat!

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