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Veröffentlicht am 07.04.2025

Eine katastrophale Silvesterparty...

Die Yacht
7

Zum Buch: Hannah nimmt einen weiten Weg mit ihrem Auto auf sich, um an der legendären Silvesterparty ihrer alten Freundin Libby aus Kindertagen teilzunehmen. In den letzten Jahren ein unheimliches Mega-Event, ...

Zum Buch: Hannah nimmt einen weiten Weg mit ihrem Auto auf sich, um an der legendären Silvesterparty ihrer alten Freundin Libby aus Kindertagen teilzunehmen. In den letzten Jahren ein unheimliches Mega-Event, soll es in diesem Jahr in einem kleinen Rahmen stattfinden: auf einer festvertäuten Yacht im Hafen von Ventimiglia. Außer Hannah sind nur Libby und ihr Mann Olly, Maggie und ihr Mann Leon und Harry mit an Bord. Der Abend verläuft aufgrund von Drogen und viel Alkohol nicht so erfreulich, doch als Hannah am nächsten Morgen von Bord gehen will, stellt sie mit Entsetzen fest, dass die Yacht auf offener See treibt und sich vom Land immer weiter entfernt. Und dann fehlt auch noch jemand…

Meine Meinung: Natürlich ist die Yacht nicht dafür gedacht, wirklich in See zu stechen. Libby hat aus Platzgründen sogar die Rettungsboote entfernen lassen. Wie sich schnell herausstellt, ist an Bord sehr wenig wirklich funktionstüchtig, kein Funkgerät, kein Sprit, keine Lebensmittel. Erschwerend kommt noch hinzu, dass die Menschen an Bord sich überhaupt gar nicht mögen. Hannah stellt endlich fest, dass sie von Libby die ganzen letzten Jahre eigentlich nur aus Mitleid eingeladen wurde, um so ihren eigenen Reichtum noch besser darzustellen. Auch Maggie und Leon kommen aus der oberen Schicht und alle gemeinsam sind unheimlich fies zu Hannah. Einzig Harry scheint noch normal zu sein.

Es ist hier ganz klar ein Kampf ums Überleben. Sarah Goodwin stellt die Charaktere sehr überzogen dar, sie zerfleischen sich am Ende fast alle gegenseitig, da nur wenig so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Hannah muss zusehen, dass sie irgendwie überlebt.

Der Schreibstil ist sehr spannend, jedoch gingen mir die ganzen Auseinandersetzungen an Bord irgendwann auf die Nerven. Auch das Gutmenschentum von Hannah war mir dann doch zu viel. Von daher ziehe ich einen Stern ab. Die Auflösung kommt spät und ziemlich überraschend. Das hat mich dann wieder versöhnt!

Mein Fazit: Insgesamt ein spannendes Abenteuer, wenn auch mit völlig nervenden Charakteren. Alles ist ziemlich überspitzt dargestellt. Dennoch konnte mich die Spannung packen und ich wollte unbedingt herausfinden, warum das Boot überhaupt abgetrieben ist! Ich vergebe hierfür gerne 4 Sterne!

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  • Spannung
Veröffentlicht am 05.04.2025

Manche Geheimnisse überdauern die Jahrhunderte...

Das Geheimnis der toten Mädchen: Thriller
0

Zum Buch: Kriminalkommissar Oliver Bergmann wird zu einem Tötungsdelikt ins Stadtarchiv Zons beordert. Alles sieht nach einem Unfall aus, doch dann stellt sich heraus, dass die junge Studentin Mia umgebracht ...

Zum Buch: Kriminalkommissar Oliver Bergmann wird zu einem Tötungsdelikt ins Stadtarchiv Zons beordert. Alles sieht nach einem Unfall aus, doch dann stellt sich heraus, dass die junge Studentin Mia umgebracht wurde. Als es einen zweiten Todesfall gibt, vermutet Oliver einen Zusammenhang mit einem alten Buch. Im Jahr 1506 gibt es ebenfalls eine junge tote Frau. Stadtsoldat Bastian Mühlenberg bringt sie zur Obduktion zu Dr. Hesemann. Doch bevor dieser die Leiche begutachten kann, ist sie verschwunden. Und als sie im Rhein wieder auftaucht, fehlt ihr ein Unterschenkel…

Meine Meinung: Auch in diesem Teil gibt es wieder Geheimnisse, die die Jahrhunderte überdauern! Die Parallelen der beiden Fälle sind wieder grandios von der Autorin zusammengestrickt! Doch während ich in der Vergangenheit so einen Verdacht hatte, war ich in der Gegenwart völlig ahnungslos… Irgendwie haben die Toten das Stadtarchiv als Gemeinsamkeit, doch der Zusammenhang erschließt sich dem geneigten Leser hier wirklich erst zum Schluss. Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen, und meine Mitleser haben das Geheimnis bis zum Ende alle nicht herausbekommen!

Das liegt an der tollen Schreibweise von Catherine Shepherd, die es immer wieder schafft, den Leser bis zum Ende im Dunkeln zu lassen! Wenn man die Vorgänger dieser Reihe kennt, sind einem die Charaktere natürlich auch mittlerweile ans Herz gewachsen. Ob das der liebenswerte Oliver Bergmann mit seiner tollen Freundin Emily ist, oder der etwas rauere Stadtsoldat Bastian Mühlenberg, dem in seinen Träumen immer wieder Emilys Freundin Anna erscheint. Man muss die Vorgänger nicht kennen, da jeder Fall in sich abgeschlossen ist, man sollte aber! Denn sie sind allesamt so spannend!

Mein Fazit: Ich fühlte mich gleich wieder wie zuhause im schönen Zons, das auch der Autorin sehr am Herzen liegt und das merkt man gleich beim Lesen! Egal, ob Vergangenheit oder Gegenwart: es hat wieder riesig großen Spaß gemacht, in Zons zu ermitteln! Ich freue mich jetzt schon auf weitere Werke von Catherine Shepherd, einfach großartig!

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Veröffentlicht am 05.04.2025

Wo ist Henry Lincoln?

Die Schwester des Serienkillers
3

Zum Buch: Die Lehrerin Anna Price ahnt nichts Böses, als es am 09. Mai an der Tür klingelt. Davor steht DI Walkers von der örtlichen Polizei und teilt ihr mit, dass ihr Bruder Henry wegen mittlerweile ...

Zum Buch: Die Lehrerin Anna Price ahnt nichts Böses, als es am 09. Mai an der Tür klingelt. Davor steht DI Walkers von der örtlichen Polizei und teilt ihr mit, dass ihr Bruder Henry wegen mittlerweile fünf Morden gesucht wird. Anna fällt aus allen Wolken. Sie wusste ja, dass Henrys Start ins Leben schwer war und er durch ihr gemeinsames Elternhaus und später im Kinderheim traumatisiert war. Aber das? Das Schlimme daran ist das Datum - der 13. Mai. Also in ein paar Tagen und Anna glaubt, dass sie die nächste auf Henrys Liste ist…

Meine Meinung: Tja, warum glaubt Anna das? Dem Leser wird schnell klar, dass Anna ein Geheimnis hütet, doch welches, daran kann man sich bis zum Ende die Zähne ausbeißen! In Rückblenden wird die Kindheit von Anna und ihrem jüngeren Bruder Henry beschrieben, später als Jugendliche waren beide im Kinderheim Finley Hall, wo es den beiden auch nicht viel besser erging. Henrys einziger Weg, um irgendwie überleben zu können, waren seine Rätsel, die er Anna aufgegeben hat. Spätestens da hätte Anna wissen müssen, dass Henry psychologische Hilfe benötigt…

Der Aufbau ist langsam, die Spannung wird stetig aufgebaut. Wir erleben Anna, die oft im Alleingang loszieht, was den Detective natürlich irre macht. Sie deckt mit Henrys Hilfe auf, dass ihr Ehemann Ross auch ein großes Geheimnis hütet. Es ist also klar, dass Henry Anna fertigmachen will, bevor er sie dann letztlich umbringt. Das ganz große Geheimnis kommt zum Ende. Das war schon wirklich showreif, aber dann kommt noch so ein Knaller!

Ich bin total begeistert von der Reihe um die Familien der Serienkiller! Jedes Buch hat eine eigene Geschichte mit eigenen Charakteren. Das hat mir als Gesamtpaket wirklich gut gefallen! Man kann jedes Buch für sich lesen und es sind immer andere Geschichten! Der Schreibstil liest sich so flüssig weg, dass man die Bücher innerhalb kürzester Zeit inhaliert hat!

Mein Fazit: Der dritte Teil hat mir, genauso wie der erste, total gut gefallen. Den 2. Band fand ich etwas schwächer, nichtsdestotrotz auch gut! Aber dieser hier wartet mit einer echten Gefühlsexplosion am Ende auf, fand ich mega! Ganz klare Empfehlung von meiner Seite!

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Wer ermordete Elita Svart?

Bluteiche
0

Zum Buch: Die Ärztin Thea Lind zieht mit ihrem Mann David zurück in dessen Heimatort Tornaby. Sie soll die dortige Hausarztpraxis leiten und David ein neues Restaurant in dem örtlichen Schloss Bokelund ...

Zum Buch: Die Ärztin Thea Lind zieht mit ihrem Mann David zurück in dessen Heimatort Tornaby. Sie soll die dortige Hausarztpraxis leiten und David ein neues Restaurant in dem örtlichen Schloss Bokelund aufbauen. Unterstützt werden sie dabei von Davids Familie, die in der kleinen Gemeinde hoch angesehen sind. Zufällig stößt Thea auf einen alten Ritualmord von 1986, in dem ein junges Mädchen als sogenanntes „Frühlingsopfer“ in einem Steinkreis tot aufgefunden wurde. David war damals als Kind mit seinen Freunden dabei. Doch er sowie auch die anderen Dorfbewohner wollen darüber nicht sprechen. Und Thea findet immer mehr Rätsel: wo ist zum Beispiel die Familie hin, nachdem der junge Leo des Mordes überführt wurde?

Meine Meinung: In diesem Buch geht es um einen alten Cold Case, der aber nie wirklich schlüssig aufgeklärt wurde. Thea findet immer mehr Ungereimtheiten. Doch je mehr sie nachfragt, desto verschlossener werden die Bewohner des kleinen Örtchens. Wurde damals etwas vertuscht?

Der Schreibstil hat mir hier sehr gut gefallen. Denn manche Kapitel beginnen aus der Sicht des jungen Opfers Elita in Tagebuch-Form. Auch die Gemeinde mit dem Schloss und dem ganzen Ort, in dem es eine morastige Waldlandschaft gibt, konnte man sich als Leser sehr gut vorstellen! Die Charaktere sind gut dargestellt, aber wirklich gemocht habe ich eigentlich nur Thea und den Sohn des ehemaligen Schlossbesitzers Hubert. Alle anderen Figuren sind doch recht oberflächlich und nur auf ihren Eigennutz aus.

Aber auch Thea hat einige Geheimnisse. Sie telefoniert fast täglich mit Margaux, und niemand weiß, wer das ist und in welcher Verbindung sie zu Thea steht. Am Ende überschlagen sich dann die Ereignisse und Thea wird auf jeden Fall fündig. Wer suchet, der findet!

Mein Fazit: Ein toller Krimi aus dem schönen Schweden, der langsam, aber sicher zum Ziel führt! Nicht blutrünstig, auch wenn der Titel ziemlich düster klingt, geht es hier doch mehr um die noch lebenden Menschen. Das hat mir gut gefallen und ich vergebe hier gerne 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Eine folgenschwere Entscheidung...

Die Schatten, die wir verbergen
0

Zum Buch: Joe Talbert hat den Kontakt zu seiner alkohol- und drogenabhängigen Mutter Kathy schon vor Jahren abgebrochen. Damals hat sie den Prozess um das Sorgerecht für Joes autistischen Bruder Jeremy ...

Zum Buch: Joe Talbert hat den Kontakt zu seiner alkohol- und drogenabhängigen Mutter Kathy schon vor Jahren abgebrochen. Damals hat sie den Prozess um das Sorgerecht für Joes autistischen Bruder Jeremy verloren und ist ins Gefängnis gewandert. Er wollte auch nie Kontakt zu seinem leiblichen Vater haben, der die beiden schon während der Schwangerschaft hat sitzen lassen. Dann erfährt er durch einen komischen Zufall, dass sein Vater ermordet wurde. Da wird Joe dann doch neugierig und begibt sich nach Buckley, dem Wohnort seines Vaters. Wie sich schnell herausstellt, war Joe Talbert Senior nicht sehr beliebt. Und dann erfährt er, dass er viel Geld erben wird, sollte er wirklich der leibliche Sohn sein. Dann taucht Charlie Talbert auf, sein Onkel. Und ab da geht es eigentlich immer nur noch bergab…

Meine Meinung: Hier handelt es sich um die Fortsetzung von „Das Leben, das wir begraben“. Aber man muss das erste Buch nicht zwingend gelesen haben (obwohl, man sollte schon, denn es ist sehr gut!). Aber die Handlung ist eine ganz andere und die Hintergründe erfährt der Leser hier auch.

Besonders die Charakterzeichnung gefällt mir in Eskens Bücher immer sehr. Sie sind total authentisch dargestellt. Joe Talbert, ein sympathischer junger Mann, der immer ungewollt in irgendetwas hineingezogen wird. Er meint es eigentlich nur gut mit allen, macht es aber nicht immer gut… Aber wie er sich um Jeremy kümmert, hat mich schon im ersten Teil sehr angerührt. Hier bekommt auch seine Mutter Kathy ein Gesicht und es ist auch eine tolle Familiengeschichte.

Joe erlebt auf jeden Fall in Buckley viele Dinge und arbeitet mit der Polizei zusammen, um den Mörder aufzuspüren. Das finden natürlich nicht alle gut und Joe kommt öfter in brenzlige Situationen. Am Ende steht er genauso da wie am Anfang, nur um viele Erfahrungen reicher!

Mein Fazit: Es ist ein Thriller, Familiengeschichte und Actiondrama, was Allen Eskens dem Leser hier serviert. Bedient euch, mir hat das Buch wieder sehr großen Spaß gemacht!

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