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Veröffentlicht am 11.12.2025

Wenn Glanz in Zorn kippt

One of us is dead
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Mit jedem Kapitel zieht der Vorhang der perfekten Oberflächlichkeit weiter beiseite und hinterlässt ein Frösteln, das lange nachklingt. In Buckhead pulsiert das Leben in Mansarden aus Glas und Lügen; die ...

Mit jedem Kapitel zieht der Vorhang der perfekten Oberflächlichkeit weiter beiseite und hinterlässt ein Frösteln, das lange nachklingt. In Buckhead pulsiert das Leben in Mansarden aus Glas und Lügen; die Autorin webt diese Welt so dicht, dass man den Parfumduft förmlich schmeckt und gleichzeitig den metallischen Nachgeschmack von Verrat am Gaumen spürt.

Ich bleibe an den Porträts der Frauen hängen — Shannon, deren Glanz in Zorn kippt; Crystal, die zu spät die Regeln des Spiels erkennt; Olivia, die Sehnsucht nach Anerkennung in Gier verwandelt; und Jenny, deren Schweigen wie ein Sprengsatz wirkt. Die Sprache ist scharf konturiert, Dialoge zischen, und trotz des glamourösen Settings sitzt die Bedrohung jederzeit in der ersten Reihe.

Die Spannung wird kaum gelockert, Wendungen sitzen, und doch lässt die Geschichte an manchen Stellen ein kleines Zögern zu — genau dort, wo mehr Abgründe möglich gewesen wären. Emotional trifft das Buch trotzdem gerade ins Mark: Loyalitäten zerbrechen mit derselben Gewalt, mit der Freundschaften einst begannen.

Als Leser fühlt man sich beobachtet, verführt und schließlich betrogen. Ein Thriller, der Frauenfiguren ernst nimmt und dabei nicht auf Kälte verzichtet — perfekt für abendliche Lesestunden, wenn das Licht draußen schon gedimmt ist.

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Veröffentlicht am 11.12.2025

Sprint ins Gewissen — wenn High-Tech das Herz herausfordert

Freestyler
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Was für ein Tempo! Katja Brandis hat hier einen Near-Future-Roman gezimmert, der genauso ins Bein beißt wie ein Startblock am Morgen: kurz, scharf und mit Herz. Jola rennt nicht nur gegen Konkurrenten, ...

Was für ein Tempo! Katja Brandis hat hier einen Near-Future-Roman gezimmert, der genauso ins Bein beißt wie ein Startblock am Morgen: kurz, scharf und mit Herz. Jola rennt nicht nur gegen Konkurrenten, sondern gegen Fragen, die sich unangenehm nah an die echte Welt anschmiegen — wo hört Ehrgeiz auf und wo fängt Selbstgefährdung an? Genau das macht das Buch so spannend: kein Schwarzweiß, sondern komplizierte Grautöne, die man mit jedem Satz besser versteht.

Beim Lesen saß meine Tochter neben mir auf der Couch, zog die Augenbrauen hoch und flüsterte: „Papa, würdest du sowas machen?“ Unsere kleine Buddyread-Debatte über Ethik, Performance und Freundschaft passte perfekt zur Story. Dialoge zwischen Jola und Ryan sind ehrlich, manchmal schmerzhaft, oft warm — und schaffen so Nähe, dass man selbst kurz die Atmung anhält. Ryan ist kein bloßer Kontrast; er ist Motivator, Spiegel und Warnung in einem. Seine Entwicklung von der Schockstarre zum Athleten mit Carbon-Blades fühlt sich glaubwürdig an und bringt technische Details ohne langweilige Exkurse.

Humor leuchtet an passenden Stellen auf — trockene Bemerkungen, kleine Beobachtungen im Trainingsalltag — und verhindert, dass die moralischen Fragen nur erhobenen Zeigefingers bleiben. Brandis schreibt zugänglich, aber nicht simpel; die wissenschaftlichen Ansätze zur Körperoptimierung sind verständlich erklärt und treiben die Handlung voran, statt sie zu übernehmen.

Kleine Schwäche: Gegen Ende hätte ich mir noch ein bisschen mehr Raum für Jolas innere Verarbeitung gewünscht — ein, zwei Seiten zum Atmen wären toll gewesen. Trotzdem: wer ein realistisches, emotionales Jugendbuch mit Sport, Technik und Herz sucht, liegt hier goldrichtig. Buddyread-Moment? Absolut — meine Tochter hat geweint, ich fast auch. Empfehlung: mit jemandem teilen, über manche Entscheidungen diskutieren und danach zusammen atmen.

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Veröffentlicht am 11.12.2025

Götter, Schatten und Sehnsucht Warum mich dieses Finale tief berührt hat

The Fallen and the Kiss of Dusk (Crowns of Nyaxia 4)
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Ich habe alle vorherigen Bände der Crowns of Nyaxia-Reihe geliebt — und dieses Finale von Carissa Broadbent hat mir wieder sehr viel Freude gemacht!

Schon der Einstieg zieht dich hinein: Die Welt hängt ...

Ich habe alle vorherigen Bände der Crowns of Nyaxia-Reihe geliebt — und dieses Finale von Carissa Broadbent hat mir wieder sehr viel Freude gemacht!

Schon der Einstieg zieht dich hinein: Die Welt hängt in der Schwebe zwischen Leben, Tod und göttlicher Macht. Die eigentliche Stärke dieses Bandes liegt für mich im Zusammenspiel aus grandiosem Fantasy-Setting und zutiefst menschlicher Emotion. Die Reise von Mische und Asar – voller Schmerz, Opfer, Götterintrigen und einem verzweifelten Kampf um Erlösung und Liebe – hat mich mitgerissen.

Wenn Mische und Asar innehalten, sich in ihrer Verzweiflung und Hoffnung begegnen, fühlt sich ihre Liebe echt, verzweifelt und zerbrechlich an – und genau das macht sie so packend. Gleichzeitig schafft es Broadbent, die Welt düster und gefährlich zu zeichnen: Unterwelt, Götter, Ränkespiele und das drohende Chaos lassen die Handlung auf Messers Schneide tanzen.

Zum Schluss denke ich, dass The Fallen and the Kiss of Dusk eine würdige Krönung für Mische und Asar ist: dramatisch, tragisch, hoffnungsvoll — und mit einem Ende, das weh tut und zugleich erfüllt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, und ich bin sehr froh, ihre Reise mitverfolgt zu haben. dieses Finale von Carissa Broadbent hat mir wieder sehr viel Freude gemacht!

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Veröffentlicht am 11.12.2025

Ein Knatterdrache zum Liebhaben – und ein Huhn mit Herz!

Furzipups und Hicksi Huhn (Bd. 2)
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Ich gebe es ganz offen zu: Ich bin ein riesiger Furzipups-Fan. Wirklich jedes neue Abenteuer dieses kleinen Knatterdrachen lässt mein Herz ein bisschen höher schlagen. Auch der zweite Band, „Furzipups ...

Ich gebe es ganz offen zu: Ich bin ein riesiger Furzipups-Fan. Wirklich jedes neue Abenteuer dieses kleinen Knatterdrachen lässt mein Herz ein bisschen höher schlagen. Auch der zweite Band, „Furzipups und Hicksi das Huhn“ von Kai Lüftner, hat mich sofort wieder abgeholt. Die Mischung aus schrägem Humor, warmherziger Botschaft und diesen grandios überdrehten Illustrationen ist einfach toll.

Schon die ersten Seiten haben mich wieder voll in die Urzeitwelt hineingezogen. Die Zeichnungen sind stellenweise so herrlich übertrieben. Die Texte dazu sind wie gewohnt ein absoluter Knaller: locker gereimt, rhythmisch, ein bisschen frech, aber nie unpassend. Genau die Art von Humor, die Klein und Groß gleichermaßen packt.

Besonders schön finde ich diesmal die Begegnung mit Hicksi, dem Urhuhn, das mit einem hartnäckigen Schluckauf zu kämpfen hat. Allein diese Situation bietet so viel Potenzial für Lacher – und glaubt mir, es wird ausgeschöpft! Gleichzeitig steckt zwischen all den Pupsen und Hicks-Momenten auch wieder eine liebevolle Botschaft über Mut, Anderssein und gegenseitige Unterstützung. Furzipups’ Hilfsbereitschaft, obwohl ihn die großen Drachen belächeln, hat mich richtig berührt.

Für mich ist dieses Buch wieder ein kleines Highlight. Es ist sympathisch, laut, bunt und voller Quatsch – genau so, wie ich es liebe. Wer Furzipups schon mochte, wird diesen Band definitiv feiern. Und wer ihn noch nicht kennt, sollte dringend in diese knatternde, hicksende und unglaublich charmante Welt eintauchen.

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Veröffentlicht am 11.12.2025

Dennis Schröder Vom Parkett in die Weltbühne

Dennis Schröder
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Was für eine rasante Reise durch die Karriere eines Spielers, der mehr ist als nur ein Name auf dem Trikot. Andreas Mayer nimmt Tempo auf und liefert eine Biografie, die weder verklärend noch staubtrocken ...

Was für eine rasante Reise durch die Karriere eines Spielers, der mehr ist als nur ein Name auf dem Trikot. Andreas Mayer nimmt Tempo auf und liefert eine Biografie, die weder verklärend noch staubtrocken wirkt — vielmehr ein Mix aus Spielfeld-Action, klaren Beobachtungen und Momenten, die wirklich unter die Haut gehen. Kapitel über die Anfänge in Braunschweig haben echtes Scout-Feeling: Hier wird nicht nur Talent beschrieben, sondern auch die Ecken und Kanten, die aus einem Jungen einen Profi machen. Die Bildstrecken sind saftig gesetzt und geben dem Text die richtige Bühne — fast so, als blättert man durch ein visuelles Playbook.

Besonders stark: die Schilderungen großer Spiele und die innere Zerrissenheit vor wichtigen Entscheidungen. Mayer schreibt mit Respekt vor der Leistung, aber ohne Heldenmythos — und das macht die Geschichte glaubwürdig. Kleine Anekdoten aus dem Team-Kosmos sitzen, bringen Schmunzeln und zeigen Schröder als echten Menschen, nicht als Statue. Mein großer Sohn als Basketball Spieler war auch sehr begeistert von dem Buch — er hat beim Lesen sofort wieder Bock auf Training bekommen. Für Fans, Nachwuchs-Spieler und alle, die wissen wollen, was es wirklich heißt, in der NBA zu bestehen, ist dieses Buch eine starke Empfehlung. Ein Porträt mit Tempo, Herz und dem nötigen Körpereinsatz.

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