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Veröffentlicht am 10.06.2026

Hochbeetliebe mit Erde unter den Fingern

Hochbeet
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Gartenbücher gibt es viele, aber manche machen sofort dieses gefährliche Kribbeln in den Fingern. Zack, plötzlich steht man gedanklich schon mit Erde unter den Nägeln im Garten und überlegt, ob nicht doch ...

Gartenbücher gibt es viele, aber manche machen sofort dieses gefährliche Kribbeln in den Fingern. Zack, plötzlich steht man gedanklich schon mit Erde unter den Nägeln im Garten und überlegt, ob nicht doch noch Platz für ein weiteres Hochbeet wäre.

Hochbeet von Huw Richards ist genau so ein Buch. Nicht trocken, nicht kompliziert, nicht dieses Fachchinesisch, bei dem man nach drei Seiten schon denkt: Bruder, ich wollte Radieschen ziehen und keinen Doktor machen. Hier wird man locker an die Hand genommen und bekommt Schritt für Schritt erklärt, wie aus wenig Platz richtig viel Ernte werden kann.

Besonders stark finde ich den Aufbau durchs Gartenjahr. Monat für Monat zu sehen, was jetzt gesät, gepflanzt, gepflegt oder geerntet werden kann, nimmt einem total die Unsicherheit. Gerade wenn man noch nicht so lange mit Hochbeeten arbeitet, ist das Gold wert. Und selbst wenn man schon Erfahrung hat, findet man immer wieder kleine Tipps, bei denen man denkt: Stimmt, warum mache ich das eigentlich nicht längst so?

Die Bilder, die klaren Erklärungen und die praktischen Pflanzenvorschläge machen richtig Lust, loszulegen. Man spürt einfach, dass Huw Richards nicht nur schreibt, weil er Ahnung hat, sondern weil er Garten wirklich lebt. Genau das mögen wir an seinen Büchern so sehr.

Für Balkon, Terrasse, Garten und alle, die gern eigenes Gemüse ernten möchten, ist dieses Buch ein kleiner Motivationsschub mit Erde dran. Sympathisch, hilfreich und herrlich bodenständig.

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Veröffentlicht am 09.06.2026

Wenn Zeit zur Währung wird und Liebe trotzdem dazwischenfunkt

Skipshock
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Manchmal schlägt ein Buch auf wie eine Zugtür in eine völlig fremde Welt, und genau so hat sich Skipshock für mich angefühlt. Margo steigt ein, alles wirkt noch halbwegs normal, und plötzlich sitzt man ...

Manchmal schlägt ein Buch auf wie eine Zugtür in eine völlig fremde Welt, und genau so hat sich Skipshock für mich angefühlt. Margo steigt ein, alles wirkt noch halbwegs normal, und plötzlich sitzt man mit ihr in einer Kälte, die nicht nur draußen liegt, sondern auch mitten im Herzen dieser neuen Welt.

Gelesen habe ich das Buch als Buddyread mit meiner Tochter, abwechselnd im gleichen Buch, und genau das hat hier so viel Spaß gemacht. Kaum hatte eine von uns ein Kapitel beendet, kam schon dieses typische „Du musst jetzt weiterlesen, ich muss wissen, was mit Moon passiert“. Besonders schön waren diese kleinen Lesepausen, in denen wir versucht haben, die Zeitzonen zu verstehen, über Margos Entscheidungen diskutiert haben und uns beide gefragt haben, ob Liebe überhaupt eine Chance hat, wenn Zeit selbst zur Waffe wird.

Margo mochte ich, weil sie nicht einfach nur mutig ist, sondern auch verloren, wütend und suchend. Moon war für uns beide sofort so eine Figur, bei der man leiser liest, weil man nichts verpassen will. Zwischen den beiden knistert es nicht kitschig, sondern vorsichtig, verletzlich und mit dieser Art Sehnsucht, die perfekt zu einer Time Travel Romance passt.

Die Welt von New Davia ist düster, originell und manchmal richtig beklemmend. Zeit bedeutet Macht, Leben, Kontrolle und Verlust. Genau das macht die Geschichte so besonders. Skipshock ist spannend, romantisch, wild und emotional, aber auch ein Buch, bei dem man aufmerksam bleiben muss. Für uns war es ein Buddyread voller „Warte, was?“ Momente, Herzklopfen und diesem schönen Gefühl, gemeinsam in einer Geschichte festzustecken.

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Veröffentlicht am 09.06.2026

Liebe ist mehr als ein schönes Gefühl

Ehe
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Mitten ins Herz trifft dieses Buch, weil es Ehe nicht wie ein rosarotes Märchen verkauft, sondern wie einen Garten beschreibt, der wunderschön blühen kann, wenn man bereit ist, ihn zu pflegen.

Beim Lesen ...

Mitten ins Herz trifft dieses Buch, weil es Ehe nicht wie ein rosarotes Märchen verkauft, sondern wie einen Garten beschreibt, der wunderschön blühen kann, wenn man bereit ist, ihn zu pflegen.

Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, als würde mir jemand liebevoll den Spiegel hinhalten. Nicht hart, nicht belehrend, sondern ehrlich und warm. Timothy und Kathy Keller schreiben über Liebe, Hingabe, Vergebung und Treue so klar, dass vieles plötzlich nicht mehr kompliziert, sondern tief und kostbar wirkt.

Besonders berührt hat mich, dass Ehe hier nicht nur als Gefühl beschrieben wird, sondern als Versprechen. Als Entscheidung, auch dann zu lieben, wenn der Alltag kratzt, Müdigkeit dazwischenfunkt oder Erwartungen zu groß werden. Genau das macht dieses Buch so wertvoll.

Der christliche Blick ist deutlich spürbar, aber nie kalt oder abgehoben. Vielmehr entsteht eine hoffnungsvolle Sicht auf Ehe, die Mut macht, genauer hinzuschauen, weicher zu werden und Liebe nicht nur zu fühlen, sondern zu leben.

Für mich ist Ehe ein starkes, ehrliches und wunderschönes Buch für Paare, Verlobte und alle, die verstehen möchten, warum Liebe mehr ist als Herzklopfen.

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Veröffentlicht am 09.06.2026

Wenn Bücher Flügel bekommen

Die Herrin der Vögel
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Manchmal kommt ein Buch daher wie ein Vogel, der sich nicht einfach auf die Schulter setzt, sondern erst mal über einem kreist und wartet, bis man bereit ist. Die Herrin der Vögel ist genau so ein Roman. ...

Manchmal kommt ein Buch daher wie ein Vogel, der sich nicht einfach auf die Schulter setzt, sondern erst mal über einem kreist und wartet, bis man bereit ist. Die Herrin der Vögel ist genau so ein Roman. Poetisch, geheimnisvoll, etwas eigenwillig und dabei voller Herz.

Sausan hat mich sofort bekommen. Dieses junge Mädchen, das wegen ihrer Gesundheit an einen Ort gebunden ist und sich trotzdem die ganze Welt in den Kopf liest, ist einfach stark. Da sitzt sie in der Bibliothek ihres Vaters und reist durch Bücher weiter als mancher Typ mit Reisepass und Wanderschuhen. Fand ich ehrlich schön, aber auch ein bisschen traurig.

Die Idee mit den drei Verehrern ist herrlich märchenhaft. Acht Jahre reisen, einhundert Vögel mitbringen und dann erzählen, was sie gesehen haben. Ganz ehrlich, das ist mal eine Ansage. Andere fragen nach Blumen oder Schmuck, Sausan will Welt, Geschichten und offene Augen. Genau mein Humor.

Bachtyar Ali schreibt nicht einfach nur eine Liebesgeschichte. Da steckt viel mehr drin. Heimat, Hoffnung, Krieg, Sehnsucht, Macht und diese Frage, wie viel Welt ein Mensch in sich tragen kann. Manchmal musste ich langsamer lesen, weil die Sprache so voll ist. Nicht schwer im schlechten Sinn, eher wie ein Tisch, auf dem einfach zu viele gute Sachen stehen.

Für mich ist das ein Buch, das man nicht wegatmet, sondern wirken lässt. Kein schneller Snack für zwischendurch, eher ein Tee am Fenster, während draußen der Wind an den Gedanken rüttelt. Schön, klug, anders und mit einer Wärme, die lange bleibt.

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Veröffentlicht am 08.06.2026

Ein Abenteuer, das direkt ins Herz galoppiert

Der Ruf des Nordwinds
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Manche Bücher galoppieren direkt ins Herz, und genau so ein Fall ist Der Ruf des Nordwinds geworden. Beim Buddyread lag das Buch oft zwischen meiner Tochter und mir, und schon nach den ersten Kapiteln ...

Manche Bücher galoppieren direkt ins Herz, und genau so ein Fall ist Der Ruf des Nordwinds geworden. Beim Buddyread lag das Buch oft zwischen meiner Tochter und mir, und schon nach den ersten Kapiteln wurde fleißig diskutiert, wer eigentlich sturer ist: Folly oder ihr Pony Fleck.

Nach dem Tod ihrer Mutter fühlt sich für Folly nichts mehr richtig an. Als ihr Vater einen Neuanfang plant, nimmt sie ihr Schicksal selbst in die Hand und macht sich mit Fleck auf eine Reise quer durch Neuseeland. Was zunächst wie ein Abenteuer klingt, entwickelt schnell viel mehr Tiefe.

Besonders gefallen hat uns, wie ehrlich die Trauer dargestellt wird. Ohne große Dramatik, aber trotzdem spürbar. Meine Tochter meinte an einer Stelle nur leise: Die tut mir gerade richtig leid. Genau solche Momente zeigen, wie nah die Geschichte geht.

Natürlich kommen auch Pferdefans voll auf ihre Kosten. Fleck hat seinen eigenen Kopf und sorgt immer wieder für Schmunzler. Während ich die beeindruckenden Landschaften und die Abenteuer unterwegs mochte, war meine Tochter völlig bei den Freundschaften und Gefühlen der Figuren.

Die Mischung aus Spannung, Mut, Verlust und Hoffnung funktioniert wunderbar. Am Ende bleibt ein warmes Gefühl zurück und die Erkenntnis, dass selbst schwere Wege einen stärker machen können. Für uns war es ein wunderschöner Buddyread mit Herz, Wind und ganz viel Pferdeliebe.

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