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Veröffentlicht am 22.07.2025

Galopp durchs Bücherregal – Ein Vater-Tochter-Abenteuer mit Hufgetrappel

WAS IST WAS Pferde. Freunde, Freiheit, Abenteuer
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Ich hätte nie gedacht, dass ich mal freiwillig ein Buch über Pferde lese – geschweige denn, dass ich es verschlinge wie ein Pony seinen Hafer. Aber dann kam meine Tochter um die Ecke mit glänzenden Augen, ...

Ich hätte nie gedacht, dass ich mal freiwillig ein Buch über Pferde lese – geschweige denn, dass ich es verschlinge wie ein Pony seinen Hafer. Aber dann kam meine Tochter um die Ecke mit glänzenden Augen, Buch in der Hand und dem Satz: „Papa, das lesen wir zusammen.“ Und was soll ich sagen? Ich bin jetzt offiziell Pferdeflüsterer 2.0 (zumindest theoretisch).

Dieses Buch ist kein trockenes Lexikon-Gedöns, sondern eher wie ein Ritt durch eine richtig gute Doku, nur eben zum Mitblättern. Wir sind durch Konik-Herden galoppiert (haben sie so genannt, als wären es Superhelden), haben beim Hufschmieden fast den Schweiß gerochen und festgestellt, dass Pferde verdammt gute Nasen haben – sogar besser als meine Tochter, wenn ich heimlich Schokolade esse.

Jeder Abschnitt hat uns irgendwie zum Lachen, Staunen oder Debattieren gebracht – zum Beispiel darüber, ob Pferde wohl auch von Möhrenbäumen träumen. Und immer wenn ich dachte, ich hätte jetzt echt alles über Pferde gelesen, kam meine Tochter mit einem „Papa! Hör mal DAS!“ – und dann wurde wieder vorgelesen, diskutiert und wild mit den Armen gefuchtelt (okay, das war meistens ich).

Die Texte sind mitreißend und herrlich unverkopft geschrieben – man merkt sofort, dass da jemand nicht nur Ahnung, sondern auch richtig Bock aufs Thema hat. Und die Fotos? Ein Traum für alle, die Pferde lieben oder es nach Seite 12 plötzlich tun.

Kurz gesagt: Dieses Buch ist ein Abenteuer, das man gemeinsam erleben will. Es hat mir und meiner Tochter nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch ziemlich viele Lacher, WTF-Momente (in der pferdigen Variante) und einen sehr klaren Entschluss gebracht: Wir brauchen ein Abo auf die komplette WAS IST WAS-Reihe.

5 von 5 Hufeisen – äh, Sternen!

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Ein Ermittler, ein Chaos, kein Plan B

Die Stunde des Löwen
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Was für ein wilder Ritt – und ich dachte, ich hätte schon alles gelesen. Aber dann kam Bennie Griessel, der Mann, der mehr Probleme anzieht als ein Gratisbier in der Wüste. Eigentlich wollte er nur seine ...

Was für ein wilder Ritt – und ich dachte, ich hätte schon alles gelesen. Aber dann kam Bennie Griessel, der Mann, der mehr Probleme anzieht als ein Gratisbier in der Wüste. Eigentlich wollte er nur seine Freundin heiraten – klingt romantisch, oder? Denkste. Kaum steckt er den Ring ein, liegt schon eine Studentin am Radweg, und alles eskaliert wie ein Braai mit zu viel Schnaps.

Meyer schickt seinen Antihelden durch ein südafrikanisches Chaos deluxe – mit Mord, Raub und mehr falschen Fährten als in einem schlechten Krimi. Nur dass dieser hier verdammt gut ist. Ich bin reingekippt wie in ’ne Tüte Chips: „Nur noch ein Kapitel“ – und zack, 3 Uhr morgens. Der Spannungsbogen? Straff wie ein Drahtseil über’m Abgrund. Die Figuren? Lebendig, fehlerhaft, menschlich – sogar der Löwe hat mehr Charakter als manche Menschen, die ich kenne.

Was mir besonders taugt: Die Dialoge knallen, Bennies trockener Humor ist Gold, und dieser raue südafrikanische Ton macht die Geschichte so authentisch wie schweißnasse Safari-Hemden. Und dann dieser Raubüberfall – wie ein Tarantino-Film in Buchform, nur mit mehr Herz.

Ganz ehrlich: Ich habe gelacht, geflucht, mitgefiebert – und am Ende wollte ich nur, dass Bennie es lebend zur Hochzeit schafft. Ob er’s schafft? Sag ich nicht. Lies selbst. Aber schnall dich an – Die Stunde des Löwen brüllt laut, wild und absolut genial.

5 von 5 Sternen – und das mit einem fetten Grinsen im Gesicht.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Bletchley Park, Drachencode und ein Hauch Wahnsinn

Die Sprache der Drachen
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Wenn mir jemand vorher gesagt hätte, dass ich mal mitten in einem Drachen-vs.-Oberschicht-vs.-Geheimcode-Wirrwarr hängen würde, hätte ich höflich gelacht und weiter meinen Tee getrunken. Aber dann kam ...

Wenn mir jemand vorher gesagt hätte, dass ich mal mitten in einem Drachen-vs.-Oberschicht-vs.-Geheimcode-Wirrwarr hängen würde, hätte ich höflich gelacht und weiter meinen Tee getrunken. Aber dann kam dieses Buch. Und was soll ich sagen? Ich bin reingefallen wie ein Dackel in einen Zaubertrankkessel. Vivien Featherswallow (ja, der Name klingt wie aus einem viktorianischen Vogellexikon, aber ich liebe ihn) hat mich mit ihrer Mischung aus Chaos, Cleverness und sturer Entschlossenheit direkt geködert.

Die ganze Nummer in Bletchley Park – Drachensprache entschlüsseln, während die halbe Welt Kopf steht? Genial! Ich hätte nie gedacht, dass Linguistik so spannend sein kann. Und dass Drachen nicht nur feuerspuckende Klischees auf zwei Flügeln sind, sondern... na ja, das verrate ich besser nicht.

Der Schreibstil? Ein bisschen wie ein Nachmittagstee mit Jane Austen, während Tolkien durch das Fenster feuert und Terry Pratchett kichert. Ich habe gelacht, den Kopf geschüttelt, mitgefiebert – und das Bonuskapitel? Wie Karamell auf einem warmen Apfelkuchen: absolut nicht nötig, aber herrlich.

Was mich besonders begeistert hat: Diese Mischung aus Fantasy, Gesellschaftskritik und einer Prise absurdem britischen Humor. Und ja, ich gebe es zu – ich will jetzt auch Drachisch lernen. Für alle Fälle.

Kurz: „Die Sprache der Drachen“ ist ein literarisches Feuerwerk mit Hirn, Herz und Schuppen. Pflichtlektüre für alle, die sich zwischen Zauber, Zivilisationskritik und einem guten Geheimnis pudelwohl fühlen. Ich bin begeistert. Fünf Sterne, mindestens.

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Sturmkrallen, Königsspielchen und K-Drama-Vibes

Kings & Thieves (Band 1) - Die Letzte der Sturmkrallen
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Ich dachte, ich lese mal eben ein bisschen Fantasy zum Runterkommen. Tja, nix da. Statt gemütlichem Dahindümpeln wurde ich direkt mit voller Wucht in eine Welt katapultiert, in der Magie, Dolche und charmant ...

Ich dachte, ich lese mal eben ein bisschen Fantasy zum Runterkommen. Tja, nix da. Statt gemütlichem Dahindümpeln wurde ich direkt mit voller Wucht in eine Welt katapultiert, in der Magie, Dolche und charmant gefährliche Könige das Sagen haben. Lina, unsere Heldin mit messerscharfem Mundwerk und noch schärferem Klingenarsenal, hat mich sofort begeistert. Die Frau nimmt kein Blatt vor den Mund und kein Leben auf die leichte Schulter – herrlich!

Der Deal mit Rui, dem unsterblichen Dokkaebi-König, ist so schräg wie genial: Töte ihn in 14 Tagen oder bleib gefangen. Klingt fair – wenn man nicht wüsste, dass der Typ quasi unkaputtbar ist. Und was macht Lina? Statt einfach stillzuhalten, haut sie ihm frech Konter um die Ohren und flirtet nebenbei mit dem Tod (und mit Rui, höhö). Die Chemie zwischen den beiden ist pure enemies-to-lovers-Magie mit ordentlich Funkenflug.

Besonders gefallen hat mir der frische Mix aus koreanischer Mythologie und düsterer Gangster-Vibes. Das fühlt sich an wie ein K-Drama auf Speed mit Drachenschuppen und Dolchen. Aber: Manchmal war mir die Story etwas überladen, ein paar Twists hätten ruhig weniger „Jetzt wird’s nochmal krasser“-Momente haben dürfen. Trotzdem – Spannung? Check. Humor? Doppelt-Check. Und Herzklopfen? Joah… war da.

Alles in allem: Ich hab’s gefeiert. Mit einem breiten Grinsen, ein bisschen Gänsehaut und dem dringenden Wunsch, Band 2 sofort zu inhalieren. Nur einen Punkt ziehe ich ab, weil ich gelegentlich die Orientierung verloren hab – aber hey, das liegt vielleicht auch an der Magie. Oder an Rui. Wahrscheinlich an beidem.

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Kleines Pony, großes Kino – Ronny rockt den Stall

Ronny, das Pony, und Gerd, das Pferd
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Also mal ehrlich – ich hab nicht damit gerechnet, dass mich ein Pony so abholt. Aber Ronny, dieses winzige, kartongroße Tier mit ordentlich Herz unter der Mähne, hat's geschafft. Und Gerd? Tja, Gerd ist ...

Also mal ehrlich – ich hab nicht damit gerechnet, dass mich ein Pony so abholt. Aber Ronny, dieses winzige, kartongroße Tier mit ordentlich Herz unter der Mähne, hat's geschafft. Und Gerd? Tja, Gerd ist der Typ Pferd, der in Zeitlupe galoppiert und dabei aussieht, als wär er direkt aus der Werbung für edles Hafermüsli entsprungen. Die beiden zusammen sind ein tierisches Dream-Team – oder zumindest fast.

Was Kai Lüftner hier geschrieben hat, ist einfach genial schräg und gleichzeitig voll warm ums Herz. Ich hab beim Vorlesen erst gekichert, dann gegrinst, dann kurz ’nen Kloß im Hals gehabt und am Ende wieder laut gelacht. Und Wiebke Rauers haut mit ihren Illustrationen richtig einen raus – das ist wie Pixar auf Papier. Da guckt selbst der grummeligste Nachwuchs plötzlich interessiert rüber.

Dass Ronny nicht lang ist, aber dafür lang was drauf hat, bringt die Geschichte so charmant auf den Punkt, dass ich spontan beschlossen hab, den kleinen Kerl in mein Herz zu adoptieren. Und mal ehrlich – was wären große Helden ohne kleine Ponys, die nachts im Stall den Überblick behalten?

Dieses Buch ist wie Kakao mit Sahne und Streuseln – süß, ein bisschen chaotisch und einfach genau richtig, wenn man mal wieder was braucht, das einem zeigt: Größe ist echt nicht alles. Absolute Leseempfehlung – egal ob für kleine Kinderfüße oder große Vaterherzen. Ich sag nur: Ronny for President! 🐴🔥📚

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