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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.11.2023

Ungewissheit

Elmflüstern
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Die 16-jährige Angelina ist verschwunden. Aber erst als sich ihr jüngerer Bruder an seine Lehrerin wendet, kommt die Maschinerie in Gang, denn sie ist mit dem Kommissar Giovanni Beck befreundet. Was ist ...

Die 16-jährige Angelina ist verschwunden. Aber erst als sich ihr jüngerer Bruder an seine Lehrerin wendet, kommt die Maschinerie in Gang, denn sie ist mit dem Kommissar Giovanni Beck befreundet. Was ist mit Angelina passiert? Von Entführung über Flucht bis Suizid ist alles möglich. Lebt sie überhaupt noch?

Ich mag es, wenn ich als Leser auch einiges aus dem Privatleben der ermittelnden Personen erfahre. Aber in diesem Krimi hat das Privatleben zeitweilig den Vermisstenfall in den Hintergrund treten lassen und ich hatte den Eindruck, dass sich niemand mehr um das vermisste Mädchen kümmert.

Was sowohl Angelina als auch Giovanni und Sarah verbindet, ist dass alle drei nicht in einem „normalen“ Elternhaus groß geworden sind. Der Verlust mindestens eines Elternteils oder eine alleinerziehende Mutter, die nicht in der Lage ist, sich entsprechend um ihre Kinder zu kümmern, wird thematisiert. Dieses Thema und seine Auswirkungen auf das spätere Leben, insbesondere die spätere Einstellung zu möglichen eigenen Kindern, fand ich durchaus interessant und spannend.

Erst im letzten Drittel nahm der Vermisstenfall an Fahrt auf und es wurde spannend. Für mich leider zu spät. Mir ist bewusst, dass sich auch in der Realität solche Ermittlungen hinziehen, aber in einem Krimi erwarte ich mehr Spannung und keinen Fall der in eine ausführliche Beziehungsgeschichte eingebettet ist.

Laut Bettina Owczarski entspricht ihre Erzählweise der britischen Erzähltradition. Wäre mir das vorher bekannt gewesen, hätte ich mich nicht für diesen Krimi entschieden. Wer diesen Erzählstil aber mag, ist in dieser Reihe gut aufgehoben, denn die Geschichte ist interessant und flüssig geschrieben.

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Veröffentlicht am 03.11.2023

Farbenfrohe Unterwasserwelt

Seelilly – Die verflixt verhixte Hixenprüfung
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Die Wasserhixe Lilly und ihr Zauberstab Tintbert dürfen zum ersten Mal an der Wal-Purgisnacht teilnehmen. Aber davor steht noch die Hixenprüfung an, aber bevor es soweit ist, stehen Lilly und Tintbert ...

Die Wasserhixe Lilly und ihr Zauberstab Tintbert dürfen zum ersten Mal an der Wal-Purgisnacht teilnehmen. Aber davor steht noch die Hixenprüfung an, aber bevor es soweit ist, stehen Lilly und Tintbert noch einige aufregende Stunden bevor.

Seelilly, Tintbert, Nepto und die übrigen Protagonisten sind alle sehr liebenswert und unterscheiden sich gar nicht so sehr von den Menschenkindern. So möchte Lilly zur Feier besonders hübsch aussehen, Tintbert ist eher vorsichtig und versucht seine Hixe z. B. von Experimenten abzuhalten. Nepto ist ein sehr guter Freund, der Lilly und Tintbert jederzeit zur Seite steht. Zusammen erleben die drei wieder ein aufregendes Abenteuer.

Kathrin Lena Orso hat ihre Figuren sehr liebevoll und mit Herzblut gezeichnet. Die jungen Leser können sich an der einen oder anderen Stelle ganz bestimmt mit einem der Charaktere identifizieren, weil ihnen ähnliches widerfahren ist. Der Schreibstil ist kindgerecht und flüssig zu lesen.

Mich hat schon das farbenfrohe Cover mit den vielen zuckersüßen Zeichnungen von Lilly, Tintbert und diversen Meeresbewohnern begeistert. Ich finde es auch immer toll, wenn auch die Rückseite eines Buches illustriert ist. Auch im Inneren finden wir viele farbenfrohe und teilweise doppelseitige Zeichnungen von Csilla Bandi, die das geschriebene Wort hervorragend unterstützen.

Ein wunderschönes Kinderbuch für Erstleser oder auch zum Vorlesen. Und nach der Lektüre kann man sich mit dem beigefügten Bastelbogen einen eigenen Zauberstab basteln.

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Veröffentlicht am 01.11.2023

Horror-Fantasy-Mix

Das Nachthaus
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Bisher kannte ich Jo Nesbø nur von seinen Krimis/Thrillern und hätte ich gewusst was mich in diesem Buch erwartet, hätte ich wohl darauf verzichtet. Leider konnte ich aus dem Klappentext nicht entnehmen, ...

Bisher kannte ich Jo Nesbø nur von seinen Krimis/Thrillern und hätte ich gewusst was mich in diesem Buch erwartet, hätte ich wohl darauf verzichtet. Leider konnte ich aus dem Klappentext nicht entnehmen, dass es sich eher um Horror mit Ausflügen in den Bereich Fantasy handelt.

Mir ging es hier wie der Polizei und dem FBI, ich wusste nicht was ich von der Geschichte, die Richard erzählt, halten sollte. Ich fand sie abstrus und erwartete, dass der Junge aus einem Traum aufwachte. Aber weit gefehlt!

Nach einem Zeitsprung von 15 Jahren gibt es sowohl in dem zweiten Teil als auch später im dritten Teil eine überraschende Wendung. Auch wenn sich damit einiges erklärt, so bin ich weder mit Richard noch mit der Geschichte warm geworden.

Aufgrund des gewohnt guten Schreibstils liest sich das Buch gut und bei knapp 300 Seiten ist das Ende auch schnell erreicht.

Mein Fazit: ein Buch von Jo Nesbø kommt für mich zukünftig nur in seinem angestammten Genre Krimi/Thriller in Frage.

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Veröffentlicht am 31.10.2023

Unverhofft kommt oft

Das Meer, die Liebe und ich
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Mias Leben gerät aus den Fugen als sie ihren Freund in flagranti erwischt. Kurzentschlossen fährt sie ein paar Tage früher als geplant nach Sylt, wo die Hochzeit ihrer Schwester stattfinden soll. Von Männern ...

Mias Leben gerät aus den Fugen als sie ihren Freund in flagranti erwischt. Kurzentschlossen fährt sie ein paar Tage früher als geplant nach Sylt, wo die Hochzeit ihrer Schwester stattfinden soll. Von Männern will sie erstmal nichts mehr wissen, oder vielleicht doch?

Die authentisch wirkenden Protagonisten waren mir bis auf wenige Ausnahmen alle sympathisch, so dass ich ihre Emotionen sehr gut nachempfinden konnte und teilweise mit ihnen teilen konnte.

Ich liebe die Bücher von Martina Gercke. Sie sind immer voller Romantik, einem Schuss Erotik und stets mit einer gehörigen Portion Humor gewürzt. So ist es auch dieses Mal, wo sie uns nach Sylt entführt. Die Autorin breitet vor meinem inneren Auge ein ganz anderes Bild dieser Schickimicki-Insel aus. Für mich war Sylt bisher die Insel der Reichen und Schönen, aber Sylt scheint außerhalb der bekannten Touristenpfade eine naturbelassene Schönheit zu sein. Beim lesen hatte ich den Geruch des Meersalzes in der Nase, das Schreien der Möwen im Ohr, das wogende Dünengras und das glitzernde Meer vor Augen.

Leider flogen aufgrund des angenehm flüssigen Schreibstils und der wechselnden Perspektiven, die für eine gewisse Spannung sorgten, die Seiten nur so dahin und ich war viel zu schnell am Ende angekommen. Mit einer gewissen Wehmut musste ich Sylt, Mia und die übrigen Protagonisten verlassen, konnte mich aber dennoch zufrieden zurücklehnen.

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Veröffentlicht am 27.10.2023

Wie gewohnt Hochspannung bis zum Ende

Die eiskalte Kammer: Thriller
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Eine tote Frau, die seit Jahren vermisst wurde und deren Schwester nun ebenfalls vermisst wird. Die Fälle stellen Kriminalkommissar Florian Kessler und die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz vor ein Rätsel ...

Eine tote Frau, die seit Jahren vermisst wurde und deren Schwester nun ebenfalls vermisst wird. Die Fälle stellen Kriminalkommissar Florian Kessler und die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz vor ein Rätsel und die Zeit drängt.

Ich begleite das Ermittlerduo Kessler und Schwarz nun schon seit längerer Zeit bei ihren Ermittlungen und zwischenzeitlich sind sie mir sehr ans Herz gewachsen. Beide üben ihren Beruf mit Leidenschaft und Herzblut aus. Aber für Julia hat sich jetzt einiges geändert, denn sie ist Mutter einer kleinen Tochter. Der Spagat zwischen Beruf und Mutterrolle verlangt ihr ganz schön viel ab. Ich mag es sehr, wenn auch das Privatleben der Ermittler mit einbezogen wird, es macht sie authentischer und auch menschlicher.

Catherine Shepherd schafft es immer wieder, mich schon mit den ersten Zeilen ihrer Thriller in den Bann zu ziehen. Hier war es nicht anders. Einmal angefangen, musste ich das Buch förmlich inhalieren. Die Spannung reißt zu keinem Zeitpunkt ab und so flogen die Seiten nur so dahin.

Eigentlich kann ich in meiner Rezension nur Lobeshymnen anstimmen, toller Schreibstil, Megaspannung, lange Ungewissheit über den Täter und am Ende immer doch eine Überraschung.

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