Profilbild von Ameland

Ameland

Lesejury Star
offline

Ameland ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Ameland über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2023

Lesespaß vom Feinsten

Geburtstag(e) mit Juli
0

Dies ist bereits der vierte Band mit dem etwas anderen Pferd Juli aus der Feder von Petra Eimer. Zusammen mit Paul, Anna und Max bilden sie „Die tierischen Vier“. In diesem Band bekommen sie Zuwachs, das ...

Dies ist bereits der vierte Band mit dem etwas anderen Pferd Juli aus der Feder von Petra Eimer. Zusammen mit Paul, Anna und Max bilden sie „Die tierischen Vier“. In diesem Band bekommen sie Zuwachs, das verläuft jedoch nicht ganz reibungslos.

Insbesondere die Freundschaft zwischen Paul und Max wird auf eine harte Probe gestellt. Wie in jeder Beziehung gibt es auch unter Freunden mal Meinungsverschiedenheiten und sogar Streit. Wichtig ist, dass man sich ausspricht und einen für alle Seiten gangbaren Weg findet und die Freundschaft nicht daran zerbricht. Und das schaffen unsere ansonsten sehr sympathischen Protagonisten.

Für Anna ist es keine leichte Situation, denn sie sitzt quasi zwischen den Stühlen. Ihr Verhalten bei dem Streit zwischen ihren beiden Freunden fand ich stark.

Und natürlich sorgt Juli wieder für einige Überraschungen und zeigt seltsame Verhaltensweisen. Warum verputzt sie plötzlich alle Gurken aus dem heimischen Garten?

Schon das farbenfrohe Cover macht Lust auf dieses Buch und passt hervorragend zu dem Titel. Mir gefielen auch die vielen liebevollen und teils witzigen Zeichnungen auf den Innenseiten des Einbands. Der Schreibstil ist flüssig und mit einer guten Prise Humor versehen. Das Schriftbild wartet mit Fettdruck, unterschiedlichen Schriftgrößen, Kursivdruck und farbig hervorgehobenen Wörtern auf. Die vielen aussagekräftigen und farbigen Illustrationen runden das Gesamtbild ab und alles zusammen macht diese Reihe zu einem Highlight in unserem Bücherregal.

Wieder ein sehr unterhaltsamer und witziger Lesespaß für Groß und Klein. Am besten lest ihr es selber nach, dann wisst ihr auch was es mit dem Zuwachs auf sich hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.04.2023

Es knirscht im Team

Schwarze Dünen
0

Dies ist bereits der neunte Fall für den Hauptkommissar John Benthien. Und er bekommt es nicht nur mit einem neuen kniffeligen Fall zu tun, sondern auch mit der neuen Staatsanwältin Sanna Harmstorf, die ...

Dies ist bereits der neunte Fall für den Hauptkommissar John Benthien. Und er bekommt es nicht nur mit einem neuen kniffeligen Fall zu tun, sondern auch mit der neuen Staatsanwältin Sanna Harmstorf, die sich aktiv in die Ermittlungen einschaltet. Noch weiß er nicht, dass sie zusätzlich einen ganz besonderen Auftrag zu erfüllen hat, der seinen Kopf kosten könnte.

Ich mochte diese Reihe ganz besonders, weil mir John Benthien und sein Ermittlerteam immer einen so harmonischen und freundschaftlichen Umgang miteinander pflegten. Sie waren mir inzwischen auch ans Herz gewachsen. Bei diesem Fall ist alles ganz anders! Die ehemaligen Freunde gehen, wenn überhaupt nur sehr sachlich miteinander um. Ihr Verhältnis untereinander kann man mit distanziert beschreiben. Und so erging es mir dieses Mal auch. Vielleicht liegt es daran, dass die Charaktere von Nina Ohlandt mit viel Herzblut erschaffen wurden und Jan Wielpütz, der die Reihe der verstorbenen Autorin fortführt, die Figuren fremd erscheinen.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, erschien mir jedoch ebenfalls distanziert. Aber der Fall an sich ist gut aufgebaut, spannend und ich konnte die ganze Zeit miträtseln. Am Ende hat mich die Lösung dennoch überrascht.

Ein spannender Krimi mit vielen Verdächtigen. Mir fehlte jedoch die Harmonie, die das Ermittlerteam um John Benthien sonst ausstrahlte.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 11.04.2023

Der ganz normale Wahnsinn einer Altenpflegerin

Sie haben Ihr Gebiss auf der Hüpfburg verloren
0

Die Pflegerin Sybille Bullatschek liebt ihre Arbeit und auch ihre Senoritas und Seniores, egal wie schwierig sie auch sein mögen. Mit ihrer ruhigen Art, ihrer Wortgewandtheit und ihren Einfällen versucht ...

Die Pflegerin Sybille Bullatschek liebt ihre Arbeit und auch ihre Senoritas und Seniores, egal wie schwierig sie auch sein mögen. Mit ihrer ruhigen Art, ihrer Wortgewandtheit und ihren Einfällen versucht sie ihren Schutzbefohlenen das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Sie plaudert über den alltäglichen ganz normalen Wahnsinn mit viel Humor, Sarkasmus und einem Schuss Selbstironie.

Als wäre das Leben mit den älteren Herrschaften, von denen der ein oder andere schonmal ausbüxt, nicht schon anstrengend genug, beglückt der neue Heimleiter die Angestellten zusätzlich noch mit einigen seltsamen Neuerungen, um den Titel „Heim des Jahres“ zu gewinnen.

Und da wäre noch ihr Singleleben, dem sie gerne ein Ende bereiten möchte. Kurzerhand packt sie ein paar der Senioren in einen Kleinbus und nimmt sie mit zu ihrem Speeddating. Aber auch das wirbeln die älteren Herrschaften ganz schön durcheinander.

Auch wenn ich mich beim Lesen köstlich amüsiert habe, zeigt der Roman doch auch das Dilemma in den Pflegeberufen. Und leider ist auch nicht jede Pflegekraft mit so viel Herzblut und Liebe dabei wie Sybille Bullatschek.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2023

Konnte mich leider nicht überzeugen

Windstärke Tod (WaPo Cuxhaven 1)
0

Dies ist der Auftakt einer neuen Reihe, in der angeblich die WaPo Cuxhaven ermittelt. Diesen Hinweis finde ich sehr irreführend, da die WaPo keine Ermittlungen durchführt. Und die Versuche der Wasserschutzpolizistin ...

Dies ist der Auftakt einer neuen Reihe, in der angeblich die WaPo Cuxhaven ermittelt. Diesen Hinweis finde ich sehr irreführend, da die WaPo keine Ermittlungen durchführt. Und die Versuche der Wasserschutzpolizistin Agatha Christensen, den Täter auf eigene Faust zu entlarven, sind eher Schüsse ins Blaue bzw. Zufälle, aber keine Ermittlungen.

Die Protagonisten wurden hier durch viele Informationen und Einblicke in ihr Privatleben gut eingeführt. Ich habe aber eher ein distanziertes Verhältnis zu ihnen gehabt.

Bente Storms Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen. Die unterschiedlichen und schnell wechselnden Perspektiven trugen zu dem guten Lesefluss ebenfalls bei. Für mich kam aber leider zu keiner Zeit wirklich Spannung auf. Gut gelungen fand ich die Beschreibungen des Settings. Verstärkt durch die Karte im Innenteil hatte ich eine ziemlich gute Vorstellung davon.

Ein netter Krimi, der viel mehr Potenzial gehabt hätte, denn grundsätzlich finde ich die Grundidee gut. Vielleicht entwickelt sich die Reihe ja noch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.04.2023

Liv Lammers persönlichster Fall

Zornige Flut
5

In ihrem siebten Fall sind Liv Lammers und ihre Kollegen echt gefordert. Es gilt nicht nur herauszufinden zu wem der in einem Aquarium gefundene Schädel gehört, sondern auch nach dem Täter zu suchen, der ...

In ihrem siebten Fall sind Liv Lammers und ihre Kollegen echt gefordert. Es gilt nicht nur herauszufinden zu wem der in einem Aquarium gefundene Schädel gehört, sondern auch nach dem Täter zu suchen, der es auf Liv abgesehen hat.

Da ich alle Vorgängerbände gelesen habe, ist es quasi ein Wiedersehen mit alten Bekannten, die ich größtenteils in mein Herz geschlossen habe. Ich freue mich z. B. mit Hennes, der weiter ermitteln darf oder frage mich ob Sebastian der Richtige für Liv ist. Aber auch die Schreckmomente teile ich mit den Protagonisten und natürlich versuche ich ebenfalls, den Fall zu lösen (mit mäßigem Erfolg). Ich mag diese Verquickung von polizeilichen Ermittlungen und Privatleben.

Aber wie es sich für einen guten Krimi gehört, gibt es auch die Unsympathischen und die Verdächtigen. Beide Typen finden wir sogar in Livs Verwandtschaft. Und auch meine Liste der Verdächtigen wuchs im Verlauf der Handlung.

Sabine Weiss versteht es, den Spannungsbogen früh zu spannen und bis zum Ende aufrecht zu halten. Ihr Schreibstil ist locker und angenehm zu lesen. Mir gefällt, dass sie es nebenbei noch schafft, die Schönheit der Insel und des Wattenmeers äußerst anschaulich zu beschreiben.

Und wie so oft konnte mich die Autorin am Ende doch wieder überraschen. Sabine Weiss hat wieder einmal bewiesen, dass sie nicht nur historische Romane sondern auch Krimis sehr gut kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung