Profilbild von Ameland

Ameland

Lesejury Star
offline

Ameland ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Ameland über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2026

Geheimnisse und Lügen wohin man schaut

Vega Varg – Das Schweigen der Insel
0

Ich fand schon die Farben des Covers ungewöhnlich für einen Krimi und ungewöhnlich ist auch die Ermittlerin Vega Varg. Sie ist Kriminalbeamtin bei der Polizei in Strömstad, 62 Jahre, legt keinen Wert auf ...

Ich fand schon die Farben des Covers ungewöhnlich für einen Krimi und ungewöhnlich ist auch die Ermittlerin Vega Varg. Sie ist Kriminalbeamtin bei der Polizei in Strömstad, 62 Jahre, legt keinen Wert auf ihr Äußeres und sie ist stur, oh ja! Ich kann nicht sagen, dass mir Vega richtig sympathisch wurde. Auch manche ihrer Entscheidungen konnte ich nicht nachvollziehen, wie z. B. den Angriff auf sie nicht zu ahnden. Allerdings hatte ich manchmal auch Mitleid mit ihr, auch weil dieser Fall ihr Leben verändern wird.

Als auf der Insel Südkoster ein toter Mann gefunden wird, übernimmt Vega die Ermittlungen. Hier tut sich ein Wirrwarr an Geheimnissen und Lügen auf, das die Ermittlungen immer wieder in eine andere Richtung driften lässt. Auch ich musste mehrmals erkennen, dass ich mich mit meinem Verdacht auf der völlig falschen Fährte befand. Es gibt einige Verdächtige mit handfestem Motiv, aber am Ende hat mich Asa Hellberg mit ihrer Lösung völlig überrascht.

Mir gefiel von Beginn an der bildhafte und flüssige Schreibstil, bei dem ich lediglich aufgrund der Vielzahl der Personen und der für mich ungewöhnlichen Namen ins Stocken geriet.

Ich kann Johanna Mo bei ihrer Aussage, diese Reihe gehöre zum Besten, was die skandinavische Spannung zu bieten hat, zwar nicht zustimmen, aber es handelt sich um einen soliden schwedischen Krimi, bei dem ich bis zum Ende miträtseln konnte und der mich gut unterhalten hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.05.2026

Ist Auswandern eine Lösung?

Lesen NERVT! – Bücher? Weg damit! (Lesen nervt! 4)
0

Inzwischen kennen wir die Spinnendame Karoline Kneberwecht und ihre Aversion gegen Buchstaben, Wörter und Bücher schon recht gut. Es ist verwunderlich, dass sie sich dann ausgerechnet in einer Bibliothek ...

Inzwischen kennen wir die Spinnendame Karoline Kneberwecht und ihre Aversion gegen Buchstaben, Wörter und Bücher schon recht gut. Es ist verwunderlich, dass sie sich dann ausgerechnet in einer Bibliothek niedergelassen hat. Diese will sie nun aber verlassen und an einen Ort ohne Bücher und Menschen umziehen, auch weil ihr die vielen Besucher hier fürchterlich auf die NEEEERVEN gehen und zu viel Müll hinterlassen. Die Vorbereitungen und die Durchführung sind überraschend und spannend.

Und wieder benötigt Karoline Hilfe von dir, dem Leser. Sie sucht ein bestimmtes Buch, kennt vom Titel aber nur drei Buchstaben. Nachdem ihr das gefunden habt, gilt es der Spinnendame den Text vorzulesen. Danach muss gebastelt werden, aber in der Anleitung sind lauter Flecken und diese zu lesen, ist eine kleine Herausforderung. Am vermeintlichen Ziel angekommen, warten weitere lustige Übungen und ein durcheinandergewirbelter Comic auf Karoline und ihr Haustier Zwicko. So hatte sie sich das nicht vorgestellt, da hätte sie auch in ihrer Bibliothek bleiben können, oder? Seid gespannt!

Wieder ein witziges und spannendes Abenteuer aus der Reihe mit Karoline Kneberwecht. So macht das Lesen nicht nur Spaß, sondern die Übungen wecken auch den Ehrgeiz der jungen Leser.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.05.2026

Es ist nie zu spät ... für nichts

Spätsommerglück
0

Hannah hat vor fünf Jahren überraschend ihren Mann verloren. Sie hat sich in ihrer Routine eingerichtet. Für mich erweckt sie den Anschein, dass das Leben an ihr vorbeizieht. Eine Veränderung deutet sich ...

Hannah hat vor fünf Jahren überraschend ihren Mann verloren. Sie hat sich in ihrer Routine eingerichtet. Für mich erweckt sie den Anschein, dass das Leben an ihr vorbeizieht. Eine Veränderung deutet sich an als sie beschließt, ihren Beruf als Übersetzerin für Thriller aufzugeben. Aber was nun?

Hannah war mir von Beginn an sympathisch, ihre Verlassenheit war gut zu spüren und in gewisser Weise konnte ich ihr Bedauern um die mit ihrem Mann gestorbenen gemeinsamen Träume nachvollziehen. Am liebsten hätte ich sie in den Arm genommen und ihr zugeraunt, es wird Zeit für eigene Träume. Aber Hannah musste ihren Weg in ihrem eigenen Tempo gehen und das macht sie auch. Mit ihrer Konsequenz und ihrem Mut konnte sie mich im Folgenden überraschen. Und in Schweden lerne ich eine ganz andere Hannah kennen, die allen beweist, dass es nie zu spät für Veränderungen und Neuanfänge ist.

Ein wunderschöner Roman aus der Feder von Heike Abidi, der mir entspannte Lese- und Wohlfühlmomente geschenkt hat. Der Schreibstil ist locker-leicht und flüssig zu lesen. Die Beschreibungen der schwedischen Küste und des kleinen Städtchens machten mir Lust auf einen Urlaub dort, zumal die Charaktere alle so liebenswürdig dargestellt wurden, dass ich sie am liebsten selbst kennenlernen wollte. Na gut, zu Beginn gibt es eine Ausnahme, aber irgendetwas ist ja immer.

Spätsommerglück ist nicht nur ein Wohlfühlroman, sondern macht auch älteren Semestern Mut, über ihren Schatten zu springen und keine Angst vor Neuanfängen zu haben. Man sollte Neues ruhig ausprobieren und wenn es einem nicht gefällt, hat man es wenigstens probiert.

Von mir gibt es für diesen Sommerroman fünf von der schwedischen Sonne beschienen Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2026

Warum musste der Pastor sterben?

Akte Nordsee - Die letzte Predigt
6

… das ist die Frage, die sich die Polizei im vierten Band dieser Reihe stellt. Als kurz danach die Leiche einer ehemaligen Konfirmandin gefunden wird, gerät der Journalist Niklas John in Verdacht. Er erhofft ...

… das ist die Frage, die sich die Polizei im vierten Band dieser Reihe stellt. Als kurz danach die Leiche einer ehemaligen Konfirmandin gefunden wird, gerät der Journalist Niklas John in Verdacht. Er erhofft sich Hilfe von der Anwältin Fentje Jacobsen, denn gemeinsam haben sie bereits mehrere Mordfälle aufgeklärt.

Ich lese die Krimis von Eva Almstädt sehr gerne. Sie sind zum einen immer spannend und ich kann meist sehr lange miträtseln und zum anderen versetzen sie mich an meine Urlaubsorte und ans Meer. Und so war es auch hier. Es hat eine Weile gedauert bis ich eine Ahnung hatte wie die Geschehnisse im Prolog mit den aktuellen Begebenheiten zusammenhängen könnten. Aber nach und nach, auch dank der Einblicke in die Vergangenheit der entsprechenden Personen ließen sich die Puzzlestücke zusammensetzen.

Dass in dieser Reihe die Ermittler nicht aus den Reihen der Polizei kommen, hat auch einen gewissen Reiz, da sie nicht so ganz gesetzesgebunden sind und ganz andere Quellen angezapft werden können. Zudem mag ich es, wenn auch das Privatleben eine Rolle spielt. Die Mischung aus Ermittlungen, Privatleben, friesischem Flair und natürlich Spannung macht diese Reihe für mich so lesenswert.

Auch Band vier konnte mich wieder bestens unterhalten und ich bin schon gespannt wie es mit Fentje und Niklas weitergehen wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 26.05.2026

Bücher können auch Spaß machen

Lesen NERVT! – Bücher? Voll anstrengend! (Lesen nervt! 3)
0

Ich betreue in der Grundschule ehrenamtlich u. a. kleine Lesemuffel und bin daher immer auf der Suche nach passender Lektüre. Rein zufällig bin ich auf diese Reihe gestoßen und finde sie witzig gemacht.

In ...

Ich betreue in der Grundschule ehrenamtlich u. a. kleine Lesemuffel und bin daher immer auf der Suche nach passender Lektüre. Rein zufällig bin ich auf diese Reihe gestoßen und finde sie witzig gemacht.

In diesem dritten Band hat sich Karoline Kneberwecht dummerweise zu einer Buchstabenmeisterschaft angemeldet. Jetzt ist sie völlig verzweifelt, denn sie mag weder Buchstaben noch Wörter oder Bücher. Es gibt bestimmt Kinder, die Karolines Verzweiflung sehr gut verstehen können. Und genau wie die Schüler bleibt ihr gar nichts anderes übrig und sie muss üben, üben und nochmals üben. Dazu benötigt sie unbedingt die Hilfe ihrer Leser. Gemeinsam können sie die Übungen bestimmt meistern.

Sehr gut gefällt mir diese Einbeziehung der jungen Leser, die hier mit Eifer dabei sind. Es gilt die gespiegelten Buchstaben in einem Buchstabendurcheinander zu finden oder gar einen ganzen Text in Spiegelschrift mit einem Spiegel zu entziffern. Nicht so begeistert war man von dem Text, in dem die Satzzeichen willkürlich und meist falsch gesetzt wurden (ist auch nicht meine Kernkompetenz). Auch wenn das Üben Karoline auf ihre Neeerven geht, schlägt sie sich ganz gut und sie findet im Text sogar alle falschen Worttrennungen. Hier gab es einige sehr witzige Wortkreationen wie z. B. der Kau-Fladen.

Ob Karoline nun genug geübt hat, um den Wettbewerb gegen die hochnäsige Lambada zu gewinnen? Das kann ich hier natürlich nicht verraten. Ich empfehle euch, das Buch selbst zu lesen. Garantiert habt ihr auch viel Spaß beim Lesen und Betrachten der lustigen Illustrationen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere