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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.10.2022

Der Blick in die Vergangenheit

Das Geheimnis des dunklen Hauses
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Dies ist bereits der sechste Band mit der Kunsthistorikerin Anna Bentorp. Für mich war es die erste Begegnung mit ihr. Auch wenn im Buch immer wieder Hinweise und Anspielungen auf die Vorgängerbände und ...

Dies ist bereits der sechste Band mit der Kunsthistorikerin Anna Bentorp. Für mich war es die erste Begegnung mit ihr. Auch wenn im Buch immer wieder Hinweise und Anspielungen auf die Vorgängerbände und dort involvierte Personen gemacht werden, kann man meiner Meinung nach dieses Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen.

Anna wird immer mal wieder in Mordfälle verwickelt und beteiligt sich dann auch mehr oder weniger autorisiert an den Ermittlungen. Warum sie den Spitznamen Miss Marple bekommt, ist mir allerdings schleierhaft, denn mit dieser Dame hat sie außer ihrer Neugierde meines Erachtens nichts gemein. Sie handelt unüberlegt, geht Hinweisen nicht nach und ist zeitweise unaufmerksam.

Mit dem Schreibstil von Margarete von Schwarzkopf hatte ich so meine Schwierigkeiten. Die teilweise ziemlich verschachtelten Sätze störten meinen Lesefluss ungemein. Und die Flut an Namen und Verwandtschaftsverhältnissen, die sehr oft rein gar nichts mit dem Verlauf der Geschichte zu tun hatten, sorgten für Verwirrung meinerseits. Und das fand ich sehr schade, denn das Grundgerüst des Falls, das sich über drei Zeitebenen erstreckt, fand ich durchaus interessant.

Leider überwogen die negativen Eindrücke, so dass es von mir nur drei Sterne gibt.

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Veröffentlicht am 20.10.2022

Jeder Tag ein neues Abenteuer

Doppel-Galoppel 3. Zwei und der Pingu-Gei
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Fanndis und Jon warten voller Ungeduld auf ihren nächsten Besuch bei ihren Großeltern in Island, denn dann lernen sie endlich die beiden Islandponys Skoppa und Kappi kennen. Ihr Opa Valdi hat ihnen schon ...

Fanndis und Jon warten voller Ungeduld auf ihren nächsten Besuch bei ihren Großeltern in Island, denn dann lernen sie endlich die beiden Islandponys Skoppa und Kappi kennen. Ihr Opa Valdi hat ihnen schon viele Geschichten über die beiden unternehmungslustigen Fohlen erzählt. Und auch bei ihrem neuen Videoanruf verlangen sie nach einer neuen Geschichte.

Jon ist ein eher zurückhaltender und vorsichtiger Junge, ganz im Gegensatz zu seiner Schwester, die kaum stillsitzen kann und eher abenteuerlustig ist. Und diese Aufteilung der Charaktereigenschaften finden wir auch bei Skoppa und Kappi wieder. Und dass diese Mischung gar nicht so schlecht ist, sieht man bei dem neuesten Abenteuer der beiden Pferdchen.

Ich habe mich sehr gefreut, dass ausgerechnet ein Papageitaucher (von den Kindern Pingu-Gei getauft) als neuer Freund hinzukommt, denn ich mag die putzigen Vögel sehr gerne.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der beiden Fohlen, die sich wundern was die Menschen alles „verlieren“. Da weder die Ponys noch die Papageitaucher Müll kennen, beschließen sie gemeinsam, alle verlorenen Sachen einzusammeln und den Menschen zurückzubringen. Auch wenn das Thema Umweltverschmutzung hier amüsant dargestellt wird, denke ich, dass die Problematik bei den jungen Lesern ankommt.

Ich durfte ja schon in den Vorgängerbänden die bezaubernden Illustrationen von Iris Hardt bewundern. Hier habe ich mich beim Aufklappen des Buches aber schockverliebt! Der Anblick der vielen Papageitaucher auf den Felsen am Meer ging auf direktem Weg vom Auge ins Herz.

Auch Band drei der Reihe aus der Feder von Chantal Schreiber ist eine süße Abenteuergeschichte, in die gekonnt eine ernste Thematik verpackt wurde. Ein Lesevergnügen nicht nur für die Jüngsten oder für Pferdeverrückte.

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Veröffentlicht am 19.10.2022

Das Zeitgeschehen gut eingefangen

Kinderklinik Weißensee – Tage des Lichts (Die Kinderärztin 3)
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Im dritten Teil dieser Reihe haben sich die Protagonisten weiterentwickelt. Und sowohl Marlene als auch Emma scheinen am Ziel ihrer Träume zu sein. Emma wurde gerade zur Oberschwester ernannt und Marlene ...

Im dritten Teil dieser Reihe haben sich die Protagonisten weiterentwickelt. Und sowohl Marlene als auch Emma scheinen am Ziel ihrer Träume zu sein. Emma wurde gerade zur Oberschwester ernannt und Marlene ist inzwischen eine angesehene Ärztin an der Kinderklinik. Zudem forscht sie mit ihrem ehemaligen Professor an dem Wirkstoff Penicillin. Leider währen die glücklichen Tage bei beiden Frauen nur kurz. Sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld brauen sich dunkle Wolken zusammen.

Aber auch auf die gesamte Bevölkerung kommen harte Zeiten zu. Nach dem überstandenen Ersten Weltkrieg und der Hyperinflation, steuert das Land ungebremst in die Weltwirtschaftskrise. Den Beginn des aufkeimenden Nationalsozialismus unter Hitler hat Antonia Blum sehr realistisch am Beispiel von Emmas Sohn in die Geschichte integriert.

Auch im dritten Band ist der Autorin eine unterhaltsame, aber auch informative Mischung aus Fiktion und sozialem wie politischem Zeitgeschehen gelungen.

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Veröffentlicht am 17.10.2022

Irgendwann läuft das Fass über

Am Ende zu viel
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Dies ist bereits Band drei der Reihe mit dem ehemaligen Schreiner Anton und seiner polnischen Pflegekraft Zofia. Die Fälle sind in sich abgeschlossen und können separat voneinander gelesen werden.

Ich ...

Dies ist bereits Band drei der Reihe mit dem ehemaligen Schreiner Anton und seiner polnischen Pflegekraft Zofia. Die Fälle sind in sich abgeschlossen und können separat voneinander gelesen werden.

Ich mag diese Reihe mit dem so ungewöhnlichen wie auch unterschiedlichen Ermittlerduo. Der gesundheitlich sehr angeschlagene Rentner weiß nicht mehr, warum er noch auf der Welt ist. Aber der Mord an einem Banker weckt seine Lebensgeister. Als Einheimischer und ehemaliger Handwerker im Dorf weiß er wo und wie er an Informationen kommen kann. Immer mit dabei ist Zofia, die ihn tatkräftig unterstützt und ebenfalls zur Vervollständigung des Puzzles beiträgt. So sind sie meist den ermittelnden Beamten eine Nasenspitze voraus. Zu ihnen gehört ausgerechnet auch Antons Sohn und diesen treiben die Nachforschungen seines Vaters oft zur Weißglut.

Die Charaktere sind so realistisch wie gerade aus dem Leben gegriffen gezeichnet. Ich konnte mir die Rentner an der Bushaltestelle bildlich vorstellen und bei den Gesprächen an der Frittenbude fühlte ich mich wie mittendrin. Und sympathisch sind mir die meisten Protagonisten hier auch.

Der Schreibstil von Kathrin Heinrichs ist einfach, flüssig zu lesen und mit einem Schuss Humor versehen. Ohne großes Blutvergießen hat sie spannende Unterhaltung zum Miträtseln geschaffen. Es hat lange gedauert bis ich den wahren Täter erkannt habe. Der Hintergrund für diese Tat ist ein sehr trauriger und was selten vorkommt, ich habe Mitleid mit dem Täter gehabt.

Ich hoffe, dass es trotz Antons angeschlagener Gesundheit und seinem Herzproblem noch einige Fälle mit ihm und Zofia geben wird.

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Veröffentlicht am 16.10.2022

Abwechslungsreich

Mit Wintergemüse kochen – fit durch die kalte Jahreszeit
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Über dieses Kochbuch habe ich mich sehr gefreut, denn ich mag die meisten Wintergemüse sehr und brauchte dringend neue Inspiration.

Eingeteilt ist das Buch in folgende fünf Abschnitte: Vorspeisen, Suppen/Eintöpfe/Salate, ...

Über dieses Kochbuch habe ich mich sehr gefreut, denn ich mag die meisten Wintergemüse sehr und brauchte dringend neue Inspiration.

Eingeteilt ist das Buch in folgende fünf Abschnitte: Vorspeisen, Suppen/Eintöpfe/Salate, Aufläufe und Gratins, Vegetarische Hauptgerichte und Herzhafte Hauptgerichte mit Fleisch und Fisch. Aber bevor es mit den Rezepten beginnt, gibt es erst einen allgemeinen Teil.

Für jedes Rezept ist eine Doppelseite vorgesehen. Auf der einen Seite steht die Zutatenliste incl. Zubereitungszeit, die Anleitung und oft noch eine Alternative oder eine zusätzliche Information. Die gegenüberliegende Seite schmückt jeweils ein farbiges und großformatiges Bild des fertigen Gerichts.

Die Rezepte sind ziemlich abwechslungsreich, teils einfach und bekannt wie z. B. Kartoffelpüree mit Wirsing und Bratwurst, teils raffinierter mit selteneren Zutaten wie Zitronenhuhn mit Topinambur oder Sellerie-Hummus mit Minze.

Die Anleitungen sind verständlich geschrieben und gut umzusetzen. Bei den von mir ausprobierten Rezepten hatte ich jedenfalls keinerlei Probleme. Was mich ein wenig gestört hat, ist dass oft nur kleine Mengen einer Zutat benötigt werden, so dass ich oft Resteverwertung betreiben musste. Außerdem hätte ich mir noch die Angabe von Nährwerten und Kalorien gewünscht.

Insgesamt viele Rezepte mit denen ich nun in den Wintermonaten unseren Speiseplan bereichern kann.

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