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Veröffentlicht am 25.07.2022

Informativer Einblick in das Berufsleben einer Hebamme

Das Haus der Hebammen - Susannes Sehnsucht
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Als erstes muss ich die Covergestaltung loben. Man sieht auf den ersten Blick, dass es um drei Hebammen geht und auf den zweiten Blick auch, dass es in Köln spielt. Die Aufmachung und Farbgestaltung passen ...

Als erstes muss ich die Covergestaltung loben. Man sieht auf den ersten Blick, dass es um drei Hebammen geht und auf den zweiten Blick auch, dass es in Köln spielt. Die Aufmachung und Farbgestaltung passen zum Ende der achtziger Jahre.

Dieser erste Band der Reihe widmet sich überwiegend Susanne, der der Umgang mit den werdenden Müttern im Krankenhaus nicht mehr so recht zusagt. Als sie in der Cranachstraße ein leerstehendes Gebäude entdeckt, wird in ihr der Wunsch nach einem Geburtshaus geweckt. Trotz der Bedenken von Verwandten und einigen Skeptikern erfüllt Susanne sich mit ihren befreundeten Hebammen Carola und Ella den Wunsch und so entsteht das erste Geburtshaus in Köln.

Aber Susanne hütet noch ein Geheimnis und muss sich auch ihrer Vergangenheit stellen. Es gibt ein Ereignis, welches sie bis heute nicht verarbeitet hat.

In einem angenehm ruhigen und flüssigen Schreibstil lässt Marie Adams vor meinen Augen eine für mich neue Welt entstehen und gewährt mir Einblicke in die Arbeit sowie die Sorgen und Ängste der sympathischen Hebammen. Auch die Charaktere der drei Protagonisten werden durch ihr Privatleben, ihre Gedanken und Handlungen sehr gut und überzeugend dargestellt.

Schon nach wenigen Seiten hatte mich die Geschichte gefesselt und innerhalb kürzester Zeit war ich am Ende des Buches angelangt. Sowohl die Lieder als auch die Garderobe, Produkte und geschichtlichen Ereignisse, die gekonnt eingefügt waren, ließen mich eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit unternehmen. Für sehr angenehme und unterhaltsame Lesestunden gibt es von mir vier wohlverdiente Sterne.

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Veröffentlicht am 22.07.2022

Hab nun ein suppenwarmes Bauchgefühl

Grimm und Möhrchen – Frühling, Sommer, Herbst und Zesel
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Dies ist bereits Band zwei mit dem liebenswerten Zesel Möhrchen und dem ebenso liebenswerten Buchhändler Grimm. Ich kannte die beiden bisher nicht und habe mich schockverliebt!

Der kleine Zesel ist ganz ...

Dies ist bereits Band zwei mit dem liebenswerten Zesel Möhrchen und dem ebenso liebenswerten Buchhändler Grimm. Ich kannte die beiden bisher nicht und habe mich schockverliebt!

Der kleine Zesel ist ganz schön neugierig und umtriebig. Er bringt sehr viel Abwechselung in das Leben von Grimm. Es ist wunderbar zu lesen welche Aktivitäten Möhrchen und Grimm das Jahr über unternehmen. Da bekommt man direkt Lust z. B. im Herbst auch mal ein Kartoffelfeuer zu machen oder mit Freunden spontan ein Wasserfest zu veranstalten.

Stephanie Schneider beschreibt in einer kindgerechten Sprache den Jahresverlauf ihrer beiden liebenswerten Protagonisten. Man merkt, dass sie diese Geschichten mit viel Freude und Herzblut geschrieben hat. Schmunzeln musste ich, wenn Möhrchen Worten eine andere Bedeutung beimaß wie z. B. Wachs-mal-Stifte oder Muh-seum.

Die vielen wunderschönen farbigen Illustrationen von Stefanie Scharnberg unterstützen nicht nur das geschriebene Wort, sondern sind eine klare Aufwertung des Buches. Cool sind die beiden Lesebändchen in schwarz und weiß, die an die Streifen des Zesels erinnern.

Ein sehr warmherziges Kinderbuch, das mir ein suppenwarmes Bauchgefühl beim Lesen bereitete.

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Veröffentlicht am 22.07.2022

Brillanter Briefroman

Das Glück auf der letzten Seite
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Nach der Leseprobe war ich sehr gespannt, ob mich das Buch auch über die gut 260 Seiten fesseln konnte. Und es konnte!!!

Anne-Lise findet in einem Hotel ein Manuskript, das sie berührt und so beginnt ...

Nach der Leseprobe war ich sehr gespannt, ob mich das Buch auch über die gut 260 Seiten fesseln konnte. Und es konnte!!!

Anne-Lise findet in einem Hotel ein Manuskript, das sie berührt und so beginnt eine Suche nicht nur nach dem Verfasser dieser Zeilen, sondern auch nach den Menschen, die in den vergangenen Jahren dieses Manuskript in den Händen hielten.

Diese Aufgabe bringt die unterschiedlichsten Menschen zusammen und bei allen hat das Manuskript irgendetwas in Bewegung gesetzt. Bemerkenswert fand ich, dass alle per Brief miteinander korrespondieren, was eher ungewöhnlich für das Jahr 2016 ist.

Cathy Bonidan befleißigt sich in diesen Briefen meist eines gehobenen Schreibstils. Mit hat besonders gut gefallen, dass hier Wörter auftauchen, die gar nicht mehr dem aktuellen Sprachgebrauch entsprechen, wie z. B. Füllfederhalter oder partout.

Den Briefwechsel zwischen den unterschiedlichen Personen hat die Autorin gekonnt zu einer fesselnden, interessanten und teilweise humorvollen Geschichte verwoben. Und sie hat es ebenfalls geschafft, die Charaktere ihrer Protagonisten anschaulich darzustellen.

Mir hat diese Hommage an das Lesen ausnehmend gut gefallen, denn es stimmt, dass Bücher die Fähigkeit haben Leben zu verändern.

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Veröffentlicht am 21.07.2022

Die Geschichte ist mir unter die Haut gegangen

Mama Melba
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Christine Conner hat mit „Mama Melba – Heimweh schmeckt wie Sauerkirschen“ ein grandioses Buch über die Zustände in den Südstaaten um 1860 geschrieben. Als Protagonistin hat sie sich Melba ausgesucht, ...

Christine Conner hat mit „Mama Melba – Heimweh schmeckt wie Sauerkirschen“ ein grandioses Buch über die Zustände in den Südstaaten um 1860 geschrieben. Als Protagonistin hat sie sich Melba ausgesucht, die hier ihre Geschichte erzählt.

Melba ist ein junges Mädchen aus dem Schwarzwald, sie ist froh, den heimischen Herd verlassen zu können. Auf einigen Umwegen landet sie als Köchin auf einer Plantage in Louisiana. Sie begegnet ihrer neuen Umgebung und deren Sitten und Gebräuche völlig unvoreingenommen. Diese Fähigkeit, sich Neuem gegenüber ohne Vorurteile zu öffnen und es gegebenenfalls mit Altem zu mischen, hat mich sehr beeindruckt. Melba erkennt aber auch sehr schnell die Diskrepanz zwischen dem Leben der Herrschaft und dem der Sklaven. Sie ist oft entsetzt mit welcher Brutalität und Menschenverachtung die Weißen sich gegenüber der schwarzen Bevölkerung benehmen. Innerhalb ihrer Möglichkeiten versucht sie das Leid derer zu lindern, die sie lieben gelernt hat.

Melba ist ein toller und liebenswerter Charakter, der sich im Verlauf der Geschichte zu einer starken Persönlichkeit entwickelt. Sowohl sie als auch die anderen Charaktere sind sehr authentisch dargestellt.

Die Autorin hat einen sehr schönen und bildgewaltigen Schreibstil, mit dem sie mich von Beginn an gepackt hat. Sie versteht es hervorragend, die gesamte Bandbreite der Emotionen zu nutzen. Bei der Darstellung der damaligen Verhältnisse nimmt sie kein Blatt vor den Mund, so dass es mir manchmal zu heftig war und ich Lesepausen einlegen musste. Aber gerade diese ungeschönte Darstellung fand ich gut und wichtig.

Eine Besonderheit sind die vielen Rezepte der Südstaaten … jeweils eins zum Ende jedes Kapitels. Ich habe Lust bekommen, einige davon mal auszuprobieren.

Ein wunderbares Buch, das mir zwar unter die Haut ging, aber ich bin sehr froh, dass ich es gelesen habe.

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Veröffentlicht am 17.07.2022

Die falsche Entscheidung

Der Duft der Kirschblüten
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Rosalie Schmidt nimmt uns mit ihrem Auftaktband zu dieser Saga mit in das Berlin von 1870, wo wir Clara Winterfeld, ihre Familie und deren Teehaus kennenlernen.

Clara ist eine sympathische junge Frau, ...

Rosalie Schmidt nimmt uns mit ihrem Auftaktband zu dieser Saga mit in das Berlin von 1870, wo wir Clara Winterfeld, ihre Familie und deren Teehaus kennenlernen.

Clara ist eine sympathische junge Frau, die privilegiert aufwächst und für das Teehaus der Familie brennt. Aufgrund einer fatalen Entscheidung lernt sie das Leben auch von einer anderen Seite kennen und es dauert Jahre bis sie aus dem Korsett ausbricht und ihrem Herzen folgt.

Die Autorin hat einen angenehm flüssigen Schreibstil. Sie versteht es ihre Leser zu fesseln und das Zeitgeschehen der damaligen Zeit anschaulich darzustellen. Auch die Beweggründe und Emotionen der Protagonisten waren für gut nachvollziehbar.

Ganz toll fand ich die vielen Informationen zu den unterschiedlichen Teesorten, wie z. B. die Farbe der Blätter und die verschiedenen Geschmacksrichtungen. Besonders gut hat mir die Beschreibung einer traditionellen Teezeremonie gefallen.

Ein sehr atmosphärischer Roman, der neugierig auf die Fortsetzung dieser Reihe macht.

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