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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2026

Das Prügelmädchen und das Biest

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Drachen leben. (Erster Satz)

Der Einstieg ins Buch gefiel mir richtig gut. Das Setting von Penterra mit Drachen, welche nur noch Legenden sind. Eine Welt geprägt von politischen Spannungen und einem ...

Drachen leben. (Erster Satz)

Der Einstieg ins Buch gefiel mir richtig gut. Das Setting von Penterra mit Drachen, welche nur noch Legenden sind. Eine Welt geprägt von politischen Spannungen und einem eher rauen Ton, da Tamsyn als Prügelmädchen für die Prinzessinnen im Schloss herhalten muss.

Das Buch entwickelt eine enorme Sogwirkung, vor allem auch dadurch, dass die Atmosphäre so greifbar wirkt. Die Welt ist brutal und düster und die Prämisse mit Tamsyns Rolle am Hof hat der Geschichte etwas Tragisches gegeben. Auffallend erschreckend war dabei, dass sie durch die Peitschenhiebe eine verstörende Zärtlichkeit erfährt.

Was der Geschichte besonders gut tut, sind die wechselnden Perspektiven, dadurch erhalten wir verschiedene Einblicke. Fell ist der klassische starke Krieger und Anführer. Die Tension zwischen ihm und Tamsyn konnte mich sofort überzeugen. Die inneren Dialoge sind dagegen manchmal recht einfach und leicht wiederholend. Dennoch sind beide als Team gutgeschrieben und geben der Geschichte die richtige emotionale Tiefe. Hier wird deutlich die Autorin hat den Fokus besonders auf den Gefühlen der Protas.

Der Schreibstil ist eher schlicht, aber flüssig. Dadurch fliegt man nur so durch die Seiten. Die Umgebung und Stimmung werden gut eingefangen, ohne sich zu sehr in Details zu verlieren. Ein kleiner Schwachpunkt dabei sind die nahezu repetitiven Beschreibungen. Manche Begriffe oder Charakterzüge werden immer wieder ähnlich umschrieben, was den Anspruch ein bisschen drückt, wenn man etwas anspruchsvollere Formulierungen gewohnt ist. Aber dafür für einen schnellen Lesefluss sorgen.

Fazit: „A Fire in the Sky“ ist ein absolut packender Auftakt, der vor allem durch seine atmosphärische Welt und die starke Dynamik zwischen den Protagonisten überzeugt. Es ist eine Geschichte, die man kaum aus der Hand legen kann und die trotz kleinerer Schwächen in der Vorhersehbarkeit richtig Spaß macht. Das Ende lässt mich jetzt schon ungeduldig auf Band 2 warten!


⭐️⭐️⭐️⭐️

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.04.2026

Loki light

Loki − Her Twisted Heart
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„Er hat den schlimmsten Verrat begangen, den ein Gott je ausüben konnte.“
(Erster Satz)

Kann der Gott der Lügen wahrhaftig lieben oder ist das alles nur eine weitere Täuschung?

Die Optik des Buches ...

„Er hat den schlimmsten Verrat begangen, den ein Gott je ausüben konnte.“
(Erster Satz)

Kann der Gott der Lügen wahrhaftig lieben oder ist das alles nur eine weitere Täuschung?

Die Optik des Buches einfach nur Wow! Ich finde den Farbschnitt richtig schön und die Illustrationen im Klappeninneren sind ein echter Blickfang. Doch hinter der hübschen Fassade verbirgt sich eine Geschichte, die mich zwiespältig zurücklässt.

Zunächst finde ich die Grundidee richtig stark. Die regelkonforme Agrai-Kriegerin Harlow und der Chaos- Gott Loki, welcher ihre Hilfe braucht. Ein Pakt und ein Fluch der sie aneinanderbindet. Ja klingt wirklich vielversprechend. Ich hatte mich auf Plot Twists, emotionale Spannungen und geniale Lügen eingestellt. Doch bekommen habe ich etwas anderes.

Harlow als Prota hätte spannend sein können, sie hatte das Zeug dazu. Eine starke Kriegerin, welche sich nicht immer an die ihr auferlegten Regeln hält oder sie zumindest mal hinterfragt. Aber sie war sehr naiv und leichtgläubig. Sie hinterfragt kaum, lässt die Dinge einfach über sich ergehen und ist nicht der kritische Charakter, der einem am Anfang durch ihr Auftreten suggeriert wurde. Und Loki? Ufff… ja vielleicht hatte ich da zu sehr Tom Hiddleston im Kopf… Aber dieser Loki war seicht, seine Lügen leicht durchschaubar oder anders gesagt eher schwach. Geniale Tricks, Hinterlistigkeit oder Vielschichtigkeit habe ich bei diesem Loki vergeblich gesucht. Ich habe mir da wirklich mehr den Bösewicht mit Ecken und Kanten, Raffinesse und mehr diese Bedrohlichkeit gewünscht. Das wars leider nicht… er war zu blass und eher eine handzahme Version mit dem Stempel des eigentlichen Lokis.

Die Lovestory hat mich auch eher enttäuscht. Der Leser bekommt erzählt, wie tief die Zerrissenheit und die Verbindung zwischen den beiden ist, aber gefühlt habe ich davon nichts. Das war vielleicht auch mein größtes Problem mit dem Buch. Die Weichgespültheit und dass wir es nur erzählt bekommen. Es fehlte die Tension, die sich bei zwei Feinden entwickeln sollte, welche durch einen Fluch aneinandergekettet sind. Das war mir irgendwie zu wenig. Ich mag es nicht, wenn etwas nur behauptet wird oder mir erzählt wird, was ich fühlen soll, aber es durch Handlungen nicht bei mir ankommt.

„Her Twisted Heart“ war ein solider Auftakt mit viel liegengelassenen Potenzial. Leider mit vielen Schwächen in der Umsetzung, durch die genannten Kritikpunkte. Ich bin neugierig auf Band 2, da ich den Twist am Ende ganz gut fand. Aber Teil 1 konnte mich nicht mitreißen, auch wenn es sich gut lesen lässt durch den eher einfachen Schreibstil.


Randnotiz: Der kleine Wassergeist Kaia hat für die nötige Portion Charme gesorgt und war schon cute.


⭐️⭐️⭐️

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.03.2026

„Grausames kleines Biest“

Vesselless – Mein verräterisches Herz
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„Vessel – Ein nicht entfernbarer Ring, der fähig ist, eine Bindung zwischen Geist und Mensch zu beherbergen und zu beschützen.“ (Seite 13)

„Vesselless - Mein verräterisches Herz“ von Cortney L. Winn ist ...

„Vessel – Ein nicht entfernbarer Ring, der fähig ist, eine Bindung zwischen Geist und Mensch zu beherbergen und zu beschützen.“ (Seite 13)

„Vesselless - Mein verräterisches Herz“ von Cortney L. Winn ist ein Auftakt, der mit einer spannenden Grundidee, einer düsteren Atmosphäre, einem neuartigen Magiesystem und interessanten Figuren zu überzeugen weiß.
Im Fokus steht Nizzara, die Tochter des Königs von Zarr, die in einer Welt aufwächst, in der Machtkämpfe durch Duelle entschieden werden und Geister mithilfe sogenannter Vesseln gebunden und genutzt werden können. Obwohl sie sich der Gefahr bewusst ist, lehnt sie diese Form der Magie zunächst ab. Als sie jedoch gezwungen werden soll zu heiraten, sieht sie keinen anderen Ausweg und verbündet sich mit Dagen, einem Deathwalker und zugleich dem rechtmäßigen, verstorbenen König von Zarr. Zwischen ihnen entsteht eine fragile Zusammenarbeit, die von Misstrauen, Zweck und einer langsam wachsenden Verbindung geprägt ist.
Nizzara war für mich von Anfang an eine sehr greifbare und sympathische Protagonistin. Sie ist geprägt von einer harten Umgebung und vielen Einschränkungen, zeigt aber innerlich Mitgefühl und den Wunsch, sich nicht vollständig den Erwartungen ihres Umfelds zu beugen. Besonders ihre Zerrissenheit zwischen Pflicht, Angst und dem Wunsch nach Freiheit macht sie so authentisch für den Leser. Gleichzeitig wirkt sie oft gefangen in den Umständen, was ihre Entwicklung nachvollziehbar, aber stellenweise auch eingeschränkt erscheinen lässt.
Dagen empfand ich zunächst als schwer einzuordnen. Seine Rolle zwischen Auftrag und aufkeimenden Gefühlen sorgt für einen inneren Konflikt, der sich im Verlauf der Geschichte immer stärker zeigt. Gerade diese Ambivalenz macht ihn interessant, da er beginnt, seine eigenen Entscheidungen zu hinterfragen und nicht blind seinem ursprünglichen Ziel folgt. Dennoch bleiben seine Motive nicht immer vollständig durchschaubar, was ihn zugleich geheimnisvoll, aber auch distanziert auf mich wirken lässt.
Die Handlung selbst ist geprägt von Intrigen, Machtkämpfen und einer durchgehend düsteren Stimmung. Das Magiesystem rund um die Vesseln ist eine der stärksten Ideen des Buches, da es dem Setting eine eigene Note verleiht und gut zur Welt passt. Gleichzeitig empfand ich die Umsetzung der Welt als nicht immer vollständig stimmig. Einige Elemente wirkten überladen oder nicht ganz logisch eingebettet, wodurch es mir zeitweise schwerfiel, vollständig in die Welt einzutauchen.
Auch das Erzähltempo war für mich nicht durchgehend gleichmäßig. Es gibt Abschnitte, die durch Spannung und emotionale Momente überzeugen, während sich andere Passagen deutlich ziehen. Die Entwicklung der Beziehung zwischen Nizzara und Dagen erfolgt langsam und eher subtil, was gut zur Atmosphäre des Buches passt, jedoch nicht immer ausreichend Dynamik erzeugt, um dauerhaft zu fesseln.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Das Buch wird aus der Sicht beider Protas erzählt, was nochmal einen tieferen Einblick in die Gefühlswelten erlaubt und die Geschichte gut abrundet.
Insgesamt ist „Vesselless“ ein Buch mit interessanten Ansätzen, starken Figuren und einer überzeugenden Grundidee. Gleichzeitig bleiben einige Schwächen im Worldbuilding und im Erzähltempo bestehen, sodass die Geschichte ihr volles Potenzial nicht vollständig entfalten kann. Doch letztlich waren es nur kleinere Punkte die mich gestört haben und im Großen und Ganzen war es eine tolle Geschichte mit spannenden Plot Twists und steigender Spannung bis zum Schluss. Ich bin definitiv neugierig auf den zweiten Teil.

4,5⭐️

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Olympia als Fake-Kulisse

One Date to Gold
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Für mich wars das leider nicht. Ich hatte richtig Lust auf eine Eishockeyromance. Die Themen klangen auch wirklich einladend. Olympia, Snowboard, Eishockey, Fake Dating… Alles Aspekte für viel Spannung ...

Für mich wars das leider nicht. Ich hatte richtig Lust auf eine Eishockeyromance. Die Themen klangen auch wirklich einladend. Olympia, Snowboard, Eishockey, Fake Dating… Alles Aspekte für viel Spannung und Gefühl. Ich habe mich wirklich auf das Setting gefreut.

Die Geschichte hat sich für mich unglaublich gezogen. Es wird viel erklärt, viel aufgebaut, aber ohne, dass dabei wirklich etwas entsteht. Ich hatte ständig das Gefühl, dass sich alles im Kreis dreht und einfach nicht vorankommt. Statt neugierig zu machen, hat es mich eher müde gemacht. Ich wurde null in die Geschichte gesogen. Es war alles so oberflächlich.
Auch Amie und Hunter konnten mich nicht wirklich erreichen. Ich habe verstanden, was ihre Probleme sind, was sie geprägt hat, aber es kam einfach nicht bei mir an. Es blieb alles so seltsam distanziert. Als würde man ihnen zusehen, aber nie wirklich bei ihnen sein. Keine Tension. Dabei ist das in so einem Buch ein wichtiger Ankerpunkt.
Gerade bei einer Fake Dating Geschichte erwarte ich dieses langsame Kippen. Dieses Gefühl, dass da plötzlich mehr ist als gespielt. Aber hier wurde mir das eher erzählt als gezeigt.
Am meisten enttäuscht hat mich fast das Setting. Olympia hat so viel Potenzial. Druck, Emotionen, dieser Ausnahmezustand. Olympia nur als Randnotiz. Leider war das Setting aber mehr ein Hintergrundrauschen und nicht eine tragende Säule der Geschichte.

Fazit für mich: Eine Geschichte mit schöner Idee, die mich aber überhaupt nicht berührt hat. Zu langatmig, zu wenig Gefühl, zu wenig von allem, was ich mir erhofft hatte. Leider ziemlich belanglos.

2,5 ⭐️

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Die Auflösung hat es iwie kaputt gemacht

A Lesson in Murder
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2.5 🌟
Die Auflösung wars nicht. Da hat mir persönlich die Raffinesse, der Kniff gefehlt. Schade, das Setting war so vielversprechend und die Ansätze sowie der Schreibstil toll.
Die Schule wurde leider ...

2.5 🌟
Die Auflösung wars nicht. Da hat mir persönlich die Raffinesse, der Kniff gefehlt. Schade, das Setting war so vielversprechend und die Ansätze sowie der Schreibstil toll.
Die Schule wurde leider zu wenig genutzt. Es waren Fakten aber kein wirkliches Erlebnis.

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