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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.11.2018

Krieg der Familien

Blut fordert Blut
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„Blut fordert Blut“ von H.C. Scherf hat 188 Seiten auf meinem Reader, die in 42 Kapitel aufgeteilt sind. Das Buch ist Band 5 der Spelzer/Hollmann-Reihe.
Vorteilhaft ist es, wenn man auch die Vorgängerbücher ...

„Blut fordert Blut“ von H.C. Scherf hat 188 Seiten auf meinem Reader, die in 42 Kapitel aufgeteilt sind. Das Buch ist Band 5 der Spelzer/Hollmann-Reihe.
Vorteilhaft ist es, wenn man auch die Vorgängerbücher kennt, da sich die Geschichte der Hauptakteure durch alle Teile zieht.
Elmar lebt immer noch in Italien, zusammen mit Lucia bei Fiorella und ihrem Sohn Nico. Obwohl er dort glücklich ist, springen seine sieben Sinne an, als er vom Mord an Luca Granzini hört und einige verdächtige Männer am Hafen herumlungern. Sein Freund Renato erklärt ihm, dass es wohl einen Krieg unter den „Familien“ Mantonelli und Rizzola gibt.
Sven und Karin machen Urlaub bei Elmar. Diesen haben sie sich ganz bestimmt anders vorgestellt. Aber statt am Strand zu liegen, werden sie in diesen Krieg einbezogen und in Elmar's Rachepläne, wobei der wieder sehr geschickt vorgeht und ich gar nicht so genau weiß, ob er nicht doch auch die ersten beiden Morde begangen hat.
Obwohl Elmar ja ein Serientäter ist, mag ich ihn inzwischen sehr. Seine Motive haben sich zwar geändert, aber Mord bleibt Mord. Sven bringt er dabei schon eher in eine schwierige Situation, der ist immerhin Polizist. Aber schön, dass alle so toll zusammenhalten.
Es ist wieder eine total fesselnde, grausame und furchtbar traurige Geschichte, die man nicht aus der Hand legen kann. Das Cover passt perfekt dazu, sogar die Katze ergibt Sinn.

Veröffentlicht am 29.10.2018

Spiel mit dem Tod

Leid und letzter Tag
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„Leid und letzter Tag“ von Elias Haller, erschienen im Edition M-Verlag, hat 389 Seiten, die in 71 Kapitel eingeteilt sind.
Der Prolog ist schon ein toller Einstieg in das Buch. Da hatte sich Maria Burgschick ...

„Leid und letzter Tag“ von Elias Haller, erschienen im Edition M-Verlag, hat 389 Seiten, die in 71 Kapitel eingeteilt sind.
Der Prolog ist schon ein toller Einstieg in das Buch. Da hatte sich Maria Burgschick ihre Hochzeitsnacht anders vorgestellt.
Erik Donner ist wieder Mordermittler im K11, mit seiner Freundin Annegret Kolk als Vorgesetzte. Das ist nicht immer leicht für beide. Nach einem Anruf aus der JVA findet Donner eine fast tote Frau in seinem Bett. Gleichzeitig steht auf dem Rathausplatz ein Mann mit einem Koffer.
Das tödliche Spiel „Death Rescue“ beginnt, wofür fünf Mitspieler benötigt werden. Der bayrische Kommissar Malchius Fitz sollte nur etwas abholen und ist somit zur falschen Zeit am falschen Ort. Bevor er es sich versieht, ist er einer der Spieler. Zu Beginn wurde er eher belächelt, auch wegen seines Schuhticks. Aber letztendlich hat er sich doch als sehr hilfreich erwiesen. Die Szenen, in denen er mit Donner Senior ermittelt hat, fand ich sogar teilweise recht lustig.
Es scheint, dass der Auslöser des Spiels die Geschehnisse von vor 14 Jahren ist. Damals hat Donner’s Vater den Spielmann verhaftet. Einen äußerst brutalen Serienmörder. Aber der sitzt noch im Gefängnis. Gibt es einen Nachahmer?
Die Handlungen wechseln einige Male 21 Jahre oder 14 Jahre zurück. Dadurch bekommt man zwischendurch schon mal kurze Einblicke, was damals geschah. Aber viel schlauer wird man erst einmal nicht.
Erst als der Hacker Frank Heidrich aufgespürt wird, kommen die Ermittler voran. Nebenbei hasten sie noch von einer Aufgabe des Spiels zur nächsten. Immerhin hängen Menschenleben von den Lösungen ab.
Donner ist immer noch der alte Hitzkopf und nun auch noch eifersüchtig auf den jüngeren Kollegen Wagner. Aber immerhin gelingt es ihm doch ganz gut, wieder teamfähig zu werden. Auch die Beziehung zu Anne und ihrem Sohn Malte bekommt er gut hin und denkt sogar darüber nach, bei ihnen einzuziehen.
Auch Ulf Konopka ist einer der Mitspieler. Er ist ein ziemlicher Aufschneider und bekommt in diesem Fall einen derben Dämpfer.
Die Lösung des Falles erfährt man erst auf den letzten Seiten. Und damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet. Am Ende weiß man auch, wie der Prolog ins Spiel passt.
Es ist eine sehr komplexe, brutale, grausame und sehr traurige Geschichte.

Veröffentlicht am 27.10.2018

Die Jagd nach dem großen Geld

Hauptkommissarin Diederike Dirks / Friesenlohn
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Friesenlohn von Stefan Wollschläger hat 220 Seiten auf meinem Reader und ist in 28 Kapitel unterteilt.
Kai Wiemers rast mit einem Porsche in den Tod. Sechs Personen an einer Bushaltestelle finden einen ...

Friesenlohn von Stefan Wollschläger hat 220 Seiten auf meinem Reader und ist in 28 Kapitel unterteilt.
Kai Wiemers rast mit einem Porsche in den Tod. Sechs Personen an einer Bushaltestelle finden einen Koffer mit viel Geld und teilen es untereinander auf. Fee Rickels ist eine davon, sie träumt von einem eigenen Modeladen. Aber alles kommt anders, als gedacht und für Fee beginnt eine Jagd auf Leben und Tod.
Hauptkommissarin Diederike Dirks und ihr Kollege Oskar Breithammer ermitteln im Fall Wiemers, als ein zweiter Todesfall gemeldet wurde. Es wird relativ schnell ein Verdächtiger gefunden. Allerdings gibt es auch weitere Tote. Die Ermittler stehen vor einem Rätsel. Es scheint keine Verbindung zwischen den Toten zu geben.
Die Handlung wechselt zwischen der Arbeit der Polizei und Fee's Suche nach dem Geld. Dabei nimmt sie so einiges auf sich, was teilweise auch sehr lustig ist.
Die Geschichte ist verwirrend und man rätselt, wer die Morde begangen haben könnte und warum. Bis zum Ende war für mich nicht zu erkennen, wie alles zusammen passt und dann kam es zu einer unverhofften Auflösung mit einem ernsten Hintergrund.
Es ist von Anfang bis Ende ein spannendes, rasant und gut geschriebenes Buch mit einer tollen Handlung. Neben der Arbeit sind Diederike und Oskar mit ihren Partnern auch privat befreundet. Sie sind ein gutes Team und sehr sympathisch. Lustig ist auch, dass Oskar die Winke mit den Zaunpfählen nicht versteht oder dann falsch interpretiert.
Mir hat das Buch sehr gefallen und auch das Cover ist sehr schön und passend zur Landschaft.

Veröffentlicht am 22.10.2018

Tolles Buch

Die Blutfinca
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Die Blutfinca von Jorge de la Piscina, vom Epyllion Verlag, hat 167 auf meinen Reader, die in Prolog, 4 Kapitel und Epilog aufgeteilt sind.
Im Prolog wird die kurze aber traurige Geschichte des Azteken-Prinzen ...

Die Blutfinca von Jorge de la Piscina, vom Epyllion Verlag, hat 167 auf meinen Reader, die in Prolog, 4 Kapitel und Epilog aufgeteilt sind.
Im Prolog wird die kurze aber traurige Geschichte des Azteken-Prinzen Moctezuma erzählt.
Weiter geht es im Frühjahr 2017. Marc Renner, Kriminalkommissar im vorzeitigen Ruhestand, lebt nun auf Mallorca und eröffnet ein eigens Restaurant. Er lernt Lucy kennen und die beiden verstehen sich auf Anhieb.
Als am Strand eine Leiche gefunden wird, ermitteln Comisario Arturo Miller von der Policia Nacional und Luca Peron, ein einheimischer Polizist. Da ein deutscher Pass bei der Leiche gefunden wurde, schaltet sich das BKA ein und zu Renner’s Leidwesen soll er an den Ermittlungen beteiligt werden.
Er lernt Marina kennen, die im Aztekenmuseum der Insel arbeitet und vom Fluch des Prinzen überzeugt ist. Immer wenn er auftaucht, passiert Schlimmes.
Bald beginnt auch Marc beinah daran zu glauben, als es weitere Tote gibt und unheimliche Dinge geschehen.
Es beginnt eine spannende Jagd nach dem Mörder oder vielleicht doch einem Geist?

Zwischendurch gibt es kurze Abschnitte, wie der Täter sein Opfer überwältigt und ermordet.
Marc ist mir sehr sympathisch, obwohl er doch eine sehr aufbrausende Art haben kann und sich wie Rambo benimmt.
Obwohl es zu Beginn ein kleines Kompetenzgerangel gab, haben sich alle zusammengerauft und treffen sich oft zum Arbeitsessen in Marc’s Restaurant auf ein deutsches Essen. Besonders mit Luca hat sich Marc angefreundet. Die beiden sind ein gutes Gespann und haben auch ähnlichen Humor.
Es ist eine sehr schöne, spannende, rasant geschriebene und unheimliche Geschichte mit einem dankbaren Azteken-Prinzen am Ende.

Veröffentlicht am 22.10.2018

Antagonist

Richard-Tackert-Reihe / Antagonist
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Gleich zu Beginn wird eine weibliche Leiche aus dem Kanal gezogen. Die Tote ist Annemarie Funke und war Tierärztin, hat sich bei PETA engagiert und war Mitglied bei den Anyone;s sisters, einer Esoterikgruppe. ...

Gleich zu Beginn wird eine weibliche Leiche aus dem Kanal gezogen. Die Tote ist Annemarie Funke und war Tierärztin, hat sich bei PETA engagiert und war Mitglied bei den Anyone;s sisters, einer Esoterikgruppe. Hauptkommissar Tacker und sein Team ermitteln. Es muss geklärt werden, wie und wo die Frau ins Wasser gekommen ist, vom Schiff, vom Land aus? Auch ein Motiv ist nicht erkennbar. Sie war überall beliebt, aufgeschlossen, freundlich, hatte aber wohl keinen großen Freundes- oder Bekanntenkreis. Es werden Personen aus beiden Gruppen befragt, die mehr oder weniger sympathisch sind. Besonders die Esoteriker sind sehr empfindlich, was ihr Tun betrifft. Mit Robert Schöndorf hatte sie allerdings massive Probleme. Der wird genauer unter die Lupe genommen. Und nicht nur von der Polizei.
Auch Anna Heisterberg, eine Privatdetektivin, hat den Auftrag bekommen, etwas über seine Machenschaften heraus zu bekommen.
Annemarie hatte Streit mit Frauke Hahnefeld wegen ihres Mannes. Also nehmen sich die Ermittler auch den inzwischen Ex-Mann vor. Er und seine Freundin sind ein ziemlich unsympathisches Paar.
Außerdem gab es in Annemarie’s Studentenzeit einen Vorfall, der vielleicht nach so vielen Jahren eine Rolle spielen könnte.
Zwischendurch gibt es kurze Abschnitte mit den Gedanken eines Unbekannten.
Ein kurzer, kompakter Krimi mit einer gesunden Prise Humor. Er war nicht besonders spannend, aber durchaus interessant. Die Ermittler sind mir alle sympathisch und arbeiten auch als gutes Team zusammen.
Besonders amüsant finde ich die Götternamen der Fische.