Zu viel Möhren, zu wenig Mord
Mord im KnoblauchslandAuf der Grenze zwischen Nürnberg, Führt und Erlangen liegt ein Toter. Nachdem der Streit um die Zuständigkeit dank Google Maps erfolgreich geschlichtet ist, übernimmt der Erlanger Hauptkommissar Mütze ...
Auf der Grenze zwischen Nürnberg, Führt und Erlangen liegt ein Toter. Nachdem der Streit um die Zuständigkeit dank Google Maps erfolgreich geschlichtet ist, übernimmt der Erlanger Hauptkommissar Mütze die Ermittlungen. Der Tote ist Baccano, der Topmanager des Flughafens. Bei der Tätersuche gibt es erstaunliche Enthüllung, ob Intrigen, tierische Liebesspiele oder die Wirtschaftlichkeit des Flughafens. Mütze und sein Kollege Big-Chip finden immer neue Verdächtige, aber am Ende ist alles anders, als es scheint.
Die Handlung ist gut aufgebaut, oft humorvoll und mit regionalem Charme geschrieben. Auch der Schreibstil ist gut.
Für mich war es das erste Buch der Reihe, sodass mir etwas an Vorwissen fehlte. Mütze und Karl-Dieter leben als Paar zusammen und haben Baby Lotte adoptiert. Wobei Karl-Dieter in seiner Vater-Rolle völlig aufgeht, eigentlich zu viel. Zu viel war mir eben auch sein Hausmann- und Papa-Alltag, mit seinen – sicher sehr schmackhaften – Kochkünsten, die detailreich beschrieben wurden. Mütze dagegen arbeitet viel und scheint sich in die Beziehung nicht wirklich einzubringen. Mit Lotte kann er gar nichts anfangen.
Der Fall selbst tritt oft in den Hintergrund und wird immer wieder von Klaus-Dieters und Lottes Tagesablauf unterbrochen.
Zum Schluss gibt es noch „Karl-Dieters beste Möhrenrezepte“.