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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.04.2025

Viel Potential, das nicht genutzt wurde

My Roommate is a Vampire - Ein Mitbewohner zum Anbeißen
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Ich liebe Vampire. Das Zusammenspiel aus Historie, Weltfremdheit und Fantasy bietet jede Menge Potential. Eigentlich so auch hier. Eigentlich. Denn das Potential wird hier leider nicht ausgeschöpft.


Spielt ...

Ich liebe Vampire. Das Zusammenspiel aus Historie, Weltfremdheit und Fantasy bietet jede Menge Potential. Eigentlich so auch hier. Eigentlich. Denn das Potential wird hier leider nicht ausgeschöpft.


Spielt es hier eine Rolle, dass es sich bei Frederick um einen Vampir handelt? Nein, er hätte auch ein britischer Aristokrat sein können, der kürzlich aus einem längeren Koma erwacht ist. Gibt es weitere Fantasyelemente? Nein. Gibt es Spannung? Nein. Von Anfang bis Ende ist klar, was als nächstes passieren wird. Gut, nicht ganz. Ich habe wirklich nicht damit gerechnet, dass die Handlung sich mit der Erklärung von Instagram, Internet und Kochgeschirr befassen wird.


Zwischendrin gibt es an den Kapitelanfängen Briefwechsel, Ankündigungen und ähnliches, und genau diese bieten Potential. Oder besser: boten. Denn sie gehen komplett unter und werden nicht genutzt. Dabei hätten genau diese kleinen Ankündigungen, ausgeschrieben und in die Handlung eingewoben, so vieles Lustiges und Spannendes eingebracht. So aber bleibt die Handlung flach und gewöhnlich. Ich lese keinen Vampirroman, um dann seitenweise zu lesen, warum der Vampir Instagram nicht versteht. Auch Reginald hätte mehr vorkommen können. Das Buch wurde als "lustig" betitelt, aber wo blieb da der Witz? Wo das Skurille? Nur in der Einrichtung der Wohnung?


Davon mal abgesehen, habe ich mich gefragt, ob sich mit den Epochen, die Frederick tatsächlich durchlebt hat, beschäftigt wurde. Sein Verhalten ist sehr keusch, sehr zurückhaltend und unwissend. Dabei traf gerade das auf Männer der damaligen Zeit nicht zu. Männer durften damals ihre Gelüste ausleben, nur nicht mit adligen Damen.


Neben der Handlung hat mich auch der Schreibstil nicht überzeugt. Es gibt unglaublich viele Wortwiederholungen, gefühlt auf jeder Seite fünf Dass-Sätze und drei Blicke. Besonders zu Anfang hat mich das sehr gestört.

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Veröffentlicht am 09.04.2025

Ist es nun Romantasy, eine Heldenreise oder sonst was?

Witch Hunter
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Ein weiteres Buch, das ich zusammen mit meinem Buchclub gelesen habe. Und was soll ich sagen? Selten waren wir uns so einig: Wir fanden es alle nur durchschnittlich, weil alles zu kurz kommt. Das Magiesystem ...

Ein weiteres Buch, das ich zusammen mit meinem Buchclub gelesen habe. Und was soll ich sagen? Selten waren wir uns so einig: Wir fanden es alle nur durchschnittlich, weil alles zu kurz kommt. Das Magiesystem wird nicht erklärt und bleibt oberflächlich. Die Welt bleibt genauso im Verborgenen. Die Figuren und ihre Emotionen werden nur angerissen. Die Handlung kurz und knapp geschildert. Dafür gibt es viele kleinliche Beschreibungen, die die Handlung nicht vorantreiben.

Wie komme ich eigentlich auf Romantasy? Ja, das frage ich mich auch ein wenig. Es gibt eine Liebesgeschichte. Romantik kommt aber nicht auf, und warum die beiden sich verlieben, bleibt unbeantwortet. Es ist ein wenig nach dem Motto: Du bist heiß, also muss es Liebe sein.

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Veröffentlicht am 09.04.2025

Leicht verständlich

Alles Zufall im All?
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Alles Zufall im Weltall? zeigt auf leichte und unterhaltsame Weise Einblick in die Welt der Physik und Astronomie. Wobei leicht keineswegs bedeutet, dass nur Trivialitäten erklärt werden. Hier und da geht ...

Alles Zufall im Weltall? zeigt auf leichte und unterhaltsame Weise Einblick in die Welt der Physik und Astronomie. Wobei leicht keineswegs bedeutet, dass nur Trivialitäten erklärt werden. Hier und da geht es auch tiefer hinein in die Astrophysik. Manchmal etwas zu tief, manchmal nicht tief genug, aber dennoch gut portioniert. Und vielleicht wären die Themen, die mich mehr interessiert hätten, zu schwer gewesen? Nun ja, mir hat das Buch dennoch gefallen.

Was nicht für alle Geschmäcker ist, ist dass sich hier auch eine Portion Humor wiederfindet. Vergleiche, aber auch eben um des Witzes wegen. Mir hat es gefallen, da es das Thema fasdbarer und "normaler" macht.



Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für Anfänger der Astrophysik. 🥰



Vielen lieben Dank liebes lovelybooks-Team, dass ihr mir ein zweites Exemplar geschickt habt, da das erste leider in der Post verloren ging.

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Veröffentlicht am 09.04.2025

Hormone pur

Der Tag, an dem ich mich betrank und einen Dämon rettete
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Und wieder ein Buch, das als TikTok Sensation beworben wird und bei dem ich mich frage, ob diese Aufkleber zufällig mal hier, mal da angebracht werden. Versteht mich bitte nicht falsch, das Buch ist nicht ...

Und wieder ein Buch, das als TikTok Sensation beworben wird und bei dem ich mich frage, ob diese Aufkleber zufällig mal hier, mal da angebracht werden. Versteht mich bitte nicht falsch, das Buch ist nicht schlecht, aber es ist eben auch keine Sensation. Dafür ist die Heldenreise zu kurz und oberflächlich - die Ereignisse zu schnell abgehandelt -, umso mehr Hormone kommen zum Einsatz. Man denkt sich: Die Protagonistin ist eine erwachsene Frau, die Pubertät längst in der Vergangenheit. Aber nein. Und damit meine ich nicht, dass es sich gefühlt ständig um Sex dreht (das Spicelrvel beträgt 4,5 von 5), sondern die Art der Romanze. **Spoiler* Er sieht sie und ist verliebt, weil ... er es weiß. Er bedrängt sie und macht Dinge, die sie verachtet. Sie finder ihn heiß. ** Jap, da steckt nicht viel Tiefgang dahinter. Braucht man natürlich auch nicht immer. Ich fühlte mich gut unterhalten, aber so richtig zufrieden war ich nicht. Ihn fand ich sehr unsympathisch und sie blieb mir zu sehr im Dunkeln.

Fazit: Für alle die viel Spice umrahmt von einer kurzweiligen Handlung suchen, die nicht allzu viel Tiefgang hat.

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Veröffentlicht am 09.04.2025

Gemächlicher Krimi

Das Geheimnis der Weihnachtstage
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Mehrere Tote, ein paar Geheimnisse und sehr viele Spaziergänge sowie Essen. Ja, ich glaube, das fasst den Krimi gut zusammen. Es passiert ein wenig und eigentlich wird auch der Grundstein für Spannung ...

Mehrere Tote, ein paar Geheimnisse und sehr viele Spaziergänge sowie Essen. Ja, ich glaube, das fasst den Krimi gut zusammen. Es passiert ein wenig und eigentlich wird auch der Grundstein für Spannung gelegt, und dann passiert nichts. Oder besser: Die Handlung pläschtert vor sich hin. Der Spannungsbogen bleibt flach, die Figuren ein wenig unsympathisch oder flach. Miträtseln lohnt sich kaum, da ** die für die letztendliche Aufklärung wichtige Figur erst gegen Ende eingeführt wird ** und diese auch eher enttäuschend ist. Beim Lesen habe ich mich mehrfach gefragt, ob ich wirklich weiterlesen soll, habe dann aber immer wieder gehofft, dass es spannender wird.

Davon abgesehen, gibt es in der ersten Auflage ein paar kleine Fehler. Darunter den Wechsel von Alex Q. zu Axel Q., kleine Rechtschreibfehler und einmal einen seltsamen Sprecherwechsel.

Nun ja, schlecht ist das Buch dennoch nicht. Mir aber eindeutig zu gemütlich. Cozy wird hier groß geschrieben.

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