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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.02.2019

Neuer Planet - neues Paar - wenig Charaktere

These Broken Stars. Jubilee und Flynn (Band 2)
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Nachdem man im ersten Teil Lilac und Tarver auf ihrem Weg folgt, rennt man nun in Teil zwei hinter Lee und Flynn her. Und manchmal stellt sich da die Frage: Wer läuft hier denn jetzt eigentlich wem hinterher? ...

Nachdem man im ersten Teil Lilac und Tarver auf ihrem Weg folgt, rennt man nun in Teil zwei hinter Lee und Flynn her. Und manchmal stellt sich da die Frage: Wer läuft hier denn jetzt eigentlich wem hinterher? Nach einem endlosem Zick-Zack-Lauf wurde mir klar: Ich als Leser hetze jedenfalls beiden nach. Leider hatte ich nie das Gefühl Lee und Flynn wirklich zu begleiten, sondern wirklich der stille Mitläufer zu sein. Dazu kommt, dass ich, wie schon in Teil eins, einfach keinen Draht zu den beiden Figuren finden konnte und weitere Charaktere fehlen mir. Wenn ein neuer Charakter auftaucht, verschwindet er schneller als man „Laroux Industries“ sagen kann. Dabei gefallen mir die Ideen und Welten und ich mag auch nach wie vor den Schreibstil von Amie Kaufman und Megan Spooner. Ich finde den zweiten Teil auch einen Hauch besser und spannender als seinen Vorgänger, aber richtig umhauen konnte mich das Buch leider nicht. Für mich bleibt es leider weiterhin eine solide Trilogie mit Potenzial, die bei mir leider keinen Funkenregen auslösen konnte.

Veröffentlicht am 28.01.2019

Welcome to Riverdale - The town with Pep!

RIVERDALE - Der Tag davor
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Wer Riverdale schon kennen gelernt hat weiß: In dieser kleinen und achso verschlafenen Kleinstadt hat jeder sein Geheimnis und das nächste Mysterium liegt nur einen Steinwurf entfernt. „Riverdale-Der Tag ...

Wer Riverdale schon kennen gelernt hat weiß: In dieser kleinen und achso verschlafenen Kleinstadt hat jeder sein Geheimnis und das nächste Mysterium liegt nur einen Steinwurf entfernt. „Riverdale-Der Tag davor“ spielt am Tag vor dem Beginn der wohl schrecklichsten Geschehnisse, die alle ineinander verstrickt und verwoben sind.
Da ich die erste Staffel Riverdale wirklich mit Abstand am besten finde, habe ich gehofft, bei diesem Buch wieder die gleiche Begeisterung spüren zu können, war aber doch etwas kritisch. Und bei meinem Milchshake von Pops: Meine Erwartungen wurden deutlich übertroffen!
Das Buch ist aufgeteilt in drei Abschnitte: Der Morgen, der Mittag und der Abend. Außerdem werden die einzelnen Kapitel aus der Sicht der vier Hauptfiguren, also Betty, Jughead, Veronica und Archie in dieser Reihenfolge, beschrieben, die ihren Sommer völlig unterschiedlich erleben. Dass man als Zuschauer der Serie die Charaktere bereits kennt, ist für den Autor wohl Fluch und Segen zugleich. Obwohl ich es liebe mir Figuren selbst auszumalen, ist es total erfrischend, die Eigenschaften, das Aussehen und auch die Stimmen bereits zu kennen und hat einen gewissen Reiz. Vor Allem, weil die Charaktere sehr gut ausgearbeitet sind. Man entdeckt mal wieder, wie sich die Clique innerhalb von drei Staffeln entwickelt hat, und trifft auf die „guten alten“ Freunde. Dabei unterscheidet sich auch der Erzählstil der einzelnen Kapitel, vom zynischen Jug über die Betty mit ihren zwei Gesichtern bis hin zur arroganten Ronnie, die auf jedes Detail achtet, und den nicht mehr ganz so unschuldigen Archie. Auch kleine Details aus der Serie, wie zB das Finger-in-den-Handballen-rammen von Betty, kommen immer wieder vor und lassen den Leser dadurch glücklich lächeln… mich jedenfalls, weil ich solche Details liebe!
Mein Fazit? Ein Muss für jeden Riverdale-Fan, der das Buch aber als das betrachten kann, was es ist: Die Vorgeschichte zu etwas viel größerem.

Veröffentlicht am 07.01.2019

Die Angst vor dem, was man in Zukunft glaubt...

Kompass ohne Norden
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Wie bemerkt man die Anfänge einer Schizophrenie? Und wie ergeht es eigentlich den Angehörigen? Wie fühlt sich die Krankheit an? Und wie sehr schränkt es ein? All diesen Fragen geht Neal Shustermann mit ...

Wie bemerkt man die Anfänge einer Schizophrenie? Und wie ergeht es eigentlich den Angehörigen? Wie fühlt sich die Krankheit an? Und wie sehr schränkt es ein? All diesen Fragen geht Neal Shustermann mit „Kompass ohne Norden“ wortwörtlich auf den Grund. Es erzählt die Geschichte vom erkrankten Caden mit all den Höhen und Tiefen, den Anfängen, Rückfällen und Besserungen. Dabei schreibt er mit so viel Humor aber auch Tiefe, dass man sich manchmal kaum zwischen Schmunzeln und Schluchzen entscheiden kann.
Dazu kommt, dass der Autor aus Erfahrung spricht, da sein eigener Sohn ebenfalls erkrankt ist. Das macht die Geschichte nur noch realer… und schmerzhafter. Trotzdem spendet dieses Buch auch sehr viel Trost und Hoffnung. Es hilft, die Krankheit nicht nur auf medizinischer, sondern auch endlich mal auf der Gefühlsebene wenigstens annäherungssweise zu verstehen und räumt dadurch auch einige Klischees aus dem Weg. Dabei hilft auch die Geschichte vom Piratenschiff, die nach und nach klarer verständlich wird und einen parallel an die Hand nimmt.

Fazit


Ich habe mir für die Geschichte wirklich Zeit gelassen, weil sie berührt und nachdenklich macht. Vor Allem ist „Kompass ohne Norden“ endlich mal ein Buch, wo die schizophrene Person nicht als vollkommen verrückt dargestellt wird wie zB. Gern in Thrillern. Sie wird aber auch nicht beschönigt wie in einem Liebesroman mit Happy End. Es ist das, was es ist: Die Geschichte eines erkrankten Jungen auf dem Weg zur Besserung – mit Höhen Tiefen, Ängsten und Hoffnung.

Veröffentlicht am 27.12.2018

Weihnachtsstimmung im Taschenbuchformat

Dein Leuchten
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Gleich zu Beginn: Ich hab das Buch an einem Tag durchgelesen, indem ich immer „kurz noch ein Kapitel“ gelesen habe. Der Schreibstil ist so flüssig und leicht, dass die Seiten nur so dahinflogen. Die Geschichte ...

Gleich zu Beginn: Ich hab das Buch an einem Tag durchgelesen, indem ich immer „kurz noch ein Kapitel“ gelesen habe. Der Schreibstil ist so flüssig und leicht, dass die Seiten nur so dahinflogen. Die Geschichte dazu ist typisch, aber dennoch wunderschön: Das Mädchen mit den hohen Ansprüchen lernt ihn kennen. Dabei ranken sich um ihn tonnenweise Gerüchte, die sie natürlich nicht glauben möchte… und man selbst auch nicht! Je mehr ich gelesen habe, desto mehr ist mir Caleb ans Herz gewachsen. Dass dieser pfefferminzmochaliebende Weihnachtsbaumschenker auf seine Schwester losgegangen sein soll, wollte ich dann selbst nicht mehr wahrhaben und so zitterte ich mit Sierra und fieberte mit ihr der Wahrheit entgegen. Sierra ist übrigens eine sehr sympathisches Mädchen und liebenswerte Protagonistin. Ihre Freundin Heather kann einem da schon eher auf die Nerven gehen, obwohl sie dabei die typische naiv-nervige beste Freundin abgibt. Besondere (weihnachtlichzimtige) Würze geben in diesem Buch die kleinen aber wirklich feinen Running Gags.

Fazit


Alles in Allem ist diese Geschichte zuckersüß, lockerflockig und in passendem Maß kitschig. Ganz romantisch und charmant katapultiert es den Leser Richtung Weihnachtsstimmung und ist dabei nicht zu dramatisch. Kleiner Tipp: Das Buch hat genau 24 Kapitel :D

Veröffentlicht am 18.12.2018

An alle Träumer und Wünscher

Nimmroth
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Handlung
Lynnea lebt gemeinsam mit ihren Eltern nahe der Küste, bis sie sich eines Tages plötzlich in Nimmroth wiederfindet. Eine Welt, in der Träume wortwörtlich leben und die Eledinen über sie wachen. ...

Handlung


Lynnea lebt gemeinsam mit ihren Eltern nahe der Küste, bis sie sich eines Tages plötzlich in Nimmroth wiederfindet. Eine Welt, in der Träume wortwörtlich leben und die Eledinen über sie wachen. Doch Lynni ist nicht allein: Eine Großfamilie nimmt sie mit in ihr Landhaus. Ihre Großfamilie, denn wie sich herausstellt. Doch Lynni muss sich entscheiden und gerät bei dem Versuch, beide Welten zu vereinen, nicht nur einmal in große Gefahr.

Die Geschichte ist wirklich einzigartig und zauberhaft. Man betritt gemeinsam mit Lynni Nimmroth und lernt diese wundervolle Welt mehr und mehr kennen - bis man sie schließlich nicht mehr verlassen möchte. Dabei lädt das Buch zum Träumen und Verweilen ein. Lädt dazu ein, sich Zeit für die Figuren und Handlungen zu nehmen und zu genießen. Gerade die Parallelen zwischen Lynnis alter und neuer Welt sind wunderschön dargestellt und es entstehen Bilder, die ich mir auch gern weiterhin behalten will (Wer das Buch bereits gelesen hat: Ich denke da an die Sternschnuppen-Szene). Mir persönlich ging die Liebesgeschichte doch etwas zu flott voran und wurde dann wiederum zu schnell zu einem Hin und Her.

Schreibstil und Gestaltung


Abgesehen vom fantastischen Cover ist auch das innere des Buchs aufwendig gestaltet. Jeder Brief hat seine eigene Handschrift, jedes Kapitel beginnt mit einer Skizze der Autorin selbst. Das hat mir geholfen mich noch besser in Nimmroth einzufinden. Die Erzählweise ist sehr gewählt während die Figuren umgangssprachlich miteinander reden. Der Kontrast zwischen beiden Schreibstilen hat mich anfangs etwas verwirrt, konnte mich aber schnell überzeugen. Dadurch wirkten die Charaktere sehr authentisch und die Welt wurde trotzdem detailreich und traumhaft beschrieben.

Charaktere


Achtung! Minispoiler im ersten Abschnitt, der aber auch aus dem Klappentext erkenntlich wird ;)
Die Protagonistin Lynni ist ein total normales Mädchen: An den richtigen Stellen mutig, selbstbewusst, aber auch voller Selbstzweifel und Ängste. Das macht sie aber echt und sehr sympathisch. Sie verliebt sich in Tarou, der meine Nerven manchmal wirklich strapaziert hat: Er balanciert auf einem schmalen Grat zwischen verständnisvoll-einfühlsam-liebevoll und einnehmend-BrettvormKopf :D Dabei gefällt mir ersterer deutlich besser.
Meine beiden Lieblingsfiguren möchte ich aber auch noch kurz erwähnen:
Annais, die Cousine von Lynni, die hinter ihrer spitzen Zunge ein großes Herz versteckt. Sie ist sarkastisch, etwas jähzornig und oft wütend und das liebe ich an ihr! Sie spricht aus was sie denkt und nicht selten kann ich ihre Wut verstehen. Letzen Endes ist sie aber trotzdem warmherzig und sehr loyal.
Jaubert ist ein Freund der Familie. Mir gefällt er sogar besser als Tarou (pssst!). Charmant, witzig, immer für einen da und absolut liebenswert!

Fazit


Nimmroth ist ein Muss für alle Träumer und Wünscher! Manchmal etwas verwirrend, aber absolut fantastisch mit einer wundervollen Geschichte, einem noch grandioseren Ende und der wohl liebenswertesten Großfamilie.