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Veröffentlicht am 03.03.2026

Toxisch, toxischer, Helena&Kaine

Alchemised
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Eine düstere Fantasy-Geschichte mit über 1000 Seiten? Count me in! Ich hab mich so auf diese Story gefreut, aber leider wollte der Funke wirklich nicht überspringen…

Die Idee gefiel mir anfangs wirklich ...

Eine düstere Fantasy-Geschichte mit über 1000 Seiten? Count me in! Ich hab mich so auf diese Story gefreut, aber leider wollte der Funke wirklich nicht überspringen…

Die Idee gefiel mir anfangs wirklich gut, denn die Geschichte beginnt sozusagen nach der Geschichte, nach dem großen Krieg in Paladia. Unsere Protagonistin Helena erinnert sich jedoch an nichts, weshalb man als Leser*in selbst erstmal im Dunkeln tappt. Erst als Helenas Erinnerungen wiederkehren, taucht man in die Geschichte des Krieges ein. Und für mich ging’s ab da bergab…

Beginnen wir mit den Figuren. Für mich sind nur Helena und Kaine wirklich ausgearbeitet. Luc, Soren, Laila - sie alle bleiben für mich total blass. Und dabei gibt es nur so wenig Figuren. Da sie sich auch schon vor dem Krieg kennen gelernt haben, fehlt der Aufbau der Beziehungen, sodass ich da auch keine richtige Freundschaft rauslesen konnte.

Weiterhin bleibt mir auch die Welt zu verschwommen. Wie sieht Paladia aus? Was ist mit der Bevölkerung? Wie steht es um die Nachbarstaaten? Das alles wird zwar erwähnt, aber nicht ausführlich genug, um sich wirklich ein Bild zu machen. Die Beschreibung der vorherrschenden Religionen gefällt mir dagegen gut.

Die Handlung zieht sich über die 1222 Seiten leider doch sehr. Was mich aber am meisten stört ist das Einsetzen von bucheigenen Fachbegriffen. Ws gibt zwar ein Register, aber bei einem einteiligen Fantasy-Buch möchte ich da echt nicht reinschauen müssen. Doch teils wurden Gegenstände einfach nicht ausreichend erklärt.

Mein größter Kritikpunkt ist aber die Beziehung von Kaine und Helena, die oft als episch bezeichnet wird. Ist sie nicht. Sie ist unfassbar toxisch. Helena und Kaine klammern sich an den Gedanken sich retten zu können, klammern sich an Besitzansprüche des jeweils anderen. Und diese ungesunde Beziehung wird später sogar angesprochen, doch tut Helena das einfach ab?? Das war eine Steil-Vorlage, um das alles etwas zu entromantisieren. Dazu kommt die Szene, in der Helena schwanger wird. Das war mir persönlich einfach zu heftig. Auch wenn Kaine in dem Sinne kaum andere Wahl hatte und angedeutet wird, wie ekelhaft er sich selbst danach fühlt, die Szene hätte es für mich einfach nicht gebraucht, weil man sie nicht entschuldigen oder gut aufklären und auflösen kann.

Ich habe erst im Nachhinein gelesen, dass Alchemised eine Draco/Hermine-FanFiction war, aber mit dem Wissen liest man das durchaus raus. Vor allem weil ich schon vorher gedacht habe, dass Kaine und Helena (alias Hermine und Draco) gut ausgearbeitet sind, während die Welt und die Law blass bleiben. Das macht aber natürlich Sinn, wenn das nachträglich geändert werden muss.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Gelungener Abschluss

Die Vernichteten
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Nach den ersten beiden Bänden habe ich mich wirklich gefragt, wie Ursula Poznanski eine so große Geschichte zu einem Ende bringen möchte. Und woher sie noch Plottwists holen will. Beides ist ihr im Finale ...

Nach den ersten beiden Bänden habe ich mich wirklich gefragt, wie Ursula Poznanski eine so große Geschichte zu einem Ende bringen möchte. Und woher sie noch Plottwists holen will. Beides ist ihr im Finale der Trilogie aber wirklich gelungen!

Obwohl ich den Band als etwas weniger spannend empfunden habe als die anderen zwei, hat mich das Ende wieder abholen können. Die einzelnen Fäden laufen endlich zusammen und jede Person bekommt ein passendes (mal mehr mal weniger glückliches) Ende. Die große Enthüllung hat mich tatsächlich noch sehr überraschen können, ergab gleichzeitig aber völlig Sinn.

Mit Ria hatte ich bis zum Schluss ein wenig Probleme, weil sie mir zu analytisch war. Sie kann sehr manipulativ sein und setzt ihre „Superkraft“ auch gegen Freunde ein. Vielleicht hat die Lovestory mit Sandor mich deshalb auch nicht erreicht, weil ich mit Ria nichz viel anfangen kann. Trotzdem ist ihr Charakter durch ihre Vergangenheit und den Einfluss der Spähren authentisch.

Ich finde man merkt ein wenig, dass es eins der früheren Werke der Autorin ist und dass sich ihr Schreibstil doch noch etwas geändert hat. Das würde ich aber weder positiv noch negativ bewerten, er ist einfach ein wenig anders ☺️ Vielleicht liegt das aber auch daran, dass es sich dieses Mal nicht um einen Jugendthriller handelt.Ja

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Leider sehr langatmig

Am Ende will doch einer sterben (Todesboten #3)
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Die ersten beiden Bände habe ich geliebt, aber dieser Band hat leider eine extreme Schwäche: Die Länge…

Paz und Alanos Geschichte ist auf den ~ 750 Seiten noch nicht auserzählt, doch das hätte sie sein ...

Die ersten beiden Bände habe ich geliebt, aber dieser Band hat leider eine extreme Schwäche: Die Länge…

Paz und Alanos Geschichte ist auf den ~ 750 Seiten noch nicht auserzählt, doch das hätte sie sein können. Denn auch 500 Seiten hätten mir völlig gereicht.

Durch Paz Krankheit machen die vielen Wiederholungen und Negativ-Strudel absolut Sinn, jedoch wird es für mich als Leserin irgendwann zu Repetitiv, wodurch dann leider auch ein bisschen Gefühl fehlt. Ich konnte dadurch eher weniger gut mit Paz mitfühlen, weil mich die Geschichte ab und an verloren hat.

Gleichzeitig wurde ich aber anfangs nicht genug abgeholt. Schließlich kennt man die Figuren bereits aus vorherigen Bänden, aber anfangs fühlt es sich an, als glaube der Autor, wir hätten alle so ein krasses Gehirn wie Alano.

Adam Silvera hat im Interview geschrieben, dass Paz und Alano ihm sehr ans Herz gewachsen seien und er sich in Paz wiederfinde. Das merkt man auf positive Art, aber leider auch auf negative. Es fühlt sich ein bisschen so an, als hätte der Autor zu viele Szenen im Kopf und könnte sich von keiner trennen.

Auch war mir die Insta-Love in diesem Band einfach zu viel. Für mich ist es auch ein ganz schmaler Grad zwischen „beide retten sich gegenseitig“ und „Beide sind ungesund abhängig voneinander und wollen sich unbedingt retten“. Das lasse ich aber erstmal so stehen, vielleicht löst der Folgeband das noch auf.

Die wichtigste Frage: Werde ich den (hoffentlich) Letzten Band lesen? Klar! Ich hoffe sehr, dass die Geschichte dann ein wenig an Fahrt aufnimmt und mich wieder völlig umhaut

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Ein magischer Einblick

Jenseits der Magie
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Ich bewerte nur ganz ungern Biografien, denn wer bin ich um zum Beispiel zu behaupten, dass etwas nicht authentisch oder langweilig sei, wenn ich die Person nicht kenne.
Was ich allerdings zum Buchaufbau ...

Ich bewerte nur ganz ungern Biografien, denn wer bin ich um zum Beispiel zu behaupten, dass etwas nicht authentisch oder langweilig sei, wenn ich die Person nicht kenne.
Was ich allerdings zum Buchaufbau sagen kann: Der war mir teils etwas zu verworren. Es gibt viele Zeitsprünge und es ist nicht immer chronologisch. Stattdessen beschreibt ein Kapitel meist eine Beziehung zu einer Person, meist aus dem Harry Potter Cast. Da das aber auch nicht ganz stringent ist, wird es etwas wuselig.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

So großartig wie erwartet!

Atmosphere
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Meine Erwartungen waren hoch! Dabei war ich am Anfang etwas skeptisch, was das NASA-Thema anging, kamen in den ersten Seiten doch recht viele technische Begriffe vor. Aber genau das, die Atmosphäre (haha), ...

Meine Erwartungen waren hoch! Dabei war ich am Anfang etwas skeptisch, was das NASA-Thema anging, kamen in den ersten Seiten doch recht viele technische Begriffe vor. Aber genau das, die Atmosphäre (haha), hat mir letztlich total gut gefallen.

Vor Allem die Beziehung von Joan und ihrer Nichte Frances ging mir richtig ans Herz. Das Gaslightning von Joans Schwester Barbara und die Worte, die sie am Ende für Frances übrig hat, hat mich tatsächlich richtig getroffen. Es mag an den Schwangerschaftshormonen liegen, aber das hat mich so mitgenommen, dass dabei ein paar Tränen geflossen sind. Und dann nochmal ein paar, weil der Umgang von Joan und Vanessa mit Frances so schön ist.

Die Lovestory hat mir gut gefallen, vielleicht gerade weil sie recht undramatisch war. Generell ist das Buch nicht laut, hat aber doch eine wichtige Message. Es ist nicht voll von Spannung und Wendungen, aber es zieht einen in den Bann. Es ist faszinierend und interessant und was soll ich sagen? Ich Liebs!

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