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Annah2602

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.12.2025

Weibliche Wut ist kein Makel, sondern eine gewaltige Ressource

NEMESIS' TÖCHTER
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„Nemesis’ Töchter“ von Tara-Louise Wittwer hat mir insgesamt richtig gut gefallen. Das Buch ist spannend und leicht verständlich, und man merkt sofort beim Lesen, wie sehr die Autorin recherchiert hat. ...

„Nemesis’ Töchter“ von Tara-Louise Wittwer hat mir insgesamt richtig gut gefallen. Das Buch ist spannend und leicht verständlich, und man merkt sofort beim Lesen, wie sehr die Autorin recherchiert hat. Im gesamten Buch sind überall sind Quellenangaben, geschichtliche Hinweise, kleine Aha-Momente versteckt.
Der Stil ist locker, direkt und persönlich und macht das Ganze leicht zugänglich. Die Verbindung von feministischem Gedanken, geschichtlichen Beispielen und aktuellen Bezügen regen zum Nachdenken an.

Was mir allerdings gefehlt hat, ist ein klarer roter Faden. Manche Kapitel stehen relativ selbständig da und springen thematisch sehr stark. Manchmal wird ein Fakt nach dem anderen einfach aufgeführt und stehen dann etwas haltlos im Raum, es wird nicht näher darauf eingegangen oder nochmal aufgegriffen. Dennoch bleibt die zentrale Botschaft stark und durchgängig spürbar: weibliche Wut ist kein Makel, sondern eine gewaltige Ressource, die sich durch die Geschichte zieht.
Unterm Strich: ein sehr lesenswertes und gut recherchiertes Buch, das zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 12.12.2025

Eine schöne Lektüre für den Herbst

Rewitched
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"Die leuchtenden Blätter waren wie ein Herbstgemälde, wie Konfetti aus saftigem Keksbraun, Mandeln und Bernstein, Walnuss und Schokolade."

Rewitched von Lucy Jane Wood hat sich für mich wie ein warmer ...

"Die leuchtenden Blätter waren wie ein Herbstgemälde, wie Konfetti aus saftigem Keksbraun, Mandeln und Bernstein, Walnuss und Schokolade."

Rewitched von Lucy Jane Wood hat sich für mich wie ein warmer Herbsttag angefühlt. Die bunten Blätter, die gemütliche Stimmung und die kleinen magischen Momente. Die Protagonisten Belle arbeitet in einer kleinen Buchhandlung, die so gemütlich beschrieben wird, dass ich am liebsten selbst dort wäre. Sie ist eine Hexe, aber sie benutzt ihre Magie nur für kleine Dinge im Alltag. Deshalb war sie mir direkt total sympathisch. Wer wünscht sich nicht selbst so manchmal ein paar Zaubersprüche für den Alltag? Ich freue mich, dass es mal um eine Hexe geht, die in meinem Alter ist, sodass man auch mal "erwachsenere" Probleme hat, die gemeistert werden müssen.
Doch plötzlich ändert sich ihr Leben und es geht so einiges drunter drüber: Der Sohn ihrer Chefin übernimmt die Buchhandlung, und Belle muss beweisen, dass sie ihre Magie behalten und weiter nutzen darf.
Dabei trifft sie viele seltsame, aber sehr liebevolle Charaktere. Mein Lieblingscharakter war der alte Magier, der zwar sein Gedächtnis verloren hat, aber einfach ein absoluter Herzensmensch ist.
Das Buch hat für mich eine sehr beruhigende Wirkung gehabt. Es ist ein perfektes Buch, wenn man einfach mal entspannen und ein bisschen in eine magische Welt abtauchen möchte.
Für mich war Rewitched das ideale Herbstbuch: magisch, witzig, leicht zu lesen und voller Wohlfühlmomente.

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Veröffentlicht am 24.11.2025

Motivation ohne Druck - genau das, was man braucht.

Manchmal muss man sitzen, um den Hintern hochzukriegen
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Ich habe das Hörbuch „Manchmal muss man sitzen, um den Hintern hochzukriegen“ von Jana Crämer innerhalb von 1,5 Tagen durchgehört – und das passiert mir wirklich selten. Irgendwas daran hat mich sofort ...

Ich habe das Hörbuch „Manchmal muss man sitzen, um den Hintern hochzukriegen“ von Jana Crämer innerhalb von 1,5 Tagen durchgehört – und das passiert mir wirklich selten. Irgendwas daran hat mich sofort gepackt. Jana erzählt so offen und ehrlich über ihr Leben, ihre Essstörung, Selbstzweifel und die ganzen Höhen und Tiefen, dass man das Gefühl hat, sie würde direkt neben einem sitzen und einfach erzählen.

Was mir besonders gefallen hat: Es wirkt nicht wie ein typischer „Motivationsratgeber“, der einem sagt, was man alles falsch macht und wie man sich gefälligst ändern soll. Stattdessen zeigt Jana, dass Veränderung Zeit braucht und manchmal erst dann klappt, wenn man innerlich bereit ist. Diese Mischung aus persönlichen Geschichten, kleinen Aha-Momenten und ihrem Humor macht das Ganze total greifbar und motivierend, ohne Druck aufzubauen. Statt das Bild eines pausenlosen Kampfes zu zeichnen, betont sie: Für wirkliche Veränderung braucht es nicht allein eiserne Willenskraft, sondern vor allem den richtigen Moment — diese kleinen, klugen Entscheidungen im Jetzt.

Dass sie selbst das Hörbuch liest, macht es noch authentischer. Man merkt einfach, dass das ihre Geschichte ist und dass jedes Wort wirklich von ihr kommt. Ihre Stimme ist angenehm und emotional, aber nicht übertrieben, genau richtig, um dranzubleiben.

Ich habe ehrlich gesagt nichts auszusetzen. Für mich hat alles gepasst: spannend, berührend, motivierend, echt. Manchmal wurde es sehr persönlich, aber genau das fand ich gerade stark. Dadurch fühlt man sich verstanden und nicht allein mit seinen eigenen Themen.

Für wen würde ich es empfehlen?
- Für Menschen, die sich in Lebensumbruchsphasen befinden und Inspiration suchen, wie Veränderung sanfter gehen kann.
- Für alle, die mit Essstörungen, Selbstzweifeln oder Lebenskrisen zu tun haben, oder jemanden in ihrem Umfeld unterstützen wollen.
- Für Fans von ehrlichen Biografien, die nicht nur Erfolge feiern, sondern auch die Tiefpunkte zeigen.
- Für Hörbuchliebhaber*innen, die Wert auf einen persönlichen, warmen Erzählstil legen.

Fazit: Ein richtig gelungenes Hörbuch, das mich berührt und motiviert hat. Ich konnte kaum aufhören zuzuhören und würde es definitiv weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Zwischen Schmerz und Sternen

Da, wo ich dich sehen kann
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Ich bin immer noch ganz bewegt von „Da, wo ich dich sehen kann“ von Jasmin Schreiber. Dieses Buch hat mich emotional wirklich gepackt.

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an tief berührt, aber das ...

Ich bin immer noch ganz bewegt von „Da, wo ich dich sehen kann“ von Jasmin Schreiber. Dieses Buch hat mich emotional wirklich gepackt.

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an tief berührt, aber das letzte Drittel hat mich emotional wirklich zerstört. Vor allem die Passagen rund um das Sorgerecht der Großeltern und um Chloe haben mich komplett mitgenommen – so ehrlich, schmerzhaft und gleichzeitig hoffnungsvoll. Man spürt, wie komplex Verlust sein kann, und wie unterschiedlich Menschen mit Schuld, Liebe und Verantwortung umgehen.

Jasmin Schreiber schafft es, ein so schweres Thema mit unglaublicher Sensibilität zu erzählen. Die Geschichte von Maja, die ihre Mutter durch einen Femizid verliert, ist erschütternd. Doch was Jasmin Schreiber daraus macht, ist viel mehr als nur eine traurige Geschichte: Es geht um das, was danach kommt: um die, die zurückbleiben, um Trauer, Wut, Liebe und die mühsame Suche nach einem neuen Gleichgewicht. Besonders stark fand ich, dass der Täter kaum Raum bekommt. Stattdessen stehen die Opfer und ihre Angehörigen im Mittelpunkt, und das macht das Buch so respektvoll und kraftvoll.

Der Schreibstil ist feinfühlig, poetisch und gleichzeitig klar. Man merkt, wie viel Herzblut und Recherche in jeder Seite steckt. Die verschiedenen Perspektiven (Maja, ihre Patentante Liv, die Großeltern) geben dem Roman Tiefe und zeigen, wie unterschiedlich Menschen mit Schmerz umgehen. Besonders schön fand ich auch die Gestaltung: die Sternbilder, Zeichnungen und dokumentarischen Einschübe. Das alles macht das Buch einzigartig und besonders.

Klar, das Thema ist schwer und die Stimmung entsprechend düster. Und auch die Struktur ist anfangs etwas ungewohnt, aber genau das hat für mich den Reiz ausgemacht. Wenn man sich darauf einlässt, bekommt man ein Buch, das unter die Haut geht und einen noch lange beschäftigt.

Fazit:
Ein eindringliches, wichtiges und wunderschön geschriebenes Buch über Verlust, Zusammenhalt und Hoffnung. Es ist keine einfache Lektüre, aber eine, die sich lohnt, weil sie mitten ins Herz trifft und den Blick auf das Wesentliche lenkt.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Zwischen Schulprojekt und Serienkiller

A Good Girl’s Guide to Murder
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Wenn du auf spannende Krimis mit cleveren Wendungen, sympathischen Charakteren und einer richtig guten Portion Nervenkitzel stehst, dann ist A Good Girl’s Guide to Murder von Holly Jackson genau dein Buch.

Die ...

Wenn du auf spannende Krimis mit cleveren Wendungen, sympathischen Charakteren und einer richtig guten Portion Nervenkitzel stehst, dann ist A Good Girl’s Guide to Murder von Holly Jackson genau dein Buch.

Die Story dreht sich um Pippa, eine sehr ehrgeizige Schülerin, die für ihr Abschlussprojekt einen alten Mordfall aus ihrer Kleinstadt neu aufrollt. Vor fünf Jahren wurde Sal Singh beschuldigt, seine Freundin Andie Bell getötet zu haben – doch Pippa glaubt nicht, dass er schuldig ist. Also beginnt sie, selbst zu ermitteln. Und natürlich dauert es nicht lange, bis sie tiefer drinsteckt, als sie je gedacht hätte.

Was das Buch so besonders macht, ist die Art, wie Holly Jackson erzählt. Es gibt nicht nur normale Kapitel, sondern auch Pippas Notizen, Interviewaufzeichnungen und E-Mails – fast so, als würde man selbst in einem True-Crime-Fall mit ermitteln. Man fiebert richtig mit, wenn Pippa Hinweise sammelt oder sich in gefährliche Situationen bringt.

Sprachlich ist das Buch leicht zu lesen, aber trotzdem richtig fesselnd. Es gibt viele Cliffhanger, falsche Spuren und Überraschungen. Es bleibt auf jeden Fall spannend bis zur letzten Seite.

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