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Veröffentlicht am 30.05.2025

Von Catdog bis Tim, purer Lesespaß!

Neon und Bor
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Neon ist neun Jahre und superschlau, ihr kleiner Bruder ist mit einem Jahr auch mindestens hochbegabt und wenn die beiden ein Problem haben, dann lösen sie es zusammen. Wer möchte schon sein Zimmer aufräumen? ...

Neon ist neun Jahre und superschlau, ihr kleiner Bruder ist mit einem Jahr auch mindestens hochbegabt und wenn die beiden ein Problem haben, dann lösen sie es zusammen. Wer möchte schon sein Zimmer aufräumen? Oder 364 Tage im Jahr nicht Geburtstag haben? Und eine Huntze wäre doch das perfekte Haustier, wenn man sich mal wieder nicht für einen Hund oder eine Katze entscheiden kann. Doch nicht alle ihrer Erfindungen lösen ihr Problem, manche werden zu einem noch viel Größerem. Zum Glück folgt daraufhin einfach die nächste Erfindung.

Neon & Bor von Marc-Uwe Kling und Jan Cronauer ist ein ein super lustiges Buch für Kinder ab sechs Jahren, das in sechs ganz besondere Tage eingeteilt ist und deren Kapitel sich unabhängig voneinander lesen lassen. Für Kinder ab sechs Jahren wird noch nicht alles in dem Buch verständlich sein oder eine Vorstellung erwecken, weil Neon und Bor wirklich superintelligent sind und dennoch hat das Buch auch bei Sechsjährigen durchaus das Potenzial Spaß zu machen. Die beiden Autoren haben tolle Wortwitze (besonders geliebt und in den eigenen Sprachgebrauch aufgenommen wurde Krimskrams-Canyon) und super lustige ‚Kurzgeschichten‘ erschaffen, die zum Lachen einladen, aber auch etwas mitgeben können z.B. den Zauber des Geburtstags.

Besonders empfehlenswert ist das Hörbuch, das von Marc-Uwe Kling überragend eingesprochen wurde und auch mir beim Zuhören pure Freude bereitet hat. Ein Spaß für Klein und Groß!

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Veröffentlicht am 30.05.2025

Sternenstaub

Atmosphere
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Joan Goodwins größte Leidenschaft und Liebe gilt den Sternen. Sie unterrichtet als Professorin Astrophysik an einer Universität. 1980 soll sich ihr Leben entscheidend verändern, als sie sich für das Space-Shuttle-Programm ...

Joan Goodwins größte Leidenschaft und Liebe gilt den Sternen. Sie unterrichtet als Professorin Astrophysik an einer Universität. 1980 soll sich ihr Leben entscheidend verändern, als sie sich für das Space-Shuttle-Programm bei der NASA bewirbt und angenommen wird. Joan kommt ihrem Traum, dem Flug ins All, immer näher und plötzlich geschieht auf der Erde etwas, das sie nie erwartet hätte: Sie begegnet einem Menschen, der ihre wahre Liebe entfacht und ihr Universum verschiebt.

Der Einstieg in Atmosphere von Taylor Jenkins Reid fiel mir nicht ganz so leicht. Das lag vor allem an den unglaublich vielen Namen, die zu Beginn in die Geschichte eingeführt wurden und mal komplett benannt, an anderer Stelle jedoch nur noch mit Spitznamen erwähnt wurden. Eigentlich keine Sache, die mir übermäßig Probleme macht, allerdings im Verbund mit den Fachbegriffen der Astronautenszene gab es zwischenzeitlich doch den ein oder anderen Knoten in meinem Kopf. Bis der Punkt kam, an dem ich zumindest die wichtigen Charaktere gut zuordnen und mich dadurch immer mehr in die Geschichte einfinden konnte.

Joan fand ich von Beginn an eine spannende Protagonistin. Eine Frau, die viele Fähigkeiten hat, diese aber selbst nicht wahrnimmt und sich generell scheinbar wenig mit ihrem Innenleben beschäftigt. Dennoch steht sie mit beiden Beinen fest im Leben und wirkt zu keiner Zeit unglücklich, nur eben noch nicht ganz angekommen. Ich mochte die besondere Beziehung zu ihrer Nichte Frances, aber auch die Beziehung zu ihrer Schwester, die auf eine andere Weise ganz besonders war.

Als Leser:in merkt man schnell, wohin die Geschichte sich bewegen wird und dennoch habe ich die Entwicklung Joans und den Weg bis zur Selbsterkenntnis total gerne gelesen. Es war absolut unaufgeregt, nicht ereignisreich und dadurch extrem authentisch und lebensnah und das obwohl das sonstige Setting kaum weiter weg vom eigenen Leben sein könnte.

Die Gefühle der Astronautin Joan und ihrer zahlreichen Kolleg:innen konnten super transportiert werden und ich mochte die Einblicke in das Leben einer (baldigen) Astronautin. Auch wenn die Autorin dieses Leben nicht selbstgeführt hat, so wirkte es dennoch als könnten genau diese Gefühle, Gedanken und Erlebnisse das Leben der Menschen prägen. Einblicke, die für mich interessant zu lesen waren und mich in eine ganz andere Welt verfrachtet haben. Eine Welt, die bis vor kurzem gedanklich für mich absolut uninteressant waren. Nicht, dass ich das Universum nicht interessant fand, aber für mich war die Erde schon groß genug und der Entdeckungsdrang dieser genügte mir. Nach dem Roman kann ich jeden verstehen, der noch mehr sehen will und die Erde aus einer ganz anderen Perspektive sehen möchte.

Ein ruhiger Roman über die (Selbst-)Liebe und Findung, angeborene, aber auch gefundene Familie, das Leben und über die Welt im großen und ganzen, aber auch die Welt, die sich nur für das Individuum dreht.

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Veröffentlicht am 28.05.2025

Great Big Disappointment

Great Big Beautiful Life
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Alice Scott möchte eine erfolgreiche Autorin werden, aktuell ist sie vor allem als Journalistin unterwegs und möchte nun eine Biografie über die legendäre Margaret Ives schreiben. Doch Alice hat große ...

Alice Scott möchte eine erfolgreiche Autorin werden, aktuell ist sie vor allem als Journalistin unterwegs und möchte nun eine Biografie über die legendäre Margaret Ives schreiben. Doch Alice hat große Konkurrenz vom Pulitzer-Preis-Gewinner Hayden Anderson. Ives, die Tochter einer skandalumwitterten Familie, lädt die beiden für einen Probemonat nach Little Crescent Island ein und möchte am Ende entscheiden, welcher der beiden am Ende ihre Biografie schreiben darf. Eine Verschwiegenheitsklausel untersagt den beiden, dass sie über Ives reden und dennoch kommen sich die beiden immer näher.

Great Big Beautiful Life ist mein dritter Roman von Emily Henry und vermutlich auch mein letzter, da mich nach Book Lovers nichts mehr annähernd so unterhalten konnte und mich vor allem dieses Buch nicht überzeugen konnte. Dabei mochte ich die Grundvoraussetzungen der Charaktere, die aus dem Journalismus kommen, eine Berufsgruppe, die ich durchaus spannend finde. Doch am Ende war es das auch schon fast mit der charakterlichen Tiefe, wir erfahren zwar noch, dass Alice sehr gerne und viel redet, wohingegen Hayden natürlich eher schweigsam durch die Welt geht, aber das wars dann auch schon. Für mich zu wenig, um mitzufiebern und -fühlen. Zudem fehlte mir dadurch sämtliches Verständnis für irgendeine Art von Anziehung, auch wenn beide natürlich wunderschön aussehen…

Dann wäre da noch Margaret Ives und ihre familiären Hintergründe. Immer wieder werden wir in ihre Vergangenheit bzw. der ihrer Familie geworfen. Was grundsätzlich ganz interessant klingt, hat sich für mich leider nur sehr zäh angefühlt. Mir fehlte eine interessante Verbindung zur Gegenwart, um die Erzählungen wirklich relevant zu finden und diese fehlende Verbindung hat sich auch beim Schreibstil bemerkbar gemacht, der unnahbar wirkte und einer langatmigen Erzählung glich.
Enttäuschend war für mich auch die Auflösung um Ives Geheimnis, denn die gibt es nicht durch journalistisches Können, sondern durch Mr. Zufall.

Am Ende habe ich Great Big Beautiful Life auch als Hörbuch gehört, weil die Lust am eigenen Lesen verging und mein Interesse an Ives Geheimnis dann doch zu groß war, um das Buch abzubrechen. Auch als Hörbuch fand ich es phasenweise weiterhin sehr schleppend, dennoch wurde es von Christiane Marx gut vorgetragen, sodass sie mich dranbleiben ließ.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Die GALS

Eine von uns
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Gina lebt mit ihrem Mann Matt und den zwei Kindern fernab ihrer Heimat und dunklen Vergangenheit. Doch als ihr Haus abbrennt, ist Gina auf die Hilfe ihrer ehemaligen Freundin Annie angewiesen. Annie bietet ...

Gina lebt mit ihrem Mann Matt und den zwei Kindern fernab ihrer Heimat und dunklen Vergangenheit. Doch als ihr Haus abbrennt, ist Gina auf die Hilfe ihrer ehemaligen Freundin Annie angewiesen. Annie bietet ihr an, vorübergehend bei ihr zu wohnen, in einem wunderschönen, renovierten Haus, das ausgerechnet in Hastings steht. Einem Ort, zu dem Gina nur ungern zurückkehrt. Gina fühlt sich sichtlich unwohl und dann ist da noch Mary, die Haushälterin, die ihr - trotz Annies wohltuender Worte - äußerst seltsam vorkommt. Immer häufiger holt Gina die Vergangenheit ein und ihr größter Albtraum rückt immer näher.

Ich mochte den beklemmenden Einstieg in Eine von uns von Samantha Hayes direkt, doch dann verlor sich der Inhalt leider auf den nächsten 200 Seiten etwas. Lange scheint die Konstellation der Figuren ziemlich klar, was die Spannung nimmt und das Gelesene zeitweise langatmig und fast schon wiederholend macht. Vor allem die Perspektive Ginas dreht sich phasenweise im Kreis, während man als Leser bereits erahnen kann, welche Wege der Thriller nehmen wird. Das nimmt die Spannung und mindert das Lesetempo. Marys Perspektive war hingegen interessanter zu lesen.

Die Auflösung konnte dementsprechend an vielen Stellen nicht überraschen und dennoch gelang am Ende doch noch ein Twist mit enormen Potenzial, der mir noch viel besser gefallen hätte, wenn man diesem mehr Raum gegeben hätte. Sowohl durch eine weitere Perspektive, die dem Inhalt extrem viel gegeben hätte, als auch durch mehr Seiten. Ich fand es schade, dass das Buch damit (mehr oder weniger) zu Ende ging, dadurch gewann der Twist eher etwas Gekünsteltes, um noch einmal zu schocken und verlor für mich doch genau das.

Und so bleibt am Ende leider ein etwas enttäuschtes Fazit, weil die Grundidee zwar sehr gut, die Figuren super gewählt wurden und auch die Auflösung generell hervorragend ist, aber mir die Umsetzung leider nicht wirklich gefallen hat. Das was Freida McFadden so auszeichnet (da der Vergleich gezogen wird, nehme auch ich ihn auf) hat mir hier komplett gefehlt - die Raffinesse auf der psychologischen Ebene. Die Einblicke in das Innenleben der Protagonisten waren mir zu oberflächlich bzw. durch den Schreibstil kaum gegeben und eine entscheidende Perspektive fehlte mir komplett.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Gestohlene Erinnerungen

Thirteen Witches - Die Erinnerungsdiebin
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Rosie kennt die Liebe ihrer Mutter nicht, ständig verhält sie sich abweisend gegenüber Rosie. Dann stößt Rosie jedoch auf ein Buch über dreizehn Hexen und erkennt mit Hilfe des Geistes Ebb, dass ihrer ...

Rosie kennt die Liebe ihrer Mutter nicht, ständig verhält sie sich abweisend gegenüber Rosie. Dann stößt Rosie jedoch auf ein Buch über dreizehn Hexen und erkennt mit Hilfe des Geistes Ebb, dass ihrer Mutter sämtliche schönen Erinnerungen von einer Hexe gestohlen wurden. Rosie erkennt, dass sie die Erinnerungen zurückholen kann und versucht ihre Mutter zu retten.

Die Erinnerungsdiebin von Jodi Lynn Anderson ist der erste Teil der Thirteen Witches Trilogie. Der Einstieg fiel uns etwas schwer, aber mit der Zeit konnten wir uns immer mehr mit den Figuren anfreunden und mochten den düsteren, gruseligen Schreibstil der Autorin sehr. Diese düstere Atmosphäre zog sich durch das komplette Buch und ist vermutlich nicht für jedes Kind geeignet. Allerdings eine tolle Geschichte, für alle die solche Elemente in Büchern lieben.
Besonders gefallen hat uns auch die Freundschaft zwischen Rosie, Ebb und Keim.

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