Thriller ohne Thrill
The Catch – Sie sagt, er sei perfekt. Doch ich weiß, dass er lügt ...Ed lernt endlich den Verlobten seiner Tochter Abbie kennen. Ryan wirkt wie der perfekte Schwiegersohn, doch Ed ist sich sicher, dass etwas mit ihm nicht stimmt. Er sieht das dunkle in seinen Augen und ...
Ed lernt endlich den Verlobten seiner Tochter Abbie kennen. Ryan wirkt wie der perfekte Schwiegersohn, doch Ed ist sich sicher, dass etwas mit ihm nicht stimmt. Er sieht das dunkle in seinen Augen und verliert sich vollkommen in der Suche nach Ryans wahrem Ich. Claire, Eds Frau und Abbie distanzieren sich immer mehr von ihm, doch nichts kann Eds Suche stoppen.
The Catch von T.M. Logan lässt mich zweigespalten zurück. Ich mochte die Tiefe, die der Autor seinem Protagonisten verleiht. Wir erleben die Geschichte fast (!) ausschließlich aus Eds Perspektive und seinem Innenleben, wir erfahren seine Bedenken, erleben seine Ängste und erkennen seine Gefühle. Ich habe bis zum Schluss mit Ed mitgefiebert, wobei meine Gefühle ihm gegenüber nicht nur positiv waren. Aber all diese Gefühlsvielfalt Ed gegenüber mochte ich.
Außerdem sorgen kurze Kapitel und wenige andere Perspektiven für ein wahnsinniges Lesetempo, sodass man regelrecht durch das Buch durchfliegt und das obwohl (und jetzt kommt das große aber) der Inhalt leider ziemlich langweilig ist. Die größte Spannung ergibt sich aus dem Klappentext und leider verspricht dieser nicht, was ich durch ihn erwartete. Die Geschichte ist komplett vorhersehbar und bis etwas passiert, passiert lange gar nichts. Das große Finale ist dann leider ziemlich an den Haaren herbeigezogen und macht für mich an vielen Stellen gar keinen Sinn (Handlungen der verschiedenen Personen). Und dann fehlt mir an der entscheidenden Stelle auch der Blick, den wir die ganze Zeit hatten, Eds.
Am Ende war es für mich ein Psychothriller ohne Psycho, ein Thriller ohne Thrill und ein Spannungsroman ohne Spannung. Also einfach nur ein Roman?! Ich kann The Catch nicht wirklich in ein Genre einordnen, als Thriller hat er mich nicht abgeholt und dennoch hat mir das Buch auf eine gewisse Weise sehr lange Spaß gemacht und erst mit dem Ende kam die Enttäuschung. Dennoch bleibt trotz aller Kritik am Ende ein Lesegefühl, das sehr lange positiv war, weswegen es letztendlich noch für 3 Sterne reicht.