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Veröffentlicht am 20.07.2024

Das Rätsel um den Toten!

Mord im Antiquitätenladen
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Siggi kommt nach einem erfolglosen Angelmorgen zurück in seinen Antiquitätenladen und findet eine Leiche in seinem Laden vor. Der tote Mann sitzt auf einem seiner Sessel und starrt ihn an. Siggi verlässt ...

Siggi kommt nach einem erfolglosen Angelmorgen zurück in seinen Antiquitätenladen und findet eine Leiche in seinem Laden vor. Der tote Mann sitzt auf einem seiner Sessel und starrt ihn an. Siggi verlässt fluchtartig seinen Laden und verständig die Dorfpolizei, doch bis diese eintrifft ist der Tote plötzlich verschwunden und mit seinem Verschwinden ein neues antikes Stück in Siggis Laden eingetroffen. Der Polizist Gunnar glaubt Siggi kein Wort, nur seine neue Reinigungskraft zweifelt nicht an der Geschichte und so machen sich die beiden auf die Suche nach dem Mörder und der Leiche.

Mord im Antiquitätenladen von Waldi Lehnertz ist ein kurzweiliger Krimi. Der Schreibstil und der Humor sind sehr einfach gehalten, sowohl vom Humor als auch von der Geschichte selbst, habe ich mir jedoch deutlich mehr zum Mitdenken erhofft. Die Geschichte unterhält, aber sie ist ein sehr leichtes Programm, das auf viele Zufälle und Glück basiert und nicht zu sehr mit Logik betrachtet werden sollte. Die Charaktere sind alle auf ihre Art schrullig, was ich durchaus positiv meine, vor allem bei Doro. Doch auch bei den Charakteren sollte man sich bewusst sein, dass sie überzeichnet werden, ihre Verhaltensweisen sind überspitzt dargestellt, weswegen sich die Handlungen nicht wirklich nachvollziehen lassen.

Als Buch für Zwischendurch sicherlich ein unterhaltsamer Krimi, den man nicht zu ernst nehmen sollte, um ihn lesen zu können. Ich hatte immer wieder den Eindruck, dass es ein guter/typischer Krimi aus dem ARD-Vorabendprogramm sein könnte. Es reicht aber eben nicht für die Primetime.

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Veröffentlicht am 19.07.2024

Willkommen im McAlpine-Resort

Letzte Lügen
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12 Gäste können sich in sechs abgelegenen Hütten auf der Ridgeview Lodge entspannen. Ausgerechnet Will Trent und Sara Linton verbringen ihre Flitterwochen dort, als bereits in der ersten Nacht eine schreckliche ...

12 Gäste können sich in sechs abgelegenen Hütten auf der Ridgeview Lodge entspannen. Ausgerechnet Will Trent und Sara Linton verbringen ihre Flitterwochen dort, als bereits in der ersten Nacht eine schreckliche Tat vollbracht wird und Mercy McAlpine in Wills Armen stirbt.

Will und Sara ist klar, dass alles daran gesetzt werden muss, um den Täter zu finden, vor allem als ausgerechnet der Sohn der Toten spurlos verschwindet und das Wetter ein Entkommen unmöglich macht.

Letzte Lügen von Karin Slaughter ist der zwölfte Band der Georgia Serie, um den Ermittler Will Trent. Für mich war es der erste Band aus dieser Reihe und ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass mir Vorwissen fehlt. Selbst die Beziehungen zwischen den Ermittlern, konnte ich bereits gut erahnen, auch wenn ich mir sicher bin, dass die Vorbände dies vertiefend darstellen.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und einnehmend, besonders fasziniert hat mich, dass die angespannte Atmosphäre auf knapp 600 Seiten anhalten konnte, weil das Setting unglaublich gut gewählt wurde. Trotz dieser anhaltenden Atmosphäre, gab es zwischenzeitlich dennoch ein paar Längen, bei denen man sich gefühlt im Kreis gedreht hat.

Der Aufbau der Story lädt zum Miträtseln ein, vor allem weil von Beginn an der potenzielle Täterkreis klar ist. Die Auflösung kann dementsprechend natürlich nicht völlig überraschen, dennoch war sie für mich die Schwächste.

Sämtliche Charaktere fand ich super spannend und teilweise unglaublich erschreckend. Das Ermittlerteam konnte ebenso mein Interesse wecken, weswegen ich sicher bin, dass ich die Reihe bald von Beginn an lesen werde, um mehr über Will Trent, Sara Linton und Co. zu erfahren.

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Veröffentlicht am 17.07.2024

Freundschaft auf den zweiten Blick

Lua Luftwurzel - Silberelfen fängt man nicht
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Die kleine Waldefe Lua Luftwurzel hat es sich zur Aufgabe gemacht, denn Tieren im Wald zu helfen, bis sie in die Falle der alten Hexe Malicia Warzenbuckel tappt. Die Hexe möchte Lua verkaufen, doch dafür ...

Die kleine Waldefe Lua Luftwurzel hat es sich zur Aufgabe gemacht, denn Tieren im Wald zu helfen, bis sie in die Falle der alten Hexe Malicia Warzenbuckel tappt. Die Hexe möchte Lua verkaufen, doch dafür muss sie erstmal dressiert werden. Eine schwierige Aufgabe, denn Lua denkt gar nicht daran, sich der Hexe zu unterwerfen und plant bereits ihre Flucht, helfen soll ihr dabei der ebenfalls gefangene Gnom Fubo. Dann taucht der Zauberer Zappaniel Zifferzank auf und Luas Hilfsbereitschaft wird auf die Probe gestellt, denn nun ist die Hexe in Gefahr. Hilft Lua ihr oder nutzt sie die Chance zur Flucht?

Lua Luftwurzel - Silberelfen fängt man nicht von Christoph Minnameier ist ein Buch für Kinder ab sechs Jahren, das in 14 kurze Kapitel eingeteilt ist, sodass es zwischendurch auch ohne Probleme zur Seite gelegt werden kann. Die Geschichte beginnt direkt spannend, denn schon bald ist Lua in Gefangenschaft und das Fiebern um ihren Ausbruch beginnt. Die Figuren sind hier noch relativ schwarz-weiß (gut-böse) gezeichnet, umso schöner ist dann der Bruch.

Denn Lua Luftwurzel vermittelt auf eine schöne Weise, dass die eigenen Ansichten reflektiert werden können, sodass das eigene Handeln überdacht und verändert werden kann.

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Veröffentlicht am 15.07.2024

Zeit für einen Tee?

A Tempest of Tea
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Arthie Casimir führt mit ihrem engsten Vertrauen Jin das luxuriöses Teehaus „Spindrift“, das sich nachts zu einem Bluthaus für Vampire verwandelt. Vampire, die von den Einwohnern Ettnias nicht gerne gesehen ...

Arthie Casimir führt mit ihrem engsten Vertrauen Jin das luxuriöses Teehaus „Spindrift“, das sich nachts zu einem Bluthaus für Vampire verwandelt. Vampire, die von den Einwohnern Ettnias nicht gerne gesehen und vom Oberhaupt - dem „Widder“ - verachtet werden.

Bedroht vom Widder und in Gefahr, das Teehaus zu verlieren, sind Jin und Arthie zu allem bereit und empfänglich für die Zusammenarbeit mit einem Fremden. Alles in der Hoffnung, das Spindrift retten zu können.

Doch dafür muss sie in das Reich der Vampire einbrechen und das kostbarste Gut entwenden, dabei stehen ihr nicht nur die Wachen im Weg, sondern auch ihre eigenen Vergangenheiten.

A Tempest of Tea von Hafsah Faizal klang nach einem spannenden Heist-Abenteuer, doch vor allem zu Beginn hatte ich stärkere Probleme mit dem Schreibstil der Autorin. Dieser ist in allen Perspektiven - Arthie, Jin und Flick - in der dritten Person geschrieben, weswegen die Differenzen zwischen den Charakteren nicht stark rüberkamen und ich emotional nicht erreicht wurde. Inhaltlich fand ich es zu jeder Zeit ziemlich interessant, aber nicht überwältigend, vor allem konnte ich die Besonderheiten des Teehauses nicht so wahrnehmen, da wir nicht viel davon mitbekommen und das Tempo wurde durch den eher emotionslosen Schreibstil rausgenommen.

Gegen Ende ging es mir dann fast zu schnell, denn im letzten Viertel passiert deutlich mehr als im Rest des Buches. Das hat viele Fragen offen gelassen, das Tempo erhöht, aber auch detaillierter umschrieben werden können.

A Tempest of Tea konnte mich leider nicht wie erhofft abholen, vor allem der Einstieg fiel mir ungewohnt schwer. Dennoch hat mir das Setting und die Idee gefallen, weswegen es für mich trotz aller Kritik ein solider Auftakt war, der im nächsten Teil hoffentlich emotionaler und tiefgründiger wird.

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Veröffentlicht am 13.07.2024

Die Rache der Samurai?

Das Dorf der acht Gräber
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Das Dorf der acht Gräber ist nach einer Legende verflucht, seitdem im sechzehnten Jahrhundert acht Samurai von den Bewohnern des Dorfes ermordet wurden. Jahrhunderte später kehrt Tatsuya nach dem Tod seines ...

Das Dorf der acht Gräber ist nach einer Legende verflucht, seitdem im sechzehnten Jahrhundert acht Samurai von den Bewohnern des Dorfes ermordet wurden. Jahrhunderte später kehrt Tatsuya nach dem Tod seines Vaters zurück in das verfluchte Dorf und mit ihm tauchen mysteriöse Giftmorde auf.

Das Dorf der acht Gräber von Seishi Yokomizo ist der dritte Band seiner Reihe um den Ermittler Kosuke Kindaichi. Ich habe zuvor keine Bücher von Yokomizo gelesen und konnte mich direkt in die Geschichte einfinden, weswegen ich Vorwissen für nicht notwendig erachten würde.

Da ich Agatha Christies Werke sehr gerne lese, wollte ich mir auch ein Bild ihres japanischen Pendant machen und wurde dahingehend nicht enttäuscht, der Aufbau des Krimis konnte mich an Christies Werke erinnern und hatte auch hier einen nostalgischen Flair, durch ein ruhiges Setting und unaufgeregten Charakteren.

Den Einstieg fand ich ungewöhnlich, weswegen er mich direkt gecatcht hat. Denn im Prolog erfahren wir mehr über die Legende des Dorfes.

Der Erzähler richtet sich immer wieder direkt an uns Leser:innen, weshalb das Miträtseln animiert wird und die Gedanken darum nicht ruhen können. Der Aufbau hat dieses Miträtseln auch gefördert. Dennoch gibt es zeitweise einige längen, die spannungsärmer sind.

Die Auflösung fand ich allerdings etwas schwach, sowohl die Täterauswahl als auch die Abhandlung dessen. Dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt, allerdings sollte man sich vor der Lektüre bewusst sein, dass dieses Buch schon einige Jahre auf den Buckel hat und dementsprechend noch andere Rollenbilder existieren, die sich auch in diesem Buch (für damalige Zeiten meiner Meinung nach aber sehr geringfügig) wiederfinden.

Das Dorf der acht Gräber ist ein solider Krimi und Seishi Yokomizo ein Autor, zu dem ich in Zukunft sicher nochmal greifen werde, wenn ich wieder Lust auf einen nostalgischen Krimi im asiatischen Raum habe.

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