emotional aufwühlend
Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104Lange hat mich kein Buch mehr so berührt und mitgenommen, wie "Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104" von Susanne Abel.
Ich habe bereits die anderen beiden Bücher von ihr gelesen und war deshalb ...
Lange hat mich kein Buch mehr so berührt und mitgenommen, wie "Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104" von Susanne Abel.
Ich habe bereits die anderen beiden Bücher von ihr gelesen und war deshalb schon etwas darauf gefasst, dass dieses Buch einen emotional sehr treffen würde. Aber ich habe nicht geahnt wie sehr. Das Buch zu lesen schmerzt, da man so sehr mit den Figuren mitleidet. Beide Protagonisten erfahren in ihrer Kindheit und Jugend schreckliches. Manche Szenen in diesem Buch waren nur schwer zu ertragen.
Die Autorin schreibt sehr lebenig. Die Figuren erwachen zum Leben und man hat das Gefühl, man würde sie kennen. Besonders Hardy ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich habe sehr mit ihm und seinem Schicksal mitgelitten.
Susanne Abel beschreibt sehr eindrucksvoll, die Situation und die Zustände in den Kinderheimen in der Nachkriegszeit. Die Kinder mussten sehr viele unerträgliche Dinge aushalten. Für mich ist dies ein sehr wichtiges Buch, da es Aufmerksamkeit auf ein, meiner Meinung nach, wenig präsentes Thema der Nachkriegszeit richtet. Dieses Buch tut weh beim Lesen, ich habe lange nicht mehr so viel geweint.
Auch jetzt noch, über eine Woche später, nachdem ich das Buch beendet habe, ist es sehr klar in meinen Gedanken und hallt noch immer in mir nach. Ich kann das Gelesene nicht vergessen und das Schicksal der Kinder geht mir immer noch sehr nahe.
Ein sehr, sehr gelungenes Buch mit einer unglaublich wichtigen Thematik.