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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2020

Ein Buch, das zu Tränen rührt

Ein neuer Himmel
0

Ein berührender Roman über Menschlichkeit in dunkler Zeit und die Kraft der Liebe.

»›Ich verstehe‹, sagte Hannah. ›Solange die Lagerleitung ein Orchester wünscht, bleiben die Musiker am Leben.‹«
Würzburg ...

Ein berührender Roman über Menschlichkeit in dunkler Zeit und die Kraft der Liebe.

»›Ich verstehe‹, sagte Hannah. ›Solange die Lagerleitung ein Orchester wünscht, bleiben die Musiker am Leben.‹«
Würzburg 1933: Kurz nach der Machtergreifung verliert die junge Jüdin Hannah Rosenberg ihre Stelle als Musiklehrerin. Auf dem abgelegenen Sandnerhof findet sie ein neues Zuhause für sich und die kleine Melina, aber auch auf dem Land wird es immer gefährlicher.
Während Hannah ein Leben im Verborgenen führen muss, macht Peter Hagen, der Mann, den sie immer noch liebt, schnell Karriere im Reichsministerium. Als dem ehrgeizigen Juristen klar wird, dass er für den beruflichen Erfolg seine Seele verkauft hat, ist es fast zu spät für ihn, das Richtige zu tun …


Das Cover hat mich direkt angesprochen und sehr berührt. In meiner Vorstellung zeigt die dargestellte Szene Hannah und ihre kleine Tochter Melina. Es ist sehr herzzerreißend und man spürt die tiefe Zuneigung der beiden Personen.

Der Roman ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben und man bekommt einen detailierten Einblick in die unterschiedlichen Leben der Protagonisten zur Zeit des Nationalsozialismus. Dabei werden gekonnt geschichtliche Ereignisse mit der fiktiven Handlung des Romans verbunden.

Die Geschichte um Hannah und Melina hat mich am meisten berührt und oftmals sehr mitgenommen. Besonders zu Anfang hatte ich immer ein Gefühl der unterschwelligen Bedrohnung und dass die Gefahr für die beiden immer näher rückt.

Der Schreibstil der Autorin war sehr flüssig und gut zu lesen. Ich war von der ersten Seite an gefesselt und konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Es hat mich sehr in seinen Bann gezogen. Die Figuren werden sehr realitisch dargestellt und man fühlt sich sehr mit ihnen verbunden. Ich habe mit ihnen gelitten, gehofft und gebangt.

Ein sehr emotionales Buch, welches mich zu Tränen gerührt hat und das ich nur weiterempfehlen kann.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.05.2020

Ein bewegender Kampf um die Liebe

Wo du nicht bist
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Im Berlin der späten 20er Jahre arbeitet Irma Weckmüller als Verkäuferin im KaDeWe und sorgt allein für sich und ihre Schwester Martha. Doch Irmas Leben ändert sich grundlegend, als sie den charmanten ...

Im Berlin der späten 20er Jahre arbeitet Irma Weckmüller als Verkäuferin im KaDeWe und sorgt allein für sich und ihre Schwester Martha. Doch Irmas Leben ändert sich grundlegend, als sie den charmanten Arzt Erich Bragenheim kennenlernt. Sie fühlt sich sofort zu ihm hingezogen und kann ihr Glück kaum fassen, als Erich ihre Gefühle erwidert. Zwischen den beiden entwickelt sich eine innige und tiefe Liebe. Doch mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus sind sie schon bald ­großer Gefahr ausgesetzt, denn Erich ist Jude.



Im Rahmen einer Leserunde durfte ich den auf wahren Begebenheiten beruhenden Roman von Anke Gebert lesen.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut zu lesen. Sie erzählt gelungen eine tragische Geschichte, ohne das es zu einem kitschigen Liebesroman wird.

Die Geschichte von Irma und Erich hat mich sehr berührt und ich habe Irma für ihre Kraft und ihre Willensstärke sehr bewundert.

Sehr gut gefallen hat mir, dass am Ende noch Fotos und Abbildungen der Originaldokumente enthalten waren.

Das Ende des Buches kam mir etwas zu abrupt, ich hätte gerne noch einen Einblick in das spätere Leben von Irma erhalten.

Trotzdem erzählt dieses Buch eine unglaubliche Geschichte über die Liebe, sogar bis weit über den Tod hinaus und ich kann es nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.05.2020

Mehr Actionroman als Thriller

Die Wahrheit
5

Sie wollen die Wahrheit selbst auslöschen, jegliches Zeugnis der grausamsten Menschheitsverbrechen der Geschichte. Berühmte Bibliotheken gehen in Flammen auf, Historiker werden ermordet und Zeitzeugen ...

Sie wollen die Wahrheit selbst auslöschen, jegliches Zeugnis der grausamsten Menschheitsverbrechen der Geschichte. Berühmte Bibliotheken gehen in Flammen auf, Historiker werden ermordet und Zeitzeugen verschwinden spurlos. Maggie Costello, Ex-Mitarbeiterin des Weißen Hauses, hatte sich eigentlich eine Auszeit verordnet. Doch dann stolpert sie über Hinweise auf die Hintermänner. Sie gräbt tiefer und begibt sich damit direkt ins Visier der Verschwörer.

Im Rahmen einer Leserunde durfte ich dieses Buch vorablesen.
Der Einstieg gestaltete sich für mich etwas schwieriger, da der Schreibstil nicht so leicht zu lesen war und man sich schon sehr konzentrieren musste, um die Fülle an Informationen zu erfassen.
Des Weiteren erhält man einen wechselnden Einblick in die Geschehnisse, es wird nicht nur aus der Sicht von Maggie Castello geschrieben.
Es ist kein Buch für nebenbei, aber wenn man den Einstieg geschafft hat, weiß das Buch zu fesseln.

Beim Lesen des Buches ist mir aufgefallen, das es Teil einer Reihe ist, denn es kommen immer wieder Anspielungen zu vergangenen Ereignissen vor. Ich finde, man kann dieses Buch aber beruhigt ohne die Vorgänger lesen, denn diese Anspielungen sind eher nebensächlicher Art und haben meiner Meinung nach keinen Einfluss auf die aktuelle Handlung.

Maggie Castello als Hauptprotagonist ist sehr zielstrebig und engagiert. Mir war sie eigentlich recht sympathisch, aber leider bleibt ihr Charakter sehr oberflächlich umrissen. Dies liegt wohl vor allem daran, dass das Augenmerk mehr auf der aktuellen Handlung als auf ihr liegt.

Die Spannung im Buch kommt nicht zu kurz, aber für mich glich es eher einem Actionroman anstatt einem Thriller, da es mir doch etwas an Nervenkitzel gefehlt hat.

Das Buch ist in seiner Thematik um Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und auch Antisemitismus leider sehr brandaktuell und sendet klar eine Botschaft gegen das Vergessen.

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  • Spannung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 26.05.2020

Die verlorene Geschichte

A. S. Tory und die verlorene Geschichte
0

Eine E-Mail mit einer Adresse in Venedig, einem Foto aus den Dreißigerjahren und einer Gratulationsanzeige.
Mehr Informationen haben Sid und Chiara nicht, als sie beschließen, die Vergangenheit eines mysteriösen ...

Eine E-Mail mit einer Adresse in Venedig, einem Foto aus den Dreißigerjahren und einer Gratulationsanzeige.
Mehr Informationen haben Sid und Chiara nicht, als sie beschließen, die Vergangenheit eines mysteriösen Engländers zu enträtseln. Bei ihrer Suche landen die beiden im alten Ghetto Venedigs, im Wiener Untergrund und in Berlin-Kreuzberg. Nach und nach erforschen sie eine Biografie, die von einer ersten Jugendliebe, allerbesten Freunden, grenzenlosem Hass und Tragik erzählt. Unmerklich verwebt sich die Geschichte mit der Gegenwart und ihnen selbst. Gelingt es, das Puzzle vollständig zusammenzusetzen?
Eine spannende Reise durch die Zeit, nicht nur für Jugendliche.



Im Rahmen einer Leserunde durfte ich den Roman "A. S. Tory und die verlorene Geschichte" von S. Sagenroth lesen.

Das Cover des Buches finde ich äußerst gelungen und wirklich sehr passend zur Geschichte des Buches gewählt.

Der Schreibstil der Autorin ist das ganze Buch über sehr gut und flüssig zu lesen.

Am Anfang hatte ich ein paar kleine Startschwierigkeiten, da bei mir das Gefühl aufkam, etwas übersprungen zu haben. Beim Lesen ist mir aufgefallen, dass dieses Buch einen Vorgängerteil hat und dies hat einige Fragen bei mir aufgeworfen. Nach und nach verliert sich das aber und man kommt gut in der Geschichte voran.

Die Charaktere, Sid und Chiara waren mir sehr sympathisch und realistisch dargestellt. Sie harmonieren beide sehr gut miteinander und gleichen sich auch ein bisschen aus. Sid ist manchmal etwas zu zurückhaltend und Chiara dafür umso abenteuerlustiger und waghalsiger. Gerade wegen dieser beider Figuren, würde ich dieses Buch auch eher als Jugendbuch ansehen und nicht unbedingt als All-Age.

Manche Szenen hätte das Buch allerdings nicht gebraucht und haben es für mich ein bisschen gezogen. Besonders eine Szene zum Schluss hätte es meines Erachtens nicht gebraucht, denn diese brachte die eigentliche Handlung nicht voran.

Die Suche nach der Vergangenheit und das Verwerben mit der Gegenwart hat mir sehr gut gefallen. Besonders die Gedankenspiele zum Schluss empfand ich als sehr gelungen.

Ein Jugendroman, der einen auf eine Reise in die Vergangenheit mit nimmt.

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Veröffentlicht am 30.04.2020

Secret Protector

Secret Protector, Band 1: Tödliches Spiel
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Lukas reagiert blitzschnell, als vor seinen Augen der Bruder der Profi-Gamerin Una entführt wird. Doch nach einer wilden Verfolgungsjagd durch New Orleans entkommen die Kidnapper. Und schicken kurz darauf ...

Lukas reagiert blitzschnell, als vor seinen Augen der Bruder der Profi-Gamerin Una entführt wird. Doch nach einer wilden Verfolgungsjagd durch New Orleans entkommen die Kidnapper. Und schicken kurz darauf ihre Forderung: Una muss bei einer Gaming-Weltmeisterschaft in Dubai absichtlich verlieren – sonst stirbt ihr Bruder. Nun hängt alles an Lukas: Kann er seinem Ruf als Secret Protector gerecht werden und Unas Bruder retten?

Dieser Roman gleicht einem Actionfilm, der es weiß zu unterhalten. Im rasanten Tempo überschlagen sich manchmal die Ereignisse. Eine Actionszene reiht sich an die Nächste. In diesem Buch kommt bestimmt keine Langeweile auf.
Der Schreibstil des Autors ist klar und flüssig zu lesen. Man kann der Handlung sehr gut folgen. Dieses Buch hat keine unnötigen Längen, sondern bringt es immer direkt auf den Punkt.
Bei Lukas Crowe handelt es sich um einen sympathischen Charakter, der viele ungeahnte Talente besitzt. Leider erfährt man in diesem ersten Teil der Trilogie noch nicht viel über ihn und woher seine außerordentlichen Fähigkeiten kommen, noch was seine Beweggründe sind. Es bleiben viele Fragen offen, die einen verleiten den zweiten Teil lesen zu wollen.

*Über Vorablesen habe ich ein Leseexemplar gewonnen.

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