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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.10.2022

Verwirrend

Der Duft von Eis
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In Yoko Ogawas Buch "Der Duft von Eis" geht es um Ryoko, die mit dem Suizid von ihrem Freund Hiroyuki konfrontiert wird und dabei erkennen muss, dass er ein ganz anderer Mensch war, als sie immer gedacht ...

In Yoko Ogawas Buch "Der Duft von Eis" geht es um Ryoko, die mit dem Suizid von ihrem Freund Hiroyuki konfrontiert wird und dabei erkennen muss, dass er ein ganz anderer Mensch war, als sie immer gedacht hat.
Immer wieder entdeckt Ryoko andere fremde Seiten von Hiroyuki, sie macht sich auf eine Reise in seine Vergangenheit, um Klarheit über seinen Tod und sein Leben zu bekommen.

Dabei driftet Yoko Ogawa sehr ins Surreale ab, was mir für meinen Geschmack etwas zu viel war.
Der Beginn des Buches war für mich noch sehr mitreißend und ich wollte genauso wie Ryoko hinter die Geheimnisse von Hiroyuki kommen.
Allerdings wurde es mir wie bereits oben erwähnt, dann doch zu surreal und ich konnte mich nicht mehr so ganz auf dieses Buch einlassen. Manche Vorkommnisse ließen mich auch eher verwirrt zurück, als das sie mir Klarheit gegeben hätten.

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Veröffentlicht am 15.10.2022

Hatte mir mehr erhofft

Das St. Alex - Nachtleuchten
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Als ein großer Grey's Anatomy Fan kam ich an "Nachtleuchten" von Anne Lück natürlich nicht vorbei.

Leider muss ich sagen, dass ich mir von diesem Buch einfach mehr erhofft habe.
Das Krankenhaussetting ...

Als ein großer Grey's Anatomy Fan kam ich an "Nachtleuchten" von Anne Lück natürlich nicht vorbei.

Leider muss ich sagen, dass ich mir von diesem Buch einfach mehr erhofft habe.
Das Krankenhaussetting kam mir hier einfach viel zu kurz. Die Grey's Anatomy Vibes, die dieses Buch am Anfang noch ausgestrahlt hatte, gingen leider im Laufe der Geschichte verloren.
Die Geschichte spielte sich vorwiegend außerhalb des Krankenhauses ab.
Auch hätte ich mehr interessante und emotionale Fälle von Patienten erwartet, gerade weil Samira auf der Kinderpalliativstation arbeitet. Dies fand ich wirklich sehr schade.

Trotzdem muss ich den Schreibstil der Autorin sehr loben, dieser war angenehm flüssig und leicht zu lesen.
Auch die Charaktere, allen voran Samira und ihre Brüder waren sehr gut gezeichnet, sodass ich sie mir wirklich bildlich vorstellen konnte.
Nur Louis blieb für mich im Vergleich zu den anderen Charakteren etwas blass zurück. Und mit ihm wurde ich auch leider nicht ganz so warm. Seine Reaktion auf Samira's Geheimnis konnte ich so nicht ganz nachvollziehen, dafür standen sie für mich doch noch ganz am Anfang des Kennenlernens.

"Nachtleuchten" war im großen und ganzen eine nette Geschichte, die ich gerne gelesen habe. Doch im Vergleich mit anderen Büchern, die im Krankenhaus spielen, blieb es doch etwas zurück.

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Veröffentlicht am 02.10.2022

Süße K-Pop-Romance für Zwischendurch

More than a Star
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Seit der NXT-Reihe bin ich was K-Pop-Romance angeht, total angefixt und so kam ich natürlich auch nicht um dieses Buch herum.

"More than a Star" ist ein locker, leichtes Buch, welches einem einen Einblick ...

Seit der NXT-Reihe bin ich was K-Pop-Romance angeht, total angefixt und so kam ich natürlich auch nicht um dieses Buch herum.

"More than a Star" ist ein locker, leichtes Buch, welches einem einen Einblick in die Welt des K-Pops gewährt.

Der Schreibstil der Autorin war recht angenehm zu lesen, ich war sehr schnell in der Story drin.
Die Autorin hat es auch geschafft, mich an die Seiten zu fesseln und immer noch ein weiteres Kapitel lesen zu wollen.
Die Story an sich fand ich auch sehr gut. Die Idee, zwischen Fan und Star ist hier natürlich nicht neu. Aber ich fand sie doch sehr gut erzählt.
Für mich hätte das Buch auch noch länger sein können, denn dadurch hätte es auch noch einiges an Tiefgang gewinnen können.

Dies ist nämlich mein größter Kritikpunkt. Mir fehlte es hier sehr an Tiefgang. Angefangen bei den Charakteren bis hin zur Story allgemein.
Dieses Buch hat wirklich viel Potenzial und konnte mich auch wirklich verzaubern, aber ich hätte mir hier doch noch ein bisschen mehr gewünscht.
Wie zum Beispiel etwas über Wooyeongs Familie, wie er zur Musik kam oder auch noch ein paar Einblicke in das Leben der Band, einen Auftritt oder etwas ähnliches.
Auch hätte ich mir mehr Szenen zwischen Wooyeong und Madison gewünscht, um die tiefe Verbundenheit, die zwischen ihnen herrscht, mehr fühlen zu können.
Die Entwicklung zwischen den beiden ging mir etwas zu schnell, besonders da hier nach kürzester Zeit von großen Gefühlen die Rede war, welche ich so aber nicht nachvollziehen konnte. Es fehlte hier an ein paar prägnanten Szenen, die diese Gefühle für mich greifbar gemacht hätten.

Eine süße K-Pop-Romance für zwischendurch, die leider etwas oberflächlich bleibt.

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Veröffentlicht am 01.10.2022

Stärke und Hoffnung

Die Schwestern von Auschwitz
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"Die Schwestern von Auschwitz" basiert auf den wahren Erlebnissen der drei Schwestern Cibi, Livi und Magda. Durch ihren starken Zusammenhalt überleben sie das Grauen des Konzentrationslagers Auschwitz ...

"Die Schwestern von Auschwitz" basiert auf den wahren Erlebnissen der drei Schwestern Cibi, Livi und Magda. Durch ihren starken Zusammenhalt überleben sie das Grauen des Konzentrationslagers Auschwitz und bauen sich gemeinsam ein neues Leben in Israel auf.

Heather Morris hat einen sehr beeindruckenden Roman über diese drei Schwestern und ihre große Liebe zueinander geschaffen.
Diese Frauen haben Unerträgliches erlebt und dabei so viel Mut und Stärke bewiesen. Sie sind wahrlich beeindruckend. Eine unglaubliche Geschichte.

Einzig der Schreibstil der Autorin konnte mich manchmal nicht so ganz überzeugen. In manchen Situationen war er mir zu rational und passte in dem Augenblick nicht in die Stimmung rein, so z.B. beim Abschied von Cibi und Livi von ihrer Mutter und dem Großvater. Hier hätte ich einfach mehr Emotionen erwartet, da es doch eine sehr bedrückenden Szene war.
Und an anderen Stellen war mir der Schreibstil zu kitschig, dass es dann auch wieder nicht gepasst hatte.

Durch die enge Zusammenarbeit mit den noch lebenden Schwestern Magda und Livi ist ein doch sehr authentisches und glaubwürdiges Zeitzeugnis entstanden. Im Nachwort kommen auch ein paar der Nachkommen zu Wort, was ich auch sehr schön fand.

Ich bin froh, diese drei Schwestern über dieses Buch ein bisschen kennengelernt zu haben und das ihre Geschichte mit diesem Buch nicht in Vergessenheit gerät.

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Veröffentlicht am 25.09.2022

Gelungene Fortsetzung

Was ich nie gesagt habe
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Wie schon der Vorgänger der Gretchen-Reihe konnte mich auch "Was ich nie gesagt habe" von Susanne Abel wieder sehr in seinen Bann ziehen.

In diesem zweiten Teil widmet sich Susanne Abel der Vergangenheit ...

Wie schon der Vorgänger der Gretchen-Reihe konnte mich auch "Was ich nie gesagt habe" von Susanne Abel wieder sehr in seinen Bann ziehen.

In diesem zweiten Teil widmet sich Susanne Abel der Vergangenheit von Toms Vater Konrad und gewährt dem Leser einen Einblick in die Zeit des zweiten Weltkriegs.

Der Roman selbst ist wie auch schon der erste Teil in zwei Zeitebenen unterteilt, wobei mir die Einblicke in die Vergangenheit besser gefallen haben. Diese empfand ich auch als emotionaler und berührender.
Die Gegenwart befasst sich wieder mit Tom Monderath, der den Geheimnissen um seinen Vater Konrad näher kommt.

Zentrales Thema dieses Buches ist das Schweigen, welches sich durch das ganze Buch zieht und einen oftmals sehr bedrückend zurück lässt. Susanne Abel hat hier sehr eindrucksvoll gezeigt, wie sich ein Schweigen in der Familie durch das ganze Leben ziehen kann.

Obwohl auch dieses Buch wieder eine große Sogwirkung auf mich hatte und mich, vor allem auch durch den gelungenen und fließenden Schreibstil, an die Seiten gefesselt hat, muss ich sagen, dass mir der erste Teil der Gretchen Reihe ("Stay away from Gretchen") doch etwas besser gefallen hat und mich auch emotional mehr berührt und mitgenommen hat.

Trotzdem ist dies hier eine gelungene Fortsetzung, die ich sehr gerne gelesen habe.

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