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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.11.2018

Spannend und geheimnisvoll

Apeiron – Der geheime Bund
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Im Nachlass ihrer Eltern, die bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sind, findet Rebecca ein geheimnisvolles Amulett. Um mehr darüber in Erfahrung zu bringen, postet Rebecca zusammen mit ihrer Freundin ...

Im Nachlass ihrer Eltern, die bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sind, findet Rebecca ein geheimnisvolles Amulett. Um mehr darüber in Erfahrung zu bringen, postet Rebecca zusammen mit ihrer Freundin Kim ein Foto im Internet und setzt damit Ereignisse in Gang, die sie schon bald in Lebensgefahr bringen...

Petra Mattfeldt erzählt die spannende und mysteriöse Geschichte eines geheimen Bundes, der im HIntergrund agiert und das Weltgeschehen über die Jahrhunderte beeinflusst hat. Ein wenig fehlt es an einer Spurensuche und Hintergrundinformationen zum Bund, der Fokus liegt eher auf der Flucht der Freundinnen und der Bedrohung durch einen nebulösen Gegner. Nichtsdestotrotz ist Apeiron ein packender Roman, der den Leser gekonnt im Dunkeln tappen lässt. Lange Zeit ist unklar, welche Ziele der Bund verfolgt und wem man trauen kann.

Ein spannender und geheimnisvoller Roman, den man nur schwer aus der Hand legen kann.

Veröffentlicht am 19.11.2018

Schräg und unterhaltsam

Gork der Schreckliche
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Gork ist nicht wie die anderen Drachen an der Militärakademie WarWings. Er hat winzige Hörner, fällt gelegentlich in Ohnmacht und sein WILLE ZUR MACHT-Ranking liegt bei »Kuschelbär« – das niedrigste in ...

Gork ist nicht wie die anderen Drachen an der Militärakademie WarWings. Er hat winzige Hörner, fällt gelegentlich in Ohnmacht und sein WILLE ZUR MACHT-Ranking liegt bei »Kuschelbär« – das niedrigste in seinem Jahrgang. Seine Abschlussfeier steht kurz bevor und damit die wichtigste Entscheidung seines Lebens: Er muss einen weiblichen Drachen fragen, ob sie seine Queen sein will. Sagt sie ja, wird er mit ihr einen fremden Planeten unterwerfen und mit seinen Nachkommen bevölkern. Sagt sie nein, wird er versklavt...

Gork der Schreckliche ist ein Roman mit einem recht speziellen Humor, der nicht immer ins Schwarze trifft. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte unterhaltsam, einfallsreich und originell und zeigt Drachen einmal von einer ganz anderen Seite, wenn auch mitunter recht pubertär und derb. Es sind vor allem die fantasievollen Ideen und schrägen Momente, die einen durch die Geschichte tragen, das Buch ist ein schriller Mix aus Fantasy, Science Fiction, Coming of Age und Liebesgeschichte.

Schräg, kreativ und kurzweilig, aber sicherlich nicht jedermanns Geschmack.

Veröffentlicht am 18.11.2018

Unterhaltsamer Normandie-Krimi

Wie Madame Hortense eine Million fand und damit verschwand
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Als Putzfrau Hortense eine Million Euro im Mülleimer finden könnte sie sich mit 70 Jahren einen lang gehegten Traum erfüllen: Crêpes in Étretat in der Normandie mit Blick auf die Klippen zu essen. Doch ...

Als Putzfrau Hortense eine Million Euro im Mülleimer finden könnte sie sich mit 70 Jahren einen lang gehegten Traum erfüllen: Crêpes in Étretat in der Normandie mit Blick auf die Klippen zu essen. Doch Hortense hat Skrupel und würde das Geld am liebsten zurückgeben. Allerdings ist Kasinochef Monsieur Lecroc bereit über Leichen zu gehen, um die Million zurückzubekommen. Für Hortense und Freundin Katia heißt das: Nix wie weg.

Ricardo Salvadors Krimi erinnert mit seinen skurrilen Figuren, dem Wortwitz und der Situationskomik an eine Screwball-Komödie. Zwei ältere Damen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben und stets ehrlich waren, sind plötzlich auf der Flucht vor Gangstern, im Gepäck eine Million und ein recht bescheidener Wunsch. Ihre Gegenspieler sind exzentrisch, temperamentvoll und ein wenig einfältig, dennoch stehen sie dem ruhigen Lebensabend der Damen im Wege und es ist lange Zeit unklar, ob und wie Hortense und Katia die Situation bereinigen können.

Ein unterhaltsamer und temporeicher Krimi mit sympathischen Protagonistinnen, denen man sowohl Geld als auch Crêpes von Herzen gönnt.

Veröffentlicht am 16.11.2018

Emotionale Geschichte, eindringlich erzählt

Die Farbe von Milch
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Mary ist harte Arbeit gewöhnt, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau ...

Mary ist harte Arbeit gewöhnt, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und bekommt zum ersten Mal etwas Liebe und Fürsorge. Bis die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt...

Nell Leyshon erzählt die tragische Geschichte eines Bauernmädchens und gibt ihrer Protagonistin eine authentische Stimme. Schlicht und unverblümt erzählt Mary von den Veränderungen in ihrem Leben, den Entbehrungen und der Unterdrückung. Mary ist eine außergewöhnliche Protagonistin, trotzt fehlender Bildung ziemlich scharfsinnig, tapfer und genügsam, an deren Schicksal man automatisch Anteil nimmt und mit ihr lacht und leidet.

Ein berührender Roman, eindringlich erzählt und fesselnd bis zum Schluss.

Veröffentlicht am 15.11.2018

Spannender Krimi mit einfühlsamer Ermittlerin

Die Totensucherin
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Nach der Geburt ihrer Tochter kehrt Gemma Monroe in den Polizeidienst zurück und muss bereits an ihrem ersten Tag in einem Mordfall ermitteln. Der Autor Delaware Fuente wurde auf dem Gelände einer Privathochschule ...

Nach der Geburt ihrer Tochter kehrt Gemma Monroe in den Polizeidienst zurück und muss bereits an ihrem ersten Tag in einem Mordfall ermitteln. Der Autor Delaware Fuente wurde auf dem Gelände einer Privathochschule erstochen, bei seiner Leiche findet sich ein Zettel mit der beunruhigenden Nachtricht, dass dies erst der Anfang sei. Als einer der Lehrer verschwindet, ahnt Gemma, dass ihnen nicht viel Zeit bleibt, um den Mörder zu finden...

Die Totensucherin ist ein spannender und gut konstruierter Kriminalroman mit einer einfühlsamen Ermittlerin, die versucht Familie und Polizeiarbeit in Einklang zu bringen. Ihre Mutterrolle ist noch ungewohnt und bei den Ermittlungen muss sie erst wieder lernen, auf ihre Instinkte zu vertrauen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und wiken authentisch, die Ermittlungen sind nachvollziehbar und schlüssig. Der Kriminalfall ist gut durchdacht und realitätsnah, Emily Littlejohn lässt den Leser lange im Unklaren und lockt ihn gekonnt auf falsche Fährten.

Alles in allem ein spannender Kriminalroman mit einer sympathischen Ermittlerin, atmosphärisch dicht, überraschend und fesselnd bis zum Schluss.