Spannender Thriller mit einigen Schwächen
Erinnere dich!Seit zwanzig Jahren hat Arno nicht mehr an das ungeklärte Verschwinden seiner damaligen Freundin Maja gedacht. Ein Klassentreffen weckt jedoch Erinnerungen. Außerdem sind da die anonymen Anrufe, die Arno ...
Seit zwanzig Jahren hat Arno nicht mehr an das ungeklärte Verschwinden seiner damaligen Freundin Maja gedacht. Ein Klassentreffen weckt jedoch Erinnerungen. Außerdem sind da die anonymen Anrufe, die Arno dazu auffordern, sich zu erinnern:
Hatte er was mit Majas Verschwinden zu tun?
Trotz der vielen negativen Rezensionen zu dem Buch wollte ich ihm eine Chance geben.
Der größte Kritikpunkt war für viele die fehlende Spannung; dies empfand ich anders. Zwar ist "Erinnere dich" kein nervenaufreibender Thriller, der einen auf 300 Seiten den Atem anhalten lässt, dennoch tauchen nach und nach mehr Fragen auf; Was ist damals wirklich passiert? Kann Arno seinen eigenen Erinnerungen trauen? Wer steckt hinter den Anrufen und was hat der eigenbrödlerische Student Wolfsohn eigentlich mit der ganzen Sache zu tun? So musste ich mich keineswegs durch das Buch quälen und war doch gespannt auf die Auflösung des Ganzen.
Leider wurde es im letzten Drittel teils etwas vorhersehbar, konstruiert und unglaubwürdig. Das Ende konnte mich nicht überzeugen.
Außerdem fand ich persönlich den Schreibstil wenig ansprechend. Obwohl er sich sehr flüssig lesen lässt, ist er doch ziemlich simpel, fast plump, und strotzt nur so vor Wortwiederholungen.
Auch mit dem Protagonisten Arno wurde ich nicht richtig warm und konnte ihn bis zum Schluss nicht einschätzen. Er wirkte wenig ausgearbeitet.
Insgesamt hat das Buch also definitiv seine Schwächen, obwohl ich die Grundidee interessant finde, gerade die Frage, inwieweit Erinnerungen manipuliert werden können.