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Veröffentlicht am 20.12.2023

Die schönste Ausgabe der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens, die ich je gesehen habe.

Eine Weihnachtsgeschichte
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Vor 180 Jahren erschien die Erstausgabe der beliebten Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens.
Wer kennt ihn nicht, den alten Griesgram Ebenezer Scrooge? Er hasst die Menschen, Weihnachten ist ihm ein ...

Vor 180 Jahren erschien die Erstausgabe der beliebten Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens.
Wer kennt ihn nicht, den alten Griesgram Ebenezer Scrooge? Er hasst die Menschen, Weihnachten ist ihm ein Graus. Doch am Heiligabend erscheinen ihm drei Geister, die ihn mit auf eine Reise durch Raum und Zeit nehmen. Diese Begegnungen bringen den Geizhals Ebenezer zum Grübeln und ändern sein ganzes Leben.

Zum Geburtstag von „A Christmas Carol“ habe ich mir die neue Ausgabe von @woowbooks_verlag gegönnt. Und ich bin ja sowas von verliebt... Was für ein Schmuckstück im Bücherregal! Ich habe noch nie eine so schöne Ausgabe der Geschichte gesehen. Die Illustrationen von Lisa Aisato sind absolut großartig. Die Bilder sind so strahlend und lebendig, dass ich mich gar nicht sattsehen kann. Die berührende Geschichte von Ebenezer Scrooge erscheint hier in einer modernen Neuübersetzung von Gabriele Haefs, die sehr gelungen ist.
Ein traumhaft schönes Buch zum Lachen, zum Weinen und zum Träumen. Ein kleines Weihnachtswunder und ein #musthave im Buchregal.

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Veröffentlicht am 12.12.2023

Der dritte Fall von Franka Erdmann und Alpay Eloğlu

Die Strafe
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Eine Frau verbrennt in einem Müllkeller eines Hamburger Hochhauses. Was nach einem Unfall aussieht, weckt bei Franka und Alpay bald Zweifel. Denn schon kurz darauf verliert ein erfolgreicher Rechtsanwalt ...

Eine Frau verbrennt in einem Müllkeller eines Hamburger Hochhauses. Was nach einem Unfall aussieht, weckt bei Franka und Alpay bald Zweifel. Denn schon kurz darauf verliert ein erfolgreicher Rechtsanwalt bei einem Brand in einem Bordell auf der Reeperbahn sein Leben. Haben die Fälle miteinander zu tun? Wurden die Feuer absichtlich gelegt? Die Spur führt zu einer Gruppe Umweltaktivisten. Doch würden diese wirklich so weit gehen, um auf die drohende Klimakrise aufmerksam zu machen? Für Franka und Alpay beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die Todesfälle häufen sich.

Wie man es von Hubertus Borck kennt, beginnt der Thriller, nach einem kurzen Schocker, eher ruhig. Der Leser hat ausreichend Zeit, sich an die Ermittler und das Setting zu gewöhnen. Das macht es neuen Lesern möglich, einfach mit dem dritten Band der Reihe einzusteigen ohne die vorherigen Teile gelesen zu haben. Wobei ich persönlich mit dem ersten Fall beginnen würde.
Schon nach wenigen Kapiteln geht es aber mit den Ermittlungen rasant los und die verkohlten Leichen geben sich die Klinke in die Hand. Auch in diesem Band inszeniert der Autor einen spannenden Plot auf der Grundlage eines hochaktuellen Themas und beweist hierbei sein besonderes Gespür für die Täter. Denn das Motiv hinter den grausamen Morden sorgt für Gänsehaut und beinahe für ein wenig Verständnis. Alpay und Franka sind, trotz ihrer Ecken und Kanten, gewohnt sympathisch und es ist schön, zu lesen, wie sie sich immer weiter annähern. Gerne mehr davon, Hubertus...

Kurz: Ein weiterer spannender und gut durchdachter Thriller aus der Feder von Hubertus Borck. Mir haben die Ermittlungen mit Alpay und Franka in Hamburg wieder großen Spaß gemacht.

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Veröffentlicht am 09.12.2023

Die unglaubliche Reise eines kleinen Jungen nach Hause.

Der Weg nach Hause
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„Der Weg nach Hause“ von Sven Nordqvist – eins der wohl schönsten Kinderbücher, die ich bisher gesehen habe... wenn man es nur nach den Illustrationen beurteilt. Die Bilder sind unglaublich detailreich ...

„Der Weg nach Hause“ von Sven Nordqvist – eins der wohl schönsten Kinderbücher, die ich bisher gesehen habe... wenn man es nur nach den Illustrationen beurteilt. Die Bilder sind unglaublich detailreich und phantastisch. Es gibt so viel zu entdecken, dass sie nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene begeistern. Selten wird es dem Leser so leicht gemacht, sich in eine andere Welt zu träumen.
Wäre da nicht der Text. Die Idee hinter der Geschichte ist ganz zauberhaft. Die Umsetzung hat mich leider nicht gänzlich überzeugt. So schöne Zeichnungen hätten einen liebevolleren Text verdient. Unser kleiner Reisender begegnet gruseligen Waldtrollen, die ihn als hässlich und ekelig beschimpfen. Zwei Raben bieten ihm eine Zigarette an. Um Haaresbreite ertrinkt der arme Junge im Meer. Er wird von dem Diener der Prinzessin aus dem Fenster im oberen Stockwerk getreten und muss um sein Leben fürchten. Und zu guter Letzt jagen ihn Spielzeugpuppen durch ein Labyrinth, um ihn zu bestrafen. Natürlich trifft er auch nette Gestalten, die ihm helfen und auf seinem Weg voranbringen. Und er erlebt abenteuerliche Dinge. Trotzdem haben mich die genannten Stellen irgendwie verstört. Ich werde sie beim Vorlesen wohl etwas an meine Erwartungen anpassen müssen.
Am Ende überwiegt aber die Freude über die wunderbaren Illustrationen. Allein deshalb ist es einen Kauf wert. Man kann „Der Weg nach Hause“ ja zur Not auch einfach als reines Wimmelbuch für die Kleineren nutzen oder sich als Erwachsener an der Geschichte und den Bildern erfreuen.

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Veröffentlicht am 04.12.2023

Ein großes Lesevergnügen voller Witz, Spannung und Freundschaft

Mäc Mief und die stinkbesonderen Unterhosen
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Finns Unterhosen sind spurlos von der Wäscheleine verschwunden. Und ausgerechnet die stinkbesonderen mit Superschaf! Das kann das schottische Schaf Mäc Mief nicht auf sich beruhen lassen. Schließlich ist ...

Finns Unterhosen sind spurlos von der Wäscheleine verschwunden. Und ausgerechnet die stinkbesonderen mit Superschaf! Das kann das schottische Schaf Mäc Mief nicht auf sich beruhen lassen. Schließlich ist Finn sein Lieblingsmensch. Gemeinsam mit Hütehund Bonnie versucht Mäc Mief, den Unterhosendieb zu fassen.
Was für eine lustige Geschichte!
„Mäc Mief und die stinkbesonderen Unterhosen“ von Carola Becker wird sogar kleine Büchermuffel zum Lesen animieren. Die liebevoll gestalteten Charaktere erleben ein spannendes Abenteuer mit einem herzigen Ende. Die einfach formulierten Texte und die kurzen Kapitel sorgen für schnelle Leseerfolge und somit für mehr Spaß am Lesen. Die niedlichen Illustrationen von Ina Krabbe runden dieses tolle Kinderbuch ab.
Wir haben es sehr gerne gelesen und fühlten uns selbst wie kleine Detektive. Oft wurden wir von der Autorin auf die falsche Fährte gelockt, waren aber von der Auflösung des Falls dann ganz verzaubert. Zudem sorgte die Geschichte für den ein oder anderen Lacher. Was will man mehr?
Kurz: Diese charmante Detektivgeschichte ist ein großes Lesevergnügen voller Witz, Spannung und Freundschaft zum Vor- oder Selbstlesen.

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Veröffentlicht am 30.11.2023

Zwischen Genie und Wahnsinn liegt bekanntlich nur ein schmaler Grat...

Das Nachthaus
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Puh, was sage ich jetzt zu „Das Nachthaus“?
Erwartet habe ich einen Kriminalroman à la Jo Nesbø.
Gelesen habe ich einen Horrorroman à la Stephen King.
Kein Problem für mich – ich mag Stephen King. Dennoch ...

Puh, was sage ich jetzt zu „Das Nachthaus“?
Erwartet habe ich einen Kriminalroman à la Jo Nesbø.
Gelesen habe ich einen Horrorroman à la Stephen King.
Kein Problem für mich – ich mag Stephen King. Dennoch war die Verwirrung auf den ersten Seiten groß und ich war kurz davor, das Buch abzubrechen.
Zum Glück habe ich mich aber dazu durchgerungen, dem Gruselschinken noch eine Chance zu geben. Denn zumindest der Mittelteil ist Unterhaltung auf ganz hohem Niveau.
Ich will gar nicht zu sehr ins Detail gehen, denn ich möchte niemandem die Überraschung verderben, aber an Folgendes musste ich beim Lesen zwangsläufig denken: Stephen Kings „Es“, Franz Kafkas „Die Verwandlung“, Sebastian Fitzeks „Die Einladung“, an den Film "The Black Phone" und an Tom Vorlost Riddle aus „Harry Potter“. Es wird also mystisch, böse und komplett abgedreht.

Aber jetzt erstmal zum Inhalt:
In der Kleinstadt Ballantyne verschwindet ein Jugendlicher. Der Schuldige ist schnell gefunden: Sein Mitschüler Richard, denn er hat den Vermissten zuletzt gesehen. Doch dieser beteuert seine Unschuld und erzählt eine ungeheuerliche Geschichte, die keinen, der bei klarem Verstand ist, überzeugen kann. Richard ist gezwungen selbst herauszufinden, was in jener Nacht wirklich geschah. Seine Suche führt ihn auf die dunkle Seite von Ballantyne – ins Nachthaus.

Und wie hat mir „Das Nachthaus“ nun gefallen?
Der Anfang war holprig, dafür war der Mittelteil genial. Und obwohl das Ende gut durchdacht und schlau inszeniert war, hat es mich irgendwie etwas enttäuscht. (Die Erklärung würde spoilern). Ein durchwachsenes Lesevergnügen also. Dennoch bereue ich nicht, diese verrückte Geschichte gelesen zu haben.

Kurz: Ist „Das Nachthaus“ nun ein Meisterwerk oder totaler Schwachsinn? Ich kann mich nicht entscheiden. Aber zwischen Genie und Wahnsinn liegt ja bekanntlich nur ein schmaler Grat...

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