Das Buch „Italien – unsere Liebe“ entführt uns nach Italien, das Land, in dem wir gerne unseren Urlaub verbringen, den sonnigen Strand, Gelato und das gute Essen genießen.
Jede Seite des Buches erinnert ...
Das Buch „Italien – unsere Liebe“ entführt uns nach Italien, das Land, in dem wir gerne unseren Urlaub verbringen, den sonnigen Strand, Gelato und das gute Essen genießen.
Jede Seite des Buches erinnert an die sonnigen unbeschwerten Urlaubstage in diesem wundervollen Land. Dazu tragen auch unzählige bunte Fotos bei, die die schönsten Plätze des Landes zeigen.
Der Autor des Buches Stefan Maiwald, ein Italienkenner und Verfasser mehrerer Bücher über Italien, schwelgt selbst in den Erinnerungen an die ersten Italienurlaube, erzählt über die besondere Faszination, die vom Land, den Menschen und ihren Traditionen ausgeht. Gekonnt vermittelt er das besondere Gefühl auf jeder Seite des interessanten Buches, in dem man außerdem zahlreiche Rezepte der klassischen italienischen Küche findet.
Hannes war ein ungewöhnliches Kind: ein Baby, das nie schrie, später immer still und viel zu ruhig für sein Alter. In der Kindheit und auch im Schulalter blieb Hannes schweigsam, ein Einzelgänger, langsam, ...
Hannes war ein ungewöhnliches Kind: ein Baby, das nie schrie, später immer still und viel zu ruhig für sein Alter. In der Kindheit und auch im Schulalter blieb Hannes schweigsam, ein Einzelgänger, langsam, verträumt. Bemerkenswert jedoch waren sein exzellentes Hörvermögen und seine starke Reaktion auf alle Geräusche, vor allem auf die aus der Natur.
Hannes hatte keine Freunde. Seine einzige Freundin war Polina, die ihm bei der Geburt sozusagen in die Wiege gelegt wurde. Beide Kinder kamen fast gleichzeitig in der gleichen Klinik zur Welt, ihre beiden alleinstehenden Mütter wurden zu engen Freundinnen.
„Hannes Pragers erstes Wort war Mama, sein zweites Wort war Mahler.“ (34)
Seine Liebe zur Musik und sein Talent wurden zufällig entdeckt. Mit achteinhalb Jahren versteckt sich Hannes aus Angst vor einem starken Herbstgewitter in einem alten Klavier, erforscht das Instrument und beginnt darauf zu spielen. Heinrich Hildebrandt, bei dem Hannes und seiner Mutter wohnten, erkennt sein Talent und bringt dem Jungen das Klavierspielen bei.
Er spielt für Polina, das Mädchen, in das er sich verliebt hat. Für Polina komponierte er auch seine erste Klaviersonate. „Hannes wusste, er könnte ihr alles sagen, viel besser als mit Worten, wenn er ihr nur ihre Melodie vorspielte.“ (64)
Irgendwann trennen sich die Wege von Hannes und Polina. Nach einigen Schicksalsschlägen und jahrelanger Trennung versucht Hannes seine Freundin Polina mit der Melodie zu erreichen.
„Für Polina“ ist eine wunderschöne Geschichte, leise erzählt und doch fürs Herzklopfen und einige Tränen der Rührung beim Lesen verantwortlich. Denn das Schicksal des begabten Klavierspielers und Komponisten Hannes Prager, bewegt und berührt. Seine starke Liebe zu Polina und zur Musik bestimmen sein Leben, das von schweren Schicksalsschlägen nicht verschont bleibt.
Auch die übrigen Charaktere, liebevoll vom Autor gezeichnet, sind sehr interessant und spielen eine wichtige Rolle in der Geschichte. Ob es der alte Hildebrandt „mit dem Gletscherherz“, das Kinder zu Schmelzen bringen konnten, Hannes tapfere Mutter oder später sein verständnisvoller kluger Freund Bosch– sie alle wachsen einem ans Herz.
Wie in einer instrumentalen Sonate lässt der Autor die unterschiedlichen Etappen Hannes Lebens-
und Liebesgeschichte in drei Romanteilen erklingen, wobei das Finale – der 3.Teil- wie ein Märchen ausklingt.
Sehr gerne habe ich diese wunderschöne Liebesgeschichte gelesen. Sie ist wie ein Märchen: wunderschön erzählt, zu Tränen rührend, voller Liebe und Hoffnung. Unbedingt lesen!
Berns Kestlers` Brioche – Der Strickkurs für Patentmuster in Runden mit 24 Projekten
Das neue Buch von Bernd Kestler bietet allen, die gerne stricken und ihre Kenntnisse erweitern wollen, einen Strickkurs ...
Berns Kestlers` Brioche – Der Strickkurs für Patentmuster in Runden mit 24 Projekten
Das neue Buch von Bernd Kestler bietet allen, die gerne stricken und ihre Kenntnisse erweitern wollen, einen Strickkurs für Patentmuster.
Gleich im ersten Kapitel des Buches erklärt der Autor die Grundtechnik des Patent- oder anders genannt Brioche-Strickens. Jeder einzelne Schritt des Vorgangs wurde genau beschrieben, mit detaillierten Illustrationen und farbigen Fotos ergänzt. Anhand dieser Informationen kann man jeden einzelnen Vorgang leicht nacharbeiten.
Das einfarbige Brioche-Stricken ist eigentlich relativ leicht. Der Autor erklärt auch, wie man die Patentmuster mehrfarbig stricken kann, erklärt genau Zu- und Abnahmen und Abketten. Auch wenn mal eine Masche verlorengehen sollte, hat er dafür einen Rat.
Mit diesen Tipps fällt das Erlernen dieser schönen Stricktechnik sehr leicht.
Die auf diese Weise erworbene Strickkenntnisse kann man gleich im Anschluss ausprobieren. Zur Auswahl stehen verschiedene Muster und Projekte, die nach Schwierigkeitsgrad angeordnet sind.
Gekonnt teilt der Strick-Sensei Bernd Kestler in dem Buch sein Fachwissen und die Liebe zum Stricken mit.
Der Psychologe Dr. Benedict Prince behandelt in der The Abbey Schlafklinik die prominente Patientin Anna O., die sich seit vier Jahren im Dauerschlaf befindet. Damals hat man die schlafende Anna neben ...
Der Psychologe Dr. Benedict Prince behandelt in der The Abbey Schlafklinik die prominente Patientin Anna O., die sich seit vier Jahren im Dauerschlaf befindet. Damals hat man die schlafende Anna neben zwei ihrer besten Freunde gefunden, die mit einem Messer erstochen wurden. Anna, mit blutverschmierter Kleidung, hielt die Tatwaffe: ein Küchenmesser, in der Hand. Hat sie damals ihre Freunde ermordet?
Die Verdächtige Anna ist Schlafwanderin, hat sie die Tat während Schlafwandeln ausgeübt? Dr. Prince ist überzeugt Anna aus dem Tiefschlaf wecken zu können. Sein Vorhaben wurde vom Justizministerium unterstützt.
„Wir weiden uns zwar an Geschichten über Menschen wie du und ich, sind aber überzeugt davon, dass wir selbst ganz anders sind. Im Schlaf jedoch sind wir alle gleich.“ (7)
Den außergewöhnlichen Fall von Anna O. fand ich sehr interessant. Genauso wie die Erklärungen über Schlaf, Schlafwandeln und das lebensbedrohliche Resignationssyndrom. Annas mysteriöser Dauerschlaf und ihre Probleme als Schlafwandlerin erschüttern, ebenso wie der ungeklärte Mord vor vier Jahren, der während einer privaten Veranstaltung, an der insgesamt acht Personen teilnahmen, ausgeübt worden ist.
Der Anfang der Geschichte ist sehr spannend; man zweifelt an Annas Schuld und bedauert ihr Zustand. Die Zweifel an Annas Schuld wurden durch unzählige überraschende Wendungen untermauert, umso mehr, weil auch anderen potenziellen Täter ins Spiel gebracht wurden. Auch Dr. Prince fühlt sich seit einiger Zeit beobachtet und bedroht.
Doch die anfängliche Spannung lässt kontinuierlich nach, zerfließt in einer trägen Erzählung und in unzähligen ausführlichen Exkursionen in das Thema „Schlaf und Verbrechen“. Einige Erklärungen zu diesem Thema werden öfters zitiert.
Der Mordfall wird zum Schluss aufgeklärt. Die Lösung des Falles hat mich sehr überrascht und, leider, nicht vollkommen überzeugt. Dem Autor hätte ich gerne noch einige Fragen dazu gestellt.
Fazit: Anna O. ist ein Thriller zum interessanten psychologischen Thema. Die Handlung mit den vielseitigen Konflikten und das überraschende Finale wirken jedoch etwas konstruiert.
Ihren Roman „Nostalgia Siciliana“ widmet Patrizia Di Stefano dem geliebten Vater, der Anfang 60er Jahre aus Sizilien nach Deutschland kam. Als junger Mann mit bestandener Matura´ sollte er in seiner Heimat ...
Ihren Roman „Nostalgia Siciliana“ widmet Patrizia Di Stefano dem geliebten Vater, der Anfang 60er Jahre aus Sizilien nach Deutschland kam. Als junger Mann mit bestandener Matura´ sollte er in seiner Heimat Priester werden und dem Gott dienen, doch Gianni hat andere Pläne für sein Leben. Er will arbeiten und Familie gründen, er will glücklich sein.
Das Leben im kalten Deutschland ist hart, die Sprache – fremd, das Essen und vor allem der Kaffee – gewöhnungsbedürftig. Giannis Sehnsucht nach Sizilien ist groß, doch er gibt nicht auf. Mit seiner Frau Carla und beiden Kindern besucht er jedes Jahr seine alte Heimat. Die Kontakte mit der sizilianischen Verwandtschaft bleiben jedoch nach Giannis plötzlichen Tod aus.
Erst 26 Jahre später, nach dem Tod ihres Onkels, fliegt Giannis Tochter Tita nach Sizilien, um dort Erbschaftsangelegenheiten zu regeln. Sizilien mit dem Landgut der Familie, die Freunde und Verwandte -alle lassen sie herzlich willkommen. Titas Erinnerungen an die glückliche Sommerzeit in ihrer Kindheit wurden wieder wach.
Die ganze Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten. Patrizia Di Stefano erzählt in dem Roman über ihren Vater, der zwar seine Lebensträume verwirklichen konnte, doch dafür einen hohen Preis bezahlen musste. Es war die schmerzvolle Sehnsucht nach der alten Heimat Sizilien, nach seiner Familie und Freunden, die er verlassen hatte; die ihm das sonst glückliche Leben in Deutschland betrübt hatte.
Die Liebe zu Sizilien hat er seiner Tochter Tita vererbt; auch sie betrachtet die Insel und die Menschen dort wie ihre Familie, wie ihre Heimat.
Im Buch wandern wir zusammen mit Tita durch den malerischen Ort Magni, fasziniert von den bildhaften Beschreibungen der Gegend, bezaubert von den vielen Farben und Gerüchen der Insel. Aber auch Siziliens unschönen Seiten kennt die Autorin und kann darüber wahrheitsgemäß erzählen: „Genau das war Sizilien (...) Das Hässliche und das Schöne. Immer dicht beisammen. Nirgends nur schön oder nur hässlich. Niemals nur fröhlich, immer auch ein bisschen traurig.“ (24)
Der Roman erzählt nicht nur die Geschichte Patrizias Vaters Giovanni Di Stefano, der von einem einfachen Gastarbeiter zum Berliner Pizzakönig wurde. Die Autorin bringt uns auch die vielseitige Sizilien etwas näher und weckt Sehnsüchte nach unbeschwerten Sommertagen am Mittelmeer.
Eine stimmungsvolle und gleichzeitig eine tiefsinnige Lektüre. Lesenswert!