Abwechslungsreiche und teils sehr spannende Kurzgeschichten
Ihr wollt es dunklerInhalt:
Nach einer außerweltlichen Begegnung in den Wäldern von Maine machen zwei Freunde urplötzlich große Karriere; ihr Geheimnis nehmen sie mit in den Tod. Danny träumt von einer Leiche, die er dann ...
Inhalt:
Nach einer außerweltlichen Begegnung in den Wäldern von Maine machen zwei Freunde urplötzlich große Karriere; ihr Geheimnis nehmen sie mit in den Tod. Danny träumt von einer Leiche, die er dann tatsächlich findet; in den Augen der Polizei kann nur er der Mörder sein. Vic macht Ferien in Florida, wo er eine verschrobene alte Frau kennenlernt; eine Bekanntschaft, die in einem Horrorstrudel endet. Das sind nur drei von zwölf neuen Storys, die Stephen King in Ihr wollt es dunkler versammelt – viele Genres umspannende Geschichten über das gegenwärtige Amerika, über finstere Mächte und existenzielle Fragen.
Meine Meinung:
"Ihr wollt es dunkler" von Stephen King ist ein Sammelband mit 12 Kurzgeschichten.
Für mich war es nun das zweite Mal, dass ich eine Kurzgeschichten-Sammlung (die erste war "Sunset") gelesen habe, sonst lese ich immer die Romane und Thriller von Stephen King.
Insgesamt kann ich sagen, dass die Geschichten überwiegend spannend und abwechslungsreich sind.
Es handelt sich nicht bei allen um Horrorgeschichten, aber das war für mich nicht problematisch, da ich so gut wie alle Genres gerne lese. Teilweise gab es hier auch Fantasy und Science Fiction.
Kings Schreibstil ist wie gewohnt sehr flüssig und angenehm zu lesen. Die Seiten fliegen nur so dahin und man hat schnell eine Geschichte durch.
Am besten haben mir allerdings die etwas längeren Geschichten wie "Danny Coughlin böser Traum", "Klapperschlangen", "Die Träumenden" und "Der Antwortmann" gefallen. Da habe ich teilweise richtig mitgefiebert. Auch "Zwei begnadete Burschen", "Auf der Slide Inn Road" und "Ein Fachmann für Turbulenzen" fand ich überzeugend.
"Der fünfte Schritt" war sehr kurz und für mich sehr vorhersehbar, aber dennoch ganz okay.
"Willie der Wirrkopf" und "Finn" waren für meinen Geschmack auch zu kurz und eher mittelmäßig.
Nicht überzeugen konnten mich leider "Das rote Display" und "Laurie".
Ich habe während des Lesens Mutmaßungen darüber angestellt, in welche Richtungen sich die Storys entwickeln könnten. Teilweise lag ich richtig, manches war dagegen anders als erwartet. Diese Abwechslung hat mir ganz gut gefallen. Zudem könnte ich mir vorstellen, dass manche Geschichten, wie z.B. "Die Träumenden" Potenzial für mehr bieten und daraus noch Fortsetzungen entstehen könnten.
Insgesamt hat mir das Buch vor allem wegen der längeren Geschichten gut gefallen.
Fazit:
Ich kann diese Kurzgeschichtensammlung von Stephen King vor allem denjenigen Lesern empfehlen, die nicht nur Horrorgeschichten mögen, sondern offen für eine breite Vielfalt sind. Von der Länge her ist auf jeden Fall für jeden Geschmack etwas dabei und es ist abwechslungsreich. Dennoch bleiben meine Lieblingsbücher eher die Romane und Thriller von King.