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Veröffentlicht am 19.08.2020

Ein spannender Reihenauftakt

Elbendunkel 1: Kein Weg zurück
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Inhalt:
Im Jahr 2044 ist San Francisco von Unruhen zwischen Menschen und Elben geprägt. Als Upperclass-Mädchen und Tochter des Chefs der Elbensicherheitsbehörde, der gewaltsam gegen Elben vorgeht, führt ...

Inhalt:
Im Jahr 2044 ist San Francisco von Unruhen zwischen Menschen und Elben geprägt. Als Upperclass-Mädchen und Tochter des Chefs der Elbensicherheitsbehörde, der gewaltsam gegen Elben vorgeht, führt Luz ein unbeschwertes Leben – bis zu dem Tag, als sie heimlich das Elben-Ghetto betritt. Luz ist fasziniert von der Untergrundgemeinde, vor allem aber von Darel, der mit einem regimekritischen Poetry-Slam auf der Bühne steht. Doch die Vorstellung wird von einer Razzia ihres Vaters gesprengt und Luz landet ohne sein Wissen als Gefangene auf dem Revier. Dort wird ein Geheimnis aufgedeckt, das Luz auf der Stelle zur Flucht vor ihrem Vater zwingt. Darel hilft ihr dabei. Allerdings verfolgt er seine ganz eigenen Ziele …

Meine Meinung:
Nachdem ich schon die Chosen-Dilogie von Rena Fischer gelesen habe, war ich sehr gespannt auf ihre neue Veröffentlichung und habe dem Buch richtig entgegengefiebert.
Die hohen Erwartungen wurden auf keinen Fall enttäuscht.

Mit "Elbendunkel 1. Kein Weg zurück" eröffnet die Autorin eine dystopische Fantasy-Reihe, die einen völlig in den Bann zieht.

Die Kapitel sind mit meist 4-10 Seiten relativ kurz. So kommt es, dass man immer noch schnell eines anhängen will und am Ende dann viel mehr Seiten liest, als man sich vorgenommen hat. Die einzelnen Kapitel werden aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Man bekommt hier Luz', Darels und Nialls Geschichten mit. Mal überschneiden sich die Erzählstränge, mal erfährt man durch diese Erzählweise, was an verschiedenen Orten passiert.
Das führt dazu, dass der Leser natürlich mehr weiß als die drei Hauptpersonen. Dennoch bleibt es besonders spannend.
Ich wurde hier das ein oder andere Mal sehr überrascht.

Neben diesen drei Hauptcharakteren kommen noch eine Reihe von anderen Figuren vor. Da es sehr viele sind, ist es hilfreich, in das Personenverzeichnis am Ende des Buches zu schauen, falls man den Überblick verlieren sollte. In diesem Buch gibt es wirklich sehr viele verschiedene Figuren, die sich in Aussehen und vom Charakter so sehr unterscheiden, dass sicherlich für jeden Leser eine Person dabei sein wird, mit der er besonders mitfiebert. Alle werden so gut beschrieben, dass man sie sich ganz genau vorstellen kann.

Diese bildhaften Beschreibungen der Autorin sorgen dafür, dass man sich mitten im Geschehen fühlt. Es ist, als würde ein Film vor den Augen ablaufen.
Besonders gut ist dies auch bei den verschiedenen Schauplätzen gelungen. Mir hat es richtig gut gefallen, dass man nicht überwiegend an ein oder zwei Orten bleibt, sondern nach und nach immer mehr von der dystopischen Welt kennenlernt und gemeinsam mit den Charakteren weiterzieht.

Es gibt in dieser Geschichte einige Wendungen, die mich sehr überrascht und staunen lassen haben. Das ist wirklich gut gelungen.
Das Ende lässt mich darauf hoffen, dass möglichst bald der nächste Band erscheinen wird, denn ich möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Fazit:
Dieser Auftakt der Elbendunkel-Reihe von Rena Fischer überzeugt auf ganzer Linie mit tollen und sehr verschiedenen Charakteren, bildhaften Beschreibungen, vielen Schauplätzen, überraschenden Wendungen und enorm viel Spannung.
Ich kann dieses Buch auf alle Fälle weiterempfehlen.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.07.2020

Eine sehr packende Auswanderungssaga zur Zeit des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges

Die Küste der Freiheit
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Inhalt:
1775: Als ihr geliebter Lorenz mit seinem Regiment nach Amerika in den Krieg geschickt wird, ist Anna zutiefst verzweifelt. So verzweifelt, dass sie sich als Schuldmagd in die amerikanischen Kolonien ...

Inhalt:
1775: Als ihr geliebter Lorenz mit seinem Regiment nach Amerika in den Krieg geschickt wird, ist Anna zutiefst verzweifelt. So verzweifelt, dass sie sich als Schuldmagd in die amerikanischen Kolonien verkauft. Bald schon findet sie sich mit zahlreichen anderen Auswanderern auf einem Schiff in die Neue Welt wieder. Doch der Weg in die Freiheit und zur Liebe ist weit ...

Meine Meinung:
Das Buch ist sehr schön und übersichtlich gestaltet.
Vorne im Buchdeckel befindet sich eine Karte des "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation" zur Zeit des endenden 18. Jahrhunderts, hinten im Buchdeckel werden auf einer Karte die 13 amerikanischen Kolonien dargestellt. So hat man direkt einen Überblick, wo die Geschichte spielt und kann dort auch immer wieder nachschauen.
Die große Auswanderungssaga, die über 800 Seiten umfasst, ist in 5 Teile gegliedert, die jeweils noch in mehrere einzelne Kapitel unterteilt sind.

Die Geschichte wird in 3. Person aus der Sicht von mehreren Personen geschildert. Dies sind vor allem die zwei Hauptprotagonisten Anna und Lorenz, aber auch die Perspektiven einiger Nebencharaktere (wie ein Soldat von Lorenz, eine Sklavin oder ein Priester) werden geschildert, sodass man gleich die Gedanken, Gefühle und Antriebe sehr vieler Personen kennenlernt und die Geschichte von mehreren Strängen her wahrnimmt, die sich nach und nach oder immer wieder zwischendurch miteinander verwoben werden. Das macht das Ganze sehr interessant.
Schön ist auch, dass man dadurch sehr gut mit den Charakteren mitfühlen und mitfiebern kann.
Der Schreibstil ist locker leicht und sehr flüssig zu lesen. Ich hätte das Buch am liebsten kaum aus den Händen gelegt.

Man lernt verschiedene Umstände zur Zeit des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges kennen. Neben den kriegerischen Ereignissen erfährt man auch etwas über die Glaubensrichtungen und den Handel mit Sklaven und Schuldmägden.
In diesem Umfeld entwickelt sich die Liebesgeschichte zwischen Lorenz und Anna, die aus völlig unterschiedlichen Ständen kommen und daher eigentlich nie zueinander finden sollten.
Das Buch bedient somit viele verschiedene Themen, die sehr gut recherchiert und spannend dargestellt sind.

Am Ende des Buches befindet sich noch ein Glossar mit Begriffen, die in dieser Geschichte vorkommen und für das Verständnis des Lesers hilfreich sein können. Desweiteren folgt eine Vorstellung von historischen Persönlichkeiten, die für die Romanhandlung bedeutend sind.
Zuallerletzt bekommt man noch Reise- und Stöbertipps, falls man sich auf die Spuren von Lorenz und Anna machen möchte. Eine sehr schöne Idee.

Fazit:
Mir hat die Auswanderungssaga von Maria W. Peter sehr gut gefallen. Es werden viele verschiedene Themen angesprochen und schön in einer Liebesgeschichte verpackt.
Für mich war die Thematik des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges völlig neu und ich bin sehr überrascht, wie gut ich unterhalten wurde und wie spannend das Buch war.

  • Einzelne Kategorien
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.07.2020

Ein sehr gelungener Auftakt zur Provinzkrimi-Reihe

Prost, auf die Wirtin
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Inhalt:
Der Auftakt zur Provinzkrimi-Reihe von Bestseller- und #1-Kindle-Humor-Autor Friedrich Kalpenstein

»Zefix! Immer, wenn es am ungünstigsten ist, werden die Leut’ umgebracht!« Ausgerechnet am Sonntag ...

Inhalt:
Der Auftakt zur Provinzkrimi-Reihe von Bestseller- und #1-Kindle-Humor-Autor Friedrich Kalpenstein

»Zefix! Immer, wenn es am ungünstigsten ist, werden die Leut’ umgebracht!« Ausgerechnet am Sonntag wird die Wirtin des idyllischen Orts Brunngries im nahe gelegenen Wäldchen tot aufgefunden. Hauptkommissar Tischler, soeben aus München in die Chiemgauer Alpen versetzt, nimmt die Ermittlungen auf. Als Stadtmensch bekommt er es auf einmal mit kauzigen, aber herzlichen Ur-Bayern zu tun. Damit nicht genug, hält ihn Polizeiobermeister Fink mit seiner übereifrigen Art auf Trab.

Je tiefer der Kommissar in die vermeintliche Dorfidylle eintaucht, umso klarer wird es, dass sich hinter der freundlichen Fassade des Ferienortes noch sehr viel mehr verbirgt.

Meine Meinung:
"Prost, auf die Wirtin" von Friedrich Kalpenstein ist ein sehr gelungener Auftakt zu seiner Provinzkrimi-Reihe.
Ich habe bisher fast jedes Buch des Autors gelesen und bin besonders von seiner humorvollen Herbert-Reihe begeistert. Da habe ich mich natürlich gefragt, ob dieser Krimi mich genauso überzeugen kann. Keine Frage, er kann es auf alle Fälle.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, denn er ist flüssig und leicht zu lesen.
Besonders gut hat mir gefallen, dass hier auch Dialekt vorkommt. Das macht das ganze nochmal viel authentischer.

Ich war von der ersten Seite an mittendrin im Geschehen und habe gerätselt, wer hinter dem Mord stecken könnte. Und eines kann ich sagen: Ich habe wirklich so einige Personen verdächtigt und bin sicherlich auch mal auf die ein oder andere falsche Fährte hereingefallen. Für mich blieb es bis zum Ende spannend und ich bin erst kurz vor der Auflösung darauf gekommen, wer hinter all dem steckt. Aber all die Zusammenhänge blieben mir bis zum Schluss ein Rätsel.

Auch der Humor bleibt in diesem Krimi nicht auf der Strecke. Immer wieder gibt es amüsante Szenen, die einen schmunzeln lassen und für kleine Erheiterungen sorgen.

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich. Von Tischler und Fink bekommt man einen sehr guten Eindruck. Man kann sie sich ganz genau vorstellen und beide sind sympathisch. Auch in das Privatleben der beiden bekommt man gelegentlich einige Einblicke.

Am Ende gibt es zu einigen der Figuren nochmal einen kleinen Einblick, der neugierig auf den nächsten Krimi macht. Hier steckt noch viel Potenzial drin, das es zu entdecken gilt.

Fazit:
Für mich war dieser Krimi eine perfekte Mischung aus Spannung, Humor und bayerischer Schein-Idylle. Ich hoffe, dass es bald einen neuen Fall für Tischler und Fink gibt. Das Buch kann ich auf alle Fälle weiterempfehlen.

  • Einzelne Kategorien
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.07.2020

Ein sehr guter historischer Kriegsroman über den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71

Eine Liebe zwischen den Fronten
3

Inhalt:
Berlin, 1870: Die Französin Madeleine und der junge deutsche Arzt Paul feiern gerade ihre Verlobung, als eine schreckliche Nachricht ihre Pläne durchkreuzt: Zwischen Preußen und dem Französischen ...

Inhalt:
Berlin, 1870: Die Französin Madeleine und der junge deutsche Arzt Paul feiern gerade ihre Verlobung, als eine schreckliche Nachricht ihre Pläne durchkreuzt: Zwischen Preußen und dem Französischen Kaiserreich ist der Krieg ausgebrochen. Überstürzt brechen Madeleine und ihr Vater in ihre Heimatstadt Metz auf. Paul muss als preußischer Militärarzt zurück zu seinem Regiment nach Coblenz. Von nun an Feinde zu sein und auf unterschiedlichen Seiten zu stehen, ist für Paul und Madeleine unerträglich. Kann ihre Liebe den Krieg überstehen?

Packender historischer Roman über das Schicksal dreier Familien, die der Deutsch-Französische Krieg auseinanderreißt.

Mit vielen Schauplätzen in Deutschland, Lothringen & dem Elsass.

Meine Meinung:
"Eine Liebe zwischen den Fronten" von Maria W. Peter ist ein sehr guter historischer Kriegsroman über den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71.
Mich hat dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen.

Zu Beginn des Buches befindet sich eine Karte, auf der man all die zahlreichen Schauplätze eingezeichnet sieht und die es dem Leser leichter macht, den Überblick zu behalten.

Dann geht es auch schon los. Man ist direkt mitten im Geschehen und erlebt die Verlobung von dem deutschen Arzt Paul und der Französin Madeleine mit, als die beiden durch die schreckliche Botschaft, dass zwischen ihren beiden Ländern der Krieg ausgebrochen ist, auseinander gerissen werden.

Zu Beginn der einzelnen Kapitel wird immer der Ort genannt, an dem man sich gerade befindet, sowie das passende Datum. Das sorgt dafür, dass man ganz genau weiß, was gerade wo passiert.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge, sodass man immer mal noch schnell eines lesen kann.

Der Schreibstil von Maria W. Peter ist angenehm und flüssig zu lesen.
Besonders gut hat mir auch gefallen, dass die Autorin großen Wert darauf zu legen scheint, dass all das Geschehen sehr authentisch herüberkommt.
Es werden Dialekte verwendet und auch algerische bzw. arabische und französische Sprache kommt vor. Meist klärt sich die Bedeutung schon direkt im Buchtext, aber am Ende des Buches ist zudem auch noch eine Übersicht über die fremdsprachlichen Wendungen, die hier verwendet wurden, und deren Bedeutung.

Die Beschreibungen der Charaktere und Schauplätze sind so gut gelungen, dass man alles ganz klar vor Augen hat. Ich habe mich gefühlt, als würde ich einen Film anschauen, da ich mir alles ganz genau vorstellen konnte.

Madeleine ist wirklich ein beeindruckender Charakter. Sie ist mutig und tapfer, setzt sich für andere ein, ist hilfsbereit und denkt immer zuerst an das Wohl der anderen, bevor sie an sich denkt. Da kommt es auch des Öfteren vor, dass sie sich in Gefahr begibt.
Mit ihr konnte ich ganz besonders gut mitfühlen und mitfiebern. Ihre Handlungen und Entscheidungen konnte ich zu jedem Zeitpunkt absolut nachvollziehen und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen.

Auch Paul ist eine Figur, die in diesem Krieg einiges mitmachen muss und das ein oder andere Mal Entscheidungen trifft, die ihn selbst in Gefahr bringen, um anderen zu helfen. Auch mit ihm konnte ich sehr gut mitfiebern.
Es ist, als wären die beiden füreinander geschaffen und man hofft die ganze Zeit, dass sie durch den Krieg nicht auf Dauer getrennt werden, sondern irgendwann wieder zueinander finden werden.

Eine weitere Figur, die in diesem Buch sehr im Gedächtnis bleibt, ist Madeleines Bruder Clément. Er ist hin und her gerissen und man wünscht sich so sehr für ihn, dass er irgendwann auf den richtigen Weg finden wird. Es ist besonders spannend, seine Entwicklungen mitzuerleben und ihn auf seinem Weg zu begleiten, auch wenn er nicht gerade der größte Sympathieträger sein mag.

Und dann gibt es noch Djamila, das algerische Dienstmädchen von Madeleines Mutter, sowie ihren Bruder Karim, der als Soldat mit in den Krieg ziehen muss. Auch deren Schicksale sind besonders interessant und man ist gespannt, was aus ihnen wird und wohin all die Geschehnisse sie letzten Endes führen werden.

Somit hält das Buch neben einigen Einzelschicksalen, die alle in gewisser Weise miteinander verwoben sind und schon für sich allein sehr viel Potenzial bieten, einiges bereit. Denn man erfährt all die Hintergründe und Geschehnisse des Krieges aus den Jahren 1870/71.
Hierbei merkt man ganz besonders, dass die Autorin unheimlich gut recherchiert hat. All dies wird einem durch die dramatischen und spannenden Schicksale der vielen Figuren nahegebracht. Man lernt hier wirklich einiges.

Die Geschichte hält einige dramatische Wendepunkte bereit und man kommt als Leser nie zu einer Verschnaufpause. Immer passiert etwas, mit dem man nicht gerechnet hat, und man muss einfach weiterlesen.
Für mich war es von der ersten bis zur letzten Seite absolut fesselnd.

Am Ende des Buches befindet sich noch ein langes Nachwort, das die damaligen Begebenheiten noch einmal näher erläutert. Zudem folgt auch ein umfangreiches Glossar sowie ein ausführliches Personenverzeichnis. Man kann also immer mal wieder hinten nachschauen, wenn einem etwas unklar ist.
Auch anhand der Danksagung, in der Maria W. Peter einigen Professoren und vielen anderen Personen ihren Dank ausspricht, merkt man, dass hinter diesem Buch unheimlich viel Recherche steckt.
Zuletzt sind noch zahlreiche Reise- und Stöbertipps für die Schauplätze vorhanden.

Fazit:
Mir hat "Eine Liebe zwischen den Fronten" von Maria W. Peter sehr gut gefallen, da es ein sehr gut recherchierter Kriegsroman ist, der einen in die Zeit von 1870/71 mitnimmt und dem Leser all die damaligen Ereignisse anhand der Schicksale von drei Familien nahebringt. Es ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend und verbindet Drama, Freundschaft und Liebe miteinander.
Ich kann dieses Buch auf alle Fälle weiterempfehlen.

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  • Thema
  • Erzählstil
  • Figuren
Veröffentlicht am 10.07.2020

Eine schöne und sehr berührende Liebesgeschichte

Als ob du mich liebst
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Inhalt:
Herzzerreißend, prickelnd und dramatisch.
Tu so, als ob du mich liebst – so lautet der Deal.Nichts leichter als das, denkt er. Denn sein Herz hat er noch nie verloren. Bis jetzt.
Einfach frei ...

Inhalt:
Herzzerreißend, prickelnd und dramatisch.
Tu so, als ob du mich liebst – so lautet der Deal.Nichts leichter als das, denkt er. Denn sein Herz hat er noch nie verloren. Bis jetzt.
Einfach frei sein, ein normales Leben führen und die Liebe erfahren, mit allem, was dazugehört: aufregende Küsse, Händchenhalten, Zärtlichkeiten. Genau das wünscht sich Jasmin Blum, als sie zu ihrer Freundin Louisa in eine WG zieht. Sie möchte diese Momente spüren, die ein Herz höherschlagen lassen.
Und sie will das alles mit ihm erleben. Mit Kale Haber, der so verrucht, unnahbar und sexy ist. Mit seinen unverwechselbaren Augen, dem durchtrainierten Körper und seinem Motorrad hat er schon so manches Mädchenherz gebrochen.
Es scheint jedoch unmöglich, ihn für dieses Vorhaben zu gewinnen. Doch das Schicksal spielt Jass den Ball in die Hände, und so schlägt sie Kale einen Deal vor, den er nicht ablehnen kann. Er soll so tun, als würde er sie lieben. Unter einer Bedingung: Keiner von ihnen darf dabei sein Herz verlieren. Für Kale eine Kleinigkeit, denn er versteht sich darin, anderen etwas vorzuspielen, ohne wirklich etwas zu fühlen.Doch je mehr Zeit die beiden zusammen verbringen, und je mehr Herzklopfmomente Kale Jass schenkt, umso heftiger wird das Prickeln zwischen ihnen. Jass erkennt, dass nicht nur sie ein Geheimnis hat, sondern dass auch hinter Kales eiskalter Fassade mehr steckt, als sie jemals ahnen konnte.
Eine Liebesgeschichte, die unter die Haut geht und tief im Herzen berührt.

Meine Meinung:
"Als ob du mich liebst" von Michelle Schrenk war für mich das allererste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Es ist eine schöne und sehr berührende Liebesgeschichte

Die Geschichte wird in Ich-Erzählung aus der Sicht von Jasmin Blum erzählt. Dies sorgt dafür, dass man haargenau jede Einzelheit, die sie denkt und fühlt, mitbekommt. Man kann mit ihr mitfiebern, mitfühlen und vor allem leiden.
Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Denn Jasmin hat ein Geheimnis. Ein Geheimnis, welches sie dazu veranlasst, dass sie bei ihrem Spiel eine Bedingung an Kale stellt: Er soll sich nicht in sie verlieben.
Für mich war diese Entscheidung und sehr viele weitere Handlungen ihrerseits, die sie trifft, um ihn zu schützen, sehr nachvollziehbar.
Aber trotz allem bin ich etwas zwiegespalten, was Jasmin angeht.
Denn zum einen kann ich ihr Verhalten verstehen, zum anderen kann ich aber nicht verstehen, wenn sie ab einem bestimmten Punkt noch weiter schweigt. So war ich während des Lesens oft hin und her gerissen.

Mir war schon sehr schnell klar, was Jasmins Geheimnis ist, da Michelle Schrenk hier einige Hinweise einbaut, die dazu führen, dass man die passenden Schlussfolgerungen ziehen kann und sich dann, als es nach langer Zeit endlich aufgelöst wird, bestätigt fühlt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen, denn er ist sehr flüssig und leicht.
Auch die Kapitel haben eine sehr angenehme Länge und machen mit treffenden Überschriften neugierig auf das, was einen erwartet.

Die Momente, die Kale und Jasmin bei ihrem Spiel erleben, sind wirklich schön beschrieben und lassen einen träumen. Auch wenn sie eine klare Vereinbarung hatten und sie beide nicht ihr Herz verlieren sollen, hofft man für sie, dass sie dennoch zueinander finden.

Am Ende geschieht noch ein sehr dramatisches Ereignis, das ich genau so vorausgeahnt habe - und zwar nicht nur, dass es irgendwann so weit kommen wird, sondern auch, was darauf folgen muss und wie es sich entwickelt. Denn auch hier gab es manche Situation im Buch, die einfach dazu geführt hat, dass ich mir dachte: Okay, das muss einfach so und so passieren, sonst macht das alles keinen Sinn.

Doch auch wenn ich hier sehr viele entscheidende Entwicklungen vorhergesehen habe, war es insgesamt ein Buch, das zum Nachdenken anregt, viele schöne, romantische Szenen und gegen Ende auch viele dramatische sowie traurige Ereignisse bereithält.
Es ist ein Buch, das sehr lange im Gedächtnis bleiben wird und das dazu führt, dass man viel über das Leben nachdenkt und darüber, dass man sich in manchen Momenten vielleicht mehr Zeit nehmen und sie genießen sollte. Manchmal sollten wir dafür sorgen, dass wir innehalten und das Leben mit jedem Sinn wahrnehmen.

Fazit:
Mir hat "Als ob du mich liebst" von Michelle Schrenk gut gefallen, da es viele romantische Szenen und zugleich auch sehr dramatische Ereignisse bereithält. Auch wenn viele Entwicklungen zumindest für mich sehr vorhersehbar waren, hat mir das Lesen viel Freude bereitet, ich habe einiges an Gefühlen durchlebt und wurde sehr zum Nachdenken angeregt.
Daher kann ich das Buch auf alle Fälle weiterempfehlen.


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