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Veröffentlicht am 30.05.2024

Ein guter Auftakt der Krimireihe

Die Stille der Flut
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Inhalt:
Wer ist der Maulwurf im Auricher Kommissariat? Spannung pur von Spiegel-Bestsellerautorin Anna Johannsen & Elke Bergsma.

Lina Lübbers, jüngste Hauptkommissarin in Osnabrück, wird von ihrem Chef ...

Inhalt:
Wer ist der Maulwurf im Auricher Kommissariat? Spannung pur von Spiegel-Bestsellerautorin Anna Johannsen & Elke Bergsma.

Lina Lübbers, jüngste Hauptkommissarin in Osnabrück, wird von ihrem Chef mit einem ungewöhnlichen Auftrag konfrontiert – sie soll in die Polizeiinspektion nach Aurich wechseln und einen mutmaßlichen Maulwurf im ostfriesischen Kommissariat enttarnen. Ihr neues Team begegnet ihr von Anfang an distanziert und ihre Vorgesetzte Kea Siefken betrachtet sie als Rivalin. Lediglich ein Kollege, Hauke Behrends, empfängt sie mit offenen Armen.

Als ein junges Mädchen im Watt tot aufgefunden wird, müssen Lina und Kea ihre Differenzen überwinden und eng zusammenarbeiten. Während sie versuchen, ein Netz aus Intrigen und Geheimnissen zu entwirren, um weitere Opfer zu verhindern, stößt Lina auch bei ihrer Undercover-Mission an ihre persönlichen Grenzen.

Meine Meinung:
"Die Stille der Flut" von Anna Johannsen und Elke Bergsma ist ein guter Reihenauftakt einer neuen Krimireihe.
Ich habe zuvor noch kein Buch von einer der Autorinnen gelesen, sodass es für mich völlig neu ist.

Die Geschehnisse werden in Ich-Erzählung aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt. Auf der einen Seite erlebt man alles aus der Sicht von Lina Lübbers mit, die als Hauptkommissarin von Osnabrück nach Ostfriesland gewechselt ist, um dort einen mutmaßlichen Maulwurf aufzudecken. Auf der anderen Seite erlebt man alles aus der Sicht von Kea Siefken mit, die dort Linas Vorgesetzte ist.
Diese zwei Sichtweisen haben mir gut gefallen. Das gibt den LeserInnen mehr Einblicke und man hat zwei potenzielle Figuren, in die man sich hineinversetzen kann. Ich persönlich habe ein wenig mehr mit Lina mitgefiebert.

Es gibt ein paar Nebenfiguren und deren Geschichten, die hier schonmal mehr oder weniger stark angerissen werden und viele Möglichkeiten für die Fortsetzungen aufmachen. In diesem Band geht es aber vor allem um Linas Kollegen Hauke.

Der Schreibstl der Autorinnen hat mir auch gut gefallen. Er ist angenehm und flüssig zu lesen, sodass man gut in einen flotten Lesefluss kommen kann. Auch die Kapitellänge von meist ca. 10 Seiten trägt dazu bei, dass man gut durch das Buch kommt.

Den Fall mit dem jungen Mädchen, das tot im Watt gefunden wurde, fand ich an sich auch spannend. Bei der Spurensuche kommt man an verschiedene Schauplätze und es kommen ein paar mögliche Täter auf.
Ich hatte besonders eine Person in Verdacht, dachte mir aber beim Lesen: "Nein, das wäre zu einfach. Die Person kann es nicht sein. Da muss jemand anderes hinterstecken." Leider kam am Ende dann nicht mehr die erhoffte Wendung, sondern genau mein Verdächtiger war es auch.
Das war mir persönlich dann deutlich zu offensichtlich.

Was mir leider auch nicht so gut gefallen hat, war, dass am Ende eine große Frage offen blieb. Das kann natürlich extra als Cliffhanger für den nächsten Band gedacht sein, aber nach dem Klappentext hätte ich erwartet, dass es in diesem Punkt schon in Band 1 eine Auflösung geben wird. Das fand ich ein bisschen schade.

Ansonsten hat mir das Buch vor allem wegen des Schreibstils und der interessanten Figuren gut gefallen.

Fazit:
Auch wenn es mich etwas gestört hat, dass der Täter zu offensichtlich war und ein Punkt in dem ersten Band noch nicht aufgeklärt wurde, hat mich das Buch insgesamt gut unterhalten und mir ein paar schöne Lesestunden beschert.
Daher kann ich es auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 30.04.2024

Mein erster und vermutlich letzter Fitzek

Das Geschenk
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Inhalt:
Milan Berg steht an einer Ampel, als ein Wagen neben ihm hält. Auf dem Rücksitz ein völlig verängstigtes Mädchen. Verzweifelt presst sie einen Zettel gegen die Scheibe. Ein Hilferuf? Milan kann ...

Inhalt:
Milan Berg steht an einer Ampel, als ein Wagen neben ihm hält. Auf dem Rücksitz ein völlig verängstigtes Mädchen. Verzweifelt presst sie einen Zettel gegen die Scheibe. Ein Hilferuf? Milan kann es nicht lesen – denn er ist Analphabet! Einer von über sechs Millionen in Deutschland. Doch er spürt: Das Mädchen ist in tödlicher Gefahr.
Als er die Suche nach ihr aufnimmt, beginnt für ihn eine albtraumhafte Irrfahrt, an deren Ende eine grausame Erkenntnis steht: Manchmal ist die Wahrheit zu entsetzlich, um mit ihr weiter zu leben - und Unwissenheit das größte Geschenk auf Erden.

Meine Meinung:
"Das Geschenk" von Sebastian Fitzek ist ein Psychothriller, der zwar gut zu lesen und recht spannend ist, aber dessen Auflösung mich leider gar nicht überzeugen konnte. Ich habe das Buch Ende 2020 gelesen und habe es bisher nicht rezensiert, da ich danach einfach großen Redebedarf hatte und immer wieder Personen gesucht habe, mit denen ich mich über die Auflösung austauschen konnte. Nach einigen Gesprächen habe ich mich nun endlich dazu entschlossen, das Buch zu rezensieren.

Was mir gut gefallen hat, war auf jeden Fall der Schreibstil. Das Buch ist angenehm und flüssig zu lesen. Das hat wirklich viel ausgemacht.
Auch die Kapitel sind relativ kurz, sodass man schnell eines nach dem anderen lesen kann.
Die Beschreibungen der Schauplätze und Figuren konnte mich auch überzeugen. Da konnte ich mir wirklich ein gutes Bild machen.

Die Spannung blieb nicht aus. Es ging rasant zu und es gab ein paar interessante Wendungen.

Was mir allerdings nicht so gut gefallen hat, war die Auflösung.
Im ersten Moment dachte ich zwar noch: "Krass, damit habe ich jetzt so gar nicht gerechnet. Das ist eine überraschende Wendung."
Im nächsten Moment kam mir dann aber direkt in den Sinn: "Moment mal, das passt doch gar nicht so!" Denn ich habe mich an ein Kapitel zurückerinnert, das aus einer bestimmten Sicht geschrieben wurde, und ich dachte mir, da hätte es mir definitiv auffallen müssen, da hätte ich Hinweise erkennen können. Also habe ich noch einmal im Buch zurückgeblättert zu Kapitel 63 und dort nochmal einiges nachgelesen. Und dann muss ich sagen, dass der erste Satz in diesem Kapitel nach der Auflösung des Buches absolut keinen Sinn mehr macht. Und nach einigen Diskussionen darüber, könnte es entweder schlichte Irreführung des Lesers sein, was aber absolut sinnlos ist, da in diesem Kapitel nur zwei Figuren ohne weitere "Zeugen" vorkommen, oder es handelt sich tatsächlich um einen Fehler.

Was mir im Nachhinein auch nicht so gut gefallen hat, war, dass vieles zu konstruiert wirkte und es einfach ein paar Zufälle und Verbindungen zu viel gab. Das habe ich als eher unrealistisch empfunden.

Fazit:
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass dieses Buch mich zwar mit der Spannung, der Grundidee der Geschichte und dem flotten Schreibstil überzeugen konnte, aber die Auflösung einfach nicht ganz stimmig war, wenn man noch einmal zurückblättert.
Somit bleibt es für mich vermutlich der erste und letzte Fitzek, auch wenn ich noch einige Bücher des Autors parat liegen habe. Vielleicht wage ich mich irgendwann noch einmal an einen weiteren, aber es ist aktuell eher unwahrscheinlich.

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Veröffentlicht am 29.04.2024

Eine spannende Fortsetzung der Talente-Reihe

Die Rückkehr der Talente
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Inhalt:
Der letzte Kampf der Talente gegen die Faune hat nicht alle Widersacher vernichtet. Nun erwacht die alte Feindschaft aus einem achtzehnjährigen Schlaf.

Leon und Leyla Sommer sind in dem Glauben ...

Inhalt:
Der letzte Kampf der Talente gegen die Faune hat nicht alle Widersacher vernichtet. Nun erwacht die alte Feindschaft aus einem achtzehnjährigen Schlaf.

Leon und Leyla Sommer sind in dem Glauben aufgewachsen, das Leben wäre einfach und gut. Doch eines Tages kehrt Nayo auf den Hohenfels zurück - und bringt ihre Familie aus Transsilvanien mit. Erst da erfahren Leon und Leyla, dass ihre Eltern einst Talente waren und gegen mystische Wesen gekämpft haben. Diese erschütternde Nachricht nehmen die Geschwister äußerst unterschiedlich auf.

Bald stellt sich heraus, dass die Geschehnisse von damals ihre Spuren hinterlassen haben. Die Armee wählt einen obersten General, während Nayos Gefährte sich zum König der Faune aufspielt. Schneller, als die Talente gedacht haben, schaukelt sich der Konflikt zu einer neuen Endzeit hoch.

Meine Meinung:
"Die Rückkehr der Talente" von Mira Valentin ist eine spannende Fortsetzung der Talente-Reihe. Es ist wie "nach Hause kommen" nach einer langen Abwesenheit.

Das Cover des Buches gefällt mir unheimlich gut. Die Farben, das Reh, die grünen Blätter - es passt einfach alles perfekt zum Inhalt und zu den anderen Bänden der Reihe. Es hat einen hohen Wiedererkennungswert.

Das Buch zieht einen sofort in den Bann und entführt in die fantastische Welt der Talente und Faune.

Diese Reihe hat ein extrem hohes Suchtpotential und mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Einmal kurz reinlesen? Das kann man hier vergessen. Sobald ich das Buch in der Hand hatte, konnte ich es nicht mehr weglegen und habe die Nacht durchgelesen.
Diese Welt, die da entwickelt wird, ist einfach fantastisch.
Man wird aus der Realität abgeholt, taucht in diese andere Welt ein und vergisst alles um sich herum. Einfach klasse.

Der Schreibstil gefällt mir auch sehr gut. Er ist angenehm und sehr flüssig zu lesen, wie ich es schon von den vorherigen Bänden der Reihe gewohnt war.

Die Geschichte wird aus Leons und Leylas Sicht jeweils in Ich-Erzählung geschildert, sodass man sich gut in sie hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen und mitfiebern kann. Zu Beginn der Kapitel ist jeweils eine andere Illustration, sodass man direkt zuordnen kann, aus welcher Sicht das folgende Kapitel ist. Bei Leyla ist es eine Blume, bei Leon ein Herz.

Die einzelnen Figuren, die dort entwickelt werden, sind sehr gut ausgemalt. Man kann sich somit eine gute Vorstellung von ihnen machen - sowohl optisch als auch charakterlich.
Es kommen einige altbekannte Figuren vor, aber auch etliche neue. Diese Mischung fand ich sehr gelungen.
Besonders gut gefiel mir, dass ich auf manche einen anderen Blick bekommen habe als zuvor.

Kampf, Liebe, Freundschaft, Vertrauen, Geheimnisse - zahlreiche Themen werden hier bedient.
Besonders gut hat mir gefallen, dass einem die einzelnen Talente, aber zum Teil auch die Faune so sehr ans Herz wachsen, dass man einfach in eine andere Welt abtauchen kann und richtig mitfühlt, mitleidet und mitfiebert - und das nicht nur mit den Hauptprotagonisten, sondern gleich mit mehreren. Unter all den Figuren, die in diesem Buch eine Rolle spielen, ist bestimmt für jeden etwas dabei.

Die Entwicklung der Geschichte hat mich zum Teil ein wenig an Melek und ihre Erlebnisse erinnert, vieles war aber auch komplett anders. Die Spannung hat auf jeden Fall nie gefehlt.

Was ich allerdings ein wenig schade finde, ist, dass es trotz vorhandenem Lektorat und Korrektorat einige Stellen gibt, die mir aufgefallen sind. Zum einen gibt es fehlende Kommata, was noch zu verkraften wäre. Zum anderen sind mir allerdings auch etwas größere Fehler aufgefallen wie andere Vertipper, Rechtschreibfehler oder sogar Logikfehler: Jemand wird losgelassen, obwohl die Person schon einen Absatz zuvor losgelassen wurde. Aus einem Sofa wird plötzlich ein Sessel. Dann hatte ich das Gefühl, dass manche Figuren schon Dinge wussten, die sie noch gar nicht wissen konnten.
Das hat leider dafür gesorgt, dass ich trotz des guten Schreibstils und der spannungsvollen Geschichte immer mal wieder ins Stocken geraten bin.
Ansonsten hat mir das Buch aber sehr gut gefallen.

Mein Fazit:
"Die Rückkehr der Talente" ist eine spannende Fortsetzung der Fantasy-Reihe, die einen vom Anfang bis zum Ende in ihren Bann zieht und ein absolutes Muss für alle Fans der Talente-Reihe ist.

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Veröffentlicht am 29.04.2024

Schöne Idee, aber sehr langatmig und fehlerhaft

Die Alchemie der Magie
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Inhalt:
Der junge Dieb Merlin gerät an Bord des Luftschiffes des Prinzen Arthur Pendragon von Camelot und wird in Machenschaften nie geahnter Größe verwickelt. Um Druide zu werden, muss er nicht nur seine ...

Inhalt:
Der junge Dieb Merlin gerät an Bord des Luftschiffes des Prinzen Arthur Pendragon von Camelot und wird in Machenschaften nie geahnter Größe verwickelt. Um Druide zu werden, muss er nicht nur seine Vergangenheit ablegen, sondern sich auch mit dem arroganten Prinzen versöhnen, dessen Schicksal der Legende nach doch so eng mit dem seinen verwoben ist.

Hier treffen Gegensätze und Genres zusammen - Klassisches Mantel und Degen-Abenteuer auf ein Steampunk-Luftschiff mit philosophischem Tiefgang, ein bisschen Fantasy, Science-Fiction, feministische und queere Elemente bilden die Grundbausteine dieser spritzigen, neuen Rezeptur der Artussage.

Meine Meinung:
"Die Alchemie der Magie. Der Prinz und der Dieb" von Tabatha Portejoie ist ein Buch mit einer interessanten Grundidee, das viele Themen vereint und an sich viel Potenzial hat; allerdings konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen, denn es ist zum Teil sehr langatmig und fehlerhaft.

Zunächst einmal das Positive:
Das Cover passt einfach perfekt zum Inhalt der Geschichte. Man sieht das fliegenede Luftschiff sehr detailreich. Das macht Lust auf das Buch und bringt einen in die richtige Stimmung.
Zu Beginn der Kapitel ist jeweils eine Illustration. Auch diese lässt auf den folgenden Inhalt schließen und ist jeweils sehr schön gestaltet.

Die Grundidee der Geschichte, dass die Artussage neu erzählt wird, man sich viel auf dem Luftschiff befindet und die Figuren kennenlernt, ist auch gut und spannend.

Es werden auch viele philosophische Themen angesprochen, die mit Diskussionen in die Geschehnisse eingebaut werden.

Was mich allerdings nicht überzeugen konnte:
Diese philosophischen Themen nehmen leider die Überhand. Generell beschäftige ich mich gerne mit Platon, Sokrates und dergleichen, aber mir wurde es in dieser Geschichte einfach viel zu viel. Ich hatte dadurch das Gefühl, dass die eigentliche Handlung und Merlins Entwicklung zu kurz kommen. Natürlich machen auch diese Gespräche Merlins Entwicklungen aus, allerdings wurde es zum Teil einfach zu ausführlich beschrieben.

Als zu ausführlich habe ich auch etliche Beschreibungen in dem Buch empfunden. Das Luftschiff, manche Tätigkeiten oder Ereignisse wurden bis ins kleinste Detail dargestellt. Das war mir persönlich viel zu langatmig. Die eigentliche Handlung hätte man vermutlich von 450 auf 250-300 Seiten herunterkürzen können. Wer es aber besonders detailliert mag, der kommt hier voll auf seine Kosten.

Auch die Kapitellänge von 30 bis zum Teil sogar 50 Seiten (und das bei nicht allzu großer Schrift) habe ich als deutlich zu lang empfunden.

Es kommen so viele Personen vor, dass ich mir ein Personenverzeichnis gewünscht hätte. Gerade am Anfang und wenn dann alle Ritter auf dem Schiff in einem rasanten Tempo hintereinander aufkommen, wobei natürlich teilweise sehr seltene Namen vorkommen, die nicht gerade einprägsam sind, verliert man schnell den Überblick.

Manche Handlungen und Reaktionen der Figuren habe ich nicht immer als nachvollziehbar und schlüssig empfunden. So herrschte überwiegend eine große Distanz zu den Figuren und der Geschichte. Ich konnte keine Verbundenheit aufbauen und nich wirklich mit ihnen mitfiebern.

Auch der Schreibstil ist zum Teil sehr komplex und ausführlich. Es ist definitiv kein Buch, das man einfach so nebenbei lesen kann. Leider habe ich das Lesen daher als recht anstrengend und ermüdend empfunden.
Ein Lektorat oder zumindest ein Korrektorat wäre hier angebracht gewesen. Ich habe etliche Fehler entdeckt, obwohl ich nicht explizit darauf geachtet habe und irgendwann sogar versucht habe, darüber hinweg zu lesen.

Insgesamt war es mir persönlich zu wenig Handlung und zu viel philosophische Diskussion. Ich werde die Reihe daher nicht weiterlesen.

Fazit:
Mich persönlich konnte das Buch leider nicht überzeugen, da es trotz der guten Grundidee einfach nicht wirklich voranging und zu viele Fehler darin waren, die sich durch ein Korrektorat sicher hätten vermeiden lassen können.
Wer allerdings sehr detailreiche Schilderungen mag, kein Problem mit langen Kapiteln und seitenlangem philosophischen Diskurs hat und dem es auch nicht wichtig ist, dass die Handlung flott vorangeht, für den könnte dieser Reihenauftakt genau das Richtige sein.

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Veröffentlicht am 29.04.2024

Ein grandioser Abschluss der Fantasy-Trilogie

Black Blade
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Inhalt:
Als Diebin hat Lila Merriweather eine Begabung für drei Dinge: Erstens, sich in den Schatten zu verbergen. Zweitens, überall unbemerkt einzubrechen. Und drittens, Geheimnisse zu lüften. Diese Talente ...

Inhalt:
Als Diebin hat Lila Merriweather eine Begabung für drei Dinge: Erstens, sich in den Schatten zu verbergen. Zweitens, überall unbemerkt einzubrechen. Und drittens, Geheimnisse zu lüften. Diese Talente kommen ihr auch bei ihrer Arbeit als Bodyguard der Sinclair-Familie zugute – immerhin eine der mächtigsten magischen Mafiafamilien in Cloudburst Falls. Jeder weiß, dass Victor Draconi vorhat, jeden einzelnen Sinclair umzubringen. Doch was niemand weiß, ist, dass Lila ihm auf den Fersen ist. Auf keinen Fall wird sie zulassen, dass der Mann, der ihre Mutter getötet hat, weiteren Menschen Schaden zufügt. Nicht so lange es noch Häuser gibt, in die sie einbrechen kann, nicht so lange es noch Dinge gibt, die sie stehlen muss und besonders nicht so lange Devon Sinclair an ihrer Seite kämpft ...

Meine Meinung:
"Black Blade. Die helle Flamme der Magie" von Jennifer Estep ist ein grandioser und fesselnder Abschluss der Fantasy-Trilogie.

Die Geschichte wird in Ich-Erzählung aus der Sicht von Lila erzählt. Das macht es besonders spannend, weil man alles ganz genau mit ihr miterlebt sowie ihre innersten Gedanken und Gefühle kennt. Sie ist eine absolute Sympathieträgerin und man kann sich gut in sie hineinversetzen, fiebert mit ihr mit und fühlt sich komplett mit ihr verbunden.

Im ersten Kapitel werden in die Geschichte kleine Erinnerungen an die Geschehnisse aus dem vorherigen Band eingebaut, sodass man es leichter hat, wenn man die Bücher nicht direkt hintereinander liest. Aber auch, wenn man den dritten direkt nach dem zweiten Band liest, wie es bei mir der Fall war, ist es nicht störend oder langweilig. Es wird gut mit den neuen Ereignissen verknüpft.

In diesem Band lernt man die Figuren noch besser kennen. Man rätselt dabei die ganze Zeit mit, wie es für die einzelnen wohl weitergeht und wer wirklich gut oder böse ist. Für manche Figuren hofft man eventuell sogar, dass sie sich in eine bestimmte Richtung entwickeln.

Der Schreibstil von Jennifer Estep ist locker-leicht und sehr flüssig zu lesen. Das Erzähltempo ist rasant. So kommt nie Langeweile auf und man erfährt immer mehr. Die Seiten fliegen nur so dahin und man möchte das Buch am liebsten in einem Rutsch durchlesen.

Auch in diesem Band gibt es eine Fülle an verschiedenen Schauplätzen in der Geschichte, die alle so gut beschrieben werden, dass man sie bildlich vor Augen hat und sich fühlt, als wäre man mitten im Geschehen. Bei manchen Schauplätzen bekommt man noch bessere Einblicke als bisher. Und auch das Loch Ness Monster spielt wieder eine Rolle.

Am allerbesten gefällt mir jedoch der Spannungsaufbau. Es spitzt sich immer mehr zu, bis es am Ende zu einer großen dramatischen Szene kommt und man kurz vorm Platzen ist, weil man die Spannung kaum noch aushält.
Manche meiner Vermutungen haben sich bestätigt, andere Entwicklungen haben mich dagegen überrascht. Diese Mischung hat mich überzeugen können.

Das Ende war für mich stimmig und passend für die Reihe.

Nachdem die ersten beiden Bände mich so begeistert haben, war ich skeptisch, ob dieses Buch da mithalten kann, aber eines kann ich sagen: Das konnte es auf jeden Fall. Es konnte mich mindestens genauso sehr begeistern und war ein gelungener Abschluss der Trilogie.

Fazit:
Für mich war "Black Blade. Die helle Flamme der Magie" ein absolutes Lese-Highlight, das mit tollen Figuren, bildlichen Beschreibungen und enorm viel Spannung für grandiose Lesemomente sorgt. Ich kann es definitiv weiterempfehlen.

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