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Veröffentlicht am 26.12.2023

Eine spannende Fortsetzung der Provinzkrimi-Reihe

Prost, auf die Pfennigfuchser
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Inhalt:
Der neue Provinzkrimi von BILD-Bestseller- und #1-Kindle-Humor-Autor Friedrich Kalpenstein

»Da hat man das ganze Leben lang gespart, und dann ist der Tod umsonst!«

Hauptkommissar Tischlers Nachbarin ...

Inhalt:
Der neue Provinzkrimi von BILD-Bestseller- und #1-Kindle-Humor-Autor Friedrich Kalpenstein

»Da hat man das ganze Leben lang gespart, und dann ist der Tod umsonst!«

Hauptkommissar Tischlers Nachbarin ist nervös. Denn ihre Freundin, die sie zu einer gemeinsamen Wanderung mit dem Frauenbund abholen wollte, hat sie versetzt und ist nicht erreichbar. Ungewöhnlich für die sonst so verlässliche Filialleiterin einer Privatbank. Da die alte Dame nicht locker lässt, schaut Tischler mit ihr zusammen nach dem Rechten. Wie sich schnell herausstellt, ist Frau Zettlwieser zu Hause. Leider tot. Was zunächst wie ein tragischer Unfall aussieht, entpuppt sich schnell als Mord.

Tischler steht unter Druck. Doch diesmal geht dieser nicht nur von Polizeioberrat Schwenk aus. Seine Nachbarin ist fest entschlossen, ebenfalls in diesem Fall zu ermitteln. Vieles deutet darauf hin, dass die Filialleiterin ihren Mörder gekannt hat. Wer also war Frau Zettlwiesers letzter Besuch?

Meine Meinung:
"Prost, auf die Pfennigfuchser" von Friedrich Kalpenstein ist der mittlerweile achte Band und eine spannende sowie sehr amüsante Fortsetzung seiner Provinzkrimi-Reihe.
Ich habe bisher fast jedes Buch des Autors gelesen und bin besonders von seiner humorvollen Herbert-Reihe begeistert. Nachdem schon die ersten sieben Bände der Krimi-Reihe mich überzeugen konnten, war ich sehr gespannt, ob auch der achte wieder einmal mithalten kann. Das kann er im Vergleich mit den ersten 6 Bänden auf jeden Fall, der 7. Band bleibt aber dennoch weiterhin mein Favorit.

Der Schreibstil ist, wie man es von Kalpenstein gewohnt ist, sehr angenehm, denn er ist flüssig und leicht zu lesen.
Die Seiten fliegen nur so dahin und man möchte das Buch am liebsten in einem Rutsch durchlesen.

Ich war von der ersten Seite an mittendrin im Geschehen und habe gerätselt, wer hinter dem Mord stecken könnte.
Nachdem ich im siebten Band bis kurz vor der Auflösung gerätselt habe und es niemanden gab, den ich ganz besonders im Auge hatte, war es hier wieder anders. Für mich gab es drei potenzielle Täter, die ich im Hinterkopf hatte und bei denen ich ein Motiv für möglich gehalten habe. Mein Gespür war diesmal sehr gut, denn ich lag in vielerlei Hinsicht goldrichtig. Dennoch blieb es bis zum Ende spannend, da die Auflösung und vor allem die genauen Zusammenhänge erst am Ende aufgedeckt wurden und mich dort noch einges überraschen konnte.

Auch der Humor bleibt in diesem Krimi nicht auf der Strecke. Immer wieder gibt es amüsante Szenen, die einen schmunzeln lassen und für kleine Erheiterungen sorgen. Besonders die Kommunikation zwischen Tischler und Fink ist immer wieder sehr amüsant und sorgt für einige Lacher.

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich. Von Tischler und Fink bekommt man einen sehr guten Eindruck. Man kann sie sich ganz genau vorstellen und beide sind sympathisch. Auch in das Privatleben der beiden bekommt man gelegentlich einige Einblicke. Diesmal wieder besonders viele bei Tischler und etwas weniger bei Fink.
Fink wird mir immer noch von Band zu Band sympathischer. Er macht eine richtig gute Entwicklung durch.
Die Beziehung zwischen Tischler und Britta steht in diesem Band wieder mehr im Vordergrund und die Dackeldame Resi spielt erneut eine Rolle.
Interessant finde ich auch, wie sich der Automechaniker Steiner in diesem und im letzten Band entwickelt. Ich bin gespannt, in welche Richtung das noch geht.
Sehr gut hat mir auch gefallen, wie die Geschichte mit Tereza und Nori weitergeht. Von den beiden haben wir in diesem Band sehr viel erfahren.
Hier steckt noch viel Potenzial drin, das es zu entdecken gilt.

Fazit:
Für mich war dieser Krimi eine gelungene Mischung aus Spannung, Humor und bayerischer Schein-Idylle. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band dieser Reihe und kann das Buch auf alle Fälle weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 22.11.2023

Spannender Reihenauftakt

Kassandra an Poseidons Pforte
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Inhalt:
Es ist eine tragische Liebe, die Prinzessin Kassandra von Troja und Apollon, den griechischen Gott des Lichts, miteinander verbindet. Was mit einem furchtlosen Kind am Ufer des Meeres beginnt, ...

Inhalt:
Es ist eine tragische Liebe, die Prinzessin Kassandra von Troja und Apollon, den griechischen Gott des Lichts, miteinander verbindet. Was mit einem furchtlosen Kind am Ufer des Meeres beginnt, endet Jahre später mit einem gebrochenen Versprechen.

Jahrtausende vergehen, bis ihre wiedergeborenen Seelen erneut aufeinandertreffen. Doch inzwischen hat sich zu viel verändert. Ein weiteres Mal steht Kassandra vor einer schweren Entscheidung.

Meine Meinung:
"Kassandra: an Poseidons Pforte" ist ein spannender Reihenauftakt von Francy Klose.

Die Geschichte wird in Ich-Erzählung aus der Sicht von Kassandra beziehungsweise Jördis (als wiedergeborene Seele) erzählt. Man erlebt daher alles ganz genau mit ihr mit und weiß, wie sie sich fühlt.
Da es allerdings auch einen Prolog gibt, hat man noch etwas mehr Infos.

Der Schreibstil ist relativ flüssig und überwiegend angenehm zu lesen. Es gibt jedoch ein paar Stellen, an denen es etwas holpriger wirkt. Dies liegt vor allem daran, dass die Geschichte sehr komplex ist. Man erlebt hier nicht nur das Jahr 2019 mit, sondern es gibt unter anderem auch Rückblicke in 1344 v. Chr. sowie 988 n. Chr., sodass man nach und nach immer mehr von Kassandras Vergangenheit erfährt.

Einige Entwicklungen haben mir gut gefallen, manchmal wurde ich sehr überrascht, andere Dinge haben sich genauso entwickelt, wie ich es erwartet habe.
Dennoch blieb es durchweg spannend.

Es gibt hier vier Figuren, die eine größere Rolle spielen. Ich konnte sie mir vor allem charakterlich gut vorstellen.
Was mir aber an manchen Stellen ein wenig gefehlt hat, war eine Verbundenheit zu Kassandra. Leider konnte sie mich nicht völlig mitreißen und blieb mir etwas fern. Ich hoffe, dass sich das in den nächsten Bänden ändert.

Fazit:
Dieses Buch hat mich vor allem mit der interessanten Geschichte und der dauerhaften Spannung überzeugt, sodass ich neugierig auf die Fortsetzungen geworden bin. Ich möchte unbedingt herausfinden, wie es mit Kassandra und Apollon weitergeht.

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Veröffentlicht am 28.10.2023

Magisches und spannendes Buch, aber nicht alles ist schlüssig

Ink Blood Mirror Magic
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Inhalt:
Bücher, in Blut geschrieben. Spiegel, durch die mysteriöse Verfolger jeden Schritt beobachten. Und eine magische Bibliothek voller Geheimnisse.

Seit Generationen hütet die Familie Kalotay eine ...

Inhalt:
Bücher, in Blut geschrieben. Spiegel, durch die mysteriöse Verfolger jeden Schritt beobachten. Und eine magische Bibliothek voller Geheimnisse.

Seit Generationen hütet die Familie Kalotay eine Sammlung alter und seltener Bücher. Bücher, mit denen man Magie wirken kann – vorausgesetzt, man zahlt den Preis in Blut. Ein solches Buch hat Abe Kalotay das Leben gekostet, und seine Tochter Joanna setzt alles daran, herauszufinden, warum. Als ihre Halbschwester Esther von Unbekannten bedroht wird, müssen die beiden entfremdeten Schwestern wieder zueinander finden, um sich einem mysteriösen Feind in den Weg zu stellen. Doch dieser schreckt vor nichts zurück, um Abes Buch zu stehlen – nicht einmal vor Mord.

Meine Meinung:
"Ink Blood Mirror Magic" von Emma Törzs ist ein magisches und spannendes Buch, das mich zum Teil sehr gefesselt hat.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Der Füllfederhalter mit dem Tropfen, der wie Blut aussieht, passt einfach perfekt zum Inhalt. Auch die Farbauswahl ist elegant und zauberhaft.

Der Einstieg ins Buch fiel mir zunächst etwas schwer, da die Autorin recht ausschweifend schreibt und immer mal wieder Erinnerung der Protagonisten einarbeitet. Ich habe mich allerdings sehr schnell an den Schreibstil gewöhnt und konnte mich dann voll und ganz auf die Geschichte einlassen.

Man erlebt die Ereignisse hier mit den drei Hauptfiguren mit: Joanna, Esther und Nicholas. Sie sind zunächst an unterschiedlichen Orten, sodass man drei Handlungsstränge hat, die sich immer mehr miteinander verweben. Das macht es besonders spannend.
Die Figuren sind recht unterschiedlich, sodass sicher jeder Leser zumindest eine Figur findet, mit der man besonders mitfiebern kann.

Die Schauplätze und die Magie mit den Büchern werden sehr gut beschrieben. Ich konnte mir alles ganz genau vorstellen und hatte es bildlich vor Augen.

Die Handlung wird von Seite zu Seite immer spannender. Manche Wendungen habe ich vorausgeahnt, anderes hat mich dagegen sehr überrascht.
Einige Fragen, die sich beim Lesen entwickelt haben, wurden zum Schluss aufgelöst, sodass es schlüssig war.
Allerdings wurde eine Sache, die in meinen Augen nicht schlüssig war, bis zum Ende nicht geklärt und ich bleibe nun mit einer offenen, aber durchaus entscheidenden Frage zurück, die für die ganze Geschichte eine große Bedeutung hat. Daher bin ich etwas ratlos, wie ich es bewerten soll. Nachdem ich mich mit anderen Lesern ausgetauscht habe, habe ich festgestellt, dass diese Unstimmigkeit den meisten gar nicht aufgefallen ist und sie es erst durch meine Frage gemerkt haben.

Des Weiteren fand ich eine Reaktion von Esther, als einiges aufgelöst wurde, nicht gerade realistisch. Da hätte ich doch etwas anderes erwartet.

Da mich das Buch aber insgesamt so gut unterhalten und gefesselt hat und ich die Grundidee richtig toll finde, gebe ich insgesamt dennoch 4 Sterne.

Fazit:
Nach einem etwas schwierigen Einstieg hat mir das Buch wirklich gut gefallen und mich mit Spannung sowie überraschenden Wendungen gefesselt. Daher kann ich es, auch wenn bis zum Ende einiges nicht schlüssig blieb, dennoch weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 18.10.2023

Eine gelungene und spannende Fortsetzung der Meermädchen-Saga

Alea Aquarius 9 Teil 1. Der Gesang der Wale
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Inhalt:
Gefährliche Mission für die Alpha Cru!

Nachdem die Alpha Cru Rom erreicht, kehrt sie nach Hause auf die Crucis zurück. Auf Alea und ihre Freunde warten größere Herausforderungen als je zuvor. ...

Inhalt:
Gefährliche Mission für die Alpha Cru!

Nachdem die Alpha Cru Rom erreicht, kehrt sie nach Hause auf die Crucis zurück. Auf Alea und ihre Freunde warten größere Herausforderungen als je zuvor. Wie können sie die Gretzer aufhalten, die im Thyrrhenischen Meer giftige Industrieabfälle verklappen? Die Zerstörung des Meeres nimmt nie gekannte Ausmaße an und das große Klimakonzert in Rom wird zur Bewährungsprobe für die Alpha Cru. Sie riskieren mit diesem Auftritt nicht weniger als ihr Leben, denn Doktor Orion hat sie ins Visier genommen. Wird er noch im Stadion zuzuschlagen?

Bandenfeeling, Musik, Umweltaktivismus und ein nie zuvor gewährter Einblick in die Welt der Magischen machen diesen ersten Teil des neunten Bandes zum garantierten Lesevergnügen.

Können sie die Zerstörung des Meeres stoppen?

Meine Meinung:
"Alea Aquarius - Der Gesang der Wale. Teil 1" ist eine gelungene und spannende Fortsetzung der Meermädchen-Saga von Tanya Stewner. Dieses Buch ist bereits der neunte Band der Reihe. Anders als die vorherigen Bände ist dieser in zwei Teile geteilt, damit die Leser nicht länger als gewöhnlich warten müssen, bis sie weiterlesen können.
Schon seit dem ersten Band bin ich ein riesen Fan dieser Saga und fiebere jedem neuen Band unheimlich entgegen.

Das Buch ist sehr schön und aufwendig gestaltet. Anders als bei den ersten Bänden, gibt es hier zwar kein Glitzer auf dem Cover, dafür sind aber auch wieder fantasievolle schöne Zeichnungen bei jedem neuen Kapitelanfang und Wassertropfen auf den Seiten. Da bekommt man schon direkt bei jedem Anfang Lust auf das Kapitel.

Die einzelnen Charaktere - Alea, Ben, Sammy, Lennox, Tess und Siska - sind sehr gut ausgearbeitet und in gewisser Weise so unterschiedlich, dass sicher jeder Leser hier einen Protagonisten finden kann, mit dem er besonders sympathisiert. Besonders schön an diesem Band ist, dass die Cru endlich wieder vereint ist und dass es auch ein Wiedersehen mit bekannten anderen Figuren gibt.

Man kann sich die einzelnen Figuren sowohl bildlich als auch charakterlich sehr gut vorstellen.
Richtig schön finde ich auch, dass nicht nur Alea immer im Mittelpunkt ist, sondern dass auch auf die anderen Charaktere ein großes Augenmerk gelegt wird.
Besonders spannend fand ich hier, dass Tess eine bedeutende Rolle spielt und dass auch Siska immer weiter in den Mittelpunkt rückt und man mehr über sie erfährt.

In dieser Fortsetzung geht es vor allem um das bevorstehende Klimakonzert sowie um Orion und seine Gretzer. Es gibt super spannende Szenen, die sehr dramatisch und fesselnd sind, aber auch ruhigere, in denen man noch bessere Einblicke in die Meerwelt und in die Gefühlswelt der Figuren bekommt. Man selbst erlebt hier ein Wechselbad der Gefühle. Mal geht es bergauf, mal bergab. Mal ist man voller Hoffnung und Frohsinn, dann verliert man wieder den Mut und die Lage spitzt sich zu. Am liebsten hätte ich das Buch gar nicht mehr aus den Händen gelegt.

Das liegt auch daran, dass der Schreibstil flüssig und angenehm zu lesen ist und die Geschichte voll von Spannung und reich an Abenteuern ist. An manchen Stellen hat man das Gefühl, kaum noch zu Atem zu kommen, weil es so dramatisch zugeht. Besonders das Ende lässt einen rastlos zurück: Nach langer Zeit hat uns die Autorin wieder mal einen richtig fiesen Cliffhanger beschert.

In diesem Band lernen wir weitere magische Wesen kennen, die in den ersten acht Bänden noch nicht vorkamen. Auch die werden schön mit Worten ausgemalt und auf besondere Weise begleitet. Man kann wirklich in diese fantasievolle Welt des Meeres abtauchen und träumen. Manche Szenen und vor allem Wesen hatte ich dabei besonders bildlich vor Augen.

Auch in diesem Band spielt eine wichtige Botschaft eine ganz besondere Rolle: Nämlich wie wichtig es für die Wesen im Meer ist, dass die Meere sauber gehalten werden. Die Umweltverschmutzung und Probleme, über die berichtet werden, wirken nicht aufgezwungen, sondern haben einen passenden Platz in der Geschichte gefunden, sodass es den Leser zum Nachdenken anregt und auch Kindern schon leicht klarmachen kann, wie bedeutend es für das Meer und auch uns Menschen ist, dass wir nachhaltiger leben.

Ich war sehr traurig, als es schon wieder so schnell vorbei war. Am liebsten hätte ich direkt weitergelesen. Es war ein wenig wie die Ruhe vor dem großen Sturm, der zum Ende des Buches kam.
Ich warte nun voller Hoffnung und Vorfreude auf Band 9.2, bin gespannt, wie es mit der Alpha Cru weitergehen wird, und kann es kaum erwarten. Vor allem hoffe ich, dass auch Cassaras bald wieder auftauchen wird.

Fazit:
Dies ist ein tolles und unheimlich spannendes Buch über Freundschaft, Liebe, das Meer und viele Abenteuer. Es ist auf alle Fälle sehr lesenswert, abwechslungsreich und hat einen hohen Lernfaktor.
Aber Vorsicht: Danach sehnt man sich sehr nach dem Meer und kann es kaum erwarten, die nächsten Bände zu lesen!


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Veröffentlicht am 27.09.2023

Eine spannende und amüsante Fortsetzung der Provinzkrimi-Reihe

Prost, auf die Feinschmecker
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Inhalt:
Der neue Provinzkrimi von BILD-Bestseller- und #1-Kindle-Humor-Autor Friedrich Kalpenstein

»Verärgere niemals den Koch. Er könnte dir dein letztes Gericht servieren!«

Sechs Gourmets, drei Gänge, ...

Inhalt:
Der neue Provinzkrimi von BILD-Bestseller- und #1-Kindle-Humor-Autor Friedrich Kalpenstein

»Verärgere niemals den Koch. Er könnte dir dein letztes Gericht servieren!«

Sechs Gourmets, drei Gänge, ein Toter. So ruhig hatte sich der Lehrer Klaus Busch seinen Ruhestand nicht vorgestellt: Nach einem gemeinsamen Essen im Kreise befreundeter Feinschmecker bricht er tot vor seiner Haustür zusammen. Schnell ist klar, dass er vergiftet wurde.

Hauptkommissar Tischler ermittelt. Die Herausforderung könnte nicht größer sein. Denn unter den sechs Personen befinden sich zwei Herren, die der Kommissar nur allzu gut kennt, Polizeioberrat Schwenk und der Bürgermeister von Brunngries, Max Gmeinwieser. Die beiden sind natürlich fest davon überzeugt, dass dadurch ihre Unschuld bewiesen ist.

Tischler sieht das anders. Denn er ermittelt wie immer in alle Richtungen.

Meine Meinung:
"Prost, auf die Feinschmecker" von Friedrich Kalpenstein ist der mittlerweile siebte Band und eine spannende sowie sehr amüsante Fortsetzung seiner Provinzkrimi-Reihe.
Ich habe bisher fast jedes Buch des Autors gelesen und bin besonders von seiner humorvollen Herbert-Reihe begeistert. Nachdem schon die ersten sechs Bände der Krimi-Reihe mich überzeugen konnten, war ich sehr gespannt, ob auch der siebte wieder einmal mithalten kann. Das kann er nicht nur, er toppt das Ganze noch. Für mich war dies der beste Band der Reihe: Ich fand es zwar schon immer spannend und amüsant, aber in keinem der vorherigen Bände war ich so gefesselt und habe mich so sehr amüsiert wie hier.

Der Schreibstil ist, wie man es von Kalpenstein gewohnt ist, sehr angenehm, denn er ist flüssig und leicht zu lesen.
Die Seiten fliegen nur so dahin und man möchte das Buch am liebsten in einem Rutsch durchlesen.

Ich war von der ersten Seite an mittendrin im Geschehen und habe gerätselt, wer hinter dem Mord stecken könnte. Oder war es doch nur ein Unfall?
Nachdem ich im vorletzten Band recht schnell einen bestimmten Verdacht hatte, der sich dann auch bestätigt hat, und es im letzten Band nach einem Drittel vor allem zwei mögliche Mörder gab, die für mich infrage kamen, war es diesmal wieder völlig anders. Ich habe bis kurz vor der Auflösung gerätselt und es gab niemanden, den ich ganz besonders im Auge hatte. Für mich gab es mehrere potenzielle Täter. Daher blieb es bis zum Ende spannend. Vor allem die genauen Zusammenhänge und Gründe blieben in diesem Band wieder bis zum Schluss ein Rätsel.

Auch der Humor bleibt in diesem Krimi nicht auf der Strecke. Immer wieder gibt es amüsante Szenen, die einen schmunzeln lassen und für kleine Erheiterungen sorgen. In keinem Band musste ich so viel lachen wie hier. Dafür hat vor allem eine Situation gesorgt, in die Tischler sich selbst manövriert hat und die des Öfteren mal auf den Tisch kam. Aber auch, dass Polizeioberrat Schwenk hier eine noch größere Rolle gespielt hat, hat für viele Lacher gesorgt.

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich. Von Tischler und Fink bekommt man einen sehr guten Eindruck. Man kann sie sich ganz genau vorstellen und beide sind sympathisch. Auch in das Privatleben der beiden bekommt man gelegentlich einige Einblicke. Diesmal besonders viele bei Tischler und etwas weniger bei Fink.
Fink wird mir immer noch von Band zu Band sympathischer. Er macht eine richtig gute Entwicklung durch.
Die Beziehung zwischen Tischler und Britta steht in diesem Band wieder mehr im Vordergrund und der Dackel des Jägers spielt erneut eine Rolle, wenn auch nicht so stark wie im letzten Band.
Interessant finde ich auch, wie sich der Automechaniker Steiner in diesem Band entwickelt. Ich bin gespannt, in welche Richtung das noch geht.

Am Ende gibt es wie auch schon in den vorherigen Bänden zu einigen der Figuren nochmal einen kleinen Einblick, der neugierig auf den nächsten Krimi macht. Auf Terezas und Noris weitere Entwicklung bin ich wie immer ganz besonders gespannt, vor allem, weil sich in diesem Band schon einiges noch konkreter angedeutet hat. Hier steckt noch viel Potenzial drin, das es zu entdecken gilt.

Fazit:
Für mich war dieser Krimi eine perfekte Mischung aus Spannung, Humor und bayerischer Schein-Idylle. Da vor allem Spannung und Humor in diesem Band noch größer waren als in den vorherigen, ist dies für mich eindeutig der beste Band bisher. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band dieser Reihe, der auch schon bereit liegt, und kann das Buch auf alle Fälle weiterempfehlen.

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