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Veröffentlicht am 14.07.2022

Man trifft sich immer zweimal

Cheer up, Marie!
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Der Klappentext: „Marie ist am Ende. Ihr Mann hat eine andere, ihre Tochter gibt ihr die Schuld daran, und auf ihre Job-Bewerbungen hagelt es Absagen. Ihre Jugendfreundin Cat will sie aufmuntern und schenkt ...

Der Klappentext: „Marie ist am Ende. Ihr Mann hat eine andere, ihre Tochter gibt ihr die Schuld daran, und auf ihre Job-Bewerbungen hagelt es Absagen. Ihre Jugendfreundin Cat will sie aufmuntern und schenkt ihr ein Wochenende in einem exklusiven BDSM-Club. Dort trifft Marie einen dominanten Mann, der ihr anbietet, sie in die Freuden der Unterwerfung einzuweihen. Seine Blicke wecken die Schmetterlinge in ihrem Bauch, sie lässt sich auf eine Nacht mit ihm ein und lebt ihre geheimsten Träume aus. Eine Woche später ruft Cat an: Ein Geschäftspartner ihres Schwagers Steven Carter hat einen Job für Marie. Marie ist glücklich, doch dann ist ihr neuer Chef ausgerechnet der Mann, mit dem sie im BDSM-Club eine Session hatte. Und zu allem Überfluss entpuppt sich ihr Ex als brutaler Schläger.“
Zum Inhalt: „Cheer up, Marie“ ist der siebte Band der Hard & Love-Reihe von Sara-Maria Lukas und auch wenn einzelne Personen bekannt und gewisse Rahmenbedingungen bekannt sind, kann man jeden Band sehr gut einzeln und unabhängig lesen. Wie für die Reihe üblich ist BDSM ein Bestandteil der Liebesgeschichte, die sich hier ganz um Marie und Jan dreht. Nachdem in Maries Leben so ziemlich alles schief läuft was schieflaufen kann, bekommt sie zum Geburtstag ein Wochenende in einem BDSM-Club geschenkt, ein wunderbares Wochenende und eine einmalige Sache. Dachte Marie zumindest – bis sie ihren neuen Chef kennen lernt.
Meine Meinung: Die Story des One-Night-Standes, der eine einmalige Sache sein sollte und sich dann als etwas ganz Anderes entpuppt, ist sicherlich nicht neu, aber die Autorin Sara-Maria Lukas schafft es eine wirklich unterhaltsame und fesselnde Geschichte daraus zu machen. Marie braucht wirklich mal eine Auszeit und wagt etwas Neues, Jan hingegen will eigentlich nur eine Abwechslung und beide bekommen so viel mehr. Es entwickelt sich natürlich eine Liebesgeschichte zwischen den beiden, bei der auch die Erotik mit einem BDSM-Anteil nicht zu kurz kommt. Wie der Klappentext schon verrät ist auch für einen gewissen Spannungsanteil gesorgt, immerhin gibt es mit Maries Ex noch einigen Ärger. Ich wurde von dem Buch auf jeden Fall gut unterhalten und kann es nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 03.07.2022

Zwei starke Frauen und ein edles Getränk

Die Champagnerfürstin
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Der historische Roman „Die Champagnerfürstin“ erzählt die Geschichte zweier Frauen, die ein ähnliches Schicksal teilten. Beide wurden früh zu Witwen, beide standen vor der Entscheidung, das Familiengeschäft ...

Der historische Roman „Die Champagnerfürstin“ erzählt die Geschichte zweier Frauen, die ein ähnliches Schicksal teilten. Beide wurden früh zu Witwen, beide standen vor der Entscheidung, das Familiengeschäft weiter zu führen und beide entschieden sich für den Familienbetrieb und beide führten ihre Geschäfte zum Erfolg, sogar zum Weltruhm. Die Namen Pommery und Clicquot sind heute noch führend unter den Champagnern. Die Autorin Annette Fabiani, die als Sandra Lessmann auch historischen Kriminalromanen schreibt, schaffte es die Geschichte gleich zweier faszinierender Frauen zu schreiben und historische Fakten mit Fiktionen zu vermischen, denn von beiden Frauen haben sich, neben Geschäftsberichten, zwar Briefwechsel erhalten, doch persönliche Details sind kaum bekannt. Sowohl Jeanne Pommery als auch die etwas ältere und bereits geschäftserfahrenere Barbe-Nicole Clicquot waren starke Frauen, die sich in einer von Männern dominierte Welt behaupteten und ihren Weg erfolgreich meisterten. Clicquot übernahm die Kellerei bereits 1805 und Pommery 1858, insgesamt werden knapp 100 Jahre französische Geschichte in diesem Roman beleuchtet und durch das Leben dieser beiden Frauen beleuchtet. Ich persönlich fand den Roman sehr flüssig lesbar und sowohl informativ als auch unterhaltsam. Eine perfekte Mischung aus Fakten und Fiktionen, die diese bewegte Zeit und die ungewöhnlichen Schicksale sehr gut darstellt.

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Veröffentlicht am 01.07.2022

Was geschah wirklich?

Dunkle Tiefen
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Der Klappentext: „In einem abgelegenen Cottage an der Steilküste Englands wollen drei Schwestern die Weihnachtsferien zusammen verbringen. Es ist das erste Mal seit jener tragischen Nacht vor zwanzig Jahren, ...

Der Klappentext: „In einem abgelegenen Cottage an der Steilküste Englands wollen drei Schwestern die Weihnachtsferien zusammen verbringen. Es ist das erste Mal seit jener tragischen Nacht vor zwanzig Jahren, dass sie in das einstige Ferienhaus der Familie zurückkehren. Damals stürzte ihre jüngste Schwester Rose mitten in der Nacht von einer Klippe - die Umstände ihres Todes sind bis heute ungeklärt. In der Hoffnung, die Vergangenheit möge endlich ruhen, treffen die drei jungen Frauen im Cottage ein. Als ein Sturm aufzieht, der sie endgültig von der Außenwelt isoliert, drängen allzu lang gehütete Geheimnisse an die Oberfläche - und mit ihnen eine tödliche Gefahr ...“
Ein einsames Cottage, sturmumtoste Klippen, drei entfremdete Schwestern und ein dunkles Geheimnis um den Tod der vierten Schwester, ja dieser Klappentext hört sich sehr spannend an und lässt einen Thriller vermuten. „Dunkle Tiefen“ ist auch spannend, einfach weil man als Leser doch sehr lange im Dunklen tappt, denn allein schon was mit Rose vermutlich passiert ist erfährt man erst relativ spät und noch später was tatsächlich passiert ist. Aber mir persönlich fehlte doch der eigentliche Thrilleranteil, das Schaudern und die Beklemmung, es ist eher eine tragische, etwas bösartige Geschichte, aber urteilt selbst.
Vielleicht liegt mein Eindruck auch daran, dass mir die drei Schwestern allesamt herzlich unsympathisch, verlogen und voller Zwangsstörungen erschienen und das schon als Kinder. Aufgebaut ist die Geschichte nämlich mit zwei Handlungssträngen. Der eine spielt im Sommer 1997, als Rose starb und der zweite aktuell Weihnachten 2017, als sich die drei Schwestern, das erste Mal seit 20 Jahren wieder im Cottage treffen und überhaupt seit neun Jahren das erste Mal wiedersehen. Beide Handlungsstränge werden abwechselnd aus der Sicht jeweils einer der drei Schwestern bzw. der Nachbarin, die damals und heute als stille Beobachterin fungierte, erzählt, dabei überschneiden sich die zeitlichen Abschnitte, so dass einzelne Momente aus verschiedenen Sichten erscheinen und sich wiederholen. Außerdem wechselt die Erzählform von Dritten Person zur Ich-Erzählerin und auch die Erzählzeiten, mir persönlich war das zu konfus und störte mich eher im Lesefluss. Allerdings will man eben wissen was passierte, was zu den Ereignissen führte und wer Schuld trägt, es ist trotz allem einfach spannend.

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Veröffentlicht am 28.06.2022

Unfreiwillige Detektive

Mord in Jolly Clover
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Der Klappentext: „Als im Wald des beschaulichen Jolly Clover im britischen Buckinghamshire die Leiche von Benjamin Easterbrook gefunden wird, ist die Dorfgemeinde entzückt. Endlich gibt es etwas zu erzählen ...

Der Klappentext: „Als im Wald des beschaulichen Jolly Clover im britischen Buckinghamshire die Leiche von Benjamin Easterbrook gefunden wird, ist die Dorfgemeinde entzückt. Endlich gibt es etwas zu erzählen in ihrem sonst so idyllischen Örtchen. Zum Glück war das Opfer, der Bruder des Gutsherrn, höchst unbeliebt. Doch die Freude ist nur von kurzer Dauer, denn die Polizei sucht den Mörder unter den Dorfbewohnern. Als die dreißigjährige Touristenführerin Emily Walker, die immer noch bei ihren Eltern lebt, unter Verdacht gerät, ist sie gezwungen, selbst zu ermitteln, um ihre Unschuld zu beweisen. Bei ihren Nachforschungen schreckt sie jedoch nicht nur den Täter auf, sondern kommt auch einem Geheimnis aus der Vergangenheit auf die Spur…“

Zum Inhalt: Vor 20 Jahren hat die damals zehnjährige Emily etwas angestellt, dass sie bis heute geheim halten konnte. Doch nun bekommt sie einen anonymen Brief, der androht ihr Geheimnis zu lüften. Besorgt fährt sie heim und erfährt, dass es einen Mord gab. Ausgerechnet der Mann, den sie für ihren Erpresser hielt und mit dem sie sich treffen sollte ist tot. Allerdings war er in Jolly Clover alles andere als beliebt und es gibt mehr als einen Verdächtigen. Zusammen mit ihrem Bruder Oliver begibt sich Emily unwillig selbst auf Spurensuche und entdeckt, dass mehr als ein Bewohner von Jolly Clover Geheimnisse hat.

Meine Meinung: „Mord in Jolly Clover“ hat eigentlich alles, was einen britischen Cosy-Crime ausmacht. Ein kleines Örtchen mit teils verschrobenen Bewohnern, alle äußerst neugierig und gut gegenseitig informiert und dennoch mit mehr als einem Geheimnis. Einen Mord unter mysteriösen Umständen und mit mehr als einen Verdächtigen einfach, weil die unbeliebteste Person des Dorfes umgebracht wurde. Und Hobbydetektive, die der Polizei auf die richtige Spur führen. Soweit alles ganz wunderbar. Allerdings muss ich sagen, dass mit sowohl Emily als auch ihr kleiner Bruder gehörig auf die Nerven gingen. Für eine Dreißigjährige und einem achtundzwanzig jährigen Bürgermeister-Kandidaten sind die beiden furchtbar naiv, unselbstständig und blauäugig. Manche mögen das als charmant empfinden, mich störte es. Durch die umständliche Art der beiden, ging für mich leider die Spannung etwas verloren und sie haben die einzelnen Ermittlungsschritte unnötig zerredet.

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Veröffentlicht am 28.06.2022

Yoga-Schule Inselglück

Inselglück im kleinen Strickladen
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Der Klappentext: „Es gibt kaum Schöneres als Yoga am Amrumer Strand. Um das mit anderen Menschen zu teilen, will Elisabeth eine Yogaschule eröffnen. Ihre Freundin Fenja ist begeistert und entwirft eine ...

Der Klappentext: „Es gibt kaum Schöneres als Yoga am Amrumer Strand. Um das mit anderen Menschen zu teilen, will Elisabeth eine Yogaschule eröffnen. Ihre Freundin Fenja ist begeistert und entwirft eine Entspannungskollektion für ihr Modelabel – einschließlich selbstgestrickter Yogasocken. Ein Glück, dass sie zufällig Urlauberin Maighread trifft. Die Inhaberin eines Strickladens in Schottland ist genau die Richtige, um Fenja mit Tipps und Tricks in Sachen Wolle zur Seite zu stehen...“

Zum Inhalt: „Inselglück im kleinen Strickladen“ ist der dritte Roman der auf Amrum spielt und hier haben Maighread und Joshua aus der Highland-Reihe einen Gastauftritt. Alle Romane sind in sich abgeschlossen und können einzeln sehr gut gelesen werden, aber natürlich gibt es wiederkehrende Charaktere, die bereits eingeführt sind. Die eigentliche Hauptperson ist hier Elisabeth, die nach einer hässlichen Scheidung ein neues Leben auf Amrum begonnen hat und sich jetzt entschließt eine eigene Yoga-Schule zu eröffnen. Natürlich wird sie von ihren Freunden dabei tatkräftig unterstützt und sie kann auch auf ihre Unterstützung bauen, als plötzlich ihr Exmann bei ihr auftaucht und sie zurückhaben will. Im Klappentext wird auch Fenja explizit genannt, sie beschließt ihr Angebot um Strickware und Wolle zu erweitern und durch Zufall kommt sie mit der Urlauberin Maighread ins Gespräch, die ihr natürlich wertvolle Tipps geben kann. Eine neue Freundschaft bildet sich und wird ganz sicher in den nächsten Teilen ausgebaut.
Meine Meinung: Die Autorin Susanne Oswald hat auch hier einen sehr angenehmen, lockeren und flüssigen Schreibstil. Erzählt wird hauptsächlich in der 3. Person, nur die Abschnitte, die direkt mit Elisabeth zu tun haben, werden von ihr als Ich-Erzählerin erzählt. Durch die verschiedenen Handlungsstränge: Elisabeths Yoga-Schule, Fenjas Geschäftserweiterung und Maighreads Urlaub kommt Abwechslung und auch eine gewisse Spannung auf. Aber ansonsten lebt auch dieser Roman von seiner guten Atmosphäre, der Freundlichkeit der Menschen und der wunderbaren Landschaft, die gut und ausführlich beschrieben.
Für alle Strickbegeiserten und diejenigen, die es werden wollen: es gibt wieder Strickanleitungen am Ende des Buches, eigentlich für alles, was während der Geschichte gestrickt wird.

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