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Veröffentlicht am 29.12.2021

Kann das Netz der Medialen bestehen?

Age of Trinity - Die Stunde der Wächter
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Der Klappentext: „Das geistige Netz der Medialen steht vor dem Kollaps und droht zu zerfallen. Nun schlägt die Stunde der Anker. Sie müssen das fragile Medialnet stabilisieren und sind die letzte Hoffnung ...

Der Klappentext: „Das geistige Netz der Medialen steht vor dem Kollaps und droht zu zerfallen. Nun schlägt die Stunde der Anker. Sie müssen das fragile Medialnet stabilisieren und sind die letzte Hoffnung auf Überleben. Einer der Anker ist Canto Mercant, ein Kardinalmedialer, für den Familie und Loyalität alles ist. Um die zu schützen, die er liebt, braucht Canto die Hilfe einer Frau, zu der er aufgrund seiner dunklen Vergangenheit eine besondere Verbindung hat - und die der mächtigste Anker überhaupt ist: Payal Rao, CEO eines einflussreichen Unternehmens. Sie ist die perfekte Mediale: schön, gnadenlos und ohne Gefühle. Und doch rührt Canto etwas in ihr, das sie noch nie gespürt hat... "

Zum Inhalt: „Die Stunde der Wächter“ ist der fünfte Band in der AGE-OF-TRINITY-Serie, die nahtlos an die PSY-CHANGELING-Serie anschließt. Alle Teile sind in sich abgeschlossen und behandeln andere Paare, doch ich würde für ein besseres Verständnis, empfehlen, zumindest die Age of Trinity Reihe zu kennen und im Idealfall sogar, den ein oder anderen Band der Psy-Changeling Reihe. Die Welt, die sich Nalini Singh erdacht hat, ist sehr so komplex und das Hauptproblem um das sich hier alles dreht, das geistige Netzwerk der Mediale ist ein Punkt für sich. Hier ist es definitiv besser wenn man die anderen Teile kennt.
Das Netz der Medialen wird von verschiedenen Seiten bedroht, es ist überlastet, es kommt zu unerklärlichen Angriffen der Skarabäen (übrigens eine Gruppierung, die auch hier noch nicht aufgedeckt wird), die Netzköpfe sind verschwunden und es entstehen Einstürze, die Todesopfer fordern. Diese Einstürze entstehen, weil das Fundament schwach ist und sich die Verankerung löst. Für dieses Fundament sind die Anker, die A-Medialen zuständig, eine Gruppe, die bis jetzt wenig oder keine Beachtung fand und die immer kleiner wird. Canto Mercant ist einer dieser Anker und er will die Gruppe an die Öffentlichkeit und ihr Problem publik machen. Unterstützung erhofft er sich von den anderen Hauptankern, darunter auch Payal Rao. Unerwarteter Weise erkennt er in Payal das Kind, das ihm einmal das Leben rettete und das er seit 30 Jahren sucht. Canto und Payal verbindet ein grausames Schicksal, das nicht nur in der Vergangenheit ihr Leben bestimmt hat. Um eine gemeinsame Zukunft zu haben müssen die beiden das Schicksal besiegen.

Meine Meinung: Nalini Singh hat einen modernen Sprachstil und einen sehr flüssigen Schreibstil, der die Seiten nur so dahin fliegen lässt und in den ich seit langer Zeit hohe Erwartungen setzte, die einmal mehr erfüllt wurden. Die Welt der Medialen ist ja sehr rational und bei weitem nicht so gefühlsbetont wie die der Wandler, aber dennoch nicht weniger ergreifend. Canto und vor allem Payal müssen nicht nur den äußeren Widrigkeiten und Hindernissen entgegentreten, sondern auch ihren eigenen Geist aus seinem Gefängnis befreien. Allerdings muss man bei dieser Story dazusagen, dass das Hauptaugenmerk fast mehr auf der Problematik des Netzes liegt und weniger auf der eigentlichen Liebesgeschichte, die kommt so richtig erst im letzten Drittel in Fahrt. Deswegen würde ich die Kenntnis der anderen Teile empfehlen, da die Gefahr um das mediale Netz ein wichtiger Punkt der Reihe ist und so noch besser erfasst werden kann.
„Die Stunde der Wächter“ ist für sich alleine vielleicht etwas schwierig, aber als Teil der Reihe ein wichtiger Band, der mich voll überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 27.12.2021

Neustart in den Highlands

Riskante Gefühle
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Der Klappentext: „…Seit dem Tod ihres Freundes führt Marcie ihr Bed & Breakfast in dem malerischen schottischen Küstenort Mallaig allein. Erst dem charismatischen Shane Corrigan, der die nahegelegene Whiskydestillerie ...

Der Klappentext: „…Seit dem Tod ihres Freundes führt Marcie ihr Bed & Breakfast in dem malerischen schottischen Küstenort Mallaig allein. Erst dem charismatischen Shane Corrigan, der die nahegelegene Whiskydestillerie wieder aufbauen will, gelingt es, sie aus ihrer Trauer zu holen. Obwohl Marcie kaum etwas von ihm weiß, verliebt sie sich leidenschaftlich in ihn. Doch als sie eines Nachts brutal niedergeschlagen wird, kommt Shanes dunkle Vergangenheit ans Licht, und Marcie weiß plötzlich nicht mehr, ob sie ihm noch trauen kann…“

Zum Inhalt: Marcie lebt seit ihrer Kindheit im kleinen Küstenort Mallaig und betreibt einen Laden für qualitative Andenken, außerdem verdient sie sich durch ihr kleines Bed & Breakfast etwas hinzu. Jetzt im Winter ist im schottischen Mallaig Saure-Gurken-Zeit, daher kommt ihr die Anfrage von Shane eines ihrer Zimmer für 3 Monate zu mieten gerade recht. Shane will die alte, seit Jahren stillgelegte Whiskybrennerei übernehmen. Zwischen Marcie und Shane bahnt sich relativ schnell etwas an, aber dann überstürzen sich die Ereignisse, irgendjemand schleicht um das Cottage und bricht sogar ein. Doch warum? Liegt es an Shanes Vergangenheit? Lasst euch überraschen um was es tatsächlich geht.

Meine Meinung: Die Autorin Romina Gold hat einen sehr kurzweiligen und flüssigen Schreibstil, der einen die schottischen Highlands direkt vor Augen führt. Auch die einzelnen Charaktere werden schnell lebendig, auch wenn mir persönlich nicht alle Personen sympathisch waren, aber das macht einen Teil der Spannung und des Reizes aus. Erzählt wird übrigens in der 3. Person und man begleitet mehr oder weniger abwechselnd Shane und Marcie. In meinen Augen ist „Riskante Gefühle“ eine ideale Lektüre für Zwischendurch, man kann sie dank des Erzählstils und dem kontinuierlichen Spannungsbogen regelrecht verschlingen und sich zugleich in eine herrliche Landschaft träumen.

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Veröffentlicht am 23.12.2021

Erfolgsdruck

Late Night
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Der Klappentext: „In der TV-Show Unter Haien suchen junge Gründer Investoren für ihre Ideen. So auch Programmiererin Louisa. Ihre Software soll Autisten die Kommunikation erleichtern - Menschen wie ihrer ...

Der Klappentext: „In der TV-Show Unter Haien suchen junge Gründer Investoren für ihre Ideen. So auch Programmiererin Louisa. Ihre Software soll Autisten die Kommunikation erleichtern - Menschen wie ihrer Schwester. Als ausgerechnet Hardliner Ruben Stephanski ihr nicht nur Geld, sondern auch eine einjährige Mentorenschaft anbietet, hat sie das Gefühl, es geschafft zu haben. Zunächst ist sie von dem attraktiven Selfmade-Millionär, der so ganz anders ist als sie, fasziniert. Doch bald schon merkt sie, dass Ruben ganz andere Ziele als sie verfolgt ...“

Zum Inhalt: Das Konzept der Sendung Unter Haien gibt es ja tatsächlich, das amerikanische Original heißt sogar Shark Tank und so dürfte das Vorgehen in etwa bekannt sein. Hoffnungsvolle Gründer stellen abgebrühten und erfolgreichen potentiellen Investoren vor einem Millionenpublikum im Fernsehen ihre Idee, ihr Produkt vor. So auch die junge Informatikerin Louisa, sie hat ein Programm entwickelt, dass Autisten hilft die Mimik von Menschen zu verstehen. Die Idee kam ihr, weil ihre Schwester Autistin ist und sie so deren Probleme hautnah kennt. Außer dem jüngsten Investor Ruben springt keiner der anderen auf ihr Produkt an, aber Ruben scheint sowieso der geeignetste Mann für eine Partnerschaft zu sein. Noch nicht einmal 30 und Milliardär, Inhaber mehrerer zukunftsweisender Konzepte und bekannt dafür alles zum Erfolg zu bringen. Aber Louisa und Ruben scheint nicht nur das Geschäftliche zu verbinden, da keimen Gefühle auf. Doch können sie sich die erlauben? Vor allem Ruben kann und will keine Schwächen zeigen.

Meine Meinung: Ich war etwas überrascht, zu Beginn des Buches auf eine Trigger-Warnung zu stoßen, habe ich doch eigentlich eine lockere und leichte Office-Liebesgeschichte erwartet. Die Trigger verraten so einiges über den Verlauf der Geschichte, aber so viel sei verraten, sie hängen alle mit Erfolgsdruck und Perfektion zusammen und sind in der heutigen Zeit so aktuell wie nie. Der Umgang mit dieser Problematik und auch mit dem Thema des Autismus hat mich durchaus überzeugt, es ist eine emotionale und doch sachliche Herangehensweise an diese Themen. Die Protagonisten sind lebendig ausgearbeitet und für manche Überraschungen gut, es sind zwei starke Charaktere, die teilweise ihre innere Stärke noch finden müssen, aber gerade das macht ihren Reiz aus. Was mich persönlich etwas störte sind einige Längen in der Geschichte, ausführliche Beschreibungen, Wiederholungen und einige Stellen, die zwar schön zum Lesen sind, aber die eigentliche Geschichte nicht voranbringen. Aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache, aber ich hätte eine gewisse Straffung der Story bevorzugt.

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Veröffentlicht am 23.12.2021

Hartnäckigkeit zahlt sich aus

Erik (Arizona Vengeance Team Teil 2)
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Der Klappentext: „…Ich habe unglaublichen Spaß mit meinen neuen Brüdern bei den Arizona Vengeance. Wir sind zwar ein neu gegründetes Team, aber nach einigen großen Siegen weiß die ganze Liga, dass sie ...

Der Klappentext: „…Ich habe unglaublichen Spaß mit meinen neuen Brüdern bei den Arizona Vengeance. Wir sind zwar ein neu gegründetes Team, aber nach einigen großen Siegen weiß die ganze Liga, dass sie sich vor Erik Dahlbeck in Acht nehmen muss. Erik Dahlbeck bin ich.
Die einzige Person, die mich anscheinend nicht so toll findet, ist Blue Gardner, die verdammt heiße Flugbegleiterin in unserem Teamflugzeug. Ich würde ja gerne mit ihr in den Mile-High-Club eintreten, aber abgesehen davon, dass sie mir lauwarmen Kaffee bringt, lässt sie mich nicht mal ansatzweise an sich heran. Was auch immer ich getan habe, um Blue zu verärgern, meine Teamkollegen finden es urkomisch. Schließlich sind wir daran gewöhnt, dass die Frauen uns in Scharen zu Füßen liegen. Als ich Blue auf dem Boden wiederbegegne, bin ich verblüfft, als ich erfahre, wie sie ihre freie Zeit verbringt: Sie kümmert sich um ihren behinderten Bruder. Diese Frau hat so viele Facetten, die ich mir nie hätte vorstellen können, und ich kann es kaum erwarten, sie zu enthüllen. Und das ist ein vollkommen neues Gefühl für mich. Aber zuerst muss ich einen Weg finden, diesen eiskalten Blick zum Schmelzen zu bringen. Denn so sehr ich auch versuche, so zu tun, als wäre es mir egal, was Blue von mir denkt, wie kann es einem egal sein, wenn man sich in jemanden verliebt?“

Zum Inhalt: „Erik“ ist der zweite Band rund um das Arizona Venegance Eishockey-Team, dem neuesten Team der Liga. Aber man kann ohne Vorkenntnisse gut einsteigen, die einzelnen Bände sind in sich abgeschlossen und mit eigentlich bekannten Gesichtern kommt man auch so zu recht. Blue ist Flugbegleiterin im teameigenen Flugzeug und zu allen nett und freundlich, nur nicht zu Erik. Ihm begegnet sie mit einer Eiseskälte und der arme Kerl weiß gar nicht wieso. Aber gerade das Verhalten reizt ihn und seinen Jagdtrieb, es kann doch nicht sein, dass ihm eine Frau widerstehen kann. Vor allem, als er Blue zufällig mit ihrem behinderten Bruder trifft und eine ganz andere Seite von ihr beobachten kann. Er will unbedingt eine Chance bei ihr bekommen.

Meine Meinung: Ich kenne und ich liebe den Stil von Sawyer Bennett schon länger und sie schafft es immer wieder mich mit ihrem lockeren Schreibstil zu fesseln. Im Gegensatz zur Jameson Force Security –Serie gibt es bei der Arizona Venegance –Reihe keinen Thrilleranteil und doch schafft die Autorin eine Spannung, die einen das Buch verschlingen lässt. Hier fragt man sich warum sich Blue so verhält wie sie es tut und wie es Erik schafft, den Eispanzer von Blue zu brechen. Die beiden sind sehr starke Persönlichkeiten, die doch beide noch so einiges voneinander lernen können, vor allem Vertrauen. Natürlich spielen bei ihrer Beziehung die Gefühle und auch die Erotik eine große Rolle, aber noch mehr die Emotionen. Und auch mit dem Thema des Umgangs mit Personen mit (körperlicher) Beeinträchtigung wird sehr sensibel umgegangen. Ich persönlich wurde in meinen Erwartungen an das Buch nicht enttäuscht und kann es nur jedem Fan von Sport-Romanen mit viel Gefühl und etwas prickelnder Erotik nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 17.12.2021

Liebe im Netz

Mister Secret
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Der Klappentext: „…Asha Tate ist eine hoffnungsvolle Romantikerin. Doch auf der Suche nach dem perfekten Mann steht der Lektorin ihre anspruchsvolle Checkliste im Weg. Um in der Liebe nicht schon wieder ...

Der Klappentext: „…Asha Tate ist eine hoffnungsvolle Romantikerin. Doch auf der Suche nach dem perfekten Mann steht der Lektorin ihre anspruchsvolle Checkliste im Weg. Um in der Liebe nicht schon wieder enttäuscht zu werden, konzentriert sie sich nun auf ihren beruflichen Traum: den nächsten Bestseller zu entdecken. Als sie dabei über das Instagram-Profil des geheimnisvollen "Professor Feelgood" stolpert, wecken dessen emotionale Texte über den Verlust seiner großen Liebe tiefe Gefühle in ihr. Doch als Asha ihn kontaktiert, ist der Verfasser alles andere als einfühlsam. Seine Arroganz und eindeutigen Flirtversuche bringen sie regelmäßige auf die Palme. Und trotzdem spürt Asha, dass hinter der Maske von "Professor Feelgood" ein Mann steckt, für den es sich lohnen könnte, ihre Checkliste zu vergessen...“
Zum Inhalt: „Mister Secret“ ist der zweite Band der Masters-Of-Love Reihe der Autorin Leisa Rayven, aber sehr gut unabhängig zu lesen.
Es ist ja gut sowohl gewisse Ansprüche als auch Träume zu haben, aber gerade in Sachen Liebe und Männern steht der Lektorin Asha ihre Checkliste eher im Weg. Also begräbt sie den Traum von Mr. Perfect und konzentriert sich auf den beruflichen Traum: den nächsten Bestseller zu entdecken. Bei ihrer Suche bemüht sie auch das Internet und findet das Profil von Professor Feelgood, seine Texte berühren sie. Vielleicht rentiert sich ja ein zweiter Blick? Nur wie so häufig scheinen Profil und Wirklichkeit nicht übereinzustimmen, doch es steckt mehr dahinter, das spürt Asha.
Meine Meinung: „Mister Secret“ ist eine sehr moderne, zeitgemäße Lovestory, die aktuelle Medien und auch Probleme und Fallstricke einbaut. Wie zu erwarten ist die Sprache modern und direkt, der Schreibstil locker und fesselnd. Erzählt wird von Asha als Ich-Erzählerin und mit ihren 23 Jahren hat sie natürlich eine freche, frische und teilweise sehr direkte Art, der Jake gut Kontra geben kann, so dass es etliche spritzige und witzige Dialoge gibt. Wenn auch zumeist in schriftlicher Form, denn ein persönliches Treffen findet erst relativ spät statt, das war auch das einzige was mich persönlich etwas störte, denn dann geht es sehr schnell.
Alles in allen ist „Mister Secret“ aber eine moderne und berührende Liebesgeschichte.

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