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Veröffentlicht am 09.07.2021

Invitas vierter Fall

Verrat in Colonia
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Der Klappentext: „…Das römische Köln und Bonn im 3. Jahrhundert n. Chr.: Während immer wieder Überfälle germanischer Stämme die römische Rheingrenze verunsichern, wird ein hoher Beamter im Bad des Praetoriums ...

Der Klappentext: „…Das römische Köln und Bonn im 3. Jahrhundert n. Chr.: Während immer wieder Überfälle germanischer Stämme die römische Rheingrenze verunsichern, wird ein hoher Beamter im Bad des Praetoriums ermordet aufgefunden. Sogleich fällt der Verdacht auf den germanischen Kriegsgefangenen Flavus. Da ihm Folter und Hinrichtung drohen, versucht seine Geliebte Invita, Sklavin des Statthalters, den wahren Schuldigen zu finden. Dabei gerät sie in einen Strudel von Verrat und Verschwörung, welcher die gesamte germanische Provinz in den Abgrund zu reißen droht...“
Zum Inhalt: „Verrat in Colonia“ ist der vierte Roman der Invita-Reihe rund um die römische Sklavin Invita aus dem Haushalt des Stadthalters von Trier und persönliche Dienerin seiner Tochter. Jeder Fall ist in sich abgeschlossen und auch wenn die Rahmenhandlung weiterläuft, kann man die einzelnen Bände der Reihe gut unabhängig voneinander lesen. Mit ihrer Herrin Marcella ist Invita nach Köln gereist und wird dort wieder einmal in einen Mord verwickelt. Als Täter wird Flavus, der Leibwächter Marcellas und Invitas Geliebter beschuldigt und verhaftet. Natürlich setzt Invita alles daran die Unschuld von Flavus zu beweisen und kommt dabei der römischen Politik und Ränkeschmiede in den Weg. Denn in Köln hält sich momentan der Sohn des Kaisers auf und es ist ein Machtkampf um die Stellung in der Provinz entbrannt. Doch hängt der Mord wirklich mit dem Machtkampf zusammen und wie passen die Beobachtungen Invitas alle zusammen? Ich kann euch verraten: es bleibt bis zu letzten Seite spannend.
Meine Meinung: Ich kenne schon einige Bücher der Autorin Maria W. Peter und es begeistert mich immer wieder, wie es ihr gelingt historische Fakten in eine spannende Geschichte einzubauen. Ihre Bücher sind immer sorgfältig recherchiert und zeichnen ein sehr lebendiges Bild der damaligen Zeit. Und in „Verrat in Colonia“ ist es nicht anderes. Sowohl die Stadt Köln, deren politische Situation, die Bedrohung durch die Barbaren, als auch der Alltag der Römer in der Zeit um 260 n.Chr. wird ansprechend in die Handlung eingebaut. Aber natürlich liegt der Augenmerk nicht nur auf den historischen Aspekten auch der Krimianteil kommt nicht zu kurz und so wie Invita ihre Informationen und Beobachtungen für die Lösung des Falles zusammenträgt, setzt sich auch für den Leser das Rätsel um den Täter zusammen. Ich liebe es einfach, wenn der Leser bei Krimis miträtseln kann und sich aus den einzelnen Puzzlestücken ein Bild zusammensetzen kann. Ich selbst konnte das Buch kaum aus der Hand legen und der flüssige und mitreißende Schreibstil hat mir das auch noch erleichtert.
Mein Fazit: Ein weiterer spannender Fall um die Sklavin Invita mit einer verzwickten Mörderjagd und politischen Ränken.

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Veröffentlicht am 09.07.2021

Die Schatten der Vergangenheit

Das Erbe der Sturmhöhe
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Der Klappentext: „…Als ihre Mutter sich während ihrer letzten Atemzüge an einen Sommer erinnert, den sie vor vielen Jahren in Haworth verbracht hat, steht Emily vor einem Rätsel. Um herauszufinden, was ...

Der Klappentext: „…Als ihre Mutter sich während ihrer letzten Atemzüge an einen Sommer erinnert, den sie vor vielen Jahren in Haworth verbracht hat, steht Emily vor einem Rätsel. Um herauszufinden, was dahintersteckt, reist sie in das düstere und dramatisch schöne Hochmoor von West Yorkshire. Hier begegnet sie Jack, der, getrieben von den Gespenstern seiner Vergangenheit, ein eigenbrötlerisches Leben führt. Trotz Jacks Abneigung gegenüber Touristen gelingt es Emily, ihn davon zu überzeugen, sie bei den Nachforschungen über ihre Mutter zu unterstützen. Denn Jack versteht ihren Wunsch, mehr zu erfahren. Dass ausgerechnet Emilys Recherchen auch Geheimnisse seiner Familiengeschichte aufdecken werden, kann keiner ahnen...“

Zum Inhalt: Emilys Mutter liegt im Sterben und ihre letzten Gedanken gelten einem Fotobuch, das sie vor Jahren, Jahrzehnten selbst gemacht hat. Ein Fotobuch über die Hochmoore Englands und Haworth, dem Ort der Brontë-Schwestern, hier spielte der berühmte Roman „Sturmhöhe“. Doch was bedeutete dieser Ort Emilys Mutter? Emily macht sich kurzerhand auf den Weg nach England, um auf den Spuren ihrer Mutter nach Hinweisen zu suchen und das Geheimnis zu lüften. In Haworth angekommen, trifft sie auf Jack, der sie unwillig mit der Gegend vertraut macht. Und obwohl Jack eher ein unfreundlicher, verschlossener Typ ist, fasziniert er Emily. Sie versucht ihn aus seinem Schneckenhaus herauszulocken und Jack scheint sogar bereit dazu zu sein. Doch dann holen die Geheimnisse der Vergangenheit die beiden ein. Eine gemeinsame Zukunft scheint unmöglich.

Meine Meinung: Die Autorin Lili Eden greift mit dem Roman „Sturmhöhe“ einen Klassiker der Literatur auf und baut die Zusammenhänge und Hinweise geschickt in ihr Buch ein, aber keine Angst „Das Erbe der Sturmhöhe“ ist keine Fortsetzung des Klassikers. Der wird „nur“ als Aufhänger benützt und die Schauplätze sind gleich. Und ich muss sagen, gerade Beschreibung des Hochmoores, dieser stürmischen Weite, der Einsamkeit und der Schönheit der Landschaft hat mich fasziniert. Die Gegend spielt nämlich eine wichtige Rolle im Roman, ist fast einer der Protagonisten. Aber auch die tatsächlichen Protagonisten Emily und Jack sind sehr realistisch und greifbar geschildert und da man als Leser den beiden abwechselnd folgt, kann man ihren Gedanken und auch Motivationen sehr gut folgen, auch wenn ich gerade mit Jacks Reaktionen nicht immer einverstanden war. Verpackt ist die Geschichte in einem sehr flüssigen und leichtlesbaren Schreibstil, den ich als sehr angenehm empfand, ich konnte das Buch auch in kürzester Zeit verschlingen.

Mein Fazit: Ich kann diesen Roman nur jedem empfehlen, der gefühlvolle und durchaus dramatische Liebesromane liebt.

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Veröffentlicht am 08.07.2021

Unterhaltsames Popcornkino in Buchform

Stealing Your Heart
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Der Klappentext: „Clementine stiehlt von den Reichen und gibt den Armen. Ihr neuester Plan: Sie will dem verwöhnten Erben Jack einen unbezahlbaren van Gogh entwenden. Und so schleicht Clementine sich in ...

Der Klappentext: „Clementine stiehlt von den Reichen und gibt den Armen. Ihr neuester Plan: Sie will dem verwöhnten Erben Jack einen unbezahlbaren van Gogh entwenden. Und so schleicht Clementine sich in Jacks Leben ein, um an ihre Beute zu kommen. Jack weiß nicht einmal, dass seine Familie einen echten van Gogh besitzt, geschweige denn, dass die schöne Clementine, die plötzlich in sein Leben gestolpert ist, genau diesen im Visier hat. Und Clementine weiß nicht, warum sie sich ausgerechnet in den charmanten Jack verlieben muss, wenn doch genau das über kurz oder lang zu jeder Menge Problemen führen wird. Aber als sie die Notbremse ziehen will, ist es bereits viel zu spät – denn Jack hat Clementines Herz längst gestohlen…“

Zum Inhalt: „Stealing Your Heart“ wird als moderne Adaption der Robin Hood Geschichte mit einem weiblichen Dieb beschrieben, den Zusammenhang habe ich jetzt nicht unbedingt so gesehen. Ja Clementine ist eine Diebin, spezialisiert auf hochkarätige Beute und ihre Opfer können es sich durchaus „leisten“, außerdem geht ein Teil ihres Gewinnes immer an wohltätige Organisationen, aber sie deswegen als modernen Robin Hood zu bezeichnen, der ja nicht nur Dieb, sondern auch Rebell und Widerstandskämpfer war? Nun ja. Auf jeden Fall startet Clementine wieder einen Diebeszug und ihr jüngstes Opfer ist Jack, den sie um seinen van Gogh erleichtern will. Um an ihn ranzukommen schleicht sie sich sogar in einen Elvis-Wettbewerb ein. Doch Jack ist kein leichtes Opfer und stiehlt sich in ihr Herz. Ein Dieb mit Gewissensbissen? Das kann nicht gut gehen und dann kommt noch von unerwarteter Seite eine weitere Bedrohung auf Clementine und Jack zu.

Meine Meinung: „Stealing Your Heart“ ist eine unterhaltsame und beschwingte Liebesgeschichte, die dank des leichten und anregenden Schreibstils der Autorin Kelly Siskind locker dahinfliegt. Erzählt wird übrigens in der Dritten Person und man begleitet abwechselnd Clementine und Jack, wobei Clementines Part der gewichtigere ist. Dadurch, dass Clementine Jack und allen anderen etwas vorspielt, kommt es zu einigen lustigen Momenten und der Humor kommt nicht zu kurz. Und vermutlich sollten die ganzen Elvis-Imitatoren für weitere Komik sorgen, mich persönlich nervten sie eher – den Original-Elvis finde ich großartig, aber den Hype um seine Gestalt finde ich überzogen. Aber das ist ja zum Glück Geschmackssache. Zwischen den beiden Protagonisten entwickelt sich sehr rasch eine Liebesbeziehung, gespickt mit etlichen sexy Szenen und einigen Problemen, die für eine gewisse Spannung sorgen, auch wenn einiges etwas vorhersehbar war.

Mein Fazit: „Stealing Your Heart“ war für mich eine kurzweilige und unterhaltsame romantische Liebeskomödie – mir hat es Spaß gemacht sie zu lesen.

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Veröffentlicht am 01.07.2021

Der Zauber von St. Peter-Ording

Leuchtturmträume
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Der Klappentext: „In St. Peter-Ording will Anneke nicht nur ihren Job als Hoteltesterin erledigen, sondern auch endlich mal wieder Zeit in der Natur genießen und ausspannen. Dass sie hier außerdem die ...

Der Klappentext: „In St. Peter-Ording will Anneke nicht nur ihren Job als Hoteltesterin erledigen, sondern auch endlich mal wieder Zeit in der Natur genießen und ausspannen. Dass sie hier außerdem die romantischsten Orte der Küste aufsuchen soll, trifft sich gut. Bis sich herausstellt, dass ausgerechnet ihr Ex Raik das neue Hotel leitet und sie nur allzu gern zu Strandspaziergängen und Picknicken an Geheimplätzen begleitet. Er lässt keinen Zweifel daran, dass er sich einen Neuanfang mit ihr wünscht. Und wenn Anneke seinen offenen Blick auffängt, spürt sie, wie viel er ihr immer noch bedeutet. Aber kann sie sich wirklich der Vergangenheit stellen und Raik verzeihen?“

Zum Inhalt: Es geht mit Tanja Janz wieder nach St. Peter-Ording und auch wenn einige bekannte Gesichter und Orte auftauchen, kann man ohne Probleme in dieses Wohlfühlbuch eintauchen. Anneke ist rast- und ruhelos, da kommt es ihr ganz recht, dass sie als Hoteltesterin in der ganzen Welt unterwegs ist. Immer auf Achse und wenige soziale Kontakte, selbst ihre Familie sieht sie so wenig wie möglich. Schuld an ihrem Lebensstil ist ein Unglücksfall vor 4 Jahren, der stückchenweise aufgedeckt wird. Nun ist sie für einen längeren Aufenthalt in St. Peter-Ording, sie soll ein neues Angebot für ihre Firma zusammenstellen und deswegen vor Ort recherchieren. Da trifft sie auch unverhofft auf ihren Ex Raik, er war damals am Unglück beteiligt und sie will ihm eigentlich aus dem Weg gehen. Das ist aber nicht so einfach und in der beschaulichen Welt von St. Peter-Ording und mit den neuen Freunden, die Anneke dort findet, bricht ihr Schutzwall langsam auf. Sie fängt an nachzudenken und das Weglaufen erscheint plötzlich gar nicht mehr so verführerisch.

Der Stil: Die Autorin Tanja Janz hat auch in diesem Band einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Erzählt wird in der 3. Person man begleitet aber hauptsächlich Anneke. Und man kann so richtig mitverfolgen, wie sich Anneke so langsam öffnet, anfängt nachzudenken und ihren (inneren) Frieden findet. Die Magie, die Tanja Janz in ihren St. Peter-Ording-Romanen wirkt, fängt auch bei ihr an zu wirken. Aber bei der Menge an sympathischen Charakteren, wundervollen Orten und freudigen Ereignissen muss man sich einfach wohl fühlen. Aber neben diesem Urlaubsfeeling baut die Autorin auch das ernstere Thema der Trauerbewältigung und des Neuanfangs gekonnt in diesen heiteren Roman ein, für mich hat er dadurch eine gewisse Tiefe bekommen, der ihn von anderen Wohlfühlromanen durchaus unterscheidet.

Ich danke dem HarperCollins Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 29.06.2021

Man braucht manchmal einfach Hilfe

Kaputte Herzen kann man kleben
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Zum Inhalt: Luisa ist völlig fertig. Bei ihrem Job als Hebamme kommt im Klinikalltag die Menschlichkeit viel zu kurz. Der Verdienst reicht gerade so zum Leben, allerdings wäre es schön, wenn ihr Ex wenigstens ...

Zum Inhalt: Luisa ist völlig fertig. Bei ihrem Job als Hebamme kommt im Klinikalltag die Menschlichkeit viel zu kurz. Der Verdienst reicht gerade so zum Leben, allerdings wäre es schön, wenn ihr Ex wenigstens den Unterhalt für die gemeinsame Tochter Amelie zahlen würde. Geschweige denn dass er Interesse an der Achtjährigen hätte. Sie sorgt alleine für ihre Tochter und fühlt sich gemessen an den Super-Muttis an der Schule irgendwie minderwertig. Als auch noch ihre Rückenschmerzen unerträglich werden, lässt sie sich krankschreiben und nimmt Amelie aus der Schule. Sie reisen zu Luisas Tante nach St-Peter-Ording. Dort lernt sie fünf ganz ungewöhnliche Frauen kennen und beginnt ihr Leben mit anderen Augen zu sehen. Doch kann sie einen Neustart wagen? Neue Umgebung, neue Freunde, neue Schule für sich und ihre Tochter? Und mit ihrem Physiotherapeuten einen neuen Mann in ihrem Leben?
Meine Meinung: Die Autorin Kristina Günak greift in diesem Wohlfühlroman gleich mehrere wichtige Themen auf. Zum einen die Situation der Hebammen in Deutschland und zum anderen die Erwartungshaltung und die Doppelbelastung die viele Alleinerziehende (egal ob Mütter oder Väter) stemmen müssen. Verpackt werden diese ernsten Themen in eine witzige, emotionale und anrührende Geschichte über Familie, Freundschaft und Liebe. Sie macht Mut auch mal die eigene (Lebens-)Situation mit einem Schritt Abstand zu betrachten und sich vielleicht selbst einmal die Frage zu stellen, ob wirklich alles so ablaufen muss, wie es eben läuft. Natürlich lösen sich in einem Roman Probleme leichter auf, als im eigenen Leben und es soll sicherlich kein Ratgeber sein, aber es regt doch zum Nachdenken an. Dank des lockeren Schreibstils und des leichten Erzählstils verschlingt man das Buch regelrecht. Das liegt auch an den vielseitigen Charakteren, die alle eine Fülle an (teilweise hausgemachten) Problemen mit sich rumschleppen. Aber gerade diese Vielfalt macht diesen Roman so unterhaltsam und lesenswert.

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